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Müller | Eldar | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 550 Seiten

Reihe: Eldar

Müller Eldar

Schicksalsbiss
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6957-0287-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Schicksalsbiss

E-Book, Deutsch, Band 3, 550 Seiten

Reihe: Eldar

ISBN: 978-3-6957-0287-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eldar kehrt nach seiner Reise nach Sturmnacht zurück, dorthin, wo er als rechtmässiger Herrscher hingehört. Schnell muss er feststellen, dass er nicht der einzige Mann mit Zukunftsvisionen ist. Sich seiner Position sicher fühlend, lässt Eldar die Geschichte ihren Lauf nehmen, im Wissen, dass er sie jederzeit unter Kontrolle hat. Ahnungslos erbebt Viälinëa, und Eldars sicher geglaubter Sieg endet im Chaos. Erst jetzt erkennt Eldar, wer er wirklich ist und welchen Weg er zu gehen hat.

Fabian Müller, geboren am 29. März 1992, ist ein Schweizer Buchautor. Hauptberuflich arbeitet er Elektroingenieur, daneben ist er als Tanzlehrer und Choreograf tätig, mit besonderer Spezialisierung auf Country Line Dance. Sowohl das Tanzen als auch das Schreiben zählen zu seinen grössten Leidenschaften und begleiten ihn seit vielen Jahren. Schon früh entwickelte Fabian Müller eine ausgeprägte Faszination für Geschichten, Fantasiewelten und kreative Ausdrucksformen. Das Schreiben einer eigenen Buchtrilogie war für ihn lange ein persönliches Lebensziel, das er sich mit viel Ausdauer, Leidenschaft und Hingabe mit «Eldar» erfüllt hat. Auch wenn bisher noch keine Bücher veröffentlicht wurden, bildet diese Trilogie einen wichtigen Meilenstein in seinem kreativen Schaffen, und weitere Geschichten sind bereits in Planung. Wenn Fabian Müller nicht schreibt oder tanzt, komponiert er einfache Musikstücke, streift über Mittelaltermärkte, sitzt im Fahrersitz seiner Viper oder schwingt sich auf sein Motorrad Betsy. In seinem Freundes- und Bekanntenkreis ist er zudem unter dem Spitznamen Meti bekannt, eine Anspielung auf seine Begeisterung für Heavy Metal, die seine Vorliebe für kraftvolle, emotionale und ausdrucks-starke Kunst widerspiegelt.
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Dunkle Rückkehr

Seine Schritte waren voller Stolz. Sein Herz pulsierte vor Erregung. Das Blut flammte durch seinen Körper. Sein Schmerz heilte seine Wut.

Langsamen Schrittes verliess Tarock das verwüstete Schlachtfeld. Während er an Leichen von Orks, Menschen und Elben, die stumme Zeugen der Brutalität waren, vorbeischritt, wagte es keiner der Überlebenden, die Waffen erneut zu heben. Obwohl die Elben in der Überzahl waren, rührte sich keiner von Ramailons Gefährten. Nicht einmal Alanon. Regungslos und fassungslos versuchten sie zu verarbeiten, was soeben geschehen war. Vieles war geschehen. Und das meiste hätte nie geschehen dürfen.

Mesan war vor nicht allzu langer Zeit der Austragungsort eines des grausamsten Abschlachtens geworden. Doch begonnen hatte es, weil die Orks wieder im Land aufgetaucht waren und dies, obwohl die Tore der Zwerge es hätten verhindern sollen. Doch was ein Vertreiben der Biester hätte sein sollen, endete in einem grässlichen, hasserfüllten Gemetzel. Nach dem kurzen Waffenstillstand zwischen Tarock und Ramailons Männern, war ihre Feindschaft aufs Neue entflammt, als sie herausgefunden hatten, dass die Orks für die Rebellen und somit für ihn kämpften. Dies hätte nie geschehen dürfen und Tarock, Eldar, hätte diesem Plan nie zugestimmt. Aber beweisen konnte er es nicht. Und so hatte er in der Schlacht augenblicklich auf der anderen Seite gestanden und zugleichgegen die Orks gekämpft. Bis es ihm schliesslich gelungen war, sowohl den weissen Vogel als auch Ramailon zu besiegen. Doch all dies hätte nie geschehen dürfen. Seine eleganten Schritte führten ihn zu den Trümmern aus Stein, die um den Werkplatz aufgebaut worden waren. Seine Beine trugen ihn hinauf, ohne dass es ihm anstrengend erschien. Oben angekommen drehte er nur für einen kurzen Augenblick den Kopf. Dennoch reichte es, um einen grossen Eindruck zu bekommen. Immer noch hatte sich keiner der lebenden Seelen auf dem Schlachtfeld bewegt. Beinahe in der Mitte, eingebettet in das blau leuchtende Blut, lag ein weisser Vogel, dessen blau schimmernde Hieroglyphen verschwunden waren. Unmittelbar daneben, vom Licht erleuchtet, ruhte ein Elb mit braunen Haaren auf dem Rücken liegend, mit seiner Elbenklinge in der Hand.

Tarock zögerte nicht, sondern stieg die Trümmer auf der anderen Seite hinunter, suchte sich einen der grössten Pfade, der nach Osten führte und folgte ihm. Der Klang seiner Schritte auf dem harten Stein war flach und hallte dennoch laut von den leeren Steinwänden zurück. Ein leichter Wind blies ihm entgegen und verwandelte den Krieger endgültig zurück in den Menschen aus Hammalied. Seine Augen weiteten sich, als Eldar bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Seine Schritte waren langsamer geworden, unsicher, zittrig. Und dann fiel es wie ein donnernder Wasserfall aus hundert Schritt Höhe auf ihn herab. Er konnte nicht bestimmen, welche Art von Schmerz der schlimmere war und welcher Schmerz ihn schliesslich auf die Knie zwang, denn beide waren gewaltig. Sein Körper begann auf einen Schlag zu brennen. Die zahlreichen Wunden, welche ihm Ramalion zugefügt hatte, meldeten sich alle zusammen und drangen in sein Bewusstsein. Er wollte aufschreien, fühlte sich aber zuschwach, denn das viele verlorene Blut schwächte seinen Körper und seine Stimme versagte, denn sein Herz glühte wie ein Stück Kohle. Kummer machte sich in ihm breit, ein gewaltiges Loch wuchs mitten in ihm drin, wurde grösser und grösser. Tränen strömten auf einmal über seine Wangen und obwohl er ein Krieger war, konnte er es nicht verhindern. Er kroch, anstatt zu gehen. Er wimmerte, anstatt zu schreien. Immer mehr verliessen ihn seine Kräfte, sein Wille weiterzugehen. Sein Antrieb fehlte und irgendwann wurde es dunkel.

Eine holprige Welt riss Eldar aus einem tiefen, unruhigen Schlaf. Er hatte vom Nichts geträumt, das gefüllt war von Einsamkeit, Schmerz und Kummer. Das Einzige, was dieses Nichts unterbrach, war das Gefühl, den Boden unter den Füssen zu verlieren und zu fallen. Es war schwer zu beschreiben, was er empfand. War es nichts? War es Trauer? War es sogar Wut, Wut auf sich selbst? Er konnte es nicht beantworten. Eldar wusste nur, dass er froh war, endlich aus diesem Loch herauszukommen, auch wenn dies bedeutete, dass sein ganzer Körper zu brennen begann.

Schweren Herzens versuchte er seine Augen zu öffnen. Es dauerte eine Weile, bis es ihm auch nur annähernd gelingen wollte. Eine helle Sonne hinderte ihn an seinem Vorhaben. Schliesslich drang immer mehr Licht in seine Augen und immer mehr seiner Umgebung offenbarte sich. Unmittelbar in seiner Nähe waren grobe menschliche Umrisse zu sehen, die sehr unterschiedlich in ihrer Statur waren. Einer dieser Umrisse hatte sich ihm zugewandt und schien ihn zu betrachten. Es war eine breite und grosse Gestalt mit kurzen Haaren. Die Haut wirkte dunkel, wie die Nacht, was Eldar seinen geblendeten Augen zuschob. Trotzdem, auch als er mehr Details wahrnehmen konnte,blieb die Haut dunkel. Sie war nicht schwarz oder dunkelblau, wie er nach neuerlichem Blinzeln feststellte, sondern ähnelte eher dem dunklen Grün einer Tannennadel. Eldar versuchte die Hand zu heben, um seine Augen vor der Sonne zu schützen, damit er mehr sehen konnte, aber seine Arme gehorchten ihm nicht. Sie waren kraftlos und verweigerten ihren Dienst. Er fluchte innerlich, da er es nicht schaffte, die Augen längere Zeit offen zu lassen. Es schien, als ob sein Körper sich weigerte, die Welt um ihn herum zu betreten. Durch seine unscharfe Sicht begannen sich die Umrisse zu bewegen und anscheinend auch miteinander zu sprechen, denn es waren eindeutig vertraute Geräusche, die an sein Ohr drangen. Dann erhob sich das grosse Wesen etwas, kam näher auf ihn zu und hantierte unmittelbar neben ihm. Was das Wesen tat, konnte Eldar nicht sehen. Dann plötzlich war es wieder dunkler geworden. Es dauerte eine Weile, bis er begriff, dass man ihm ein Stück Stoff über die Augen gelegt hatte. Es war kein dicker Stoff, denn es drang nach wie vor Sonnenlicht zu ihm, das aber weit weniger schlimm war als die direkte Einstrahlung. Es dauerte eine Weile, bis er es schaffte, die Augen offen zu halten und jetzt, da er sich endlich nicht mehr darauf konzentrieren musste, dass sie sich nicht wieder schlossen, bemerkte er, dass er durch den Stoff hindurchsehen konnte. Man hatte ihm ein grobfasriges Tuch über die Augen gelegt, das es ihm ermöglichte, seine Umgebung in Augenschein zu nehmen.

Tatsächlich war unmittelbar neben ihm eine grosse grünhäutige Gestalt, die Eldar als Kel’nnolg wiedererkannte. Der grosse Ngor war es auch gewesen, der ihm das Tuch über die Augen gelegt hatte. Die groben Züge mit den spitzen Zähnen blickten besorgt auf Eldar, der es immer noch nicht schaffte, sich zu bewegen. Sein ganzer Körper brannte. Schwache Erinnerungen an das Geschehenedrangen in seine Gedanken ein und öffneten einen neuen Schmerz, den er sich nicht erklären konnte. Tief in ihm drückte eine unglaubliche Last auf sein Herz, dass Eldar überrascht war, dass es überhaupt schlagen konnte. Ein Gewicht lag auf ihm, das schwerer war als ein Kriegshammer der Fosbznare. Es war ein Schmerz, der schlimmer wog als der Verlust von Serina, sogar schlimmer als der Verlust von Jonas. Aber woher dieser Schmerz kam, konnte er dieses Mal nicht einordnen. Wenn er sich richtig erinnerte, war gar nicht so viel schiefgelaufen. Klar, die Orks waren wieder in ihrem Land und kämpften Hand in Hand mit den Rebellen. Dennoch. Alle Orks, ja sogar die Fosbnare waren getötet worden und weiter war es ihm, Tarock, gelungen, sowohl den weissen Vogel als auch seinen grössten Rivalen Ramailon zu töten. Er sollte also zufrieden mit sich sein und stolz. Diese Gefühle fand er aber nicht in sich. Nur diese Leere und ein Kummer, der ihm die Tränen in die Augen treiben wollte. Nur sein abgehärteter Charakter hinderte ihn daran, den Tränen freien Lauf zu lassen.

Um sich abzulenken, versuchte er wieder, sich zu bewegen. Das Brennen seines Körpers holte ihn wieder ins Hier und Jetzt zurück. Seine Glieder entflammten und wehrten sich gegen seinen Willen. Nur langsam und mit grosser Anstrengung begann sich sein Körper zu bewegen. Er versuchte sich aufzurichten, was ihm zweifellos nicht gelungen wäre, hätten ihm nicht zwei kräftige Hände geholfen. Schwankend schaffte er es, sich in einer eingerissenen aufrechten Position hinzusetzen. Das schützende Tuch war ihm bei dieser Aktion wieder von den Augen gerutscht und blind blinzelte er erneut, bis sich seine Sicht klärte und sich seine Pupillen dem Licht angepasst hatten. Endlich konnte er etwas erkennen.

Eldar hockte auf einem Holzkarren, der von zwei Pferden gezogen wurde. Unmittelbar neben ihm, da hatte er sich nicht getäuscht, sass der kräftige Ngor, der ihn mit sorgenvoller Miene betrachtete. Die schaukelnde Welt rührte von der unebenen Strasse her, auf der sie dahinrollten. Eldar brauchte eine Weile, bis er einordnen konnte, wohin ihre Reise ging. Für grosse Verwirrung sorgte bei Eldar, dass sie nach Süden unterwegs waren. Erst als er die Andosberge erkannte, wusste er, wohin sie ihre Reise trug. Auf dem Kutschbock sassen zwei Zwerge, die das Gefährt von Mittstadt auf der Hauptstrasse zu den Bergen führten. Eldar erkannte die beiden kleinen Gestalten sofort. Vor allem der Zwerg...



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