Mueller | Die Reise des Conquistadors | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 309 Seiten

Mueller Die Reise des Conquistadors

Historischer Roman - Eine gefährliche Reise ans Ende der Welt
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-780-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Historischer Roman - Eine gefährliche Reise ans Ende der Welt

E-Book, Deutsch, 309 Seiten

ISBN: 978-3-98690-780-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Die Gefahren einer fremden Welt ... Der historische Roman »Die Reise des Conquistadors« von Roland Mueller jetzt als eBook bei dotbooks. 1518. Als der Landadelige Don Ricardo de Molinar in Liebe zu der schönen Doña Inés entbrennt, ist sein Schicksal besiegelt - denn Inés ist die Frau des mächtigsten Mannes des Landes. Als die Liebe der beiden ans Licht kommt, bleibt Don Ricardo nur eine Chance, um dem sicheren Tod zu entgehen: Als Admiral des spanischen Königs soll er im Auftrag Gottes nach dem lang ersehnten »Paradies« zu suchen, einem Ort ohne Leid und Schuld ... Gemeinsam mit dem zwielichtigen Söldner Tercio und dem stolzen Soldaten Vargas sticht Ricardo in See. Es ist eine Reise, die als heilige Mission beginnt - doch für die drei Männer und ihre Begleiter bald zum Albtraum werden soll: Denn in den Dschungeln der neuen Welt lauern weit größere Gefahren, als sie sich jemals vorstellen konnten ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Abenteuerroman »Die Reise des Conquistadors« von Roland Mueller wird alle Fans von Daniel Wolf und Noah Gordon begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks veröffentlicht sind Roland Muellers historische Romane: »Der Goldschmied« »Das Schwert des Goldschmieds« »Im Land der Orchideenblüten« »Das Erbe des Salzhändlers« »Die Reise des Conquistadors« Die beiden historischen Romane »Der Goldschmied« und »Das Schwert des Goldschmieds« sind ebenso als Sammelband unter dem Titel »Der Meister des Goldes« verfügbar. Außerdem hat Roland Mueller bei dotbooks die historische Serie »Der Clan des Greifen« veröffentlicht, die folgende Bände umfasst: »Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman« »Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman« »Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman« »Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman« »Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman« »Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman« »Die Hexe. Staffel II - Erster Roman« »Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman« »Der Greif. Staffel II - Dritter Roman« »Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman« »Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman« »Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman« Die komplette Serie ist außerdem in den drei Sammelbänden »Die Burgherrin«, »Die Kinder der Burgherrin« und »Das Vermächtnis der Burgherrin« enthalten. Daneben hat Roland Mueller die beiden historischen Kinderbücher »Die abenteuerliche Reise des Marco Polo« und »Der Kundschafter des Königs« bei dotbooks veröffentlicht.
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Kapitel 6


Fünfter Eintrag der privaten Notizen des Conde Don Ricardo de Molinar, Conquistador und Capitan admiral, niedergeschrieben von ihm selbst.

Worin ich berichte, was sich wirklich und wahrhaftig zugetragen hat bei jener besonderen Mission, womit ich betraut von Seiner allergnädigsten Majestät Karl, König von Spanien.

Ines, Geliebte!

Unser Aufbruch und der Versuch, über den mächtigen Fluss ins Innere des Landes zu gelangen, liegt drei Tage zurück. Doch das Fortkommen dauert mir zu lange. Ich habe die Männer auf das Schiff zurückbeordert. Bisher haben wir gute Fahrt gemacht, denn das Wasser ist tief und breit genug, um bequem zu kreuzen und dabei den Wind mannigfaltig zu nutzen.

Zuvor hielt ich Rat an Deck über das weitere Vorgehen der Expedition. Mein Vetter Enrique Garcia de Molinar und Jago de Tovar werden zusammen mit drei Dutzend tercios auf der Aragón bleiben. Sie sollen mit dem Schiff an die Küste zurückkehren, um dort zu schanzen und eine Festung zu errichten. So sind wir gegen feindliche Angriffe geschützt und haben ein erstes Bollwerk errichtet, darauf das Banner Seiner Majestät und die Farben Spaniens wehen werden.

Weiter sollen sie Vorräte anlegen von allem, was das neue Land bereithält: Wildbret und Fisch, wildes Getreide und Früchte und Gemüse, so dort welche wachsen, die unseren Gaumen munden.

Ich selbst werde mit einer Schar ausgesuchter Leute und dem anderen Schiff, der Santa Luìsa, dem großen Küstenwasser erneut folgen, soweit es Wassertiefe und günstiger Wind zulassen.

Um de Tovar tut es mir Leid, denn ich schätze ihn und sein feines Benehmen und seine edle Gesinnung. Aber ich lasse ihn zurück, weil er das Land kennt und uns notfalls zu Hilfe eilen kann, sollten es die Umstände verlangen. Um meinen Vetter mach ich mir weniger Gedanken. Seine Rohheit würde sogar den Teufel in der Hölle frieren lassen. Auch deshalb habe ich ihn noch nicht eingeweiht, denn er würde meine Beweggründe nicht verstehen. Nicht, dass es ihm an dem Gefühl für Ehre und Treue gegenüber Spanien mangelt, aber seine Gründe für diese Reise sind doch von ganz anderer Natur als die meinen. Wir würden uns nicht verstehen, aber wir brauchen einander und sind in diesem Land auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Vor meinem Aufbruch habe ich ihn zum Capitan admiral und damit zu meinem Stellvertreter ernannt. Dies natürlich in der Hoffnung, dass eigentlich Jago de Tovar ihn und die Männer mit Geschick führt, sollte dies erforderlich sein.

Don Ricardo de Molinar

Conquistador und Capitan admiral

gezeichnet und gesiegelt von eigener Hand

am 3. Juni 1518.

***

In gereizter Stimmung, die sich eigentlich von seiner stetig schlechten Laune nicht sonderlich unterschied, hatte der Conde Enrique de Molinar all seine Hauptleute um sich versammelt. Die Männer standen schweigend, voller Erwartung, was ihr Anführer zu dieser seltsamen Begebenheit sagen würde. Wie fast alle Zeit bisher, war er den ganzen Tag über nicht aus seiner Behausung hervorgekommen. Seit ihrer Ankunft vor fast einem halben Jahr war er auf dem Schiff nur noch selten zu sehen, denn in seiner Kajüte war es heiß und stickig. Er hatte sich an Land unweit einer Baumgruppe eine Hütte bauen lassen, die er nur in den Abendstunden verließ. Seine anfängliche Ungeduld hatte sich bald gelegt und war einem Gefühl gewichen, welches nur schwer unterscheidet zwischen ganz gewöhnlicher Faulheit und einer ständigen Schwermut.

»Caballeros! Der Kerl aus dem Urwald ist einer von uns. Zweifelsohne von der Santa Luìsa. Wissen möchte ich wohl, was ihm widerfahren. Aber bis er redet ...« Der Conde atmete laut und sog dabei die Luft schnell und tief ein. »Solange werd ich nicht warten!«

Er sagte es laut und mit einer Stimme, die keinerlei Zweifel an dem soeben Gesagten erkennen ließ. Er fuhr sich mit der Hand über seinen schwitzenden Schädel.

»Vielleicht braucht mein lieber Vetter Hilfe?«

Er sah sich im Kreise seiner Offiziere um.

»Wir folgen der Santa Luìsa!«

Die Hauptleute sahen einander daraufhin verstohlen an.

»Exzellenz, erlaubt ein Wort.«

Der da sprach, war Jago de Tovar. Er stammte aus einem namenlosen Dorf unweit von Fraga im Norden von Katalonien und fuhr seit seinem zwölftem Lebensjahr zur See. Als Sprecher und Offizier war er bei den Söldnern wie Seeleuten gleichermaßen geachtet. Respektvoll nannten sie ihn »el Fraga« wie die gleichnamige Stadt am Fuße der Berge. Er war bereits einmal in der Neuen Welt gewesen. Mit Vasco Nuñez de Balboa war er bis an das legendäre »Südmeer« gekommen. Jago de Tovar galt für die meisten Leute als heimlicher Anführer, da er das Land und seine Eigenheiten kannte. Der Conde wusste dies und baute auf seine Kenntnisse über die Neue Welt. Aber er mochte ihn nicht.

»Sprecht!«, befahl de Molinar eher ungnädig.

»Exzellenz, unsere Order lauteten: Haltet aus, bis die Santa Luìsa zurückkehrt. Wenn wir jetzt ...«

»Genug«, bellte de Molinar kurz, »was unsere Order ist, weiß ich selbst. Aber ich bin es Leid, zu warten.«

Er wandte sich an die übrigen Männer.

»Ein Mann ist aus dem Urwald gekommen, mit einem Klumpen purem Gold in seinem Maul. Wer weiß, vielleicht fressen mein lieber Vetter und seine Leute das feine Metall bereits, weil sie so viel davon gefunden haben.«

Er sah sich bei diesen Worten höhnisch grinsend um.

»Ich möchte mitfressen!«, schrie er plötzlich.

Er schwitzte und unterdrückte nur mühsam eine große Ungeduld. Als er weitersprach, war seine Stimme wieder etwas leiser. Aber alle sahen, wie schwer es ihm fiel, sich vor den versammelten Hauptleuten noch einen Rest von Würde zu bewahren.

»Wir sind aufgebrochen, um neue Ländereien für die Krone zu finden und zu erobern. Wir bringen den Wilden das Wort Gottes. Eine wahrhaft schwere Aufgabe. Aber was ist die Entlohnung dafür? Einzig nur dies elende Warten. Viele Monate nur warten! In diesem Dreck hier bei dieser Hitze. Wer weiß, wo die Santa Luìsa jetzt steckt? Caballeros, gedachtet ihr nicht alle, hier Ruhm und Ehre zu erfahren? Wolltet ihr nicht Gold ernten, so wie ihr Gras geerntet habt in der Heimat?«

Er lachte laut bei den letzten Worten, und mit einem Mal redeten die Männer durcheinander. Nur Jago de Tovar blieb ruhig.

»Was ist mit Euch, Jago? Habt ihr etwa Angst?«, fragte Capitan Tináz höhnisch.

Die übrigen Hauptleute hörten auf zu lärmen und wandten sich um.

»Hütet Euch bei dem, was ihr sagt. Sonst müsste ich Euch mit meinem Schwert zeigen, was mich von einem Feigling unterscheidet.«

Auf diese Antwort hin trat Tináz näher, und seine Hand umschloss den Griff seiner Waffe. Jago de Tovar griff ebenfalls nach seinem Schwert.

»Haltet ein!«, rief der Conde. »Befahl ich nicht keinerlei Händel untereinander? Das schwächt nur unsere Kraft. Dies gilt auch für die Offiziere!«

Tináz grinste den Capitan de Tovar an, wandte sich an den Conde und verbeugte sich.

»Sehr wohl, Eure Exzellenz, wie Ihr befehlt!«

Jago de Tovar rührte sich noch immer nicht von der Stelle.

Da sah ihn der Conde an.

»Was ist mit euch, Capitan de Tovar? Ihr seid Offizier, aber Ihr macht Euch Gedanken, als wärt Ihr ein grüner Frischling, ein Peon ohne Ehr und Mut?«

»Der Wald ist groß genug, um uns alle zu verschlucken, Exzellenz«, antwortete der Mann ruhig.

»Wir nehmen unser Schiff, die Aragón, und solange auch nur eine Handbreit Wasser unter dem Kiel fließt, werden wir den Fluss befahren«, antwortete der Conde, und es klang, als dulde er keinen Widerspruch.

»Aber der Wind, wie lange ...?«

Der Conde schnitt ihm die weiteren Worte mit einer herrischen Geste ab.

»Wir folgen dem Fluss!«

Noch einmal wagte der Mann eine Frage, und alle Anwesenden wußten, dass die Geduld des Conde bald zu Ende sein mußte.

»Exzellenz, was wird sein, wenn wir nicht mehr weiterkönnen? Wenn das Wasser verschwindet? Wir wissen nicht, welche Gefahren in dieser Gegend auf uns warten«, sagte Jago de Tovar ruhig.

Es war still, keiner der Männer sagte mehr einen Ton. Jago wagte es, an der Entscheidung des Conde zu zweifeln. Aber er allein war derjenige, der diesen Teil der Küste bereits ein wenig kannte. Denn er kannte den Wald.

De Molinar hatte sein Schwert abgenommen und legte es vor sich auf den einfachen Tisch. Sodann baute er sich in breitbeiniger Positur vor seinen Offizieren auf, und blickte Jago de Tovar an. In seinem Blick lag eine kaum verborgene Verachtung, als er zu sprechen begann, und seine Stimme klang gefährlich in ihrem leisen, verhaltenen Ton.

»Wir brauchen den Wald nicht zu fürchten. Denn ich, Don Enrique Garcia Lopéz de Molinar, vierzehnter Graf aus dem Geschlecht der Molinar, die wir schon seit den Kreuzzügen dem Spanischen Adel angehören, Grande, mit dem Recht, in Anwesenheit Seiner Majestät Schwert und Hut zu tragen, bin Spanier. Ich bin ein Conquistador, und ich fürchte nur Gott den Allmächtigen. So sage ich Euch: Wir folgen den Spuren der Santa Luìsa!«

Mit beiden Händen stützte er sich auf den rohen Tisch, beugte sich ein wenig nach vorn und sah dem Offizier mit verächtlichem, bösem Blick ins Gesicht.

»Und Euch, Capitan Jago de Tovar, sage ich, wenn wir nicht mehr segeln können, dann folgen wir dem Ufer notfalls mit den Booten. Sollte uns auch dies nichts mehr nützen, dann marschieren wir eben zu Fuß!«

Er richtete sich wieder auf und nickte in die Runde der übrigen Männer.

»Ruht euch aus, caballeros. Morgen beginnen wir mit der Vorbereitung, und in zwei Tagen brechen wir auf....



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