Buch, Deutsch, Band 266, 338 Seiten, Kt, Format (B × H): 146 mm x 225 mm, Gewicht: 530 g
Reihe: Edition Kulturwissenschaft
Erzählungen über das Unbestimmte von Parmenides bis Popper
Buch, Deutsch, Band 266, 338 Seiten, Kt, Format (B × H): 146 mm x 225 mm, Gewicht: 530 g
Reihe: Edition Kulturwissenschaft
ISBN: 978-3-8376-7144-5
Verlag: Transcript Verlag
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Wissen und Nichtwissen verschwimmen immer mehr. Vor diesem Hintergrund ist eine Grundlagenforschung darüber, wie in der europäischen Geistesgeschichte mit Nichtwissen umgegangen und wie dieses mithilfe von Narrativen in vermeintliches Wissen transformiert wurde, wichtig. Der Begriff des Unendlichen ist dafür ein paradigmatisches Beispiel. Die Frage, was wahr und was nicht wahr ist, wird vor diesaem Hintergrund verschoben zur Frage, was überzeugt.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Die meisten Werke, auf die ich eingehe, kann man dem metaphysischen Kanon zuordnen und sind unzählig oft analysiert worden, allerdings meist aus innerdisziplinären Perspektiven. Mein erzähltheoretischer Zugang ist innovativ und führt zu Metaanalysen in die europäische Wirkungsgeschichte des Unendlichen als einem Unbestimmbaren.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
a) Kulturwissenschaftliche Grundlagenforschung zu kulturellen Wissensdynamiken: Wie gehen Gesellschaften mit Nichtwissen und Nichtwissenkönnen um? Das Buch reflektiert metakognitiv und fallspezifisch diese Dynamiken.
b) Erzähltheoretische Zugänge zu Nichtwissensformationen: Im Anschluss an Koschorkes 'Wahrheit und Erfindung' wird an dem Begriff des Unendlichen dargelegt, wie dieser, sofern er erzählt wird, eine Wirkungsgeschichte entfalten kann, gerade weil er selbst nicht näher definiert werden kann.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Prof. Dr. Ladislav Kvacz
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Unendliche kann man nicht näher bestimmen; deswegen erfinden sich Menschen Geschichten darum herum.




