Buch, Deutsch, 192 Seiten, GB, Format (B × H): 145 mm x 209 mm
Die Rebellin mit den sanften Augen
Buch, Deutsch, 192 Seiten, GB, Format (B × H): 145 mm x 209 mm
ISBN: 978-3-8251-7772-0
Verlag: Urachhaus
Die wahre Geschichte der indischen 'Banditenkönigin' Phoolan Devi,
der es gelang, ihr Dasein als Verbrecherin hinter sich zu lassen:
Sie avancierte nicht nur zur 'Heldin der Armen', sondern kämpfte
als Menschenrechtlerin für die Befreiung der indischen Frauen aus
menschenunwürdigen Zwängen einer patriarchalischen Gesellschaft.
Ein Leben als Banditin, als Verstoßene? Devi hat keine Angst davor.
Sie gehört einer niederen Kaste an, und seit sie sich geweigert hat,
sich mit einem viel älteren, unsympathischen Mann verheiraten zu lassen,
wird sie in ihrem Dorf ohnehin wie eine Rechtlose behandelt. Für Frauen
und Mädchen, die sich den Sitten ihres Landes widersetzen, gibt es in
der indischen Gesellschaft keinen Platz. Was kann sie schon verlieren?
Devis Bande wird schon bald zum Schrecken der Reichen. Doch dann
erkennt Devi die Chancen, die dieses Leben bietet: Mit der Beute ihrer
Raubzüge kann sie den Armen helfen, um wenigstens hier und da ein
wenig Not zu lindern.
Zielgruppe
ab 12 Jahren
Weitere Infos & Material
«Die Thakurs sind Mistkerle! Sie sind schon so geboren. Und so wird
es immer bleiben. Ihre Kaste ist von den Göttern so geschaffen.
Eines Tages wirst auch du die Mallahs unterdrücken, weil du ein
Thakur bist.»
«Du irrst dich.»
Wie konnte Singh so ruhig bleiben, ein Thakur ohne Waffen, inmitten
einer Banditenschar? Ehe Devi reagieren konnte, sprach Singh
weiter: «Die Kasten sind nicht von den Göttern geschaffen worden.
Bald werden sie nicht mehr existieren. Die Premierministerin von
Indien hat beschlossen, die Aufhebung der Kasten zu fördern. Ihr
Name ist Indira Gandhi. Vergiss diesen Namen nicht.»
Devi konnte ihr Interesse nicht verbergen. Dieser junge Mann sprach
überraschende Worte aus, die den Eindruck vermittelten, dass hier
eine Tür, die bisher doppelt abgeschlossen war, weit geöffnet wurde.
Vikram und Devi schwiegen. Warum sollten sie diesem jungen
Thakur vertrauen? Sie sprachen nicht miteinander, doch beide
hatten dasselbe Gefühl: Die Hoffnung trieb sie dazu, Singh zu
glauben. Die Hoffnung, dass sich alles änderte.




