E-Book, Deutsch, 350 Seiten
Moser Ein gesunder Geist in einem geschickten Körper?
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-8366-1010-0
Verlag: diplom.de
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Zur Beziehung von Bewegung, Kognition, Sprache und Selbstbild bei 6- und 7-jährigen Kindern. Eine theoretische und empirische Studie
E-Book, Deutsch, 350 Seiten
ISBN: 978-3-8366-1010-0
Verlag: diplom.de
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Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Inhaltsangabe:Problemstellung: Die vorliegende Untersuchung gilt dem Zusammenhang zwischen Merkmalen der körperlichen Bewegung und psychosozialen Prozessen und Strukturen bei sechs- und siebenjährigen Kindern. Positive Effekte körperlicher Aktivität auf biologische Strukturen und Prozesse sind heute für das Erwachsenenalter wissenschaftlich relativ gut dokumentiert, obwohl die Resultate empirisch-analytischer Untersuchungen immer noch hinter den Wünschen vieler Forscher und Praktiker her hinken. Für den Kinderbereich liegen, wenn auch in viel geringerem Ausmaß, Befunde vor, die die Annahme positiver gesundheitlicher Konsequenzen körperlicher Aktivität teilweise unterstützen. Im Hinblick auf psychosoziale Wirkungen sind die empirischen Resultate zwar spärlicher, für den Erwachsenenbereich kann aber dennoch bereits auf eine Reihe von Übersichtsdarstellungen hingewiesen werden, in denen zum Teil ermutigende Resultate referiert werden. Dabei ist aber nicht zu übersehen, dass bedeutsame Meta-Analysen einem pauschalen und unkritischen Anspruch der Förderung der psychischen Gesundheit durch Sport nicht oder nur bedingt unterstützen. Empirische Befunde zu psychosozialen Wirkungen der Bewegung bei Kindern sind immer noch eher selten. Insbesondere seit der Zeit der Aufklärung und des damit einhergehenden Philanthropismus, wird auch für das Kindesalter immer wieder nachdrücklich auf die große Bedeutung von Körper und Bewegung für die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisierung hingewiesen, wie einschlägigen historischen Beiträgen zu entnehmen ist. Besondere Aktualität gewinnt das Thema im Zuge der Reformpädagogik am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach einer Periode des Stillstands in der fachlichen und didaktischen Entwicklung während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wird der persönlichkeitsformenden Wirkung von Körper, Bewegung und Sport in neuerer Zeit in der sportpädagogischen und -psychologischen Forschung wieder eine zentrale Stellung eingeräumt. Bewegungsfähigkeiten und -fertigkeiten, kognitives und sprachliches Funktionsniveau sowie Selbstbild sind als bedeutungsvolle Teilkomponenten der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern anzusehen. Gerade die eventuellen Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Objektbereichen der individuellen Entwicklung einer Person werden in der Literatur zwar häufig angesprochen, gehören aber dennoch nicht zu den Gebieten der Entwicklungspsychologie, denen intensive Forschungsbemühungen [...]
Thomas Moser (geb. 1960 in Wien) studierte Sportwissenschaften an der Universität Wien (Abschluss Magister der Naturwissenschaften, 1984) und promovierte zum Doktor der Sportwissenschaften im Fach Psychologie an der Deutschen Sporthochschule Köln (2000). Er ist derzeit als Professor an der Hochschule in Vestfold (Norwegen) sowie in einer Teilstelle an der Norwegischen Sporthochschule in Oslo tätig.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Ein gesunder Geist in einem geschickten Körper?;1
2;Vorwort;3
3;Inhaltsverzeichnis;5
4;Verzeichnis der Abbildungen;9
5;Verzeichnis der Tabellen;11
6;1 Problemstellung;14
7;2 Zur Beziehung von Körper, Bewegung und Psyche;21
7.1;2.1 Begriffsklärung;22
7.2;2.2 Historischer Rückblick bis um Ende des 19. Jahrhunderts;26
7.3;2.3 Entwicklungen im 20. Jahrhundert;35
7.3.1;2.3.1 Körper- und bewegungsrelevante gesellschaftliche Bedingungen im Wandel;35
7.3.2;2.3.2 Die Sichtweisen unterschiedlicher Wissenschaftsbereiche;39
7.4;2.4 Dualismus, Monismus und alternative Sichtweisen;50
7.5;2.5 Zusamenfassung und Schlussfolgerungen;57
8;3 Körper, Bewegung und Psyche in handlungstheoretischer Perspektive;61
8.1;3.1 Handlungstheoretisch orientierte Modellbildung zu Körper und Bewegung;64
8.1.1;3.1.1 Körper aus handlungstheoretischer Sicht;64
8.1.2;3.1.2 Bewegung aus handlungstheoretischer Sicht;69
8.2;3.2 Psychomotorik als Konkretisierung einer handlungstheoretischen Perspektive;78
8.2.1;3.2.1 Begriffliche und konzeptuelle Abklärung;78
8.2.2;3.2.2 Modellbildung zur Beziehung von Bewegung und Psyche;86
8.3;3.3 Zusammenfassung;112
9;4 Der empirisch-analytische Forschungsstand zur Beziehung von Bewegung, Kognition, Sprache und Selbstbild;114
9.1;4.1 Ansätze zur Erklärung von Zusammenhängen zwischen Bewegungund Psyche;115
9.1.1;4.1.1 Unmittelbare Erklärungen;119
9.1.2;4.1.2 Mittelbare Erklärungen;124
9.2;4.2 Bewegung und kognitive Prozesse;130
9.2.1;4.2.1 Zum Verständnis des Begriffs kognitive Prozesse;130
9.2.2;4.2.2 Zur Beziehung von Bewegung und kognitiven Prozessen;131
9.2.3;4.2.3 Zusammenfassende Bewertung;138
9.3;4.3 Bewegung und Sprache;140
9.3.1;4.3.1 Zum Verständnis des Begriffs Sprache;140
9.3.2;4.3.2 Zur Beziehung zwischen Bewegung und Sprache;142
9.3.3;4.3.3 Zusammenfassende Bewertung;149
9.4;4.4 Bewegung und Selbstbild;151
9.4.1;4.4.1 Zum Verständnis des Begriffs Selbstbild;151
9.4.2;4.4.2 Zur Beziehung von Bewegung und Selbstbild;155
9.4.3;4.4.3 Zusammenfassende Bewertung;158
9.5;4.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen;160
10;5 Konkretisierung der Problemstellung der empirischen Untersuchung;166
10.1;5.1 Rahmenbedingungen der Problemgenerierung;167
10.2;5.2 Fragestellung;171
11;6 Methode;172
11.1;6.1 Methodologische Vorüberlegungen;173
11.2;6.2 Untersuchungsverfahren;184
11.3;6.3 Untersuchungsgruppe;191
11.4;6.4 Untersuchungsdurchführung;193
11.5;6.5 Untersuchungsauswertung;195
11.6;6.6 Bewertung der Untersuchungsqualität;198
11.7;6.7 Forschungsethische Bewertung;200
12;7 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse;204
12.1;7.1 Überblick zu den Testergebnissen der Gesamtgruppe und der Teilgruppen;205
12.1.1;7.1.1 Kommentierte Darstellung ausgewählter Testergebnisse;206
12.1.2;7.1.2 Diskussion einiger Aspekte der Testergebnisse und ihrer Konsequenzen;210
12.2;7.2 Die Beziehung zwischen motorischem und kognitivem Funktionsniveau;216
12.2.1;7.2.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede;216
12.2.2;7.2.2 Interpretation und Diskussion;222
12.3;7.3 Die Beziehung zwischen motorischem und sprachlichem Funktionsniveau;230
12.3.1;7.3.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede;230
12.3.2;7.3.2 Interpretation und Diskussion;237
12.4;7.4 Die Beziehung zwischen motorischem Funktionsniveau und Selbstbild;242
12.4.1;7.4.1 Darstellung des Zusammenhangs innerhalb der Gesamtgruppe sowie der Teilgruppenunterschiede;242
12.4.2;7.4.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse;246
12.5;7.5 Übergeordnete und differenzierende Betrachtung der Beziehung zwischen dem motorischen und dem psychosozialen Bereich;252
12.5.1;7.5.1 Bivariate Zusammenhänge und der Einfluss von Alter, Geschlecht und Wechselwirkungen innerhalb der Funktionsbereiche;252
12.5.2;7.5.2 Multivariate Zusammenhänge zwischen dem psychosozialen Funktionsbereichund den motorischen Einzelvariablen;258
12.6;7.5.3 Unterschiede zwischen den motorischen Teilgruppen in den drei psychosozialen Funktionsbereichen sowie im Gesamtbereich;261
12.7;7.5.4 Interpretation und Diskussion;269
13;8 Schlussdiskussion;276
13.1;8.1 Gesamtdiskussion der Ergebnisse;277
13.2;8.2 Ausblick;285
14;Zusammenfassung;287
15;Literaturverzeichnis;289
16;Anhang;321
16.1;Tabellenanhang;322
16.2;Abbildungsanhang;343
16.3;Testanhang;344
17;Autorenprofil;349




