Mortimer | Malibu wartet auf dich | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Mortimer Malibu wartet auf dich


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5661-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-5661-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein einziger leidenschaftlicher Kuss hat alles verändert. Denn plötzlich ist Garrett nicht mehr nur der Mann ihrer verstorbenen Schwester und Vater ihres geliebten Neffen Brian. Plötzlich ist Garrett Kingham gegen den sie all die Jahre so viele Vorbehalte hegte, das Ziel ihrer sehnsuchtsvollen Träume ...



Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.

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1. KAPITEL

„Bist du meine Mutter?“

Sarah blickte von dem halb fertigen Bild auf, das den Küstenabschnitt zeigte, an dem sie stand. Sie wollte gerade höflich, aber entschieden verneinen, als ihr Blick auf ihr blasses Gegenüber fiel. Der Junge mochte vielleicht fünfzehn oder sechzehn sein. Er trug helle Jeans, ein weites T-Shirt und einen grauen Pullover, den er wegen der Hitze um die Hüften geknotet hatte. Das dichte blonde Haar war kurz geschnitten, helle, fast weiße Strähnen zeigten, dass er viele Stunden in der Sonne verbrachte. Und er hatte grüne Augen, Garrett Kinghams Augen.

Sarah hatte Brian – und es konnte sich nur um Brian handeln – zuletzt als Fünfjährigen gesehen. Ein Junge mit besorgt blickenden grünen Augen, der zutiefst verstört über die Streitigkeiten zwischen seinen Eltern gewesen war. Inzwischen war er zu einem gut aussehenden Teenager herangewachsen, vielleicht noch ein bisschen ungelenk, aber das würde sich in den nächsten Jahren legen. Eines Tages würde er genauso breitschultrig und muskulös sein wie sein Vater, davon war Sarah überzeugt.

Garrett Kingham … Sie erinnerte sich noch immer an ihre letzte Begegnung mit ihm und an seinen Gesichtsausdruck. Grenzenlose Verachtung hatte sich auf seinen Zügen widergespiegelt, als sie sich schreiend auf ihn gestürzt, ihn getreten, gekratzt und mit den Fäusten gegen seine Brust getrommelt hatte, weil er beschlossen hatte, Brian mitzunehmen.

Und nun war Brian zurückgekommen. Sarah konnte es kaum fassen.

„Entschuldigung.“ Das zerknirschte Lächeln ließ ihn plötzlich sehr jung wirken. „Sie könnten gar nicht meine Mutter sein. Sie ist tot, und Sie sind viel zu jung, um meine Mutter zu sein. Ich … Sie sehen ihr nur so ähnlich, dass ich sofort an sie denken musste“, fügte er verlegen hinzu.

„Brian …“

„Sie kennen meinen Namen?“ Misstrauisch blickte er sie an. „Wer sind Sie?“

Sarah legte den Pinsel beiseite und griff nach einem mit Farbflecken übersäten Lappen, um sich die Hände abzuwischen. „Wen suchst du denn?“, fragte sie sanft.

„Meinen Großvater und … Du musst meine Tante Sarah sein!“, rief er erleichtert. „Einen Moment lang glaubte ich, einen Geist vor mir zu haben.“

Amanda wäre dann bereits seit zehn Jahren ein Geist. So lange war ihre Schwester nämlich schon tot. Eigentlich war die Ähnlichkeit zwischen Sarah und Amanda nur oberflächlich. Beide hatten dichtes schwarzes Haar, dunkelblaue Augen und eine zierliche Figur, aber ihre Gesichter ähnelten einander nur entfernt. Brian war allerdings erst fünf Jahre gewesen, als seine Mutter starb, und vielleicht waren die Gemeinsamkeiten inzwischen ausgeprägter als damals.

Sie lächelte ihren Neffen an und stand auf. „Ja, ich bin deine Tante Sarah“, bestätigte sie. „Warst du schon im Cottage? Dein Großvater wird sich freuen, dich zu sehen.“

Ein wenig unbehaglich schüttelte Brian den Kopf. „Dort ist niemand.“

„Er sagte vorhin, er wolle in den Ort gehen, um Tabak zu kaufen“, erwiderte sie tröstend. „Warum hast du uns nicht über dein Kommen informiert? Weiß dein Vater, dass du hier bist?“, erkundigte sie sich besorgt.

Garrett Kingham hatte die Familie seiner Frau nicht unbedingt in sein Herz geschlossen gehabt, und Sarah hatte keinen Grund zu der Annahme, dass sich daran etwas geändert haben könnte.

Statt zu antworten, schob Brian die Hände in die Gesäßtaschen seiner Jeans und wandte sich dem Meer zu. „Kann man hier surfen?“ Stirnrunzelnd betrachtete er die flache Brandung.

„Du meinst Wellenreiten? Nein.“ Sie lachte bedauernd. „Hier ist nur Windsurfen angesagt.“

Er drehte sich wieder zu ihr um. „Ist es in dieser Gegend immer so windig?“

„Die englische Ostküste ist dafür berühmt“, erklärte sie ironisch. „Brian …“

„Meinst du, mein Großvater ist wieder zurück?“, unterbrach er sie. „Ich würde ihn wirklich gern sehen.“

„Er wird dich auch sehen wollen.“ Rasch packte sie ihre Sachen ein. „Trotzdem musst du mir sagen, ob dein Vater weiß, dass du uns besuchst“, beharrte sie.

Ein trotziger Ausdruck erschien auf dem jugendlichen Gesicht. „Ich bin sechzehn …“

„Erst nächsten Monat“, erinnerte Sarah in sanft.

Garrett Kingham hatte offenbar nicht die leiseste Ahnung vom Aufenthaltsort seines Sohnes. Und so, wie sie ihn kannte, würde er nicht gerade begeistert sein, wenn er hörte, wo Brian war.

„Ich bin alt genug, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen“, behauptete Brian mürrisch.

Sosehr es sie auch interessiert hätte, zu erfahren, welche „Entscheidung“ ihn hergebracht hatte, schien ihr dies nicht der rechte Moment, um danach zu fragen. Brian wirkte – vorsichtig ausgedrückt – recht störrisch.

Am liebsten hätte Sarah ihn umarmt, aber er war inzwischen in einem Alter, in dem allzu offen zur Schau gestellte Gefühle ihm nur peinlich gewesen wären. Also benahm sie sich weiterhin völlig ungerührt, als wäre es die normalste Sache von der Welt, dass ihr Neffe nach zehn Jahren völlig unerwartet wieder aufgetaucht war.

„Könntest du das für mich tragen?“ Sie reichte ihm die Leinwand. „Vorsicht, die Farben sind noch feucht.“

„Wow! Das ist gut“, stellte er bewundernd und überrascht zugleich fest. „Bist du Malerin?“

„Nein.“ Sarah klemmte sich die Staffelei und den Klappstuhl unter den Arm und lächelte Brian dankbar an, als dieser den Kasten mit Ölfarben aufhob. „Ich habe keine Lust, von der Hand in den Mund zu leben und auf den ‚großen Durchbruch‘ zu warten. Normalerweise unterrichte ich Kunst, und nur in den Ferien male ich.“

Brian musterte sie erstaunt. „Du siehst gar nicht aus wie eine Schullehrerin.“

Diese Reaktion war Sarah von anderen Kindern seines Alters bereits vertraut. Lehrer repräsentierten eine Autorität, gegen die Jugendliche sich mehr oder minder auflehnten. „Tragen Lehrerinnen in Amerika keine Shorts und Bikinioberteile?“, neckte sie ihn.

„Jedenfalls nicht in der Schule“, konterte er.

„Das tue ich auch nicht“, versicherte sie, während sie nebeneinander den Strand entlang zu ihrem Heim gingen, das auf einer Anhöhe lag.

Es war eigentlich mehr ein Cottage als ein Haus: drei kleine Schlafzimmer und ein Bad über dem Wohnraum und der Küche. Sarah wusste, dass Brian und sein Vater in einem palastähnlichen Gebäude in Malibu wohnten. Fasziniert hatte sie Amandas begeisterte Schilderung des Hauses und des Swimmingpools gelesen, als ihre Schwester vor mehr als sechzehn Jahren zu Garrett Kingham gezogen war. Als Zehnjährige war Sarah damals zutiefst beeindruckt gewesen. Gewiss würde das Cottage auf Brian sehr klein wirken – Amanda jedenfalls hatte sich bei ihren seltenen Besuchen nach der Hochzeit regelmäßig über die beengten Verhältnisse beklagt. Für Sarah jedoch war es ein Zuhause, und sie liebte es.

„Es ist weniger deine Kleidung“, meinte Brian, noch immer verwundert. „Du siehst einfach nicht alt genug aus, um schon Lehrerin zu sein.“

Sarah warf ihm einen amüsierten Blick zu. „Ich bin noch nie mit einer meiner Schülerinnen verwechselt worden.“ Sie öffnete die Haustür und verstaute ihre Utensilien in einer kleinen Kammer neben der Diele. „Hast du schon gegessen, oder soll ich dir eine Kleinigkeit machen?“

„Ich habe gegessen“, entgegnete er schulterzuckend und sah sich neugierig um. „Danke“, fügte er verlegen hinzu, als sie ihn betont erwartungsvoll anschaute. „Vielleicht bist du doch eine Lehrerin.“

„Vielleicht.“ Sie nickte. Ihre Augen funkelten. „Möchtest du etwas trinken?“

„Cola?“

„Wenn du willst.“ Sarah ging voraus in die Küche, einen langen Raum, der sich über die gesamte Seite des Cottage erstreckte. Die großen Fenster boten einen herrlichen Blick auf den Strand und die See. „Setz dich.“ Sie deutete auf die Hocker, die ordentlich aufgereiht vor dem Frühstückstresen am Fenster standen. „Hattest du eine weite Reise?“, erkundigte sie sich scheinbar gelangweilt, während sie den Kühlschrank öffnete.

Brian lächelte. Sein Gesicht wirkte auf einmal jungenhaft, das betont männliche Gebaren, das er seit seiner Ankunft an den Tag gelegt hatte, war verschwunden. „Du bist ziemlich hartnäckig, oder?“ Er nahm die Coladose entgegen, verzichtete auf ein Glas und trank gierig aus der Büchse.

„Und du weichst mir aus.“

„Meinst du, mein Großvater wird noch lange weg sein?“

Sarah runzelte die Stirn. Wäre Brian einer ihrer Schüler gewesen, hätte sie genau gewusst, wie sie mit ihm umgehen musste, aber er war der Neffe, den sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie freute sich viel zu sehr, ihn bei sich zu haben, und wollte ihn nicht wieder verlieren, nur weil sie ihn zu eindringlich befragt hatte. Zweifellos würde er ihr alles erzählen, wenn man ihm nur Zeit ließ. Eines stand für sie jedoch schon fest: Sein Vater hatte nicht die leiseste Ahnung, wo er war, und so, wie sie Garrett Kingham kannte, würde er vor Wut schäumen, wenn er herausfand, dass Brian zu ihnen gekommen war.

„Er ist bestimmt gleich zurück“, versicherte sie, obwohl sie sich insgeheim über das lange Fortbleiben ihres Vaters wunderte. „Also …“ Sarah verstummte, als die Vordertür zugeschlagen wurde. „Das wird er sein.“ Sie lächelte Jason aufmunternd zu, der plötzlich ziemlich nervös wirkte.

„Ich dachte, du wärst noch am Strand, Sarah“, rief ihr...



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