Mortimer | Annie und der sinnliche Italiener | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Mortimer Annie und der sinnliche Italiener


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-2723-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-2723-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sinnliche Lippen, blauschwarzes Haar, harte Muskeln unter dem Designeranzug: Ist es wirklich Luc, dem Annie Balfour in der Lobby des Hotels am Gardasee in die Arme läuft? Ihr Verstand sagt Nein, denn das Eis in seinen dunklen Augen ist so anders als die süße Glut während ihrer Affäre, als sie sich so heiß liebten, ohne etwas voneinander zu wissen ... Aber ihr wild pochendes Herz sagt Ja! Muss sie jetzt diesem vertrauten Fremden mit dem gefährlichen Charme gestehen, was sie für immer für sich behalten wollte - dass er der Vater ihres kleinen Sohnes ist?



Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.

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1. KAPITEL

Gardasee, Italien, Juni 2010

„Nur noch ein paar Tage, dann bin ich wieder bei dir, mein Schatz“, versicherte Annie ihrem kleinen Sohn mit warmer Stimme übers Handy.

Ohne das herrliche Wetter oder die traumhafte Umgebung außerhalb der riesigen Fenster des betriebsamen Hotels wahrzunehmen, hetzte sie quer durch die elegante Empfangshalle in Richtung Konferenzraum.

„Ja, ich liebe dich auch, Oliver, und … umpf …“ Ihr Lauf wurde abrupt und schmerzhaft gestoppt, als sie gegen ein massives Hindernis prallte.

Ein überraschend warmes, außerordentlich muskulöses Hindernis, wie sie feststellen konnte, als sie sich instinktiv mit der freien Hand an eine breite Schulter klammerte, um nicht zu stürzen.

„Hoppla! Tut mir leid, ich …“ Ihre lachende Entschuldigung erstarb Annie auf der Zunge, als sie in ein dunkles, unglaublich markantes Gesicht sah.

Nein! Das konnte doch unmöglich Luc … oder doch …

Sie war wie paralysiert. Sollte dies wirklich derselbe Mann sein, dem sie vor viereinhalb Jahren im Urlaub begegnet war? Damals hatte sie den hochgewachsenen, athletischen Italiener ausschließlich in Skikleidung, lässigen Jeans und Kaschmirpulli gesehen. Ihr attraktives Gegenüber im Hotelfoyer trug einen exquisiten Maßanzug zum blütenweißen Hemd und eine silberne Seidenkrawatte. Dennoch sah er dem Luc, mit dem sie eine einzige heiße Nacht verbracht hatte, frappierend ähnlich.

Allerdings waren dessen ungebändigte schwarze Haare schulterlang gewesen, während der Mann vor ihr das dunkle Haar kurz geschnitten trug.

Vielleicht, um zu verhindern, dass es sich lockte?

Seine Augen, tiefschwarz wie Onyx, waren auf jeden Fall dieselben. Sie dominierten das harte Gesicht mit der markanten Nase und dem festen Mund, um den ein zynischer Zug lag. Auch der arrogante, herrische Blick verriet einen Hang zum Sarkasmus.

Es war derselbe Mann … und er war ihr gleichzeitig völlig fremd.

Der Luc, der Annie im Skiurlaub in Italien über den Weg gelaufen war, hatte sie mit seinem herausfordernden Lächeln und dem unheiligen, sexy Zwinkern in den dunklen Augen gewonnen. Für die eher schüchterne, wenig erfahrene Zwanzigjährige von damals war er der aufregende, gefährliche Pirat gewesen, der sie anzog wie das Licht die Motte.

Und auch er hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er sich extrem von ihr angezogen fühlte. Wären sie sonst gleich am ersten Abend …

Ähnliche Empfindungen konnte Annie in dem kalten, abschätzenden Blick dieses Mannes allerdings nicht entdecken. Ebenso wenig ihr überwältigendes Déjà-vu-Gefühl und die atemlose Emotion, die ihr Herz gerade bis zum Hals schlagen ließen.

Abrupt zog sie ihre Hand zurück, als hätte sie sich verbrannt und trat zur Seite. Konnte es wirklich sein, dass sich ihr heißblütiger Liebhaber von damals hinter der eisigen Maske dieses Fremden verbarg? „Mi … mi scusa, Signore …“, formulierte sie etwas holperig.

„Ich spreche Englisch, Signorina“, gab er kurz angebunden zurück.

Diese Stimme!

Als sie eng aneinandergeschmiegt auf dem weichen Fell vor dem Feuer gelegen hatten und er heiße Liebesworte in ihr Ohr flüsterte, hatte sie nicht so kalt und unpersönlich geklungen.

Trotzdem, es war eindeutig Luc!

Damals hatte er mit seinen sechsundzwanzig Jahren den wilden, rastlosen Freibeuter verkörpert, dem keine Frau aus Fleisch und Blut widerstehen konnte. Seine gesamte Energie war auf Eroberung ausgerichtet gewesen. Egal, ob er auf Skiern die Pisten hinuntergerast war oder Annie fast bis zur Besinnungslosigkeit geliebt hatte … er hatte wie ein Getriebener gewirkt.

Seine unterschwellige Energie konnte sie heute noch mit jeder Faser ihres Körpers spüren. Inzwischen schien er sie besser kontrollieren zu können. Das machte ihn allerdings noch gefährlicher.

Annie schauderte unter seinem eindringlichen Blick.

Lucs ohnehin nicht sehr ausgeprägte Geduld nahm mit jeder Sekunde ab, in der die junge Fremde, die in ihn hineingelaufen war, ihn weiterhin anstarrte, als sähe sie einen Geist. Oder als befände sie sich in ihrem schlimmsten Albtraum.

Eine seltsame Reaktion, mit der ihn bisher noch keine Frau konfrontiert hatte!

„Oder sollte ich sagen, Signora?“, fragte er spöttisch.

Sie blinzelte verwirrt und lachte. „Keine Ahnung. Sollten Sie?“

Ihre ungewöhnliche Reaktion rief eine vage Erinnerung in seinem Unterbewusstsein wach. „Sind wir einander schon einmal begegnet?“

„Sind wir? Sagen Sie es mir …“

Sein Geduldsfaden drohte zu reißen. „Beantworten Sie eigentlich jede Frage mit einer Gegenfrage?“

Annies Lächeln schwand. Soll er doch fragen, soviel er will! dachte sie trotzig. Ich werde ihn bestimmt nicht aufklären!

In all den Jahren war ihre größte Angst gewesen, dass sie Luc irgendwo und irgendwann unverhofft gegenüberstehen würde. Denn eines war klar, sollte dieser Tag irgendwann kommen, dann würde dieses Zusammentreffen ihr Leben auf eine Weise verändern und komplizieren, die sie sich gar nicht auszumalen wagte!

Jetzt war der gefürchtete Tag da, und Luc erkannte sie noch nicht einmal!

Die Erleichterung, die sie darüber hätte empfinden müssen, wurde von einem seltsamen Gefühl der Enttäuschung überlagert. Denn dieser Mann, der sichtbar gereizt und mit grimmigem Blick vor ihr stand, war es gewesen, dem sich Annie ungeachtet ihrer sonstigen Zurückhaltung vor viereinhalb Jahren hingegeben hatte. Und das rückhaltlos und voller Leidenschaft – obwohl sie ihn gar nicht kannte! Erst durch Luc hatte sie sich selbst als sinnliche, leidenschaftliche Frau kennengelernt. Und jetzt musste sie feststellen, dass die eine unvergessliche Nacht, die in ihrer Erinnerung immer noch unglaublich lebendig war, ihm offensichtlich gar nichts bedeutet hatte.

Arroganter Mistkerl!

Annie reckte ihr Kinn vor und funkelte Luc wütend an. „Ich bin sicher, zumindest einer von uns würde sich erinnern, wenn wir uns schon einmal über den Weg gelaufen wären, Signore!“, erklärte sie kryptisch.

Ob das Statement wirklich so lässig und cool gemeint war, wie es im ersten Augenblick klang? Luc war nicht sicher. Die aggressive Kopfhaltung und der verärgerte Unterton in der leicht rauen Stimme der Fremden erzählten eine ganz andere Geschichte. Und zwar eine, die ihn in keinem rosigen Licht erscheinen ließ.

Als einziger Sohn und Erbe einer ebenso reichen wie mächtigen Industriellenfamilie war er sehr privilegiert aufgewachsen. Daran gewöhnt, dass man ihm jeden Wunsch von den Augen ablas, hatte er sich zu einem arroganten jungen Draufgänger entwickelt, der absolut überzeugt von seiner eigenen Unfehlbarkeit war.

Nachdem sich auch noch herauskristallisiert hatte, dass er offenbar mit dem Geschäftssinn seines Vaters gesegnet war, hatte dieser ihn bereits mit achtzehn Jahren auf einen verantwortungsvollen Posten innerhalb des Familienimperiums gesetzt. Das war so lange gut gegangen, bis Luc in jugendlichem Leichtsinn und grenzenloser Selbstüberschätzung viel zu waghalsig am Aktienmarkt spekuliert und damit die väterliche Firma an den Rand des Ruins getrieben hatte.

Lucs ausdrucksvoller Mund verhärtete sich, als er an die schwere Zeit zurückdachte. Viereinhalb Jahre war es jetzt her, dass er seine ganze Kraft und Energie eingesetzt hatte, um seinen Fehler wieder gutzumachen. Zu allem entschlossen, hatte er seinen messerscharfen Verstand wie eine gefährliche Waffe gebraucht. Rücksichtslos und virtuos. Wer sich ihm in den Weg stellte, hatte keine Gnade zu erwarten.

Und so hatte er das Wunder tatsächlich vollbracht. Er rettete de-Salvatore-Enterprises nicht nur vor dem drohenden Exitus, sondern machte das Familienunternehmen größer und einflussreicher als je zuvor.

Für amouröse Verwicklungen hatten ihm in den harten Jahren Zeit und Lust gefehlt. Die wenigen Gespielinnen, die ab und zu für Stunden oder eine Nacht sein Bett mit ihm teilen durften, waren schnell vergessen.

Konnte die junge Frau in dem schlichten schwarzen Businesskostüm eine von ihnen gewesen sein? Kritisch betrachtete er die seidige Fülle ihres kastanienbraunen Haars, das in einem klassischen Knoten zusammengefasst war. Und noch kritischer das ovale klare Gesicht, dessen natürliche Schönheit völlig ohne Make-up auszukommen schien.

Irgendwie mochte Luc es nicht glauben, da seine Bettgenossinnen meistens dem gleichen Beuteschema angehörten: groß, blond, Modelmaße. Durchweg erfahrene, selbstständige Society-Ladys, die wussten, worauf sie sich einließen und kein Drama daraus machten, dass er grundsätzlich nicht mit ihnen frühstückte.

Trotzdem regte sich ein vage vertrautes Gefühl tief in ihm, je länger er die spröde Schönheit betrachtete.

„Haben Sie nicht gerade telefoniert?“, fragte er spöttisch mit einem bezeichnenden Blick auf das Handy, das Annie immer noch selbstvergessen in der Hand hielt.

Sekundenlang starrte sie ihn verwirrt an, dann riss sie das Handy förmlich ans Ohr und schnitt eine Grimasse, als sie ein besorgtes Brabbeln hörte.

Oliver!

Vor lauter Schreck, Luc so unvermittelt gegenüberzustehen, hatte sie ihren kleinen Sohn vollkommen vergessen.

„Sie entschuldigen …“, murmelte sie gepresst, wandte sich ab und ging ein paar Schritte zur Seite, um ungestört sprechen zu können. Obwohl sie nicht die...



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