E-Book, Deutsch, Band 2249, 144 Seiten
Reihe: Julia
Morey Hochzeit mit einem Fremden?
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0699-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2249, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7337-0699-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Erst war der sexy Unbekannte nur ihr Retter, dann der aufregendste Liebhaber ihres Lebens! Die gewissenhafte Nanny Victoria ist fassungslos, wie konnte sie nur so leichtsinnig den Küssen eines Fremden verfallen? Zum Glück wird sie ihn nie wiedersehen. Doch ihre Hoffnung zerplatzt, denn ihr neuer Auftraggeber, der sie als Flugbegleitung für seine kleine Schwester engagiert, ist niemand Geringeres als Scheich Rashid Al Kharim, ihr heißer Verführer und zukünftiger König von Qajaran! Noch bevor sie in seinem Wüstenreich landen, überrascht er sie mit einem skandalösen Angebot ...
Im Alter von elf Jahren schrieb Trish ihre erste Story für einen Kinderbuch- Wettbewerb, in der sie die Geschichte eines Waisenmädchens erzählt, das auf einer Insel lebt. Dass ihr Roman nicht angenommen wurde, war ein schwerer Schlag für die junge Trish. Doch ihr Traum von einer Karriere als Schriftstellerin blieb. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter erfuhr sie, dass der englische Liebesroman-Verlag Mills & Boon auf der Suche nach neuen Autoren war. Hier war ihre Chance! Umgehend nahm sie an einem Kurs für kreatives Schreiben teil. Sie sandte einige ihrer Manuskripte ein, bekam aber etliche Ablehnungen. Da sie mit ihrer Familie in verschiedenen Ländern lebte und Zeitungsartikel schrieb, wurde es ihr jedoch nicht langweilig Ihre dritte Tochter wurde in Hemel Hempstead, England geboren. Zufällig dieselbe Stadt, in der Trishs Tante vor 70 Jahren geboren wurde, bevor ihre Familie nach Australien auswanderte. Zurück in Australien und nach der Geburt ihrer vierten Tochter, wusste Trish: Jetzt ist es an der Zeit, ernsthaft mit dem Schreiben zu beginnen. Sie nahm an Wettbewerben der Romance Writers of Australia teil und landete gleich beim ersten Anlauf auf Platz drei. Weitere Erfolge folgten, und Trish half bei der Organisation der Wettbewerbe mit. Zurzeit ist sie Vizepräsidentin der RWA in Australien. 2003 schaffte sie endlich den Durchbruch als Autorin. Ihr erster Roman wurde bei Mills & Boon herausgebracht. Nach Trishs Meinung ist die Veröffentlichung eines Buches eine bedeutende Lebenserfahrung, die man mit der Geburt eines Kindes oder dem Fallschirmsprung aus einem Flugzeug vergleichen kann. Alle drei Dinge verlangen Einsatz, Entschlossenheit und großen Mut, aber der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.
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2. KAPITEL
Nett.
Nur wie nebenbei registrierte Tora, dass Rashid sie durch das marmorgeflieste Foyer eines der ältesten und nobelsten Hotels in Sydney zog. Sehr nett. Eine Nacht im The Velatte zu verbringen war der Traum jedes Normalsterblichen. Ganz offensichtlich gehörte der Fremde nicht zu den „Normalos“. Aber das wusste sie ja bereits. Noch nie hatte allein die Nähe eines normalen Mannes ihren Puls zum Rasen gebracht, und bisher hatte kein normaler Mann ein solches Feuer in ihr entfacht nur mit einem Kuss. Wenn sie daran dachte, dass sie die Nacht mit diesem Mann verbringen würde, wurden ihr die Knie schwach.
Der Lift brachte sie in eines der oberen Stockwerke, und während der Fahrt hielt Rashid den Arm fest um ihre Taille geschlungen. Nur weil noch ein anderes Paar mit im Aufzug stand, küsste er sie nicht, denn in seinen Augen konnte sie sehen, dass er genau das tun wollte. Die Spiegelwände in der Kabine gaben ihr auch die Möglichkeit, den Mann neben sich genauer zu betrachten. Im Licht der Discokugel hatte sie nur harte Schatten und strenge Züge gesehen, doch jetzt erkannte sie auch die sanfteren Seiten – die vollen sinnlichen Lippen, die hohen Wangenknochen, die gerade Nase … eine faszinierende Kombination. Ihr fiel auch auf, dass seine Augen keineswegs schwarz waren, wie sie anfangs gedacht hatte, sondern dunkelblau, das tiefe dunkle Blau des weiten Ozeans an einem ruhigen Tag.
Der Mann war schön. Viel zu schön, um allein zu sein. Das brave Mädchen in ihr fragte sich, wieso er allein war, das soeben entdeckte böse Mädchen, das, das in schummrigen Nachtclubs Cocktails trank und sich wildfremden Männern an den Hals warf, jubelte, weil dieser schöne Mann für heute Nacht ihr gehörte.
Er schloss die Tür zu seinem Zimmer auf – das sich als Suite entpuppte. Modern und elegant in Grau und Creme gehalten, Stehlampen spendeten goldenes Licht. Oh nein, dieser Mann war definitiv kein Durchschnittsmensch. Entweder war er reich – oder sein Arbeitgeber extrem großzügig.
„Das ist ja riesig.“ Erneut fragte sie sich, wer dieser Mann war.
„Man hat mich upgegradet“, tat er gleichgültig ab, als wäre das eine Erklärung für eine Suite, die eines Königs wert war. „Einen Drink?“, bot er an.
Ihr Mund war staubtrocken, aber auch nur deshalb, weil jeder Tropfen Flüssigkeit in ihrem Körper sich gen Süden bewegte, seit er sie angefordert hatte, die Nacht mit ihm zu verbringen. „Gern. Irgendwas“, antwortete sie, und er bestellte Champagner beim Zimmerservice und begann, sein Hemd aufzuknöpfen, sobald er den Telefonhörer wieder aufgelegt hatte.
„Das Schlafzimmer ist hier“, meinte er und ging voran in ein Zimmer, das mit schimmerndem hellem und dunklem Holz eingerichtet war. Hinter einer großen Glasschiebetür lag eine Dachterrasse, aber beherrscht wurde der Raum von einem großen Bett mit blütenweißer Bettwäsche.
„So …“ Mit einer lässigen Bewegung warf er sein Hemd über einen Stuhl, drehte sich mit bloßer Brust zu ihr um, einer Brust, die bestens in ihren „Feuerwehrmänner“-Kalender gepasst hätte. „Zuerst eine Dusche?“
Tora stand da und starrte nur, sog diese männliche Poesie in sich hinein, diesen perfekten Torso mit den beeindruckenden Muskeln. Als seine Hand dann zu seinem Gürtel ging, nahm sie sich zusammen. Sollte sie nicht auch etwas tun? Anstatt ihn nur mit großen Augen anzustarren und darauf zu warten, dass sie verführt wurde?
Doch das hier hatte nichts mit Verführung zu tun. Hier ging es direkt zum Wesentlichen.
„Ja, sicher …“ In ihrem Magen flatterte es auf, aber das böse Mädchen behielt die Oberhand über die Brave, die entsetzt feststellte, wie weit außerhalb ihrer Liga sie hier spielte. Nicht nur, weil der Mann offensichtlich gut betucht war. Er zog sich vor ihr aus, ohne sich etwas dabei zu denken, und anscheinend erwartete er dasselbe von ihr. Also streifte sie ihre Schuhe ab, griff an die Knöpfe ihrer Bluse – und verharrte, wünschte, sie hätte heute Morgen etwas Reizvolleres unter dem langweiligen schwarzen Rock und der ebenso nüchternen Hemdbluse angezogen, doch sie trug noch langweiligere Unterwäsche. Nicht, dass sie eine komplette Ausstattung an Dessous hätte, aber irgendetwas mit ein bisschen Spitze hätte sie schon in ihren Schubladen finden können.
Sie schluckte unmerklich, streifte sich die Bluse von den Schultern. Sie fühlte sich schrecklich verlegen, als sie in BH und dem Rock von der Stange vor ihm stand. „Ich hatte mich heute Morgen nicht für einen solchen Anlass angezogen …“
Mit gerunzelter Stirn sah er zu ihr hin, während er sich die Jeans von den Beinen zog. Darunter trug er eng anliegende Boxershorts, die sich perfekt um sein Hinterteil schmiegten. Kein Gramm Fett, nirgendwo Röllchen oder Ausbuchtungen … nur genau da, wo sie auch sein sollten.
Ach du meine Güte, dachte sie, und ihr Mund wurde staubtrocken. Panisch fragte sie sich, wie lange es noch dauern konnte, bevor der Champagner kam. Es ging ihr nicht um den Alkohol, aber sie brauchte dringend etwas gegen den trockenen Mund.
„Deine Unterwäsche interessiert mich nicht.“ Barfuß kam er zu ihr, hob ihr Kinn mit zwei Fingerspitzen an und drückte sacht seinen Mund auf ihre Lippen, während er mit der anderen Hand ihren Knoten löste, sodass ihr das Haar über die Schultern fiel. Dann strich er mit den Fingern an ihrem Hals hinab, hinüber zu ihrer Schulter, schob die Finger unter den Träger ihres BHs und zog ihn an ihrem Arm herunter, setzte dann einen Kuss auf ihre Schulter. Zischend sog sie die Luft durch die Zähne. „Mich interessiert, was darunter liegt“, murmelte er an ihrer nackten Haut.
Seufzend erschauerte sie. Ihre Brüste spannten, sie fühlte seine Hand an ihrem Rücken, wo er den Verschluss ihres BHs löste. Und dann rutschte ihr Rock auch schon an ihren Beinen hinab, bevor ihr überhaupt bewusst geworden war, dass er den Reißverschluss aufgezogen hatte.
„Sehr interessiert sogar“, murmelte er und trat einen Schritt zurück, um sie gebührend zu betrachten. Dunkle Gewitterwolken brauten sich in den dunkelblauen Augen zusammen. Unvermittelt legte er die Hände auf ihre Brüste, rieb mit den Daumen über die aufgerichteten Spitzen und schickte damit gleich zwei elektrifizierende Blitze durch sie hindurch, die sich in ihrem Unterleib vereinten. Das Stöhnen war heraus, bevor sie es zurückhalten konnte.
„Was ist aus der forschen Frau geworden, die mich in der Bar überfallen hat?“
Das war eine Hochstaplerin. Tora schluckte. „Sie war wütend. Sie wollte etwas beweisen.“
„Ist sie immer noch wütend?“
„Ja. Aber jetzt will sie nur noch den Grund dafür vergessen.“
„Ah.“ Seine Augen blitzten auf, und dann schwang er sie auf seine Arme und trug sie ins Bad. „Ich kann sie vergessen lassen.“
Und der Fremde hielt Wort. Zugegeben, ihm standen Dampf, eine große begehbare Dusche und schäumendes Duschgel zur Verfügung, aber seine fertigen Hände und sein meisterhafter Mund ließen sie wirklich alles vergessen. Außer ihn, nach dem sie ein Verlangen verspürte, wie sie es nie zuvor empfunden hatte. Allerdings schien er dieses Gefühl nicht unbedingt zu erwidern.
Als er auch seine Shorts ausgezogen und den Wasserstrahl aufgedreht hatte, da hatte sie leise nach Luft geschnappt. Nicht aus Angst, sondern aus erregter Erwartung. Sie war keine Jungfrau mehr, sie wusste, wie so etwas ablief. Und wenn sie ehrlich war, dann hatte sie sich schon öfter gefragt, wie es sein musste, mit einem Mann zu schlafen, den Mutter Natur so großzügig ausgestattet hatte. Und dann hatte sie eigentlich auch erwartet, dass er nicht mehr als ein oder zwei Minuten für das Vorspiel einplanen und sie dann gleich hier in der Dusche nehmen würde.
Offenbar hatte er es nicht eilig.
Er küsste sie lang und gründlich, und unter den rieselnden Wasserstrahlen klammerte sie sich an seinen Schultern fest. Erst schob er die Finger in ihr nasses Haar, dann ließ er die Hände langsam über ihre Seiten hinunterwandern, schien dabei jede Kurve, jeden Knochen, jeden Zentimeter Haut genauestens erkunden zu wollen.
Und dann stöhnte sie schon wieder in seinen Mund, als er die Hand zwischen ihre Schenkel schob. Sie spürte ihn an ihren Lippen lächeln, dann wanderte er mit seinem Mund weiter hinunter, von ihrem Hals zu ihren Brüsten, über ihren Bauch, und schließlich kniete er vor ihr und fuhr mit der Zunge über ihre intimste Stelle.
Mit einem Wimmern hob sie das Gesicht in die Wasserstrahlen. Sie hatte geglaubt, sie wüsste über Sex Bescheid, aber … wie sehr sie sich da geirrt hatte. Sie kam sich vor wie eine unerfahrene Jungfrau. Sie kannte gar nichts …
… außer Vergnügen. Außer Fühlen. Welle um Welle rollte heran, riss sie mit an einen Ort, an den noch kein Mann sie gebracht hatte. Sie biss sich auf die Lippen, um den Lustschrei zurückzuhalten, doch vergeblich. Er ließ sich nicht aufhalten, genauso wenig, wie sich das explodierende Feuerwerk in ihr aufhalten ließ.
Rashid hielt und stützte sie, bevor ihre Knie nachgeben konnten. Ja, oh ja, dachte sie, als sie aus schwindelnden Höhen wieder zurück zur Erde schwebte. Sie wollte diesen Mann, wollte ihn tief in sich spüren, mehr, als sie jemals etwas gewollt hatte. Und jetzt fühlte sie ihn auch genau da, wo sie sich nach ihm sehnte.
Doch gerade, als sie glaubte, ihn endlich zu haben, zog er sich mit einem gemurmelten Fluch von ihr zurück und stieß die Tür der Duschkabine auf. Sie blinzelte, als er sie in ein riesiges Badelaken wickelte und hochhob.
...



