Moody | Das Leuchten eines Augenblicks | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 475 Seiten

Moody Das Leuchten eines Augenblicks

Roman | Wenn einer Familie das Unvorstellbare passiert, hilft nur noch die Liebe füreinander
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-874-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Wenn einer Familie das Unvorstellbare passiert, hilft nur noch die Liebe füreinander

E-Book, Deutsch, 475 Seiten

ISBN: 978-3-98690-874-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der richtige Weg führt immer nach vorne: Der berührende Liebesroman »Das Leuchten eines Augenblicks« von Susan Moody jetzt als eBook bei dotbooks. Seit langer Zeit führt die Kunstgaleristin Melissa ein ruhiges und scheinbar glückliches Leben in der malerischen Kleinstadt Vermont. Doch keiner ihrer Freunde ahnt von ihrer schmerzvollen Vergangenheit, die sie stets hinter einem freundlichen Lächeln verbirgt: 20 Jahre zuvor ist Melissa fast an ihrer stürmischen Liebe zu dem Künstler Galen zerbrochen - und hat seitdem geschworen, sich nie wieder in so einer Beziehung zu verlieren, so einen Schmerz zu ertragen ... bis sie den melancholischen Ben kennenlernt und glaubt, eine verwandte Seele gefunden zu haben. Doch ihre zarten Gefühle stehen unter keinem guten Stern - und als plötzlich Galen wieder in ihrem Leben auftaucht, stellt das Schicksal Melissa vor eine unmögliche Wahl ... Nur wenn wir selbst an den Traum der Liebe glauben, können wir ihn mit anderen teilen: ein bewegender Roman über Freundschaft, Familie und Menschen, die nie die Hoffnung verlieren auf das Glück. Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der bewegende Schicksalsroman »Das Leuchten eines Augenblicks« von Susan Moody wird alle Fans von Cecilia Ahern begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Die britische Schriftstellerin Susan Moody wurde 1940 in Oxford geboren und verbrachte viele Jahre ihres Lebens in Frankreich und den USA. Ihr Werk wurde weltweit in mehreren Sprachen verlegt. Susan Moody, die Stiefmutter der dänischen Kronprinzessin Mary, lebt heute mit ihrem Mann wieder in England. Susan Moody veröffentlichte bei dotbooks ihre beiden Romane »Die Farbe der Hoffnung« und »Das Leuchten eines Augenblicks«.
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Prolog


»Ich warte auf meine große Liebe«, schrieb Melissa Hart am ersten Januar des Jahres, in dem sie fünfzehn werden sollte, in ihr Tagebuch. Der in Leder gebundene Band mit dem schweren, cremefarbenen Papier und dem Goldrand war ein Weihnachtsgeschenk ihrer Großmutter. Trotz ihrer Jugend merkte Melissa gleich, dass sie gute Qualität in Händen hielt, etwas Besonderes. Sie registrierte damals zwar noch nicht, dass das Buch Fadenheftung und marmoriertes Vorsatzpapier hatte, wusste aber sofort, dass es etwas Außergewöhnliches, Bedeutendes von ihr forderte. Aber was? Melissa war ein einsames Mädchen, eine Leseratte. Lange grübelte sie darüber nach, was sie diesem Buch anvertrauen sollte. Ich will geliebt werden – das war es, was ihr mehr als alles andere auf dem Herzen lag, doch die Vorstellung, ihr Vater könnte das Tagebuch finden und darin lesen, machte ihr Angst. So strich sie schließlich ihr schweres, hellblondes Haar nach hinten und beugte sich über die erste Seite. Es war ein feierlicher und irgendwie auch alberner Augenblick, als sie mit sorgfältig gemalten Großbuchstaben schrieb: »Ich warte auf meine große Liebe.«

Dabei träumte sie keinesfalls davon, dass eines Tages ein Prinz mit einem gläsernen Schuh vor der Tür stehen oder sich durch eine Dornenhecke schlagen würde, um sie mit einem Kuss zu wecken. Doch während sie unten im Wohnzimmer die kalte Stimme ihres Vaters hörte, dem ihre Mutter gedämpft antwortete, wusste sie plötzlich, dass noch vieles vor ihr lag: Veränderungen, Träume und magische Möglichkeiten.

Irgendwo, bloß nicht hier. Seit Kindertagen war sie sich der Bitterkeit bewusst gewesen, die das Verhältnis ihrer Eltern trübte. »Liebst du mich, Daddy?«, hatte sie ihn einmal gefragt. Sie war vier, damals, und saß in fieberhafter Erwartung auf seinen Knien.

Er hatte seinen Drink abgestellt und sie mit ernster Miene angeblickt. »Ich fürchte, das tue ich nicht.«

»David ... wie grausam.« Ihre Mutter hatte aufgekeucht, und hässliche rote Flecken waren über ihre Wangen gekrochen. Sie streichelte Melissa über die dicken, weißgoldenen Locken. »Ich liebe dich, mein Schatz.«

Doch Melissa wollte die Liebe ihres Vaters.

Jahre später reiste sie nach dem Schulabschluss durch Europa. Während sie sich an den Stränden Portugals sonnte, die alten Steine des Forum Romanum bestaunte oder durch London schlenderte, wurde ihr manchmal kurz bewusst, was sie von ihrer großen Liebe erwartete. Es waren nur Ahnungen von etwas, das sich strahlend über die Normalität erhob. Sie fühlte sich dann, als hätte sie am Champagnerglas eines anderen Menschen genippt, doch die Bilder blieben in ihrem Gedächtnis haften.

Nach dem Studium an der Kunstakademie fand sie eine Stelle in einer New Yorker Galerie. Mittlerweile war ihr klar geworden, dass sie lieber betrachtete und urteilte, als selbst zu produzieren. Solange man einen gewissen Abstand einhielt, konnte die Kunst einen zwar verunsichern, jedoch keinen ernsthaften Schaden anrichten; sie provozierte, griff an, schlug aber keine Wunden. Melissa verkaufte Bilder, statt sie zu malen, und wartete auf ihre große Liebe. Wenn sie diese Liebe erst gefunden hatte, davon war sie immer ausgegangen, würde sich alles andere wie von selbst ergeben: die gemeinsame Wohnung, Kinder, das gemeinsame Altwerden. Ein normales, unkompliziertes Leben, mit den üblichen Orientierungspunkten. Doch es kam anders. Seit dem Augenblick, in dem ihre erste große Liebe die Galerie betreten hatte, in der sie gerade seine Werke ausstellten, war sie seiner elektrisierenden Ausstrahlung verfallen. Erst als es viel zu spät war, erkannte sie, dass sie sich hoffnungslos in einen Mann verliebt hatte, der nicht an diese Orientierungspunkte des Lebens glaubte.

Die abrupten Stimmungswechsel, die Albträume und stürmischen Szenen, die ihr Zusammenleben bestimmten, machten sie ratlos. Nach und nach fügte sie die Teilchen seiner traurigen und bitteren Familiengeschichte zusammen – der Tod seiner Eltern in den Gaskammern von Auschwitz, die Kindheit zwischen Rot-Kreuz-Heimen und gleichgültigen Verwandten –, doch dieses Wissen machte es keinesfalls leichter, mit ihm auszukommen. Obwohl sie ihn leidenschaftlich liebte, hatte sie manchmal das Gefühl, dass er sie mit seinem Schmerz erdrückte.

Daran musste sie denken, als sie an jenem Abend um Mitternacht müde durch die Straßen New Yorks nach Hause schlenderte. Warum hatte ihr niemand gesagt, dass der schwerste Teil erst kam, nachdem man seine große Liebe gefunden hatte?

»Hat dir die Party gefallen?«, fragte sie.

»Überhaupt nicht.«

»Das sagst du immer.«

»Weil es immer so ist. Die letzten vier Stunden waren reine Zeitverschwendung. Was für oberflächliche, manierierte Schauspieler diese Leute doch sind.« Er blickte finster drein. »Diese Egomanen! Alle wollen sie dich beeindrucken – mit dem neuen Roman, dem neuen Bild, dem neuen Auto oder der neuen Frau. Ich konnte es nicht mehr hören.«

Sie lachte. »Du hast ausgesehen, als hättest du dich köstlich amüsiert.«

Er antwortete nicht.

Eine Weile später griff sie nach seiner Hand. »Es hat mich gefreut zu hören, dass Rachel Friedkin endlich schwanger ist.«

»Warum hat dich das gefreut?«

»Sie haben es schon so lange versucht.«

»Die sind doch dumm. Gedankenlos ...« Er entzog ihr seine Hand und ging so schnell weiter, dass sie sich beeilen musste, mit ihm Schritt zu halten.

»Warum gedankenlos?«

»Weil die Welt bereits voller Kinder ist«, erwiderte er. »Hungernde Kinder, kranke Kinder, misshandelte Kinder.« Er schüttelte den Kopf. »Schrecklich, schrecklich! Babys, die verdursten, kleine Kinder, die von Minen in die Luft gesprengt werden oder erblinden, Teenager, die man in die Armee zwingt, damit sie andere Kinder töten. Warum sollte man sich noch Kinder wünschen, wenn es ohnehin schon zu viele Menschen gibt?«

»Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass die Kinder der Friedkins hungern werden oder leiden.«

»Das ist eine wirklich dumme, idiotische und egozentrische Bemerkung.« Er wirbelte mit solcher Heftigkeit herum, dass sie in den Rinnstein stolperte. »Woher willst du das wissen?Wie kannst du dir so sicher sein? Kannst du dem Kind von Rachel ein glückliches Leben garantieren?«

»Natürlich nicht, aber ...«

»Oder deinen eigenen? Falls du jemals so dumm wärst, ein Kind zu bekommen?«

»Niemand kann irgendetwas garantieren.« Sie war vorsichtig geworden. »Aber das Kind der Friedkins dürfte eine ziemlich gute Chance haben, glücklich aufzuwachsen.«

»Und was ist, wenn Rachel und Zeke bei einem Autounfall ums Leben kommen?«, fragte er. »Was ist, wenn Zeke Rachel verlässt? Oder Rachel sich in einen anderen Mann verliebt und ihn verlässt? Was ist, wenn das Kind behindert zur Welt kommt? Oder bei einem Unfall verkrüppelt wird? Oder ein Verrückter es entführt?«

»Warum sollte so etwas passieren?«

»Schau dich doch um. Lies die Zeitung. Solche Dinge passieren andauernd.«

»Jetzt übertreibst du ganz dramatisch«, sagte sie. »Wie immer.«

Plötzlich lächelte er. »Du hast Recht. Wie immer.« Er legte den Arm um sie und küsste sie auf die Nasenspitze. »Du hast immer Recht, mein Schatz, meine Geliebte.«

Sie lehnte sich gegen ihn. Seine Haut roch nach Zitronen und Erde. Lieben und geliebt zu werden – konnte es ein größeres Glück geben? »Ich bete dich an«, murmelte sie und schaute zu ihm auf. Die Straßenlaterne über seinem Kopf leuchtete durch das dichte Gewirr seiner Locken.

Mit ernster Miene hielt er sie auf Armeslänge von sich. »Melissa, meine kleine Honigbiene«, sagte er. »Wenn du mir jetzt sagen würdest, dass du schwanger bist, wäre ich darüber nicht glücklich.«

»Warum nicht?«

»Weil ich nicht riskieren will, dass ein Kind von mir so ein Leben führt, wie ich es hatte.«

»Aber wir würden doch alles Menschenmögliche tun, damit es glücklich und behütet aufwächst.« Wir würden es deutlich spüren lassen, wie sehr es gewünscht ist, dachte sie mit wild klopfendem Herzen. Und vor allem, wie sehr wir es lieben.

»Meine Eltern haben bestimmt genauso gedacht wie du«, erwiderte er. »Nur funktionierte es leider nicht so.« Er ließ sie los und ging weiter.

»Warum musst du immer so zynisch sein?« Als sie losrannte, um ihn einzuholen, standen Tränen in ihren Augen.

»Das ist mein voller Ernst, Melissa«, sagte er. »Wenn du schwanger wirst, musst du das Baby allein großziehen. Ich kann es nicht. Ich will nichts damit zu tun haben. Und erwarte nicht von mir, dass ich jemals meine Meinung ändere.«

»Wenn es dein Kind wäre, würdest du bestimmt anders denken.«

Er blieb wieder stehen. »Denk doch weiter, Melissa. Denk an die Konsequenzen. Mit einem Baby bräuchten wir eine größere Wohnung und für mich ein neues Atelier zum Arbeiten. Und überall der Lärm, Babygeschrei, schmutzige Windeln und hässliches Plastikspielzeug. Wir hätten mehr Ausgaben und weniger Einkommen. Und wir hätten keinen Schlaf und keine Ruhe mehr.«

»Ich verstehe«, sagte sie kalt. »Hinter dem ganzen hochgestochenen Mist, dass du kein Kind in diese kinderfeindliche Welt setzen willst, verbirgt sich nichts anderes als dein gottverdammter Egoismus.«

»Warum soll ich mir ein Kind anschaffen, wenn ich keins will? Was ist daran egoistisch? Wo steht geschrieben, dass ich Vater werden muss?«Er legte sich in einer dramatischen Geste die Hände auf die Brust, und die Fältchen um seine großen hellen Augen verzogen sich zu einem Lächeln. »Außerdem – sehe ich vielleicht aus wie der Vater von irgendjemand?«

Wie so oft musste sie sich der Logik...



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