Moldenhauer | Never Expected You | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 379 Seiten

Reihe: Never

Moldenhauer Never Expected You

New Adult Liebesroman - Eine Enemies to Lovers, Slow Burn Romance
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96714-000-2
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

New Adult Liebesroman - Eine Enemies to Lovers, Slow Burn Romance

E-Book, Deutsch, Band 2, 379 Seiten

Reihe: Never

ISBN: 978-3-96714-000-2
Verlag: Zeilenfluss
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie wollte nicht auffallen - nur ist das ihre Art. Evelyn hat einen klaren Vorsatz, als sie nach San Diego zurückkehrt: sich im Hintergrund halten und das Studium überstehen. Das fällt ihr nicht schwer, bis sie auf Ryan Paxton trifft. Er ist Footballspieler, selbstverliebt, unreif - und treibt sie damit in den Wahnsinn. Ryan ist zuerst fasziniert von der brünetten Schönheit, die sich ihm plötzlich in den Weg stellt. Leider hat Evelyn eine spitze Zunge und macht ihm schnell und deutlich klar, dass nicht genug Abstand zwischen ihnen liegen kann. Dann sorgt ausgerechnet in Ryans Beisein ein klitzekleiner Zettel dafür, dass Evelyns dunkle Vergangenheit mit voller Wucht über ihr hereinbricht und ihr den Boden unter den Füßen wegreißt. Sie hätte damit gerechnet, dass er sie auslacht. Sie hätte damit gerechnet, dass er sie für verrückt erklärt. Sie hätte damit gerechnet, dass er ihr nun aus dem Weg geht. Doch sie hätte niemals damit gerechnet, dass er bleibt - und er auch nicht. Never Expected You ist der erste Teil von Evelyns und Ryans Geschichte. Der zweite und letzte Teil - Never Expected Us - ist in allen gängigen eBook-Shops erhältlich. Fans des Never-Universums dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Scarlett, Zac und Ethan freuen.

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2
  Ryan     »Scheiße, Nein! Ich liefere kein Bier und ich begleite niemanden! Das ist ein dämlicher Streich gewesen, ihr Idioten!«, knurre ich in das Handy, nur um gleich darauf aufzulegen und das Ding wütend auf den Tresen zu pfeffern. Es gibt einen dumpfen Knall, der durch den leeren Raum schallt und die leise Musik übertönt. Neben mir zählt Zac Geldscheine und lässt Münzen zurück in die Kasse fallen. Ein Schnauben entfährt mir, als ich seinen belustigten Blick von der Seite sehe. »Immer noch?«, ist das Einzige, was er wissen will, fährt sich mit der Hand durch das hellbraune zerstrubbelte Haar. »Scheinbar haben sie die blöden Flyer an ein paar mehr Orten aufgehängt, als wir gedacht haben.« Mit zusammengepressten Lippen greife ich nach dem Lappen, mit dem ich eben den Tisch abgewischt habe, und wringe ihn unsanft über der Spüle aus. »Sei nicht so sauer«, lacht Zac und klopft mir im Vorbeigehen auf die Schulter. »Ich finde, du siehst gut darauf aus.« »Danke für das Kompliment«, murmle ich sarkastisch und wünsche mir, dass die Cheerleaderin, die diese dämlichen Einfälle hat, der Stoff zwischen meinen Fingern wäre, den ich gerade zusammenknülle. Leider habe ich weiterhin keine Idee, um wen es sich handeln könnte, und ich bin mir sehr sicher, dass es niemand ist, den ich kenne. Nein, die Quelle befindet sich außerhalb meiner Reichweite und das macht mich wahnsinnig. Ich schaue meinem Gegner lieber direkt ins Gesicht, anstatt so ein feiges Versteckspiel zu treiben. »Sieh’s positiv: Die hätten auch ein hässliches Bild von dir nehmen können«, höre ich Zac, der immer noch gelassen das Geld zählt. »Dann hätte ich wenigstens nicht so viele Anrufe bekommen.« »Du wärst in deinem dummen Stolz aber verletzt gewesen.« Muss der Idiot immer ins Schwarze treffen? Ich presse die Lippen zusammen, als die Tür aufgeht und ein Windzug Zac beinah zwei Scheine wegweht. Als ich mit grimmiger Miene aufsehe, entdecke ich mein Spiegelbild und das absolute Gegenteil. Alex, ein breiter Typ mit dunkelblonden Haaren und unglücklichem Gesichtsausdruck stampft neben Scarlett in die Bar. Ihre schulterlangen hellblonden Strähnen wippen bei jedem Schritt mit und für das gigantische Lächeln würde ich sie heute gerne direkt aus der Bar verbannen. Doch seit sie und Zac ein Paar sind, muss ich die verfluchte gute Laune der beiden ertragen. Es ist definitiv besser als der Zoff, der vorher herrschte, doch jetzt brauche ich diese Grinsekatzen gerade gar nicht. »Ich finde diese Flyer fantastisch«, ist das Erste, was ich von Scar höre, als Alex drei weitere Zettel auf den Tresen legt. »Dean hat auch noch welche gefunden«, murmelt er genervt. Scarlett schnappt sich hastig einen und betrachtet in aller Ruhe das Papier, auf dem deutlich lesbar Bierlieferung und Escortservice geschrieben steht. Darunter ein Bild von mir und anderen Footballern, wie wir oberkörperfrei in einem Pool stehen und in die Kamera grinsen. Unterhalb eines kurzen Textes, in dem es um Lieferung frei Haus geht, zeigen Pfeile mit Telefonnummern zu jedem, der auf dem Plakat abgebildet ist. »Hör auf, das Foto anzugaffen«, meldet Zac sich und bekommt wieder diesen leicht eifersüchtigen Blick. »Genau«, stimme ich zu und ziehe ihr das Blatt aus der Hand. »Du hast einen Kerl, den du anstarren kannst.« Ich ignoriere ihren stummen Protest, schnappe mir den kleinen Stapel, der auf dem Tresen liegt, und zerreiße ihn voller Elan in Schnipsel, sodass keine Nummer mehr zu erkennen ist. »Ich habe heute vier Anrufe bekommen«, knurrt Alex. »Dean auch und Miles und ich sechs.« »Scheiß Cheerleader«, erwidert der Linebacker genervt. »Ich schwöre, ich werde Zoe morgen Abend auf der Party in Grund und Boden stampfen für diese beschissene Aktion.« »Ich stampfe mit«, brummt der breite Typ vor mir. »Ach kommt schon«, meldet Scarlett sich lachend von der Seite. »Gönnt den Cheerleadern mal einen Erfolg.« »Einen?« Ich wirble herum und schaue sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. »Soll ich dich an die blauen Haare erinnern und daran, dass die Spieler des gegnerischen Teams uns ausgelacht und mir Blumen geschickt haben?!« Sie presst die Lippen zusammen, kann die Grübchen auf ihren Wangen jedoch nicht verbergen. In den Momenten, wenn sie für die Cheerleader Partei ergreift, kann ich sie nicht ausstehen. »Der Strauß roter Rosen war doch sehr charmant.« Ich muss scheinbar Zac und Scarlett umbringen. Oder ihnen die Freundschaft kündigen. Wenigstens für die nächsten Tage. »Auf welcher Seite steht ihr eigentlich?«, will ich scharf wissen und greife nach meiner Jacke. »Auf deiner, Ryan, aber manchmal tut es deinem Ego gut, einen auf den Deckel zu kriegen«, erklärt Scar achselzuckend, als Zac ihr einen Kuss auf die Stirn gibt. »Vielen Dank«, antworte ich spitz, was Zac heiser auflachen lässt. »Entspann dich, Ryan. Immerhin hast du so die eine oder andere hübsche Dame abbekommen, wenn ich mich nicht irre.« Zac sieht mich wissend an, während Scarlett überrascht der Mund offen bleibt. »Du hast das ausgenutzt?!« Verdutzt starrt sie zu mir. »Man muss immer das Beste aus der Situation machen«, gebe ich zurück und höre neben mir das Glucksen von Alex. »Damit ist mein Mitleid für deine Situation auf ein Minimum geschrumpft«, verkündet sie und verschränkt die Arme vor der Brust. »Ich ergreife Partei für die Cheerleader.« »Verräterin«, spricht Alex das aus, was mir durch den Kopf schießt. »Ich würde mich ja auf eure Seite schlagen, aber ich will heute Abend noch Sex haben.« Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie er einen Ellenbogen in der Magengrube hat und die kleine Blondine ihn mit einem strengen Blick straft, der den so selbstbewussten Kerl in einen zahmen Welpen verwandelt. Genauso geht es zwischen Ethan, ihrem älteren Bruder und Besitzer der Bar, und Kayla, ihrer besten Freundin, ab. Schlussfolgerung? Verliebtsein ist Mist. »Komm, Alex, das hier ertrage ich nicht länger«, seufze ich und ziehe mir die Lederjacke über. »Echt ey. Viel zu viele Gefühle im Raum«, stimmt der Linebacker, mein Mitbewohner, zu. »Sieh zu, dass du morgen nicht zu sehr feierst. Du musst am Samstag arbeiten.« »Das bekomme ich auch mit Kater hin«, antworte ich Zac im Gehen. »Ich habe nur keine Lust, dass du alle zehn Minuten verschwindest, um zu kotzen.« »Das war nur einmal und schuld war Coopers Selbstgebrannter«, verteidige ich mich. »Ich sag’s ja nur.« Abwehrend und mit einem fetten Grinsen im Gesicht hebt Zac die Hände, während Scarlett daneben sitzt und uns kopfschüttelnd betrachtet. »Keine Angst, das wird nicht wieder passieren«, rufe ich, als Alex und ich die Bar verlassen. Kalte Luft empfängt uns und ich stoße einen leisen Fluch in die Nacht aus, weil ich wirklich nicht damit gerechnet habe, dass die Temperaturen derart sinken. »Paxton?«, meldet der Linebacker sich zu Wort, nachdem die Tür hinter uns zugefallen ist. »Ja?« »Wenn ich mich nicht irre, hat Cooper von seinen Eltern Selbstgebrannten mitgebracht.« Super. Krafttraining um neun Uhr ist die reinste Folter. Ich bin stocknüchtern, und trotzdem fühlen meine Muskeln sich heute an, als wären sie von Alkohol durchtränkt. Erschöpft nehme ich einen Schluck Wasser aus der Flasche und wische mir den Schweiß von der Stirn. Schwer atmend schaue ich zu Miles Cooper, der Liegenstütze macht, als gäbe es kein Morgen. Der Quarterback der Aztecs zählt leise mit, während ich seine rasierten Schädel betrachte, auf dem nur wenige Millimeter kurze blonde Haarstoppeln stehen. Im Trainingsraum riecht es nach Gummi und Turnhalle. Miles hat sein Handy an die Anlage angeschlossen, sodass Musik durch den Raum schallt und ihn noch mehr antreibt. Durch das Fenster sehe ich den klaren Himmel, der nicht erahnen lässt, dass draußen - für San Diego - eisige Temperaturen herrschen. »Hast du schon schlappgemacht, Paxton?« Im Gehen wischt Dean Carter sich mit dem Handtuch über das Gesicht und bleibt neben mir stehen. »Es ist anstrengend genug, Cooper bei seinem Wahnsinn zuzuschauen«, erkläre ich. »Sieht aus, als wäre er ein Roboter.« »Oder ein Mutant.« »Vielleicht schluckt er irgendwelche Pillen.« »Das Einzige, das er schluckt, ist Viagra.« »Für meine Potenz brauche ich nichts schlucken!« Cooper stoppt mitten in der Bewegung. »Zu emotional für eine Maschine«, sage ich zu Dean, der sich ein Lachen nicht verkneifen kann. »Du hast heute eine ziemlich große Klappe, Paxton«, fährt er mich an und greift nach dem Handtuch, das vor ihm liegt. »Ich übe nur für unsere hübschen Cheerleader.« Ein lautes Schnauben von Miles ertönt. »Wegen diesen Ziegen habe ich um halb sechs wieder einen Anruf bekommen. Danach konnte ich nicht mehr schlafen.« Neben mir runzelt Dean die Stirn, während der Quarterback gierig Wasser trinkt. »Warum schaltest du dein Handy nachts nicht einfach aus?«, will er wissen und steht auf. »Um mir Gelegenheiten für Sex entgehen zu lassen? Nein, da ertrage ich lieber das Wachwerden.« Ich wechsle einen vielsagenden Blick mit Dean, der gar nicht aus dem Kopfschütteln kommt, und stehe ebenfalls auf. Ich behalte für mich, dass er nur am Rumplänkeln ist und darauf wartet, dass eine bestimmte Nummer aufblinkt. »Du bist unmöglich«, stelle ich fest und zusammen verlassen wir den Trainingsraum. »Nein, ich bin nur...



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