E-Book, Deutsch, 516 Seiten
Reihe: Medicine (German Language)
Mohnike / Hör / Schelbert PET/CT-Atlas
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-540-31215-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Ein interdisziplinärer Leitfaden der onkologischen PET/CT-Diagnostik
E-Book, Deutsch, 516 Seiten
Reihe: Medicine (German Language)
ISBN: 978-3-540-31215-4
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Das Buch ist eine Synthese aus praxisrelevanten Informationen, beruhend auf eigenen Erfahrungen, kombiniert mit Literatur- und Studiendaten. Es ist ein im deutschsprachigen Raum einmaliges Werk, das dem Praktiker, dem Lehrenden und Lernenden als auch interessierten Betroffenen einen fundierten Einblick in die diagnostischen Möglichkeiten der PET/CT bietet und gleichzeitig umfangreiche ausgewählte weitere Fachliteratur an die Hand gibt. Es ist sowohl ein Nachschlagewerk als auch ein Lehrbuch und gibt in der Art eines Atlas eine Orientierung über dieses einzigartige bildgebende Diagnoseverfahren basierend auf dem Stoffwechsel der Krebszelle. Dem Buch ist eine CD-ROM beigefügt, die in digitalisierter Form das komplette Buch enthält. Zu allen Kapiteln gibt es zusätzlicheLiteraturstellen, sodaß die gesamte Bibliographie ca. 15.000 Literaturstellen enthält. Zu einigen Kapiteln gibt es zusätzliche Fälle, die mit dem Dicom-viewer betrachtet werden können.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;5
2;Danksagung;7
3;Inhalt;9
4;1 Einführung;11
4.1;Überblick;11
4.2;Technologische Varianten und Entwicklungen;14
4.3;Physiologisch und technisch bedingte FDG-Anreicherungen;18
5;2 Grundlagen;21
5.1;Vorbemerkung;21
5.2;Positronen-Emissions-Tomographie (PET);21
5.3;Fazit;50
5.4;Literatur;50
6;3 Pneumologie;53
6.1;Bronchialkarzinom (BC);53
6.2;Stellenwert der FDG-PET im diagnostischen und therapeutischen Management;54
6.3;Richtlinien für 18F-FDG-PET-Indikationen;55
6.4;Technische und biochemische Einflussfaktoren;56
6.5;Spezielle PET-Indikationen;56
6.6;SCLC (“small cell lung cancer”);58
6.7;Pleuraprozesse;58
6.8;Maligne Pleuratumore (Mesotheliom);58
6.9;Fallbeispiele . . . .;60
6.10;Literatur;76
7;4 Gastroenterologie;79
7.1;Einleitung;80
7.2;Ösophaguskarzinom;82
7.3;Magenkarzinom;83
7.4;Kolorektale Karzinome;83
7.5;Leber- und Gallenwegskarzinome;88
7.6;Gastrointestinale Stromatumoren;88
7.7;Pankreaskarzinome;88
7.8;Neuroendokrine Tumoren (NET) des Gastrointestinaltraktes;90
7.9;Fallbeispiele;92
7.10;Literatur;169
8;5 Gynäkologie;173
8.1;Einführung;173
8.2;Mammakarzinome;174
8.3;Ovarielles Karzinom;180
8.4;Peritonealkarzinomatose (pC);182
8.5;Zervixkarzinom;183
8.6;Fallbeispiele;184
8.7;Literatur;246
9;6 Urologie;249
9.1;Einleitung;249
9.2;Nierenmalignome;250
9.3;Nebennierentumoren;251
9.4;Blasenkarzinom;251
9.5;Prostatakarzinom;252
9.6;Keimzelltumoren;259
9.7;Peniskarzinom;261
9.8;Fallbeispiele;262
9.9;Literatur;307
10;7 Kopf-Hals-Region;311
10.1;Kopf-Hals-Tumore;311
10.2;Schilddrüsenkarzinome;315
10.3;Literatur;333
11;8 Dermatologie;335
11.1;Fallbeispiele;338
11.2;Literatur;349
12;9 Lymphome;351
12.1;Einleitung;351
12.2;Diagnostik;352
12.3;Fallbeispiele;356
12.4;Literatur;371
13;10 Onkologische Orthopädie;373
13.1;Einleitung;373
13.2;Stellenwert der PET;373
13.3;Fallbeispiele;375
13.4;Literatur;390
14;11 Pädiatrische Onkologie;391
14.1;Einleitung;391
14.2;Lymphome im Kindesalter;391
14.3;Onkologische Orthopädie im Kindesalter;392
14.4;Neuroblastome;392
14.5;Maligne Melanome;392
14.6;Nesidioblastose (angeborener Hyperinsulinismus);392
14.7;Fallbeispiele;394
14.8;Literatur;412
15;12 Cup-Tumore (Cancer of unknown primary);413
15.1;Einleitung;413
15.2;Stellenwert der PET;414
15.3;Fallbeispiele;416
15.4;Literatur;438
16;13 Varia;439
16.1;Zweittumore – Sekundäre Primärtumoren (SPT);439
16.2;Physiologische Anreicherungen von FDG;441
16.3;Falsch positive FDG-Anreicherungen im onkologischen Sinne;441
16.4;Technisch bedingte Artefakte;441
16.5;Falsch negative PET- Befunde;441
16.6;Fallbeispiele Zweittumore;442
16.7;Fallbeispiele: Physiologische Anreicherungen;464
16.8;Fallbeispiele: Nichtonkologische Aktivitätsanreicherungen entzündlicher Genese;467
16.9;Fallbeispiele: Artefakte;481
16.10;Literatur;490
17;14 Strahlentherapeutische Aspekte;493
17.1;Einleitung;493
17.2;PET-assistierte Bestrahlungsplanung;493
17.3;Vorzüge der PET/CT-Integration;494
17.4;Grundlagen für die Einbeziehung von PET/CT-Daten in die Strahlentherapie – Bits und Bytes und DICOM;494
17.5;Fallbeispiele;498
17.6;Literatur;510
18;15 Zukunftstendenzen: Molekulares PET;511
18.1;Technikpotential und Software-Optimierung;511
18.2;Molekulares PET;512
18.3;Literatur;513
19;Schlussbemerkung;516
20;Sachverzeichnis;517
(S. 11)
Vorbemerkung
Der Schwerpunkt der díagnostischen Bildgebung in der Onkologie verschiebt sich zunehmend von einer anatomischen Bildgebung (mit CT) zu einer molekularen, bzw. funktionellen Bildgebung mit PET. Beide Bildgebungsmethoden haben sich in den letzten 25 Jahren parallel entwickelt bevor sie Ende der 90er-Jahre des letzten Jahrhundert zum ersten Mal in einem Gerät kombiniert wurden.
Als diagnostische Methode birgt die PET/CT eine Reihe von Vorteilen gegenüber den Einzelmethoden, die aus der Sicht der Instrumentierung im Folgenden erläutert und aus medizinischer Sicht anhand von Fallbeispielen im Hauptteil des Buches beschrieben werden.
Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
Tracer-Prinzip
Im Gegensatz zu radiologischen bzw. morphologischen Untersuchungsmethoden, erfassen nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren die Funktionalität des Organismus aus in-vivo-Studien mittels Emissionsmessungen. Dabei wird ein Tracer in den Körper appliziert und mittels der emittierten Strahlung, durch vorherige Kopplung eines radioaktiven Isotopes (z. B. 18F) mit dem Trägermolekül (z. B. Glukose), von außen verfolgt (Abb. 2.1).
Das Tracer-Prinzip wurde von George de Hevesy in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt [39] Die Idee basierte darauf, daß während einer Beobachtung das System (also der Patient) nicht gestört werden soll. Die biologische Funktion (Metabolismus) kann dann mittels minimaler Mengen einer Substanz (Tracer) untersucht werden, die von herkömmlichen, im Körper verfügbaren und an ausgewählten Verstoffwechslungen teilnehmenden Substanzen ununterscheidbar ist.
Dies kann durch eine radioaktive Markierung der Tracer erreicht werden. Dabei werden bestimmte Ionengruppen des ursprünglichen Moleküls im Tracer-Molekül ausgetauscht und mit radioaktiven Isotopen oder Gruppen ersetzt, ohne dabei die chemischen Eigenschaften des Moleküls zu ändern, zumindest nicht so, daß es in den ersten Verstoffwechselungsschritten im Körper nicht berücksichtigt wird.
Die emittierte Strahlung erlaubt es dann, die applizierten Tracer und damit die Orte und die Maße der Metabolisierungen in- vivo zu verfolgen und zu messen. Die Wahl und die Herstellung eines radioaktiv markierten Tracers für die diagnostische Bildgebung ist von den physiologischen und biochemischen Stoffwechselvorgängen (z. B. Blutf luss, Metabolismus, Rezeptorbindung), die es zu beobachten gilt, sowie von den Eigenschaften der Radioisotope (Halbwertzeit, Strahlenschutz) abhängig.
Der Prozess einer Tracer-Entwicklung beginnt mit der Wahl des Radioisotops (PET oder SPECT). Solche Isotope, die nicht kommerziell verfügbar sind, müssen "onsite" produziert werden.
Radioisotope und PET-Tracer
Von der Vielzahl künstlich produzierter Radioisotope haben Positronenemitter ( +) eine Reihe von Vorteilen gegenüber Photonenemittern [66]. Die Verteilung der +-Emitter kann von außen über eine Koinzidenzmessung verfolgt werden, die eine ef. zientere Messmethode als die Akquisition von einzelnen Gammastrahlen ("single photon emitter") ist.
Während der Koinzidenzmessung werden Paare von 511 keV Ver nichtungsphotonen, die nach der Emission eines Positrons entstehen, gemessen und zur Lokalisation des Radiotracers und in der Folge zur Schwächungskorrektur verwendet (Abb. 2.2). Obwohl kurzlebige Isotope, wie z. B. 15O (2 min Halbwertszeit) sowohl ein Zyklotron als auch ein Radiochemielabor in der Nähe des PET erfordern und damit eine relativ aufwändige Infrastruktur bedingen, sind diese kurzlebigen Isotope sehr wertvoll in Studien von metabolischen Prozessen, die nur einige Sekunden oder Minuten dauern und somit repetitiv kurze Messung beinhalten.




