Milburne | Eine Braut wider Willen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Milburne Eine Braut wider Willen


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-2147-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-2147-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Angelo lässt Natalie keine Wahl: Sie muss ihn heiraten, um ihren Bruder vorm Gefängnis zu bewahren. Auf ihrer Hochzeitsreise an die Amalfiküste ahnt der Tycoon, wie widerspenstig seine Braut sein kann. Können seine Küsse sie wie früher zum Schmelzen bringen?



Eigentlich hätte Melanie Milburne ja für ein High-School-Examen lernen müssen, doch dann fiel ihr ihr erster Liebesroman in die Hände. Damals - sie war siebzehn - stand für sie fest: Sie würde weiterhin romantische Romane lesen - und einen Mann heiraten, der ebenso attraktiv war wie die Helden der Romances. Und tatsächlich: Sie liest nicht nur Liebesromane, sie schreibt sogar selbst welche. Und ihr ganz persönlicher Held? In den verliebte sie sich schon nach der zweiten Verabredung, und bereits sechs Wochen später war sie heimlich mit ihm verlobt. Damit ihr Mann sein Medizinstudium beenden konnte, zogen sie nach Schottland. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes wählten sie Tasmanien, diese wunderschöne Insel vor der Küste Australiens, als ihren Wohnsitz. Als ihre beiden Jungs eingeschult wurden, setzte sie ihr Pädagogik-Studium fort und machte ihren Universitätsabschluss. Zu einer ihrer letzten Prüfungen gehörte ein Vortrag über literarische Theorien mit Schwerpunkt auf dem Bereich Liebesromane. Gerade las sie in dem Klassenzimmer, das sie mit Herzen und Rosen dekoriert hatte, einen Absatz aus einem romantischen Roman vor, da flog die Tür auf, und sie traute ihren Augen nicht: Vor ihr stand ihr Mann, von dem ich annahm, dass er zu dieser Stunde im Arztkittel im OP stehen würde, im Smoking. Ihre Blicke trafen sich, dann kam er zu ihr, riss sie in seine Arme, küsste sie leidenschaftlich und verließ wortlos den Raum. Ihr Professor gab ihr eine gute Note, und ihre Mitstudentinnen sahen sie eifersüchtig an. Nun versteht jeder, dass es ihr Schicksal ist, Liebesromane zu schreiben. Doch sie hat noch eine zweite Leidenschaft: Sport. Und zwar sowohl Langstreckenlauf als auch Schwimmen. In dieser Disziplin hält sie sogar einige Rekorde, und das, obwohl sie erst als Erwachsene schwimmen gelernt hat. Ein Tipp von Melanie: Sie sehen also, ein Versuch lohnt sich. Auch wenn Sie glauben, etwas nicht zu können, versuchen Sie es einfach! Sagen Sie niemals: Das kann ich nicht. Sagen Sie: Ich kann es versuchen. Und nun wünsche ich Ihnen, dass Sie ebenso viel Spaß beim Lesen meiner Romane haben wie ich, wenn ich sie schreibe.

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1. KAPITEL

„Du musst unbedingt zu ihm gehen.“

Die verzweifelt flehende Stimme ihrer Mutter Isla noch immer im Ohr, wartete Natalie nervös auf den Aufzug, der sie hinauf zu Angelo Bellandinis Londoner Büro befördern sollte. Seit achtundvierzig Stunden kreisten diese Worte unaufhörlich in ihrem Kopf und raubten ihr den Schlaf. Auf der Bahnfahrt von ihrer Heimatstadt Edinburgh hatte sie der Satz im Takt zum Rattern des Zuges verfolgt.

Persönlich hatte sie Angelo zuletzt vor fünf Jahren gesehen, aus Zeitschriften und Online-Blogs lächelte der Playboy und Erbe des Bellandini-Vermögens ihr ständig entgegen. Gerechterweise musste man dazusagen, dass Angelo die Hälfte seines sagenhaften Reichtums durch harte Arbeit selbst verdient hatte.

Nur wegen ihres jüngeren Bruders, der mal wieder erheblich über die Stränge geschlagen hatte, musste sie sich nun in die Höhle des Löwen wagen. Auf unsicheren Beinen stakste sie in den gläsernen Fahrstuhl und wählte die Etage. Lautlos setzte sich der Aufzug in Bewegung.

Vielleicht würde Angelo sie gar nicht empfangen. Immerhin hatte sie ihn vor fünf Jahren verlassen. Möglichweise hasste er sie jetzt so sehr, wie er sie damals geliebt hatte.

Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie oben am Empfang ankam. Das ausgesprochen vornehme und elegante Ambiente überwältigte sie, obwohl sie selbst aus sehr wohlhabendem Haus stammte. Als sie und Angelo sich kennengelernt hatten, hatte er mit keiner Silbe erwähnt, wie unglaublich reich seine Familie war. Für sie war er ein hart arbeitender, gutaussehender Italiener gewesen, der für seinen Magister in Betriebswirtschaft paukte. Er hatte sich sehr darum bemüht, seinen privilegierten Hintergrund zu verbergen – und sie selbst hatte ihm in nichts nachgestanden.

„Ich fürchte, Signore Bellandini ist nicht zu sprechen“, flötete die Empfangsdame. „Möchten Sie einen Termin vereinbaren?“

Natalie sah die hübsche Frau mit den Modelmaßen, dem perfekt gestylten blonden Haar und den klaren graublauen Augen an und verlor auch noch den letzten Rest an Selbstsicherheit. Sie selbst war furchtbar übernächtigt. Ihr sonst so frischer Teint wirkte eher grau, das lange braune Haar glanzlos. Wenigstens hatte sie im Fahrstuhl noch daran gedacht, etwas Lipgloss aufzulegen. Gegen die dunklen Schatten unter den Augen und die hohlen Wangen hatte sie nichts unternommen. Seit ihrem siebten Lebensjahr ging es ihr zu dieser Zeit des Jahres immer besonders schlecht.

Mit eiserner Selbstdisziplin straffte sie jetzt jedoch die Schultern. Es kam gar nicht infrage, das Gebäude unverrichteter Dinge wieder zu verlassen! „Richten Sie Signore Bellandini aus, ich sei nur bis morgen um diese Zeit in London.“ Sie reichte der Empfangsdame eine Visitenkarte und eine Karte des Hotels, in dem sie eine Übernachtung gebucht hatte. „Ich bin unter der Handynummer oder im Hotel zu erreichen.“

Nach einem kurzen Blick auf die Visitenkarte sah die Empfangsdame neugierig auf. „Sie sind Natalie Armitage? Die Innenarchitektin?“

„Genau die.“

„Ich liebe Ihre Bettwäsche und Handtücher aus der letzten Frühlingskollektion. Durch mich sind meine Freundinnen auch darauf aufmerksam geworden. Ihr Stil ist so feminin und dabei modern und originell“, schwärmte sie.

Natalie lächelte höflich. „Freut mich, dass Ihnen meine Kollektion gefällt.“

Die Empfangsdame zwinkerte ihr vergnügt zu und beugte sich über die Gegensprechanlage. „Signore Bellandini? Miss Natalie Armitage ist hier und würde Sie gern sprechen. Möchten Sie sie vor dem nächsten Kundengespräch empfangen, oder soll ich für heute Nachmittag einen Termin machen?“

Natalie hielt kurz den Atem an. Wie würde Angelo reagieren? Erstaunt? Verärgert? Wütend?

„Nein“, antwortete Angelo mit seiner tiefen sexy Stimme, die Natalie immer wie eine Liebkosung empfunden hatte. „Sie kann gleich reinkommen.“

Die Empfangsdame führte Natalie den langen Korridor entlang und blieb vor einer Tür mit einem Messingschild stehen, das Angelos Namen trug. „Sie haben wirklich Glück, Miss Armitage. Eigentlich empfängt er niemanden ohne Termin. Aber vielleicht will er ja auch unter Ihre Bettwäsche schlüpfen“, fügte sie mit anzüglichem Lächeln hinzu, bevor sie klopfte und der Besucherin die Tür aufhielt.

Natalie lächelte gequält und betrat die Höhle des Löwen. Angelo saß an einem Mahagonischreibtisch und sah ihr entgegen. Hinter ihr schloss sich die Tür mit leisem Klicken. Nun gab es kein Zurück mehr! Vor Nervosität war ihre Kehle ganz trocken.

Angelo sah noch fantastischer aus als vor fünf Jahren. Sein schönes Gesicht hatte markantere Züge angenommen, das Haar trug er kürzer, aber nicht zu kurz. Die schwarzen Locken ringelten sich um den Kragen eines hellblauen Oberhemdes. Auf dem glattrasierten Gesicht lag ein bläulicher Schatten, der den starken Bartwuchs verriet. Das Kinn war energisch wie eh und je, die Wimpern dicht und lang, die Augen kaffeebraun.

Angelo erhob sich. Aus Höflichkeit oder wollte er Natalie mit seiner beeindruckenden Körperlänge von über einem Meter neunzig einschüchtern? Trotz ihrer High Heels musste sie zu ihm aufblicken.

Nervös befeuchtete sie sich die trockenen Lippen und bemühte sich um Gelassenheit. Eigentlich hatte sie ihre Gefühle immer gut im Griff. Und jetzt war bestimmt nicht der Zeitpunkt zu zeigen, wie besorgt sie um ihren Bruder war. Angelo würde das sofort ausnutzen. Sie war hier, um für den Schaden zu zahlen, den Lachlan angerichtet hatte. Und dann würde sie auf der Stelle wieder verschwinden! „Danke, dass du dir so kurzfristig Zeit genommen hast“, sagte sie. „Ich weiß, wie beschäftigt du bist, und werde es kurzmachen.“

Mit seinen unergründlichen braunen Augen sah er sie an, während er die Gegensprechanlage betätigte. „Fiona? Ich möchte während der nächsten Stunde unter keinen Umständen gestört werden. Verschieben Sie alle Termine!“

„Wird erledigt, Chef.“

Natalie blinzelte, als er sich wieder aufrichtete. „Das ist wirklich nicht nötig, Angelo.“

„Oh doch! Was dein Bruder in Rom im Zimmer eines meiner Hotels angerichtet hat, ist ein Straftatbestand.“

„Ich weiß“, antwortete sie verlegen. „Aber er macht gerade eine schwierige Phase durch, und ich …“

Sarkastisch zog er eine schwarze Augenbraue hoch. „Hat Daddy ihm etwa den Porsche weggenommen? Oder das Taschengeld gekürzt?“

Natalie presste die Lippen zusammen, um ihre Emotionen im Zaum zu halten. Was fiel Angelo ein, sich über ihren Bruder lustig zu machen? Lachlan war eine tickende Zeitbombe. Nun war es an ihr, Natalie, ihn vor der Selbstzerstörung zu bewahren. Ihren anderen kleinen Bruder hatte sie damals nicht retten können, aber sie wollte alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lachlan zu helfen. „Er ist doch noch ein Kind“, sagte sie leise. „Gerade erst hat er die Schule abgeschlossen und …“

„Er ist achtzehn Jahre alt, Natalie.“ Angelo unterbrach sie harsch. „Alt genug, um zu wählen, und meiner Ansicht nach auch alt genug, um die Konsequenzen seines Handelns selbst zu tragen. Er und seine betrunkenen Freunde haben in einem meiner renommiertesten Hotels einen Schaden von über hunderttausend Pfund angerichtet.“

Schockiert starrte sie ihn an. Er übertrieb maßlos, oder? Nach der Schilderung ihrer Mutter hatte Natalie damit gerechnet, dass der Teppich im Hotelzimmer eine gründliche Reinigung nötig hatte und eventuell die Wände neu gestrichen werden mussten. Mit einer so enormen Schadenssumme hatte sie nicht gerechnet.

Was war nur in Lachlan gefahren, ein Hotelzimmer derart zu verwüsten?

„Ich bin selbstverständlich bereit, dir den Schaden zu ersetzen, Angelo. Vorher würde ich mir allerdings gern selbst ein Bild davon machen.“

Herausfordernd sah er sie an. „Du kommst also persönlich dafür auf?“

Sie ließ sich nicht anmerken, dass ihr flau im Magen wurde, und hielt Angelos Blick stand, ohne mit der Wimper zu zucken. „Ja. Vorausgesetzt deine Forderung ist angemessen.“

„Du hast ja keine Ahnung, worauf du dich einlässt. Oder weißt du, wie dein Bruder und seine Kumpels sich aufführen, wenn sie zu viel getrunken haben?“

Leider wusste Natalie das nur zu gut, und es raubte ihr seit Monaten den Schlaf. Sie kannte den Grund für Lachlans Verhalten, konnte jedoch nichts daran ändern: Lachlan war sozusagen als „Ersatz“ für den kleinen Liam zur Welt gekommen, der im Kleinkindalter gestorben war. Seit seiner Geburt lebte Lachlan nicht sein eigenes Leben, sondern das seines toten Bruders. Die Hoffnungen und Träume, die seine Eltern für Liam gehabt hatten, waren wie selbstverständlich auf Lachlan übergegangen. Irgendwann war er diesem Druck nicht mehr gewachsen gewesen. Natalie befürchtete seit Monaten das Schlimmste.

Sie war schon für Liams Tod verantwortlich. Die Vorstellung, auch noch Lachlan zu verlieren, war unerträglich.

„Bist du sicher, dass Lachlan für den Schaden verantwortlich ist und nicht einer seiner Freunde?“

Angelo musterte sie scharf. „Das Zimmer war auf seinen Namen gebucht. Beim Einchecken hat Lachlan seine Kreditkarte vorgelegt. Auch wenn er nicht einmal ein Sofakissen verrückt hat, ist er – rechtlich gesehen – für alle Schäden verantwortlich.“

Leider wusste Natalie, dass ihr Bruder nicht gerade ein Unschuldslamm war. Sie selbst hatte mehr als einmal seine Zerstörungswut erlebt, nachdem er zu viel getrunken hatte. Wenn er wieder nüchtern war, konnte er sich meist an nichts mehr...



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