Michel | Die Pariser Commune | Buch | 978-3-85476-962-0 | sack.de

Buch, Deutsch, 416 Seiten, Format (B × H): 141 mm x 238 mm, Gewicht: 593 g

Reihe: edition mandelbaum

Michel

Die Pariser Commune

Aus dem Französischen von Veronika Berger
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-85476-962-0
Verlag: mandelbaum verlag eG

Aus dem Französischen von Veronika Berger

Buch, Deutsch, 416 Seiten, Format (B × H): 141 mm x 238 mm, Gewicht: 593 g

Reihe: edition mandelbaum

ISBN: 978-3-85476-962-0
Verlag: mandelbaum verlag eG


Die Pariser Commune dauerte 72 Tage und war der erste Versuch, Sozialismus in die Tat umzusetzen. Auf einzigartige Weise kämpfte ein großer Teil der Pariser Bevölkerung gemeinsam für eine befreite Stadt: frei von Monarchie, von Besetzung und auch von der Macht des Kapitals. In den wenigen Wochen wurden konkrete Maßnahmen für die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern, für die Befreiung der Armen von Pfandschulden, für die Senkung der Mieten, für ein Recht auf Bildung für alle umgesetzt.
Viele Frauen kämpften in der Commune für diese Rechte und eine bessere Zukunft der Bevölkerung, allen voran Louise Michel als Lehrerin, Sanitäterin und Mitglied des bewaffneten Kampfes. Für sie endete die Hoffnung der 72 Tage in der Deportation, doch Michel wurde zur Ikone.
Mit diesem Buch – 25 Jahre nach der Niederschlagung geschrieben – gelingt es ihr durch präzise Berichterstattung und gleichzeitig kämpferisch-polemische Parteilichkeit, die Ursachen für die Bewegung zu erklären und ihre Erfolge sowie ihr Scheitern nachzuzeichnen. Wir erfahren aus der unmittelbaren Sicht einer Kommunardin, was es hieß, den revolutionären Traum zu leben, aber auch, was es bedeutete, die blutige Rache des Kapitals und der Bourgeoisie auf sich zu ziehen.

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Weitere Infos & Material


Michel, Louise
Louise Michel (1830–1905), Revolutionärin, Kommunardin und später ¬Anarchistin, war eine zentrale Gestalt der Pariser Commune. Sie organisierte nicht nur die Versorgung der Hungernden und Verwundeten, sondern leitete ein ¬Frauenbataillon im Kampf gegen die Reaktion.
Nach der blutigen Niederschlagung der Bewegung machte man Michel den Prozess. Nach 20 Monaten Gefängnis wurde sie in die Strafkolonie Neukaledonien deportiert. Dort suchte ¬Michel Kontakt zur indigenen Bevölkerung, erlernte die Sprache der Kanaken und zeichnete als erste ihre Lieder und Sagen auf.
1880 konnte Michel nach einer Generalamnestie nach Europa zurückkehren, schrieb Aufsätze und Bücher und war als charismatische Vortragsrednerin internatio¬nal gefragt. Louise Michel starb am 9. Jänner 1905 in ¬Marseille. Der Trauerzug zu ihrer Beerdigung wurde von ¬Hunderttausenden begleitet.
Ihr Mut im Kampf, ihre Unerschrockenheit vor Gericht sind legendär. Als Michel im Dezember 1871 vor das Kriegsgericht gebracht wurde, trotzte sie ihren Richtern und verteidigte die Pariser Commune:
»Ich will mich nicht verteidigen, und ich will nicht verteidigt werden. Ich übernehme die Verantwortung für alle meine Taten. […] Man wirft mir vor, Komplizin der Kommune gewesen zu sein. Selbstverständlich war ich das, denn die Kommune wollte vor allem die soziale Revolution, und die soziale Revolution ist, was ich mir am sehnlichsten wünsche.«

Geber, Eva
Eva Geber, Grafikerin, Autorin, Kulturpublizistin (u. a. Neu¬edition von Werken Rosa Mayreders); 35 Jahre AUF-Redaktion; zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Wiener Frauenpreis 2009. Für ihr Buch »Der Typus der kämpfenden Frau« erhielt sie den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis 2013.

Louise Michel (1830–1905), Revolutionärin, Kommunardin und später ¬Anarchistin, war eine zentrale Gestalt der Pariser Commune. Sie organisierte nicht nur die Versorgung der Hungernden und Verwundeten, sondern leitete ein ¬Frauenbataillon im Kampf gegen die Reaktion.
Nach der blutigen Niederschlagung der Bewegung machte man Michel den Prozess. Nach 20 Monaten Gefängnis wurde sie in die Strafkolonie Neukaledonien deportiert. Dort suchte ¬Michel Kontakt zur indigenen Bevölkerung, erlernte die Sprache der Kanaken und zeichnete als erste ihre Lieder und Sagen auf.
1880 konnte Michel nach einer Generalamnestie nach Europa zurückkehren, schrieb Aufsätze und Bücher und war als charismatische Vortragsrednerin internatio¬nal gefragt. Louise Michel starb am 9. Jänner 1905 in ¬Marseille. Der Trauerzug zu ihrer Beerdigung wurde von ¬Hunderttausenden begleitet.
Ihr Mut im Kampf, ihre Unerschrockenheit vor Gericht sind legendär. Als Michel im Dezember 1871 vor das Kriegsgericht gebracht wurde, trotzte sie ihren Richtern und verteidigte die Pariser Commune:
»Ich will mich nicht verteidigen, und ich will nicht verteidigt werden. Ich übernehme die Verantwortung für alle meine Taten. […] Man wirft mir vor, Komplizin der Kommune gewesen zu sein. Selbstverständlich war ich das, denn die Kommune wollte vor allem die soziale Revolution, und die soziale Revolution ist, was ich mir am sehnlichsten wünsche.«



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