Meyer | Macht und Gewalt im Widerstreit | Buch | 978-3-7965-3556-7 | sack.de

Buch, Deutsch, Band 47, 201 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 120 mm x 196 mm, Gewicht: 202 g

Reihe: Schwabe reflexe

Meyer

Macht und Gewalt im Widerstreit

Politisches Denken nach Hannah Arendt

Buch, Deutsch, Band 47, 201 Seiten, ENGLBR, Format (B × H): 120 mm x 196 mm, Gewicht: 202 g

Reihe: Schwabe reflexe

ISBN: 978-3-7965-3556-7
Verlag: Schwabe Basel


Philosophische Analysen zum Verhältnis von Macht und Gewalt

Die Philosophin Hannah Arendt (1906–1975) hat die politische Theorie des 20. Jahrhunderts
durch eine folgenreiche begriffliche Unterscheidung nachhaltig herausgefordert.
Sie entwickelt in ihren Schriften Vita activa, Über die Revolution und Macht und Gewalt in
den 1950er und 1960er Jahren die These, dass Macht und Gewalt zwei politische Phänomene
darstellen, die gegenteilige Ursachen und Effekte haben und darum radikal
zu unterscheiden sind. Arendt unterzieht die politische Geschichte der Gegenwart im
Lichte des Gegensatzes von Macht und Gewalt einer Relektüre und entwickelt ein
neues Verständnis von Revolution und Demokratie, von ökonomischer Rationalität
und totaler Herrschaft. Den Ausgangspunkt ihrer politischen Philosophie bildet die
Überzeugung, dass sich der freiheitliche Charakter der Politik daran bemisst, wie
weit sie Gewalt in ihren verschiedenen Facetten vermeiden und transformieren kann.
Das vorliegende Werk analysiert Arendts politische Philosophie, indem sie die deskriptive
und normative Unterscheidung von Macht und Gewalt ins Zentrum rückt.

Der Gegensatz der beiden Konzepte bietet einen Schlüssel, um wichtige Aspekte von
Arendts politischem Denken zu klären, die bei Arendt selbst wie auch in der Sekundärliteratur
nur ansatzweise ausgeführt sind. Dies beinhaltet einerseits die genauere Bestimmung
des Konzepts der Macht, verstanden als Ermöglichungsmacht und als Durchsetzungsmacht
sowie deren Abgrenzung zu Formen der politischen Gewalt. Andererseits
geht es darum, Arendts emphatisches Verständnis von Macht als Praxis des Anfangens,
Teilens und der Teilhabe kritisch nach seinen Grenzen und Ausschlüssen zu befragen
und zu zeigen, wo sich in Arendts eigener Machttheorie Gewalt implizit einschreibt
und wie auf politischer Ebene Macht und Gewalt zusammenwirken können.
Das Buch bietet eine klare und detaillierte Rekonstruktion von Arendts Verständnis
von Macht und Gewalt und diskutiert dessen aktuelle Bedeutung für eine politische
Theorie demokratischer Praxis.
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Weitere Infos & Material


Meyer, Katrin
Die Autorin
Katrin Meyer, geb. 1962, ist Privatdozentin für Philosophie an der Universität Basel und Lehrbeauftragte
für Philosophie und Gender Studies an verschiedenen Schweizer Universitäten. Sie promovierte über Friedrich Nietzsche und
habilitierte sich mit einer Studie über Michel Foucault und Hannah Arendt. Ihre aktuellen Forschungsgebiete sind Theorien der Macht und
Gewalt, (Post-)Demokratie, Kritik der Sicherheit und feministische Theorien der Intersektionalität.

Katrin Meyer, geb. 1962, ist Privatdozentin für Philosophie an der Universität Basel und Lehr­beauftragte für Philosophie und Gender Studies an verschiedenen Schweizer Universitäten. Sie promovierte über Friedrich Nietzsche und habilitierte sich mit einer Studie über Michel Foucault und Hannah Arendt. Ihre aktuellen Forschungsgebiete sind Theorien der Macht und Gewalt, (Post-)Demokratie, Kritik der Sicherheit und feministische Theorien der Intersektionalität.


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