Meyer / Douglass / Ferrarella | Bianca Extra Band 106 | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 106, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

Meyer / Douglass / Ferrarella Bianca Extra Band 106


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7515-0777-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 106, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

ISBN: 978-3-7515-0777-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IST DIESE LIEBE FÜR IMMER? von KATIE MEYER
Eine heiße Liebesnacht mit ihrem neuen Kollegen Ryan hat für die Polizistin Jessica süße Folgen! Außerdem braucht sie dringend einen Ehemann, damit sie ihr Erbe antreten darf. Aber ob eine Scheinehe auf Zeit mit dem werdenden Daddy Ryan wirklich die Lösung ist?
RANCH DER EINSAMEN HERZEN von KATHY DOUGLASS
Eine Auszeit nach der Scheidung: Single-Mom Gabriella zieht mit ihren Kindern zurück in ihr Heimatstädtchen. Hier ist alles genau wie früher - selbst Gabriellas Jugendschwarm Carson Rivers ist noch so umwerfend wie damals. Nur dass der Rancher inzwischen das Lachen verlernt hat ...
TURBULENZEN AUF WOLKE SIEBEN von MARIE FERRARELLA
Lebensretter an Bord! Die hübsche Pilotin Ellie Montenegro fliegt den New Yorker Herzspezialisten Neil Eastwood in den abgelegenen Ort Forever, wo er eine Patientin operieren soll. Doch Ellie erkennt schnell, dass der City-Arzt sie auch nach der Landung braucht - und sie ihn ...
HIGH HEELS ODER COWBOYBOOTS? von NINA CRESPO
Einer wunderschönen Schauspielerin, die panische Angst vor Pferden hat, alles übers Reiten beibringen? Cowboy Tristan Tillbridge hat wirklich Besseres zu tun. Aber warum fühlt er sich nach Chloes heißem Kuss, als hätte sie mit einem Lasso sein Herz eingefangen?



Katie Meyer kommt aus Florida und glaubt felsenfest an Happy Ends. Sie hat Englisch und Religion studiert und einen Abschluss in Veterinärmedizin gemacht. Ihre Karriere als Veterinärtechnikerin und Hundetrainerin hat sie zugunsten ihrer Kinder und des Homeschoolings aufgegeben. Sie genießt ihre Tage gerne mit der Familie, ihren vielen Haustieren, Downton Abbey, Schokolade und Sekt. Ihre romantische Ader hat sie ihrem Mann und ihren Eltern zu verdanken, die ihr gezeigt haben, was wahre Liebe ist, und ohne die sie keine Romane schreiben könnte.

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1. KAPITEL

Auf diesen Moment war Deputy Jessica Santiago nicht vorbereitet.

Hier halfen ihr weder ihr Bachelor in Strafjustiz noch ihre Zeit an der Polizeiakademie und erst recht nicht der Stapel Richtlinien, die sie auswendig gelernt hatte, bevor sie ihre erste Schicht beim Sheriff’s Department von Palmetto County begann. Unter der perfekt gebügelten marineblauen Uniform, die sie voller Stolz vor ein paar Stunden angezogen hatte, rann Schweiß zwischen ihre Brüste, als wollte er sich über ihre Tapferkeit im Angesicht der Gefahr lustig machen.

Aber Ryan O’Sullivan war nicht die Art von Gefahr, mit der sie als frischgebackene Polizistin gerechnet hatte.

Was tat er hier? Er trug die gleiche Uniform wie sie, und sie wurde rot, als sie daran dachte, wie er ohne Bekleidung aussah. Er sollte nicht hier in Paradise sein. Bei ihrem letzten Gespräch, hastig und verlegen, als sie sich im Morgengrauen anzog, hatte er ihr erzählt, dass er bei der Polizei seiner Heimatstadt anfangen würde. Er müsste also Hunderte von Meilen entfernt in Miami Beach sein, nicht auf der anderen Seite des Raums und so sexy, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Sie hätte niemals mit ihm geschlafen, wenn sie gewusst hätte, dass sie ihn wiedersehen würde.

Natürlich war sie keine Jungfrau mehr gewesen. Ihr erstes Mal hatte sie auf dem College erlebt, mit ihrem festen Freund, der ein Jahr vor ihr die University of Florida abgeschlossen hatte und nach Oregon umgezogen war. One-Night-Stands waren nie ihr Stil gewesen. Sie war in einer religiösen Familie aufgewachsen, und obwohl sie nicht alle Lehren der Kirche befolgte, war sie noch immer das brave katholische Mädchen, zu dem ihre Mutter sie erzogen hatte. Aber Ryan O’Sullivan hätte selbst einen Engel in Versuchung geführt.

Hochgewachsen, mit breiten Schultern, die den erfolgreichen College-Schwimmer verrieten, überragte er alle anderen im Raum. Mit eins sechzig war sie einen Kopf kleiner, aber das war nicht der einzige Grund, warum sie ihn als unerreichbar eingestuft hatte. Auf der Akademie war er der ungekrönte König der angehenden Polizisten gewesen, die Art von Mann, die bei den anderen Männern Bewunderung und bei den Frauen ein tief im Bauch sitzendes Gefühl weckte.

Als Jessica ihn jetzt unauffällig musterte, verstand sie, warum er immer von Frauen umgeben zu sein schien. Er hatte dunkles Haar, klassische Gesichtszüge, um die ihn jedes männliche Model beneiden würde, und ausdrucksvolle braune Augen. Aber sie war damals auf die Akademie gegangen, um etwas zu lernen, nicht um zu flirten. Also hatte sie jedes Mal abgelehnt, wenn er sie einlud, mit ihm auszugehen – bis zur Abschlussfeier, als etwas zu viel Tequila ihr die Hemmungen genommen hatte.

Hätte sie gewusst, dass sie zwei Monate später mit ihm zusammenarbeiten würde, hätte sie ihm widerstanden, sosehr die Chemie zwischen ihnen auch gestimmt hatte.

Nein, nicht die Chemie. Eher die Erleichterung über das Ende der anstrengenden Ausbildung, das Gefühl von Freiheit zusammen mit einer hohen Dosis alkoholgeschwängerter Lust. Nein, es war ganz spontan passiert, aus einer Augenblickslaune heraus – nichts Persönliches. Vermutlich hatten sie beide so viel getrunken, dass er die Nacht längst vergessen hatte.

Sie klammerte sich an diese Hoffnung, und eilte nach der Besprechung zur Tür. Der Sergeant würde ihr einen Partner für die abendliche Streife zuteilen. Ryan verstellte ihr den Weg in den Wachraum, auf dem Gesicht ein jungenhaftes Lächeln. In ihr stieg eine böse Vorahnung auf.

„Jessica, ich habe dich gesucht.“

Sie versuchte zu vergessen, dass er sie nackt gesehen hatte. „Na ja, du hast mich gefunden.“ Geistreich. „Ich habe nicht erwartet, dich hier zu treffen.“ Oder jemals wieder.

„Jason hat in letzter Minute die Stelle in Miami genommen.“ Er zuckte mit den breiten Schultern. „Die hier war als Einzige noch frei, und du hast mal erzählt, wie schön Paradise ist.“

„Oh.“ Natürlich hatte er sich nicht für Paradise entschieden, um in ihrer Nähe zu sein. Aber dass er keine andere Wahl gehabt hatte, fühlte sich auch nicht gerade gut an. „Es ist ganz anders als Miami.“ Sie war in Little Havana aufgewachsen, Welten entfernt von dem wohlhabenden Vorort, aus dem er stammte. Sie war auf dem College gewesen, als ihre Mom und ihr Bruder nach Paradise gezogen waren. An langen Wochenenden und in den Ferien hatte sie die kleine Insel kennengelernt und fühlte sich hier zu Hause.

„Ich hoffe, du kannst mir alles zeigen.“

Sie blinzelte überrascht. „Das ist keine gute Idee.“

„Hey, nur während wir auf Streifenfahrt sind. Schließlich sind wir Partner.“

Was? Der Puls dröhnte in ihren Ohren. „Das geht nicht. Alle Neulinge werden einem erfahrenen Kollegen zugeteilt.“

„Stimmt, aber die halbe Schicht fehlt mit Grippe. Also hat der Sergeant entschieden, dass wir zusammen losfahren können, wenn wir nicht mehr Lust auf Schreibtischdienst haben. Was meinst du?“

Ryan hielt den Atem an. Jessica hatte die Stadt verlassen, bevor sie sich wiedersehen konnten. Für ihn war ihre Nacht ein unvergessliches Erlebnis gewesen, aber jetzt sah sie ihn an, als wäre sie lieber anderswo als in einem Wagen mit ihm. Vor ein paar Wochen waren sie einander so nahe gewesen, wie zwei Menschen es sein konnten, und heute ertrug sie nicht mal eine Schicht mit ihm?

„Was ist mit … du weißt schon?“ Nervös schaute sie den Korridor entlang. „Gibt es nicht eine Vorschrift, dass Leute, die eine romantische Verbindung haben, nicht zusammenarbeiten dürfen? Nicht, dass wir eine haben.“ Sie errötete. „Ich meine, es war nur eine Nacht. Aber ich will nicht gleich zu Beginn gegen die Regeln verstoßen.“

„Ich habe dem Sergeant gesagt, dass da mal was zwischen uns war. Er meinte, er hat zu wenig Leute, um sich wegen alter Gefühle Sorgen zu machen. Wenn wir beide es nicht schaffen, uns wie Erwachsene zu benehmen, sollen wir nach Hause gehen.“ Gespannt wartete er auf ihre Antwort.

Jessica seufzte hörbar. „Okay. Hoffentlich behält er es für sich. Das Letzte, was wir brauchen, ist Getuschel.“

Nicht gerade schmeichelhaft, aber wenn sie so tun wollte, als wäre nichts gewesen, sollte ihm das recht sein. Jedenfalls vorläufig. „Stimmt.“

In ihren Augen blitzte Erleichterung auf. Und etwas, das er nicht deuten konnte. Dann wurde ihre Miene wieder so professionell, wie er sie kannte. Auf der Akademie hatten viele Männer sie für kalt – oder schlimmeres – gehalten, aber vermutlich waren sie nur gekränkt gewesen, weil sie sich mehr für das Studium als für sie interessiert hatte. Sie hatte zu den Jahrgangsbesten gehört. Er bewunderte ihre Einstellung, auch wenn sie seine Avancen lange zurückgewiesen hatte. Trotzdem hatte er sie im Auge behalten. Mir ihrer glatten, kupferfarbenen Haut, den fast mandelförmigen Augen und den langen, rabenschwarzen Locken wirkte sie selbst entschlossen und konzentriert extrem sexy.

Auch jetzt, trotz des strengen Pferdeschwanzes und der Uniform, die ihre üppigen Kurven zu verbergen versuchte, begehrte er sie. Er wusste, wie weich ihre Haut war und wie ihre Lippen sich an seinen anfühlten, und sollte so tun, als würden sie beide sich kaum kennen? Er hatte gehört, dass die ersten Wochen im Dienst die Hölle waren, aber so quälend hatte er sich den Start nicht vorgestellt.

Aber er wusste, wann ein Flirt unangebracht war. Sie wollte Professionalität, und die würde er ihr geben, bis er sie umstimmen konnte. „Hier ist unser Auftrag.“ Er reichte ihr den Zettel mit dem Einsatzgebiet und hielt die Wagenschlüssel hoch. „Was dagegen, wenn ich fahre?“

Sie zog eine Augenbraue hoch. „Findest du nicht, dass ich fahren sollte? Du hast mich gebeten, dir alles zu zeigen.“

Erwischt. Widerwillig gab er ihr die Schlüssel. „Das nächste Mal fahre ich.“

„Du bist ein Kontrollfreak“, stellte sie fest und steuerte den Ausgang an.

„Du nicht?“

Sie nickte. „Mag sein. Aber ich fahre trotzdem.“

Er lächelte. Heute ließ er sie gewinnen. Aber falls sie glaubte, das würde er immer tun, stand ihr eine Überraschung bevor.

Im Streifenwagen schnallte sie sich an und schaute auf den Zettel mit dem Einsatzgebiet. „Wir decken Paradise und die Nebenstraßen zwischen hier und dem Highway ab.“ Ihr Lächeln erinnerte ihn an die Momente, in denen er sie in den Armen gehalten hatte. „Sieht aus, als bekämst du doch noch deine Besichtigungstour.“

„Dann mal los.“ Er war froh, dass sie an ihrem ersten Abend dieses Gebiet bekommen hatten. Die anderen Streifen übernahmen die kleinen Rancherstädte und die unwegsamen Gegenden weiter im Inland, die auch noch zu Palmetto County gehörten. Als Großstadtjunge fühlte er sich zwischen Häusern wohler, selbst wenn es nur eine Kleinstadt wie Paradise war. Hier hatten sie etwas zum Reden, und das war besser als eine lange, schweigsame Nacht. Wenn er sie dazu bringen konnte, ihm von ihrer geliebten Insel zu erzählen, würde sich die Anspannung zwischen ihnen vielleicht legen und sie beide konnten noch mal von vorn anfangen.

Die Sonne ging gerade unter und färbte die Wolken rosig. An der Lighthouse Avenue, der Hauptstraße von Paradise, schlenderten die Leute zu den Restaurants oder eilten nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Straßenlaternen flackerten und zogen Motten und wahrscheinlich auch Moskitos an. Der Sommer begann erst in einem Monat, aber es war schon warm und die Menschen trugen luftige Kleidung, die auch an den Strand gepasst hätte.

Anders als in Miami, wo alle auf ein...



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