Meurs / Jensen / Kuhn | Im Dickicht des Ankommens | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 367 Seiten

Reihe: Forschung psychosozial

Meurs / Jensen / Kuhn Im Dickicht des Ankommens

Einblicke in die psychosoziale Begleitung von Geflüchteten
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8379-7797-4
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Einblicke in die psychosoziale Begleitung von Geflüchteten

E-Book, Deutsch, 367 Seiten

Reihe: Forschung psychosozial

ISBN: 978-3-8379-7797-4
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Während der Phase des Ankommens wirken Erfahrungen von Gewalt, Trauma und Verlust für viele Geflüchtete bis ins Hier und Jetzt nach. Sie befinden sich inmitten eines kräftezehrenden Wartezustands, der mit existenzieller Unsicherheit einhergeht. Um die Menschen auf ihren Wegen zu neuen Möglichkeiten und bei der Schaffung haltgebender Lebensverhältnisse zu unterstützen, engagieren sich Fachkräfte und Ehrenamtliche in der Geflüchtetenhilfe. Trotz des hohen ethischen Anspruchs stoßen die Mitarbeitenden, die Geflüchtete in ihrem Erleben zwischen belastenden Erfahrungen und fragiler Hoffnung begleiten, nicht selten auf Hürden. Diese Ambivalenzen müssen ausgehalten und reflexiv diskutiert werden, um psychosoziale Begleitung zu ermöglichen.

Die Autor*innen beleuchten die 2017 in Hessen gegründeten Psychosozialen Zentren für geflüchtete Menschen und liefern einen praxisnahen Einblick in die Arbeit der psychosozialen Versorgung.

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Weitere Infos & Material


Vorwort
Worte des Dankes

Ein Zeugnis

Einleitung
Von einer europäischen Resolution und dem Nobelpreis
für Literatur bis zu den Psychosozialen Zentren für geflüchtete Menschen in Hessen
Auf den Spuren von Odysseus und Prinzessin Europa: Lehren aus der klassischen Antike für die Betreuung von geflüchteten Menschen heute

1 Das Ankommen nach einer Flucht als komplexer Prozess
Hauptaspekte und aktuelle Daten in internationaler Perspektive
1.1 Das Angebot von psychosozialer Betreuung in den Aufnahmeeinrichtungen für geflüchtete Menschen
1.2 Ergänzung der materiellen und medizinischen Versorgung durch psychotherapeutische und psychosoziale Betreuung
1.3 Das Pilotprojekt STEP-BY-STEP zur psychosozialen Unterstützung in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen
1.4 Präventives Arbeiten an Stärke und Widerstandsfähigkeit sowie therapeutische Behandlung von kumulativen Verlusten und Traumata
1.5 Der Schneeballeffekt einer frühzeitigen präventiven und therapeutischen Unterstützung: größerer
(mittel- und langfristiger) Nutzen durch jetziges Investieren
1.6 »Bed, bread and shelter for displaced people«, »refugee management« und »therapeutic care for refugees«
1.7 Kernaspekte eines fluchtspezifischen psychosozialen Angebots nach der Ankunft: zum einen psychosoziale Unterstützung von Stärke, Kraft und Resilienz, zum anderen psychotherapeutische Unterstützung bei kumuliertem Verlust und Trauma
1.8 Einfluss des vorherrschenden Diskurses über Geflüchtete als schwach, verletzlich, unglücklich und traumatisiert – und die Bedeutung des Gegendiskurses von Stärke, Widerstandsfähigkeit, Hoffnung und Resilienz
1.9 Denjenigen eine Stimme geben, die normalerweise nicht zu Wort kommen: geflüchtete Menschen und ihre Betreuungspersonen
1.10 Aufbau des Buches Im Dickicht des Ankommens

Erstes Zwischenspiel
Europa kommt von anderswo …

2 Ankommen als Übergang und Zwischenraum: psychosoziale Situation und Belastungen von Geflüchteten in Deutschland im in between
2.1 »Wenn man keine Hoffnung hat, ist der Mensch verloren« – Herrn Amals Ankunft in Europa
2.2 »Ich habe für mich weitergelebt« – die Flucht von Frau Azadi
2.3 Verlust und Trauer
2.4 Trauma
2.5 Quantitative Betrachtung der psychischen Belastungen von Geflüchteten
2.6 Suizidalität und selbstverletzendes Verhalten bei Geflüchteten
2.7 Zusammenfassung der psychosozialen Belastungen von Geflüchteten

Zweites Zwischenspiel

3 Die psychosoziale Begleitung von Geflüchteten: Arbeitsweisen und Arbeitskonzepte
3.1 Die Arbeit mit Geflüchteten als Spannungsfeld innerer und äußerer (Problem-)Konstellationen
3.2 Psychosoziale Begleitung – eine Skizze der Versorgungslandschaft
3.3 Die Sequenzialität der Flucht im Prozess der Begleitung
3.4 Theoretische Anregungen zur Reflexion psychosozialer Begleitung von Geflüchteten
3.5 Kinder und Jugendliche – ein blinder Fleck der psychosozialen Begleitung?
3.6 STEP-BY-STEP – ein Pilotprojekt psychosozialer Begleitung
3.7 Fazit und Ausblick: Der Prozess der psychosozialen Begleitung als Möglichkeit des persönlichen Wachstums

Drittes Zwischenspiel

4 The cost of caring – Ambivalenzen, mit denen Mitarbeiter*innen der Geflüchtetenhilfe zu kämpfen haben
4.1 Beziehungsimmanente und strukturelle Belastungen in der Geflüchtetenhilfe
4.2 In der Zerrissenheit der eigenen Praxis: Eine Gruppendiskussion unter Fachkräften der Geflüchtetenhilfe
4.3 Das Leiden als schwarzes Loch – psychische Folgen der Arbeit mit dem traumatischen Material der Klient*innen
4.4 Einblicke in die quantitative Dimension der psychischen Belastungen in den helfenden Berufen
4.5 Zusammenfassung der psychischen Belastungen von Mitarbeiter*innen der Geflüchtetenhilfe

Viertes Zwischenspiel

5 Hilfe für Helfer*innen? Umgangsstrategien und Unterstützungsangebote für Mitarbeiter*innen
5.1 Rollenaporien von Geflüchtetenhelfer*innen
5.2 Unterstützende Momente von Geflüchtetenhelfer*innen
5.3 Zusammenfassung: Begleitung der Begleitung

Fünftes Zwischenspiel

6 Abschließende Themen und Gedanken
»Nach den Geschichten, die zählen, die Zahlen, die erzählt werden müssen«

6.1 Zahlen der in den vier Psychosozialen Zentren in Hessen beratenen Geflüchteten in den letzten Jahren: Einige Trends in einer breiteren Perspektive
6.2 Schwierigkeiten bei der Konkretisierung der psychosozialen und therapeutischen Beratungsdienste in den Psychosozialen Zentren
6.3 Ethischer Idealismus und moralische Verletzungen von Berater*innen in der psychosozialen und therapeutischen Betreuung von Geflüchteten
6.4 Fluchtdynamik ist nicht gleich Fluchtdynamik: Besonderheiten bei der Hilfe für ukrainische Geflüchtete
6.5 Corona und psychosoziale bzw. psychotherapeutische Fernbetreuung (remote therapies)
6.6 (Ukrainische) Kinder auf der Flucht …

6.7 Und in der Zwischenzeit … die Prinzessin Europa

Empfehlungen
Grundlegende Handlungsempfehlungen zur psychosozialen Begleitung von Geflüchteten
Handlungsempfehlungen zur helfenden Beziehung zwischen Geflüchteten und Begleitpersonen im Rahmen psychosozialer Hilfe

Literatur

Die Autor*innen


Stumpfögger, Nora
Nora Stumpfögger, M. Sc. Psychoanalytic Developmental Psychology, ist seit 2022 Promotionsstudentin am German Department der Princeton University. Zuvor forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main und am Sonderforschungsbereich »Affective Societies« in Berlin zu den psychosozialen Folgen von Migration und Flucht.

Stand: September 2022

Meurs, Patrick
Patrick Meurs ist ausgebildeter psychoanalytischer Kinder- und Jugendlichentherapeut und Psychoanalytiker. Er ist Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main und Leiter der dortigen Abteilung Psychoanalyse und Psychologie. Am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Kassel leitet er die Fachgruppe Psychoanalyse. Er ist Gastprofessor an der KU Leuven (Belgien) und an der Odisee Hochschule in Schaarbeek/Brüssel.

Stand: Mai 2025

Kuhn, Magdalena Maria
Magdalena Maria Kuhn studierte Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Insitut und Promotionsstudentin der Soziologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Adoleszenz- und Identitätsentwicklung, Psychoanalyse der Sozialisation, Familienbeziehungen und transgenerative Weitergabe sowie Migration, Flucht und Trauma.

Stand: Februar 2021

Jensen, Andreas
Andreas Jensen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Psychoanalytische Erziehungs- und Bildungswissenschaft am Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung der Universität Innsbruck. Er forscht unter anderem zu psychosozialen Folgen und dem Erleben von Flucht und Migration.

Stand: März 2022

Zokai, Rana
Rana Zokai studiert Psychologie im Master mit klinisch-gesundheitsbezogenem Schwerpunkt an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Am Sigmund-Freud-Institut ist sie seit 2018 als studentische Hilfskraft tätig, vorher schon als Gaststudentin sowie Praktikantin. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte und Interessen beinhalten die psychoanalytische Sozialpsychologie, Verlust, Trauer und insbesondere Warten und Zeit im Kontext von Flucht und Migration.

Stand: Februar 2021

Schäfer, Dennis
Dennis Schäfer, M. A. Soziologie, B. Sc. Psychologie, studierte Soziologie mit einem Schwerpunkt in Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach dem Bachelorabschluss in Psychologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, absolviert er dort ein Masterstudium in Psychologie. Seit 2022 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sigmund-Freud-Institut. Seine Arbeitsschwerpunkte und Interessen umfassen die Themenbereiche psychosoziale Folgen von Migration und Flucht, psychoanalytische Sozialpsychologie sowie die qualitative und quantitative Sozialforschung.

Stand: September 2022

Arnold, Simon
Simon E. A. Arnold koordiniert am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt/Main den interdisziplinären Forschungsverbund zu »Antisemitismuserfahrung in der Dritten Generation«. Er forscht unter anderem zu psychoanalytischer Traumaforschung, transgenerationalen Tradierungsprozessen, szenischem Erinnern und Verstehen sowie Antisemitismus.

Stand: März 2022

Lohl, Jan
Jan Lohl, Diplom-Sozialwissenschaftler und Supervisor (DGSv), ist seit 2019 Professor für Erwachsenenbildung an der KH Mainz, wo er das Institut für Fort und Weiterbildung leitet. Zuvor hat er zwischen 2011 und 2019 am Sigmund-Freud-institut geforscht und an der Goethe Universität Frankfurt (2012-2019), der IPU Berlin (2015-2016) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (2010) gelehrt. Zwischen 2001 und 2011 war Jan Lohl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Leibniz-Universität Hannover, wo er die Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie mitgegründet hat. Er ist Mitglied der Forschungswerkstatt Tiefenhermeneutik und gibt die Fachzeitschriften psychosozial und Freie Assoziation heraus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalytische Sozialpsychologie und Tiefenhermeneutik, Beratungsforschung und Organisationsanalyse sowie Rechtsextremismusforschung.

Stand: Januar 2021

Ghassan, Daeem
Daeem Ghassan, M. Sc. Psychologie, hat Psychologie mit einemv klinisch-gesundheitspsychologischen Schwerpunkt an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz studiert und ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main. Ihre Forschungsinteressen und -schwerpunkte umfassen die psychischen und psychosozialen Folgen von Migration und Flucht sowie transgenerationale Prozesse und Dynamiken.

Stand: September 2022



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