Meier / Roberts / Gilmore | Julia Weihnachtsband Band 33 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 33, 448 Seiten

Reihe: Julia Weihnachtsband

Meier / Roberts / Gilmore Julia Weihnachtsband Band 33


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1506-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 33, 448 Seiten

Reihe: Julia Weihnachtsband

ISBN: 978-3-7337-1506-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



SILBERGLÖCKCHEN UND LAMETTAGLANZ von SUSAN MEIER
Tannenduft und Lamettafunkeln - nichts für Weihnachtshasser Rory! Doch als er während eines Schneesturms bei seiner Geschäftspartnerin Shannon strandet, muss er helfen, ihr Haus festlich zu schmücken. Im sexy Mrs. Santa-Kostüm ist sie so verführerisch, dass er sie gegen jede Vernunft begehrt ...
MEIN SCHÖNSTES GESCHENK BIST DU! von ALISON ROBERTS
Leuchtende Kinderaugen an Weihnachten? Die Hoffnung auf eine Familie hat Ärztin Emma aufgegeben. Da trifft sie beim Notdienst über die Feiertage Playboy Max wieder. Sofort prickelt es wie damals, als er sie unterm Mistelzweig küsste. Macht ausgerechnet er Emma das schönste Geschenk?
WEIHNACHTSZAUBER AUF BLAKELEY CASTLE von JESSICA GILMORE
Nur aus einem Grund lockt Finn seine Jugendfreundin Lola in der romantischen Adventszeit nach Blakeley Castle: Bis Heiligabend will er endgültig mit ihr und der Vergangenheit abschließen! Aber bei zärtlichen Umarmungen vor dem Kamin träumt er stattdessen von einer Zukunft mit Lola ...
FEST DER LIEBE FÜR UNS ZWEI von LOUISA GEORGE
Beth' Herz klopft verräterisch, als ihr Ex-Verlobter Alex überraschend bei ihr auftaucht. Nie hat sie vergessen, dass er ihr einst am Fest der Liebe das Herz brach. Als er ihr gesteht, warum er vor all den Jahren gehen musste, stellt das ihre Welt auf den Kopf ...



Susan Meier wuchs als eines von 11 Kindern auf einer kleinen Farm in Pennsylvania auf. Sie genoss es, sich in der Natur aufzuhalten, im Gras zu liegen, in die Wolken zu starren und sich ihren Tagträumen hinzugeben. Dort wurde ihrer Meinung nach auch ihre Liebe zu Geschichten und zum Schreiben geboren. Susan ist eine begeisterte, aber äußerst schlechte Golfspielerin und eine Frau, die verzweifelt versucht, kochen zu lernen, ohne die Feuerwehr bemühen zu müssen. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, drei Kindern und zwei Katzen immer noch Pennsylvania. Mehr erfahren Sie auf der Internetseite www.susanmeier.com.

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1. KAPITEL

Shannon Raleigh drehte sich vor dem bodentiefen Spiegel ihres Büro-Badezimmers und starrte entsetzt ihr Spiegelbild an. Die schwarzen Stiefel waren viel zu lang und das rote Samtkleid viel zu kurz. Dazwischen waren ihre wohlgeformten Beine unverhüllt zu sehen. „So kann ich mich nicht vor Kindern sehen lassen!“

Selbst durch die geschlossene Tür konnte sie ihre Assistentin Wendy seufzen hören. „Warum lässt du mich das nicht beurteilen?“

„Weil du sagen wirst, dass ich gut aussehe, auch wenn es nicht stimmt. Ich kann Kinder nicht in einem Rock zum Weihnachtsmann begleiten, der so kurz ist, dass ich mich nicht bücken kann.“

„Dann bück dich einfach nicht!“ Noch ein Seufzer. „Schau, Shannon, du bist nun mal einen Kopf größer als Carlie, aber außer dir ist niemand auch nur im Entferntesten schlank genug für dieses Kostüm. Carlies Auto steckt in einer Schneewehe auf dem Highway fest. Wenn du nicht Santas Helferin spielst, werden die Kinder …“

Das Klingeln des Telefons stoppte Wendy in der Mitte des Satzes. Das Nächste, was Shannon hörte, war Wendys fröhliche Stimme: „Raleigh’s Department Store. Shannon Raleighs Assistentin Wendy am Apparat.“

Während Wendy offensichtlich dem Anrufer zuhörte, warf Shannon einen weiteren kritischen Blick auf ihr Spiegelbild. Eigentlich war das kleine rote Kleidchen irgendwie süß. Die Farbe passte zu ihrem schwarzen Haar und brachte das Blau ihrer Augen zur Geltung. Unter anderen Bedingungen hätte sie sich tatsächlich hübsch gefunden.

Ein fast schon vergessener Schmerz erfüllte sie. Es war wirklich so: Zum ersten Mal seit fast einem Jahr fühlte sie sich attraktiv und sexy. Aber sexy war nicht die Art, in der sich eine erwachsene Frau in einem Raum voller Kinder kleiden sollte.

Der Schmerz über den Verlust einer unbeschwerten Vergangenheit wich rasch der Angst vor den kommenden Stunden. Es lag nicht allein an diesem roten Minikleid. Vor allem trieb sie der Gedanke um, wie sie vier Stunden in einem Raum voller liebenswerter Kinder verbringen sollte. Ausgerechnet sie.

Shannon wünschte sich schmerzlich ein Baby, aber sie würde nie ein eigenes Kind haben können. Wie sollte sie es da ertragen, all diese süßen Gesichter zu sehen und ihren Wünschen an den Weihnachtsmann zu lauschen?

„Ähm, Shannon?“

„In diesem Aufzug komme ich nicht raus.“

„Auch gut! Das war eben Tammy aus der Schuhabteilung. In der letzten Stunde hat kein Mensch mehr den Laden betreten, und der Schneesturm ist noch heftiger geworden. Die Wettervorhersage rechnet mit einem weiteren halben Meter.“

„Noch mehr Schnee?“ Shannon rannte aus dem kleinen Bad neben ihrem Chefbüro und zog die Gardine zurück. Dicke, flauschige Schneeflocken fielen vom Himmel und bedeckten das Lametta und die silbernen Glocken an den Straßenlaternen der Main Street in Green Hill, Pennsylvania. Auf dem Dach des Pavillons im Park thronte der Schnee wie ein großer weißer Hut. „Heiliger Strohsack!“, entfuhr es ihr.

Nach einem Blick auf Shannons Kostüm prustete auch Wendy heraus: „Heiliger Strohsack!“

„Mach keine Witze! Wir haben ein ernsthaftes Problem.“ Shannon wandte sich vom Fenster ab. „Wir müssen wohl einsehen, dass der Schneesturm die Kundschaft abhält.“

„Und die meisten Mitarbeiter haben Angst, auf den verschneiten Straßen nach Hause zu fahren. Je länger wir warten, desto schlimmer wird es.“

„Okay. Mach eine Durchsage, dass das Geschäft in fünfzehn Minuten schließt, und sag bitte allen, dass sie anschließend nach Hause gehen können. Ich rufe die Radiosender an, damit die unsere Schließung im Verkehrsfunk bringen. Danach mache ich den Laden für heute zu.“

Während die Ansage über den Lautsprecher ertönte, rief Shannon alle lokalen Radiosender an, um mitzuteilen, dass Raleigh’s wegen des Schneesturms schließen würde. Gerade als sie das erledigt hatte, kehrte Wendy zurück.

„Okay. Fünfzehn Minuten sind um. Der Laden ist leer.“

„Großartig. Sei vorsichtig, wenn du nach Hause fährst!“

„Mein Freund kommt mich mit seinem Geländewagen abholen. Es wird schon klappen.“

Shannon lächelte. „Wir sehen uns morgen.“

„Wenn wir durchkommen.“

„Das wollen wir hoffen! Das Wochenende vor Weihnachten ist unsere umsatzstärkste Zeit.“

Wendy zuckte mit den Schultern. „Wenn die Käufer es morgen nicht schaffen, kommen sie einfach am Montag oder Dienstag. Niemand wird Weihnachten ohne Geschenke auskommen. Ich würde sagen, deine Gewinne sind sicher.“ Lachend machte sie sich auf den Weg.

Shannon aktivierte mit wenigen Klicks auf ihrer Tastatur die Alarmanlage. Angesichts ihres unmöglichen Kostüms sollte sie sich eigentlich umziehen, aber aus Sorge, die Straßen könnten mit jeder Minute schlechter befahrbar werden, zog sie einfach ihren langen Wintermantel über und verließ ihr Büro.

Am Ende des Flurs betrat sie den Aufzug, der sie von der Chefetage durch die verschiedenen Abteilungen des Kaufhauses hinab bis zur Süßwarenabteilung im Erdgeschoss brachte. Dort verließ sie das Gebäude durch die Hintertür.

Mit eingeschaltetem Allradantrieb lenkte sie ihren SUV vorsichtig die kurvenreiche Straße entlang, die zu ihrem Haus fünf Meilen außerhalb der Stadt führte.

In ihrer Einfahrt lag der Schnee fast einen halben Meter hoch. Der Anblick ließ sie erschauern. Es war zwar schon ein Jahr her, aber es fühlte sich an, als sei sie erst gestern im sonnigen Charleston in South Carolina glücklich verheiratet gewesen, wo die Menschen nicht oft Schnee sahen und keine Wintermäntel und Stiefel brauchten.

Dann plötzlich war ihre Welt auf den Kopf gestellt worden. Bei einer Routineuntersuchung hatte sich herausgestellt, dass sie an einer besonders schweren Form von Endometriose erkrankt war. Eine Entfernung ihrer Gebärmutter war unausweichlich gewesen. Für ihre abgrundtiefe Verzweiflung hatte ihr Mann kein Verständnis gehabt und sich augenblicklich von ihr getrennt. Shannon war in die tröstenden Arme ihrer Eltern nach Pennsylvania geflüchtet. Aber gerade, als sie sich daran gewöhnt hatte, wieder im Norden zu leben, hatten ihre Eltern ihr die Geschäftsführung für das familieneigene Kaufhaus überlassen und waren nach Florida gezogen. Nun wollten sie das Geschäft sogar verkaufen, um mit dem Erlös ihren Ruhestand zu finanzieren. Wieder einmal war sie allein … und bald würde sie auch noch arbeitslos sein.

Mühsam stapfte sie die Stufen zur Eingangstür hinauf und schimpfte wegen ihrer trüben Gedanken mit sich selbst. Sie wusste, was mit ihr los war. Die Vorstellung, vier Stunden lang Kinder zum Thron des Weihnachtsmanns zu führen und ihre kleinen Stimmen beim Vortragen ihrer Wunschlisten zu hören, hatte sie aus der Bahn geworfen. Es war eine bittersüße Erinnerung daran, dass sie nie selbst ein Kind zur Welt bringen würde.

Im Haus angekommen, war sie gerade dabei, sich den Schal vom Hals zu wickeln, als es klingelte. Erstaunt wich sie auf dem Flur den Kisten mit Weihnachtsschmuck aus, die sie am Vorabend vom Dachboden geholt hatte, schaltete das Außenlicht an und öffnete die Tür.

Ein schneebedeckter Polizist nahm seine Mütze ab. „Guten Abend, Madam. Ich bin Officer Potter.“

Sie blinzelte. Was konnte die Polizei von ihr wollen? „Guten Abend“, erwiderte sie zögernd seinen Gruß.

Als Officer Potter ein wenig zur Seite trat, entdeckte sie Rory Wallace. Seine schwarzen Haare und sein Mantel waren ebenso schneebedeckt wie der Polizist neben ihm.

„Rory?“

„Guten Abend, Shannon.“

Der Polizist wandte sich halb um. „Ich sehe, Sie kennen Mr. Wallace.“

„Ja, in der Tat.“ Wie hätte sie diesen dunkelhaarigen, dunkeläugigen Adonis vergessen können, der jetzt vor ihr stand? Während des ersten Semesters an der Universität war er mit ihrer Mitbewohnerin Natalie befreundet gewesen. Im Geheimen war aber auch Shannon in ihn verknallt gewesen. Wie auch nicht? Seine hohen Wangenknochen, das kräftige Kinn, seine sportliche, eins fünfundachtzig große Gestalt mit breiten Schultern und flachen Bauchmuskeln hatte Frauen von jeher reihenweise schwach werden lassen.

„Mr. Wallace ist auf der Autobahn gestrandet. Die Hotels sind bereits überfüllt, und seine einzigen Optionen sind jetzt ein Kinderbett in der Turnhalle der High School oder jemand, der ihn privat aufnimmt. Er hat mir gesagt, er sei in Pennsylvania, weil er am Montag geschäftlich mit Ihnen verabredet sei, und …“

„Ich bin ein paar Tage früher angereist, um mir das Geschäft selbst anzusehen“, unterbrach Rory und trat vor. „Aber ich bin in den Sturm geraten. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich über Nacht bleibe. Normalerweise würde ich nicht um einen so großen Gefallen bitten, aber wie du siehst, bin ich verzweifelt.“

Etwas ausmachen? Fast hätte Shannon laut aufgelacht. Die Hälfte aller Frauen, die ihm begegneten, würde davon träumen, mit ihm in einem Schneesturm stecken zu bleiben. Sie öffnete die Tür etwas weiter. Der Himmel musste ihn geschickt haben, um sie aus der Flaute ihres Lebens zu befreien. Ihre Fantasie machte eigenwillige Sprünge: kalte Nacht, toller Typ, flackernder Kamin und süffiger Wein. Sie hatte reichlich Wein im Keller.

„Daddy, mir ist kalt.“

Shannons Fantasie kam abrupt zum Stillstand, als sie nach unten blickte und ein kleines Mädchen in einer rosa Skijacke und mit einem passenden rosa Rucksack neben Rory entdeckte. Kleine blonde Strähnen schauten unter ihrer Kapuze hervor. Shannon stockte der...



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