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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 354 Seiten

Reihe: Die Gotteskinder

Meier Die Gotteskinder

Der Angriff
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-3256-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Angriff

E-Book, Deutsch, Band 3, 354 Seiten

Reihe: Die Gotteskinder

ISBN: 978-3-7693-3256-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



In ihrem Eifer, an die Macht über die Hölle zu kommen, hintergeht Kyra selbst den Teufel. Als sie endlich ihr Ziel erreicht, gibt es kein Halten mehr für sie und sie ist bereit, alles auf Spiel zu setzen und zu opfern, um das zu bekommen, was sie will, sogar ihre Liebe. Um den Himmel zu vernichten, manipuliert, betrügt, lügt und mordet sie sich durch die neue Welt, aber alles soll anders kommen, als sie plant.

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Das Erbe


Ashron fa¨llt auf die Knie, schla¨gt die Ha¨nde vors Gesicht. Er kann nicht glauben, was gerade passiert. Sein Traum wurde ihm genommen, und zwar nicht einfach von einem Feind, sondern von seiner Liebe, von Kyra selbst. Wut kommt hoch und scheint ihn zu u¨bermannen, denn er erinnert sich, was er alles ha¨tte erreichen ko¨nnen und nicht erreicht hat, weil andere es zunichtegemacht haben. Egal ob Menschen oder Engel, er ha¨tte es geschafft, das Bo¨se zu besiegen, aber seine Armee hat es verhindert, und schon wieder wurde er verraten von der großen Liebe seines Lebens. Alle haben sich gegen ihn verschworen und er hat alles verloren, erreicht hat er nichts. Ihm wird klar, dass er auf sich selbst gestellt ist und auf keinen mehr hoffen darf, und er wird ihnen allen zeigen, was er kann und wer er ist, egal wie.

Kyra geht mit viel Freude und großer Erleichterung wieder in die Ho¨lle zuru¨ck. Noch nie hat sie sich so frei gefu¨hlt, endlich das tun zu ko¨nnen, was sie will. Den Tod ihres Herren haben alle Da¨monen mitbekommen, und die Freude daru¨ber, dass der Tyrann endlich weg ist, ist im ersten Augenblick sehr groß, doch sie merken bald, dass Kyra als neue Herrin den Thron besteigen wird. Sie heißen ihre neue Meisterin willkommen und versuchen, so zu tun, als wa¨ren sie glu¨cklich.

Kyra ist dies im ersten Augenblick egal, denn sie hat nur den heiß ersehnten leeren Thron vor Augen, den sie nun besteigen kann. Mit den an den toten Teufel gerichteten Worten „Ich habe es dir gesagt“ nimmt sie nun Platz. Ihr ist auch schnell klar, dass sie gegen den Himmel entschieden vorgehen will, und sie weiß auch schon, wie sie das machen will. Durch ihre Entscheidung, nicht mit Ashron zu gehen, hat sich auch eine gute Mo¨glichkeit ergeben, den Himmel zu beka¨mpfen.

Einige Da¨monen nehmen allen Mut zusammen und gehen schwer bewaffnet zu ihr hin. Obwohl keine Worte gefallen sind, scheint Kyra schon zu wissen, um was es geht: „Euch hat niemand eingeladen und es gibt auch kein Fest.“

„Wir sind hier, um dich vom Thron zu stu¨rzen, denn dieser Thron geho¨rt mir“, meldet sich einer vorlaut.

„Ach, wenn das so ist …“ Kyra steht auf und macht ein wenig Platz.

Der Da¨mon kann nicht glauben, wie einfach das war. Er nimmt Platz auf dem pra¨chtigen Thron. Es vergehen keine drei Sekunden, bis Kyra ihm mit dem Schwert den Kopf abtrennt.

„Und ihr geht mir jetzt aus den Augen und lasst euch nie mehr blicken“, warnt sie die verbliebenen fu¨nf Da¨monen. Diese rennen, so schnell sie ko¨nnen, davon.

Der Da¨mon, der dem Teufel immer zur Seite stand und ihm als Berater diente, kommt u¨ber die Bru¨cke zu ihr.

Genervt fragt sie ihn: „Was willst du von mir?“

„Meine Herrin, ich bin hier, um zu dienen. Ich kann dir helfen.“

„Wirst du mir treu sein oder mich bei der na¨chstbesten Gelegenheit hintergehen?“

„Ich werde nur das tun, was du von mir wu¨nschst.“

„Gut, du hast doch diese Verra¨ter gesehen, die eben u¨ber die Bru¨cke filohen.“

„Ja, meine Herrin, das habe ich.“

„Dann gehe und lass sie to¨ten. Solche wie die brauch ich nicht in meiner Ho¨lle.“

Der Berater zieht schnell wieder von dannen, um den Befehl auszufu¨hren. Kyra will jeden Widerstand gegen sie im Keim ersticken, denn sie weiß, was daraus werden kann.

Es vergehen nur wenige Minuten, bis er wieder zuru¨ckkommt.

„Meine Herrin, der Auftrag ist ausgefu¨hrt.“

„Das ging aber sehr schnell.“

„Was sollen wir jetzt machen, meine Herrin?“

„Was habt ihr bisher gemacht?“

„Wir haben trainiert und solche Sachen, bis wir Befehle bekommen haben.“

„Gut, dann macht weiterhin dasselbe. Bis ihr von mir Befehle bekommt.“

Der Da¨mon will sich gerade verbeugen und gehen, wie er es immer gemacht hat, aber Kyra stoppt ihn: „Nein, warte noch. Du warst der Berater des Teufels, also hast du sicher auch eine Menge Wissen, das ich noch nicht besitze.“

„Ja, ich weiß viel, was soll ich dir erza¨hlen?“

„Das kann doch noch warten. Es gibt etwas, was mich nervt und noch viel wichtiger ist. Weißt du, was ich meine?“

„Nein, meine Herrin, das weiß ich nicht.“

„Ich habe diese Sachen satt. Ich will, dass man mich erkennt, dass man weiß, wer ich bin.“

Der Da¨mon hat immer noch keine Ahnung und fragt: „Wie meinst du das, meine Herrin?“

„Ich will neue Kleider und ich will auch neue Waffen. Ich will mich vera¨ndern, denn wenn die Menschen oder die Engel mich sehen, sollen sie wissen, wer ich bin.“

Der Da¨mon verbeugt sich und sagt: „Gut, ich werde mir Gedanken machen.“

„Nein, mir schwebt da schon was vor.“

Auch im Himmel dauert es nicht lange, bis die Nachricht vom Tod des Teufels angekommen ist. Der Rat wird wieder einmal zusammengerufen. Einer von ihnen sagt: „Der Teufel ist tot, das o¨ffnet uns somit neue Tu¨ren und Mo¨glichkeiten.“

Ein anderer sagt voller Begeisterung: „Jetzt ko¨nnen wir der Ho¨lle Druck machen und schlussendlich siegen.“

„Ja, das ko¨nnen wir, aber wir mu¨ssen schnell sein. Die Ho¨lle wird jetzt unorganisiert werden, außerdem werden sie streiten, wer ab jetzt das Kommando hat.“

Mittatron fragt ganz ruhig: „Weiß man, wer den Teufel geto¨tet hat?“

„Das ist doch egal. Wir mu¨ssen einen guten Plan schmieden.“

„Natu¨rlich ist das wichtig. Denkt nach! Wer den Teufel besiegen kann, der kann auch Gott to¨ten.“

„Wieso sollte derjenige das tun? Er hat doch was gegen die Ho¨lle und nicht gegen uns.“

„Wer sagt das? Also, wer hat den Teufel geto¨tet?“

„Es war ein verdammter Engel. Er hat wohl nur sehr viel Glu¨ck gehabt.“

Mittatron weiß, von wem die Rede ist, und meint: „Nein, er hat nicht mit Glu¨ck gewonnen, und er hat auch die Macht, den Himmel anzugreifen, und das ist nicht mal so weit hergeholt.“

„Wieso denkst du das?“

„Erinnert ihr euch an den Ka¨mpfer, der vor unseren Toren einen Engel geto¨tet hat und dann wieder ging? Ihr alle habt ihn fu¨r verru¨ckt gehalten, und jetzt hat er den Teufel geto¨tet. Er ko¨nnte jeden von uns to¨ten, wenn er wollte, vielleicht sogar Gott.“

„Aber dennoch ko¨nnen wir die Ho¨lle angreifen, sie ist ja noch fu¨hrerlos.“

Mittatron muss wieder berichtigen: „Man merkt, dass ihr noch nicht lange in diesem Krieg seid. Habt ihr noch nie etwas von der rechten Hand des Teufels geho¨rt?“

„Nein, von dem haben wir noch nie was geho¨rt. Der wird vielleicht die Kontrolle der Ho¨lle u¨bernehmen. Aber was soll ein Da¨mon, der keine Fu¨hrungserfahrung hat, gegen uns machen?“

Mittatron muss tief atmen und kann nicht glauben, was er da ho¨ren muss, wie naiv und unwissend seine Mitstreiter sind. „Es ist nicht irgendein Da¨mon, es ist eine ma¨chtige Frau. Sie hat schon mehrere Schlachten gegen uns geplant, in denen sie siegreich waren, und sie ist auch selbst sehr stark, aber das Beste ist: Sie ist die Geliebte des verdammten Engels.“

Nach einer kurzen, aber intensiven Denkpause meldet sich einer:

„Dann haben wir keine Chance gegen die Ho¨lle? Dann bringt es auch nicht viel, wenn wir schnell sind. Was schla¨gst du vor?“

„Ich wu¨rde sagen, wir machen nichts und warten, bis wir wissen, was der Verdammte vorhat. Wie ich ihn kenne, hat er irgendeinen Plan. Ansonsten ha¨tte er den Teufel nicht geto¨tet. Er muss u¨berzeugt von seinem Plan sein, wenn er so was macht.“

Sie machen es genau wie vor Ashrons Zeiten, indem sie warten und beobachten. Den Grund, warum er den Teufel angegriffen und besiegt hat, werden sie so nie erfahren.

In der Ho¨lle ist man weiterhin auf den Befehl von Kyra sehr fileißig, sodass ihre neuen Waffen und Kleider bald bereitstehen. Den Bogen, der ihr u¨ber lange Zeit gute Dienste erwiesen hat, will sie nicht mehr bei sich haben, denn nun ist ihr das Erscheinungsbild wichtiger. Mit dem Schwert an der Hu¨ fte zieht sie einen langen schwarzen Mantel, der bis zum Boden reicht, u¨ber ihre Ru¨stung.

Das Schwert ist kaum noch zu sehen, was das Ziehen ein wenig erschwert. Zwei Klingen, extra fu¨r sie angefertigt, nehmen an ihren Oberschenkeln Platz. Die eine Seite hat einen Ru¨cken, so wie bei einem Ku¨chenmesser, die gut schneidende Seite weist einen kleinen Bogen auf, sodass beide Enden spitz sind, die Klinge selbst ist etwas la¨nger als ihren Unterarm, der Handgriff ist an der stumpfen Seite angebracht, sodass sie das Todesinstrument auch als kurze Stichwaffe benutzen kann. Diese beiden Klingen sind schnell gezogen und lassen sich von Kyra leicht fu¨hren.

Zur Erleichterung der Da¨monen ist sie mit der geleisteten Arbeit sehr zufrieden. Ihre Untertanen schauen sie mit großen Augen an, wa¨hrend Kyra...



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