Meier | Ändere dich nicht | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 158 Seiten

Meier Ändere dich nicht

Denkpausen für mehr Wertschätzung im Alltag
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7583-3678-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Denkpausen für mehr Wertschätzung im Alltag

E-Book, Deutsch, 158 Seiten

ISBN: 978-3-7583-3678-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wertschätzung brauchen wir wie die Luft zum Atmen. Sie ist die Basis für lebendige, krisenresistente, liebevolle und tolerante Beziehungen. Sie hilft uns, auf den verschlungenen Wegen des Lebens wieder aufzustehen, wenn wir gefallen sind, zu wachsen, zu lernen und auch unsere kleinen und grossen Fortschritte und Erfolge zu geniessen. Dieses kleine Buch möchte inspirieren. Es zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie Sie für sich selber und andere mehr Wertschätzung ins Leben bringen und eine wertschätzende Haltung etablieren können. Das geht einfach, ohne grossen Aufwand, und Sie können gleich damit beginnen. Und das Faszinierende daran: Wertschätzung wirkt wie ein Bumerang. Wenn wir für andere da sind, ihre Einzigartigkeit wertschätzen und sie stärken, dann wachsen auch wir selber.

Daniel Meier ist ein international anerkannter Master Cerified Coach mit über 20 Jahren Erfahrung. Er unterstützt Führungspersonen und Teams im Unternehmensumfeld in ihrer Weiterentwicklung. Seit 2001 bildet er in seinem Ausbildungsinstitut mit Sitz in Luzern Coaches aus.

Meier Ändere dich nicht jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Verschiedene Elemente von Wertschätzung
Was ist Wertschätzung genau? Geht es um ein Gefühl, eine Haltung, einen besonderen Wert, eine Lebenseinstellung, ein Grundbedürfnis? Oder gar um alles zusammen – ist sie eine Art lebenswichtiger Cocktail? Wertschätzung als solche ist gar nicht so einfach zu definieren. Sie ist schwer zu greifen, da jeder Mensch sie etwas anders erlebt, sie anders zeigt und anders empfindet. Die Psychologie, die sich intensiv mit diesem Phänomen auseinandergesetzt hat, beschreibt verschiedene Elemente (oder Stufen), welche Wertschätzung ausmachen. Erstmals bin ich auf diese Elemente im Buch des Psychotherapeuten Reinhard Haller «Das Wunder der Wertschätzung» (Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2019) gestossen. So möchte ich nachfolgend die sechs zentralen Facetten beschreiben, die in ihrem Zusammenspiel die Kraft von Wertschätzung ausmachen. Sie zeigen verschiedene Aspekte auf, greifen teilweise ineinander über und begünstigen sich gegenseitig. 1) Das Fundament: Aufmerksamkeit und Beachtung
Wertschätzung basiert zunächst auf unserer Aufmerksamkeit. Was wir nicht wahrnehmen, können wir nicht wertschätzen. Wenn wir gänzlich mit uns selbst beschäftigt sind, dann können wir Menschen um uns herum, ihre Bedürfnisse, ihre Einzigartigkeit und ihre speziellen Fähigkeiten nicht sehen. Doch genau das ist es, was jeder Mensch braucht: aufmerksame Zuwendung. Wir alle möchten von anderen «gesehen» und wahrgenommen werden. Kaum etwas ist so kränkend wie Nichtbeachtung. Um anderen Aufmerksamkeit zu schenken (was für eine schöne Formulierung), braucht es die Fähigkeit, sich selbst für einen Moment zurückzunehmen, und zudem ein gutes Mass an Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Jemanden wahrzunehmen heisst, aufmerksam da zu sein, indem man sich, etwa in einem Gespräch, ganz auf das Gegenüber fokussiert: Wir hören zu und lassen uns nicht von anderen Dingen, zum Beispiel unseren eigenen Gedanken, ablenken. Wir sind interessiert an dem, was uns unser Gesprächspartner erzählt, offen für seine Erfahrungen, Ideen und Meinungen. So verlangt Aufmerksamkeit auch die Fähigkeit, unterschiedliche Sichtweisen zu erkennen, andere Perspektiven zu entdecken und so in unterschiedlichen mentalen Räumen hin und her wandern zu können. Aufmerksamkeit zu zeigen bedeutet im Wesentlichen so viel, wie sich für eine gewissen Zeitspanne auf etwas oder jemanden zu konzentrieren und all die anderen Reizangebote der Umwelt auszublenden. 2) Achtsamkeit
Hand in Hand mit der Aufmerksamkeit geht die Achtsamkeit. Während Aufmerksamkeit nach aussen zielt ist Achtsamkeit nach innen gerichtet: «Welche Gedanken und Gefühle beschäftigen mich im gegenwärtigen Augenblick?». Unter Achtsamkeit versteht man eine auf unser Inneres angelegte Aufmerksamkeit, gekoppelt mit einer akzeptierenden, annehmenden Haltung seiner selbst. Achtsamkeit (engl.: mindfulness) als Begriff ist heute in aller Munde, kommt ursprünglich aus dem Buddhismus und wird dort als «wertfreies Betrachten aller Wahrnehmungen» beschrieben. Durch das bewusste Wahrnehmen unserer eigenen Gefühle und Gedanken können wir uns von ihnen lösen und zu einer wertfreien Betrachtung davon kommen. Achtsamkeit zu pflegen ist für die meisten von uns eine grosse Aufgabe. Es ist eine umfassende und facettenreiche Fähigkeit, die in vielen Büchern und auch in Forschungsarbeiten erklärt und ergründet wird. Im Zusammenhang mit Wertschätzung scheint mir hilfreich, dass uns die Idee der Achtsamkeit darauf hinweist, die Dinge, die uns begegnen oder die uns andere erzählen, zunächst wertfrei anzunehmen. Allzu oft bewerten wir sehr schnell: Etwas ist gut und anderes geht gar nicht; so würde ich es nie machen, die sind total verrückt ... und so weiter. Achtsamkeit kann uns daran erinnern, dass wir erst zuhören und versuchen zu verstehen, was andere antreibt oder mit welchem Ziel sie dieses oder jenes getan haben, bevor wir werten. Wenn wir beginnen, achtsamer in alle Richtungen zu sein, dann können wir die Welt und unsere Mitmenschen mit Sorgfalt und mit Verständnis erfassen. Dies ist ein wesentliches Element der Wertschätzung. 3) Respekt und Achtung
Ein weiteres Element, welches Wertschätzung ausmacht, lässt sich beschreiben als die Fähigkeit, den Wert der anderen zu würdigen: andere Werte, Ansichten oder Herangehensweisen zu respektieren, Achtung für die Lebenspläne anderer zu verspüren und zu zeigen. Vielleicht kommt daher auch der Begriff Wertschätzung: den Wert anderer schätzen – auch wenn die Werte der anderen anders sein können als meine eigenen. So kann sich Respekt ganz allgemein auf die Würde des Menschen beziehen, auf Eigenschaften oder seine Rechte, auf seine Werte oder seine Ziele und Lebensentwürfe. Respekt kann ich auch Nationen, Institutionen oder Kulturen entgegenbringen. Respekt äussert sich in Anerkennung. Dies heisst jedoch nicht, dass wir andere Ideen nicht auch hinterfragen dürfen, Vorsicht walten lassen und Unterschiede transparent machen können und sollen. 4) Anerkennung
Ohne Anerkennung ist es kaum möglich, seelisch gesund zu bleiben. Oft wird Anerkennung mit Lob gleichgesetzt. Wir können jemanden dafür loben, dass er oder sie eine spezielle Aufgabe gut gemeistert hat: «Das hast du wirklich ausgezeichnet hingekriegt!» Wir bestärken damit unser Gegenüber, indem wir aussprechen, dass ihm etwas Besonderes oder sogar Grossartiges gelungen ist. Wir können auch eine gute Leistung unseres sportlichen Gegners anerkennen, wie wir es oft in Interviews nach Fussballspielen oder Tennis-Matches hören. Anerkennung der Leistungen anderer ist eine unabdingbare Basis für unser Zusammenleben, sei es in Familie, in Teams, die zusammenarbeiten, unter Freunden oder in der Schule. Doch Anerkennung heisst nicht automatisch, dass wir diesen Personen auch Wertschätzung entgegenbringen, denn sie bezieht sich mehr auf die Leistung und weniger auf die Person als Ganzes. So ist Anerkennung eher ein wichtiger Bestandteil von Wertschätzung. 5) Vertrauen
Vertrauen ist ein Gefühl oder eine Haltung, die uns die Sicherheit gibt, dass wir uns auf jemanden verlassen können. Wir glauben, was uns die Person sagt, dass sie ehrlich und zuverlässig ist. Es ist das Gefühl von Sicherheit und Zuversicht, das entsteht, wenn man sich darauf verlässt, dass jemand seine Versprechen hält und uns nur Gutes will. Dieser Person vertraue ich auch Dinge an, die ich nicht jedem erzählen würde. Vertrauen wird auch als Gefühl der Echtheit und Wahrhaftigkeit von Denken, Handeln und Fühlen beschrieben, welches uns grosse Sicherheit sowie Orientierung im Leben gibt. In einen Menschen oder gar in ein System zu vertrauen gibt uns Stabilität und Sicherheit. Vertrauen basiert auf Erfahrung und auch auf Hoffnung, dass dieser Mensch integer und berechenbar handelt. So kann unser Vertrauen in andere auch enttäuscht werden: Ein Vertrauensbruch findet statt. Die schöne Aussage: «Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen» beschreibt, warum Vertrauen auch ein so wichtiges Element der Wertschätzung ist: Ich schätze jemanden so sehr, dass ich ihm mein Vertrauen schenke und gar das Risiko eingehe, verletzt zu werden. Jemandem zu vertrauen kann so weit gehen, dass wir ihm gar Fähigkeiten oder Kompetenzen zusprechen, welche diese Person sich selbst gar nie zuschreiben würde. Man ist einfach sicher, dass sie auch diese oder jene Herausforderung bewältigen kann, auch wenn sie selber sehr daran zweifelt. Dann wird Vertrauen zu Zutrauen. Dazu erlaube ich mir hier eine kleine Geschichte aus der Coaching-Welt anzufügen. Die Hauptrolle spielt Susanne, die in einem grösseren Unternehmen ein Team leitet. Doch seit sie dort arbeitete, reisst die Kritik an ihr nicht ab. Sie sei unstrukturiert, zu emotional, zu wenig organisiert, heisst es. So wurde sie schon mehrmals innerhalb der Firma versetzt und bekam im Abstand von einem Jahr zwei Coaches, die sie unterstützen sollten. Doch das Management sah keinen Fortschritt in ihrer Arbeitsweise und Führung. Dann erhielt sie eine letzte Chance: Nochmals zehn Sitzungen mit einem Coach. Dazu wurde Geri engagiert, ein lieber Kollege von mir, der mir diese Geschichte auch erzählt hat. Er hatte im Gespräch mit der HR-Chefin Zweifel, ob er der Richtige für dieses Coaching sei. So war er froh, als Susanne nach dem ersten Gespräch meinte, dass – obwohl sie selbst keinen Coach wollte – gerne mit ihm weiterarbeiten möchte. Die wirkliche Überraschung kam jedoch nach der dritten Sitzung. Susanne erklärte: «Danke, Geri, das waren drei wertvolle Sitzungen! Und ich glaube, ich habe jetzt alles, um erfolgreich weiterzumachen. Wir können die Zusammenarbeit hier abschliessen.» Geri verstand dies als gutes Zeichen. Er war sich sicher, dass Susanne dies nun packen würde. Er hat den administrativen Teil mit der HR-Chefin geklärt, die etwas skeptisch meinte: «Na, schauen wir mal, wo das noch hinführt.» Nach gut zwei Monaten hat die HR-Verantwortliche ihn nochmals...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.