McKay | Kates Spiel mit dem Feuer | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1778, 144 Seiten

Reihe: Baccara

McKay Kates Spiel mit dem Feuer


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-563-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1778, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-95446-563-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Jake ist charmant, selbstbewusst und verwirrend männlich. Kurz: Genau der Typ Mann, um den die bezaubernde Kate Bennet sonst einen Bogen macht. Leider ist der Freund ihrer Familie der Einzige, der sie retten kann, als Gerüchte ihre Karriere bedrohen - indem er sie zum Schein heiratet. Kaum sind sie getraut, zieht der sexy Feuerwehrmann bei Kate ein - und bringt ihre kühle Fassade ins Wanken. Heiße Ekstase lodert zwischen ihnen auf, doch Kate wehrt sich gegen ihr Verlangen. Denn wer liebt, kann verlieren - wer empfindet, kann Schmerz fühlen. Und vor nichts fürchtet sie sich mehr ...



Durch Zufall stieß Emily McKay schon in jungen Jahren auf einen Liebesroman und war von Anfang an fasziniert. Sie studierte Englisch an einer Universität in Texas und unterrichtete vier Jahre lang an einer Grundschule. Während ihrer Tätigkeit als Englischlehrerin setzte sie sich mit dem Schreiben auseinander und näherte sich dem Thema Liebesromane. Sie entschied sich, das Unterrichten zu beenden, und schreibt seither erfolgreich Liebesromanen. Ihr Schwerpunkt sind romantische Komödien. 2001 wurde ihr Traum wahr, denn einer ihrer Romane wurde mit dem begehrten Golden Heart Preis der Romance Writers of America ausgezeichnet. In ihrer Freizeit widmet Emily sich der Gartenarbeit und backt leidenschaftlich gern Cookies. Sie ist glücklich verheiratet und wenn die Autorin ihre Haustiere für einige Zeit abgeben kann, reisen sie und ihr Mann gern an exotische und spannende Orte wie Griechenland oder Costa Rica.

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2. KAPITEL

Ihre Woche, die schon schlecht begonnen hatte, wurde noch schlimmer.

Angefangen mit der Nachricht von Beths Schwangerschaft über das bizarre Abendessen mit Jake bis zu dem Albtraum, gleich am Donnerstag früh zu ihrem Chef Richter Hatcher zitiert zu werden.

Vor zwei Jahren war Hatcher aufgrund seiner konservativen und familienorientierten Ansichten zum Amtsrichter gewählt worden. Da beisitzende Richter wie Kate nur berufen und nicht gewählt wurden, war Hatcher mehr oder weniger ihr Chef. Er besaß die Macht, ihr das Leben schwer zu machen.

Während sie zu ihrem Büro zurückkehrte, kämpfte sie um Selbstbeherrschung und inneres Gleichgewicht. In ihrem Zimmer wartete Kevin Thompson auf sie, der zweite beisitzende Richter; lautstark kramte er in den Papieren auf ihrem Schreibtisch.

„Wie ist es gelaufen?“

Immer noch aufgewühlt, funkelte sie ihn wütend an. „Woher weißt du von meinem Treffen mit Hatcher?“

„Machst du Witze? In diesem Büro verbreitet sich Klatsch wie ein Flächenbrand.“

Sie verzog das Gesicht.

Kevin setzte sich auf eine Ecke des Schreibtischs. „Also, wie ist das Treffen gelaufen? Wollte er dich nur ein wenig grillen?“

„Es lief wie alle meine Treffen mit ihm. Er war herablassend und unverschämt. Ich habe den Mund gehalten.“

„Gut so. Ich weiß, er macht dich verrückt, aber die beste Taktik ist und bleibt, die Ruhe zu bewahren. Sieh es mal von der Seite: In sechs Monaten wird er hier weg sein.“

Sie sank auf ihren Stuhl. „Das ist nicht sehr beruhigend. In sechs Monaten werden die Wahlen vorbei sein. Wenn er dann hier raus ist, bedeutet das nur, dass er an den Obersten Gerichtshof von Texas gewählt wurde.“

Kevin zuckte mit den Schultern. „Stimmt, aber wenigstens haben wir ihn dann vom Leib. Und ganz ehrlich: Seit er seine Kandidatur verkündet hat, ist er eine absolute Nervensäge.“

Kate seufzte und blickte Kevin an. „Er will, dass ich vom McCain-Fall zurücktrete, damit er ihn übernehmen kann.“

Kevin pfiff leise. „Ich vermute mal, das hätten wir kommen sehen können. Machst du’s?“

„Zurücktreten? Nein. Nicht, wenn ich es verhindern kann. Der Fall steht seit Monaten auf meiner Prozessliste.“

„Ein so prominenter Scheidungsfall? Ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass Hatcher erst jetzt damit ankommt.“

Roger und Sheila McCain hatten während des Wirtschafts-Booms für eine örtliche Computerfirma gearbeitet und dabei Millionen verdient. Damit hatten sie es zu einiger Bekanntheit gebracht, und nun brannte die Öffentlichkeit natürlich darauf, Details über ihre Scheidung zu erfahren. „Bislang hat es der Fall nur in die wöchentliche Lokalzeitung geschafft“, überlegte sie. „Aber jetzt, wo die Story von der Austin American-Statesman und dem Houston Chronicle aufgegriffen wird, kann er der Aufmerksamkeit der Presse nicht mehr widerstehen. Vermutlich glaubt er, das würde sich positiv auf seine Wahlkampagne auswirken.“

„Gut für die Wahlkampagne? Diese Art von täglicher Berichterstattung ist ein Vermögen wert! Vielleicht solltest du ihm den Fall doch überlassen.“

Sie warf Kevin einen ungläubigen Blick zu. „Und es dieser Schlange gestatten, die Scheidung von bedauernswerten Leuten in einen Medienzirkus zu verwandeln, bei dem er über den Verfall der Familie klagt? Denk mal darüber nach, was man ihnen damit antun würde. Oder schlimmer noch: ihren Kindern. Ich werde ihm den Fall nicht überlassen, es sei denn, ich habe absolut keine andere Möglichkeit.“

„Ach, Schätzchen.“ Kevin schüttelte langsam den Kopf. „Sei bloß vorsichtig.“

„Ich werd mich nicht von ihm einschüchtern lassen“, beharrte sie. „Klar, er kann mir das Leben schwer machen, aber das wird ihn in seinen politischen Bestrebungen nicht weiterbringen.“

Kevin hob die Augenbrauen, als hätte sie etwas Offensichtliches übersehen.

„Was kann er schon tun?“, fragte sie mit gespielter Heiterkeit. „Ist ja nicht so, als könnte er mich feuern.“ Das Lachen erstarb ihr in der Kehle, als Kevin nicht mit einstimmte. „Glaubst du etwa, er würde mich feuern? Das ist lächerlich! Nicht mal er würde versuchen, jemanden von der Richterbank zu drängen. Oder?“

„Ich denke, wenn du ihm einen Grund lieferst, würde er es tun. Insbesondere, wenn er dich mit etwas moralisch Fragwürdigem drankriegen kann. Du wärst der erste beisitzende Bezirksrichter seit vierzig Jahren, der gefeuert würde. Der Skandal stünde überall in der Presse und wäre somit eine Chance, alle und jeden an die hyperkonservativen Werte zu erinnern, für die er steht.“

Kate musterte ihren Freund und Kollegen. „Machst du dir Sorgen um deinen Job?“

„Ich?“ Er zuckte mit den Schultern. „Nicht wirklich. Ich bin sehr vorsichtig, und du bist die Einzige hier, die davon weiß.“ Kevin wagte nicht einmal, das Wort ‚schwul‘ laut auszusprechen in diesen konservativen Hallen. „Außerdem hasst er ja nicht mich. Wenn er dich loswird, könnte er den McCain-Fall übernehmen und seine Medienpräsenz weiter ausbauen.“

Während sie Kevin zuhörte, breitete sich ein ungutes Gefühl in ihrem Magen aus. Was, wenn er recht hatte?

Sie war immer brav gewesen, immer anständig, ihr Leben lang. Abgesehen …

Abgesehen davon, dass sie jetzt schwanger war. Ohne Heiratspläne.

Alles hatte so simpel geklungen, als sie der Leihmutterschaft zugestimmt hatte. Damals hatte sie auch noch nichts von Hatchers Plänen geahnt, für den Obersten Gerichtshof zu kandidieren. Diese frohe Botschaft hatte er erst fünf Monate später verkündet.

Ja, ihr war schon der Gedanke gekommen, dass einige ihrer konservativen Kollegen die Brauen runzeln würden, aber sicherlich würde niemand sie verurteilen, weil sie für ihre Schwester ein Kind austrug. Doch jetzt, da Beth auch schwanger war, würden die Leute Kates Schwangerschaft da nicht in einem ganz anderen Licht sehen?

Kevin musste die Verzweiflung, die sich auf ihrem Gesicht widerspiegelte, gesehen haben und beeilte sich, Kate zu beschwichtigen. „Mach dir keine Sorgen, Schatz. Du bist viel zu klug, um ihm einen Anlass zu geben.“

Das trug wenig dazu bei, ihre Furcht zu besänftigen. „Was, wenn ich etwas Falsches getan hätte?“

„Du?“ Kevin runzelte die Stirn. „Die kleine Miss Perfect? Ach komm! Du hast doch seit Jahrzehnten keinen falschen Schritt gemacht. Du hast sicherlich noch nicht mal einen falsch frankierten Brief abgeschickt.“

„Rein hypothetisch. Lass uns mal annehmen, ich hätte etwas … moralisch Fragwürdiges getan. Aus Hatchers Sicht. Er ist nur ein Richter. Müsste er nicht erst die anderen sieben Bezirksrichter überzeugen, bevor er mich feuern könnte?“

„Hängt alles davon ab, ob sie meinen, dein fragwürdiges Benehmen beeinträchtige deine Fähigkeiten oder schädige deinen Ruf als Autoritätsperson. In dieser politisch konservativen Umgebung ist dafür nicht viel nötig. Gerade weil Hatcher sich so sehr auf moralische Werte stützt. Das Letzte, was einer der anderen Richter will, ist, moralisch locker zu erscheinen. Gut für dich, dass du über jeden Zweifel erhaben bist, oder?“

Sie lächelte angestrengt. „Stimmt. Ich Glückliche.“

Als Kevin zur nächsten Sitzung ging, drehte sich alles in Kates Kopf. Hatte er recht?

Unglücklicherweise war die einzige Antwort, die sie darauf fand: ja. Sehr bald würde sie wie eine unverheiratete werdende Mutter aussehen. Und das wäre genau die Art von moralisch fragwürdigem Verhalten, das Hatcher gegen sie verwenden könnte.

Als sie vor Jakes Wohnung stand und darauf wartete, dass er die Tür öffnete, zitterten ihr die Beine bis hinunter in die Stiefelspitzen. Wenn sie denn Stiefel getragen hätte. So zitterte sie in ihren zweckmäßigen schwarzen Pumps, Größe 40.

„Können wir reden?“, platzte sie heraus, als er endlich öffnete.

Jake starrte sie verständnislos an.

Lang genug, um ihr bewusst zu machen, wie gut er aussah. Natürlich half es ihrer Sache nicht, dass er mit nackter Brust vor ihr stand.

Am meisten erschütterte sie jedoch, dass sie sich ihm gegenüber so zart fühlte. Fast schon zerbrechlich. Barfuß war sie gut und gerne 1,75 Meter groß. Niemand brachte sie dazu, sich zart zu fühlen.

Niemand, mit Ausnahme von Jake.

Sie mochte das Gefühl ganz und gar nicht. Und sie wünschte, Beth und Stewart hätten einen anderen Mann als Samenspender ausgesucht. Jemanden, bei dem sie sich nicht so verwundbar fühlte. Vorzugsweise jemanden, der gar keine Gefühle in ihr auslöste.

Jemanden, der nicht so aussah, als käme er gerade aus dem Bett.

„Oh Gott“, murmelte sie. „Du bist nicht allein.“ Die nackte Brust, die verwuschelten Haare, die schläfrige Benommenheit. Sie wäre schon früher darauf gekommen, wäre sie nicht abgelenkt gewesen von … nun, der nackten Brust und den verwuschelten Haaren. Entsetzt drehte sie sich auf dem Absatz um. „Ich komme ein anderes Mal wieder. Oder noch besser: Vergiss, dass ich jemals hier war.“

Aber bevor sie noch einen Schritt tun konnte, hielt er sie am Arm fest.

„Oh nein, so kommst du mir nicht davon. Du hast mich aus dem Bett gescheucht. Also sag, weshalb du hier bist.“

„Ich …“

Er zog sie in die Wohnung, nicht grob, aber kräftig genug, sodass ihr klar wurde – schon wieder –, wie viel stärker er war. Er schob die Tür mit einem Fuß zu und zwang Kate, sich zu ihm umzudrehen.

„Ich, äh …“ Alle Gedanken, die ihr durch den Kopf gegangen waren, verflüchtigten sich, als sie...



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