McKay | Das Zwanzigtausend-Dollar-Date | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1699, 144 Seiten

Reihe: Baccara

McKay Das Zwanzigtausend-Dollar-Date


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-068-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1699, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-068-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Fünftausend zum Ersten, zum Zweiten ...' Nie hätte Claire gedacht, dass die Charity-Auktion so aufregend werden würde. Jetzt überbieten sich zwei Männer um ein Date mit ihr. Die Summen steigen ins Schwindelerregende, und der schönen Kalifornierin wird es fast zu viel. Denn einen der beiden Bieter hat sie erkannt, aber wer ist der andere? 'Zwanzigtausend Dollar', sagt er plötzlich. Im nächsten Moment tritt er im eleganten Smoking aus dem Schatten. Nein, will Claire schreien, als sie Matt Ballard erkennt: Den einzigen Mann, den sie je geliebt und der ihre Liebe verraten hat!



Durch Zufall stieß Emily McKay schon in jungen Jahren auf einen Liebesroman und war von Anfang an fasziniert. Sie studierte Englisch an einer Universität in Texas und unterrichtete vier Jahre lang an einer Grundschule. Während ihrer Tätigkeit als Englischlehrerin setzte sie sich mit dem Schreiben auseinander und näherte sich dem Thema Liebesromane. Sie entschied sich, das Unterrichten zu beenden, und schreibt seither erfolgreich Liebesromanen. Ihr Schwerpunkt sind romantische Komödien. 2001 wurde ihr Traum wahr, denn einer ihrer Romane wurde mit dem begehrten Golden Heart Preis der Romance Writers of America ausgezeichnet. In ihrer Freizeit widmet Emily sich der Gartenarbeit und backt leidenschaftlich gern Cookies. Sie ist glücklich verheiratet und wenn die Autorin ihre Haustiere für einige Zeit abgeben kann, reisen sie und ihr Mann gern an exotische und spannende Orte wie Griechenland oder Costa Rica.

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1. KAPITEL

„Es geht das Gerücht um, dass du dich dieses Wochenende als eine der Single-Frauen auf der Auktion versteigern lässt.“

Claire Caldiera, die gerade Rudy Windon, einem der Stammkunden in ihrem Diner, Kaffee einschenkte, sah hoch. Victor Ballard stand, einen Ellbogen auf den Tresen gestützt, da und grinste sie an. Sie verkniff es sich, die Augen zu verdrehen – heute Morgen hatte sie wirklich keine Zeit, Vics Annäherungsversuche abzuwehren –, nahm den Lappen, den sie unter den Schnürbändern ihrer Schürze stecken hatte, und wischte über den Tresen.

„Sag Bescheid, falls du noch was brauchst. Okay, Rudy?“ Sie lächelte dem älteren Farmer und Mitglied des Schulaufsichtsrats freundlich zu.

„Nein, meine Li, mit meinem Donut hier bin ich wunschlos glücklich.“

Claire nickte kurz und stellte die Kaffeekanne zurück auf die Wärmeplatte der Kaffeemaschine. Vic folgte ihr ans Ende des Tresens.

In der Kleinstadt, in der sie beide aufgewachsen waren und immer noch lebten, hielt Vic sich für die beste Partie überhaupt. Schade, dass sie wusste, dass er ein richtiger Fiesling war.

„Ist es ein Gerücht, oder bekomme ich endlich eine Chance, mit dir auszugehen?“, hakte Vic nach.

Sie drehte sich zu ihm um und blickte sich dabei in ihrem Restaurant „Cutie Pies“ nach einer Ablenkung um. Leider frühstückte das halbe Dutzend Gäste, das sie an diesem Vormittag hatte, zufrieden, was sie ihnen serviert hatte. Claire zwang sich zu lächeln. „Stimmt. Ich werde morgen Abend an der Versteigerung teilnehmen.“

Auf Vics Gesicht breitete sich ein träges Lächeln aus, bei dem der Hälfte der Einwohnerinnen der Stadt heiß geworden wäre. Nur, sie gehörte zur anderen Hälfte, zu den Frauen, die seine aalglatte Art satthatten. Vic mochte das markante Kinn eines Superhelden und die klaren blauen Augen eines Chorknaben haben, aber sein routinierter Charme ging ihr auf die Nerven.

„Dann ist es ja gut, dass ich mein Kleingeld gespart habe.“

„Wahrscheinlich.“

Als ob er Geld für irgendetwas ansparen müsste. Vic kam aus einer der reichsten Familien ihrer kleinen Stadt Palo Verde in Kalifornien. Aber das war das, was sie an Vic noch am wenigsten störte.

Der wahre Grund, warum sie nie freiwillig mit Vic Ballard ausgehen würde, war, dass er sie viel zu sehr an seinen Bruder Matt erinnerte. Matt sah genauso gut aus wie Vic, hatte aber nichts von dessen Aufdringlichkeit. Für sie war Matt sehr viel attraktiver. Oder vielmehr, er war es damals gewesen, als sie jung und dumm gewesen war. Mit achtzehn hatte Matt sie sechs kurze Wochen lang glauben lassen, dass ein Mann wie er wirklich jemanden wie sie lieben konnte. Er hatte sie davon überzeugt, dass es die märchenhafte Liebe gab, von der sie immer geträumt hatte. Und das würde sie ihm nie verzeihen.

Vic Ballard war einfach ein Widerling, aber Matt hatte ihr das Herz gebrochen.

Sie war froh, dass es Vic war, der mindestens einmal am Tag in ihrem Diner erschien, denn Matt kam nie zurück nach Palo Verde. Er hasste ihre kleine Heimatstadt fast so sehr, wie er vermutlich sie hasste. Nach ihrer Trennung war Matt zu einem der Gründer und später zum Chefingenieur und technischen Vorstand von FMJ Inc. geworden, einer äußerst erfolgreichen Firma in der Bay Area.

Matt und seine Freunde aus der Highschool, Ford Langley und Jonathon Bagdon, hatten die Firma gegründet, als sie noch auf dem College gewesen waren. Sogar noch bevor FMJ offiziell eingetragen worden war, hatten sie mit ihren Ideen erfolgreich Geschäfte gemacht. Das alles hatte Matt zu einem sehr reichen Mann gemacht – und dadurch stand er gesellschaftlich noch höher über ihr als zu ihrer Highschool-Zeit. Damals war er nur der zweite Sohn der reichsten Familie der Stadt gewesen, sie dagegen kam aus einfachen Verhältnissen.

„Die Gerüchte sind also wahr? Du brichst endlich mit deinem Grundsatz, mit niemandem auszugehen?“

„Was soll ich dazu sagen?“ Claire zwang sich wieder zu lächeln. „Es ist für einen guten Zweck.“

Der Wohltätigkeitsverein von Palo Verde gab eine Gala, um Geld zugunsten der Kinderbuchabteilung in der neuen Bücherei zu sammeln. Versteigerungen von Single-Frauen waren eher etwas für junge Frauen um die zwanzig als für hart arbeitende Geschäftsfrauen wie sie. Claire wusste, dass sie nicht so ganz in die Gruppe passte. Doch als eine der jungen Teilnehmerinnen wegen eines gebrochenen Beins abgesagt hatte, hatte der Wohltätigkeitsverein Claire überredet einzuspringen. Wie hätte sie ablehnen können, wo sie doch selbst in ihrer schwierigen Jugend so oft Zuflucht in der alten Bücherei gefunden hatte? Es ging um eine Sache, die ihr am Herzen lag, selbst wenn das bedeutete, dass sie einen Abend mit einem Mistkerl wie Vic Ballard würde durchstehen müssen.

Warum er sie überhaupt ersteigern wollte, war ihr schleierhaft. Vic hatte das Leben ihrer Schwester ruiniert. Er konnte nicht ernsthaft glauben, dass sie an ihm interessiert wäre. Natürlich hatte ihn das nicht davon abgehalten, sich im Laufe der Jahre wiederholt an sie heranzumachen. Tatsächlich war er der Grund für ihre eiserne Regel, sich nicht zu verabreden. Aber anscheinend kannte sein Ego keine Grenzen. Außerdem hätte es schlimmer sein können. Statt Vic hätte nämlich Matt Ballard damit drohen können, sie zu ersteigern. Dann hätte sie ein echtes Problem gehabt.

Wenn sie sich zwischen Mistkerlen entscheiden musste, würde sie mit Freuden den wählen, der nicht ihre erste große Liebe gewesen war.

„Du bietest tausend Dollar … für was? Muffins?“ Die Frau, die das sagte, stand direkt hinter Matt. „Für jemanden, der heute Abend gar nicht kommen wollte, gibst du ganz schön viel für Muffins aus.“

Matt trug seine Bieternummer in das Formular der verdeckten Versteigerung ein. Dann drehte er sich um. Schließlich kannte er Kitty Biedermann, die die spöttische Bemerkung gemacht hatte. Anfang des Jahres hatte FMJ Kittys Firma, Biedermann Jewelry, aufgekauft. Normalerweise kaufte FMJ Technikfirmen auf, seltener Firmen, die mit Schmuck handelten. Doch die Entscheidung hatte sich für FMJ ausgezahlt. Außerdem hatte Ford sich unsterblich in die temperamentvolle Kitty verliebt. Matt konnte das gut verstehen.

Sie sah, wie immer, hinreißend aus. In ihrem hautengen tiefroten Cocktailkleid stach sie jede andere Frau auf der Auktion aus. Er gab ihr ein Küsschen auf die Wange. „Es sind leckere Muffins.“

Sie lächelte kokett zurück. „Darauf möchte ich wetten.“

Kitty war eine tolle Frau. Er wäre vielleicht versucht gewesen, sich an sie heranzumachen, wenn sie nicht schon mit einem seiner besten Freunde verheiratet gewesen wäre. „Also, wann wirst du Ford verlassen und mit mir durchbrennen?“

Ihr Blick wanderte zur Bar hinüber, wo Ford für Getränke anstand. Sie befanden sich auf der Terrasse des Countryklubs. Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick auf den Golfplatz und die Ausläufer der Sierra Nevada dahinter.

Die tiefe Liebe für ihren Mann, die sich für einen Moment in Kittys Augen widerspiegelte, versetzte Matt einen Stich, aber er wollte das Gefühl nicht weiter ergründen. Anscheinend bekam es ihm nicht gut, wieder einmal in dieser verdammten Stadt zu sein.

Dann zeigte Kittys Miene gespieltes Mitleid. „Ach, konntest du keine Begleitung für den ganzen weiten Weg hierher finden?“ Sie schüttelte missbilligend den Kopf. „Du verabredest dich ja immer mit diesen spindeldürren Models. Deren Hintern taugen einfach nicht für lange Autofahrten.“

Matt lachte leise, obwohl ihm nicht nach Lachen war. „Ja, es ist die reinste Seuche. Models, die viel zu dünn sind.“

„Dafür sollten sie einmal eine Spendengala veranstalten.“

„Ich würde sie glatt selbst organisieren, wenn ich dafür diese hier verlassen könnte.“

In dem Augenblick kam Ford mit den Getränken und reichte Matt ein Bier. „Lass mich raten. Er versucht, dich rumzukriegen, indem er dir vorjammert, seine Eltern hätten ihn nicht genug geliebt und so weiter.“

Matt steckte seine kleine Bietertafel in seine Gesäßtasche, ehe er Ford die Bierflasche abnahm. „He, würde ich je versuchen, deine Frau zu bezirzen?“

„Ja, und zwar genau jetzt.“

Ehe Matt eine passende Antwort einfiel, gesellte sich seine Mutter zu ihnen.

„Da bist du ja, Darling! Der Präsident des Wohltätigkeitsvereins hat mich angefleht, eine kleine Begrüßungsrede zu halten.“ Sie sagte das mit übertriebener Begeisterung, während sie Matt flüchtig küsste.

„Hallo, liebste Mommy.“

Sie runzelte die Stirn, sagte jedoch nichts. Erst nachdem sich Ford und Kitty nach kurzer Begrüßung entschuldigt hatten, raunte sie ihm zu: „Bitte nenn mich nicht so.“

„Es ist ein Ausdruck von Zuneigung“, erwiderte er trocken und trank einen Schluck von seinem Bier. Er hätte Ford bitten sollen, ihm etwas Stärkeres zu bringen.

„Ist es nicht. Es ist eine Beleidigung. Du weißt genau, dass ich es nicht mag, wenn du mich so nennst.“

„Und du weißt genau, dass ich es nicht mag, wenn du mich deinen Freunden vorstellst, als wäre ich dein preisgekröntes Pony.“

Sie sah ihn scharf an, dann nickte sie. „Na schön. Dann stelle ich dich eben niemandem vor.“ Sie hakte sich bei ihm...



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