Maynard | Sinnliches Spiel auf Antigua | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1766, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Maynard Sinnliches Spiel auf Antigua


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-552-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1766, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-95446-552-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sonne, Sand und Sangria auf Antigua: Wer kann da cool bleiben? Dr. Jacob Wolff hoffentlich nicht, wünscht sich die Hollywood-Schönheit Ariel Dane. Der attraktive Arzt soll sie während der Dreharbeiten zu ihrem neuen Film behandeln. Nur darf niemand merken, dass Ariel krank ist, deshalb muss Jacob sich als ihr Liebhaber ausgeben - natürlich bloß zum Schein! Allerdings ist er so sexy, dass Ariel bald von heißen Nächten in seinen Armen träumt. Doch obwohl ihr erster gespielter Kuss unwiderstehlich sinnlich ist, bleibt Jacob ganz professionell auf Distanz - leider!



Janice Maynard wuchs in Chattanooga, Tennessee auf. Sie heiratete ihre High-School-Liebe während beide das College gemeinsam in Virginia abschlossen. Später machte sie ihren Master in Literaturwissenschaften an der East Tennessee State University. 15 Jahre lang lehrte sie in einem Kindergarten und einer zweiten Klasse in Knoxville an den Ausläufern der schönen Great Smoky Mountains. Im Herbst 2002 verließ sie die Schule um in Vollzeit zu schreiben.

Maynard Sinnliches Spiel auf Antigua jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Jacob Wolff hatte in seinem Leben nun wirklich reichlich nackte Frauen gesehen. Er kannte den Frauenkörper in- und auswendig. Schließlich war er Arzt.

Aber als Ariel Dane, vollständig bekleidet, seine Praxis betrat, reagierte er wie ein Mann und nicht wie ein Arzt. Er zog sich hinter seinen zinngrauen Metallschreibtisch zurück und wies auf den Besucherstuhl. „Bitte setzen Sie sich, Ms Dane.“

Doch sie schien ihn nicht zu hören und reagierte nicht auf seine Geste. Mit schnellen nervösen Schritten trat sie an das große Fenster und starrte hinaus, die Hände krampfhaft auf dem Rücken verschränkt.

Jacob musterte sie aufmerksam. Dünn war sie, sehr dünn sogar. Aber das war sicher der Einfluss von Hollywood. Denn Ariel Dane war ein Filmstar. Und Jacob konnte jetzt auch verstehen, warum. Sie war von einer ätherischen Schönheit, kostbar und zerbrechlich zugleich. Das hellblonde Haar, das sie in vielen Filmszenen verführerisch über die Kopfkissen der männlichen Helden ausbreitete, hatte sie in einem schlichten Pferdeschwanz zusammengefasst.

Langsam lehnte Jacob sich in seinem Schreibtischsessel zurück und wartete schweigend. Irgendwann würde sie schon anfangen zu sprechen. Allerdings irritierte es ihn sehr, dass er körperlich so schnell auf sie reagierte. Sicher, er war lange mit keiner Frau zusammen gewesen. Aber normalerweise gelang es ihm, seine Sexualität zu unterdrücken. Doch in Gegenwart dieser Frau, die bestimmt die Fantasie von Millionen Männern beschäftigte, musste er sich eingestehen, dass auch er nur ein Mann war. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. „Wie sind Sie auf die Idee gekommen, gerade mich aufzusuchen, Ms Dane?“

Sie drehte sich halb zu ihm um. „Sie kennen doch Jeremy Vargas, den Schauspieler?“

„Nur oberflächlich. Meine Schwägerin Olivia ist eng mit ihm befreundet.“

Sie nickte nachdenklich und wandte sich wieder dem Fenster zu. „Ich habe ihn kürzlich auf einer Party getroffen. Er meinte, ich sehe einfach scheuß…“ Sie stockte kurz und zog die schmalen Schultern zusammen. „Kurzum, er äußerte sich nicht gerade schmeichelhaft über mein Aussehen, und meinte, ich solle doch mal zu Ihnen gehen.“

„Warum zu mir? Es gibt doch wahrscheinlich genug Ärzte in Hollywood.“

Erneut drehte sie sich zu Jacob um und warf ihm einen gehetzten Blick zu. „Jeremy meinte, dass ich mich auf Ihre Diskretion verlassen könne, weil Sie und Ihre Familie in der Vergangenheit genug mit der Presse zu tun hatten. Hat er sich geirrt? Mir ist durchaus klar, dass die Paparazzi viel Geld für Informationen über meinen Gesundheitszustand zahlen würden. Aber ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.“

„Ihr Geld brauche ich nicht, Ms Dane. Und meine Familie und ich sind auf die Medien nicht besonders gut zu sprechen. Sie können mir also vertrauen.“

„Danke. Sie wissen nicht, was das für mich bedeutet.“ Sie legte sich die Arme um die Mitte, sodass sich der Rocksaum leicht anhob und ihre schlanken langen Beine bis zum Knie sichtbar wurden. Unter dem dünnen Stoff des hellrosa Hemdblusenkleides zeichneten sich ihre kleinen festen Brüste ab. Offenbar trug sie keinen BH, denn Jacob konnte die Brustspitzen erkennen. Leider, denn sofort regte sich wieder sein Verlangen. Verdammt! Nimm dich zusammen, Jacob!

„Ich muss Ihnen gleich sagen, Ms Dane, dass ich keine große Erfahrung mit Essstörungen habe. Aber ich kann Ihnen eine gute Privatklinik empfehlen.“

Schockiert sah sie ihn an. „Ich muss ja noch schlimmer aussehen, als ich dachte!“ Im Gegensatz zu ihrer zerbrechlichen Gestalt war die Stimme dunkel und fest. Bei dem leicht angerauten Tonfall dachte wohl fast jeder Mann sofort an Sex.

„Sie sind ausgesprochen hübsch“, sagte er leise. „Aber Sie haben Essprobleme. Das kann ich als Arzt nicht übersehen.“

Zu seiner Überraschung schmunzelte sie. „Sind Sie sicher? Ich liebe nämlich Junkfood. Ich habe nur einen schnellen Stoffwechsel. Und übergeben mag ich mich schon gar nicht. Nein, ich habe keine Essstörung.“ Sie lachte kurz auf. „Lassen Sie irgendetwas Ungesundes kommen, und ich beweise es Ihnen sofort.“

Vor Erleichterung musste auch er lachen. Magersucht und Bulimie waren ausgesprochen schwer zu heilende Krankheiten. Und nicht gerade sein Spezialgebiet. Doch sogleich wurde er wieder ernst. Wenn es das nicht war, welche Probleme hatte sie dann? Drogen? Selbst er hier in seiner selbst gewählten Einsamkeit kannte ihren Ruf als Partygirl mit großem Männerverschleiß. Aber er wusste auch, wie hemmungslos die Medien übertrieben. „Apropos Essen, haben Sie Hunger? Irgendetwas habe ich sicher hier. Aber ich kann auch in der Küche anrufen und uns etwas kochen lassen.“

„Nein, danke, ich möchte nichts.“ Langsam ging sie in dem Raum hin und her, nahm hier ein Buch in die Hand, dort eine kleine Figurine, die auf dem Sideboard stand. Schließlich hob sie ein gerahmtes Foto hoch. „Wer ist das?“

Unwillkürlich musste Jacob lächeln, weil das sein Lieblingsfoto war. „Das sind meine Brüder und ich. Dad hatte uns erlaubt, eine Floßfahrt auf dem Colorado zu machen. Ich glaube, das war unsere einzige richtige Ferienreise.“

„Wieso? Ist er so geizig?“

„Nein, das hatte nichts mit Geld zu tun. Unsere Mutter und unsere Tante sind entführt und ermordet worden, als wir Kinder noch ziemlich klein waren. Mein Vater wurde daraufhin übervorsichtig, weil er Angst hatte, wir könnten die nächsten Opfer sein.“

„Wie schrecklich“, sagte sie leise und sah ihn traurig an. „Ich habe einiges über diese Sache gehört, aber wenn Sie als Betroffener es mir erzählen …“ Sie fuhr schaudernd zusammen.

Jacob zuckte nur kurz mit den Schultern. „Ist schon lange her. Wie alt sind Sie?“

„Zweiundzwanzig.“

Himmel! Dann war sie noch nicht einmal geboren, als die Wolffs die Familientragödie erlebten … Er runzelte die Stirn.

Daraufhin blickte sie ihn leicht irritiert an. „Ich habe Ihnen doch alles in einer langen E-Mail mitgeteilt. Haben Sie die nicht bekommen?“

„Doch, doch, entschuldigen Sie. Ich habe Sie nur nicht so schnell erwartet und deshalb die Mail noch nicht gelesen. Aber ich kann jetzt schon sagen, dass Sie und ich einiges gemeinsam haben. Seit meine Mutter und meine Tante ermordet wurden, haben die Medien uns verfolgt. Und da die Mörder nie gefasst wurden, wird unsere Geschichte ständig neu aufgewärmt.“

„Das tut mir leid.“ Plötzlich war ihr Ton sehr formell. „Ich hätte wohl warten sollen, bis ich von Ihnen wegen eines Termins höre. Aber ich habe nicht viel Zeit.“

Sein Magen krampfte sich zusammen. „Gibt es schon eine Diagnose?“

Sie nickte und nahm ihre Wanderung durch den Raum wieder auf. Aus zusammengekniffenen Augen musterte Jacob sie genauer. Waren schon Anzeichen einer tödlichen Krankheit zu entdecken? Nein. Obgleich sie gut und gern zwanzig Pfund zunehmen könnte, wirkte sie gesund.

„Und die wäre?“, hakte er nach. „Haben Sie irgendwelche Suchtprobleme?“

Wie erstarrt hielt sie in der Bewegung inne, drehte sich dann zu ihm um, kam auf ihn zu, ohne ihn aus den Augen zu lassen, und ließ sich auf den Besucherstuhl fallen. Leise stöhnte sie auf. „Sind Sie immer so direkt?“

Wie schön sie war! Wie die junge Ingrid Bergmann … Doch er nahm sich zusammen. „Das muss ich sein. Wie soll ich Ihnen helfen, wenn ich nicht die Wahrheit kenne?“

Sie nickte und legte die schmalen Hände übereinander. Erstaunt stellte er fest, dass sie bis auf die kleinen blitzenden Ohrstecker keinerlei Schmuck trug. Als sie den Kopf senkte, hatte er den Eindruck, sie wolle seinem Blick ausweichen. „Man hat mir gesagt“, fing sie leise an, „dass Sie nur Patienten annehmen, für die Diskretion absolut wichtig ist.“

„Ja.“

„Dann werden Sie verstehen, warum ich zu Ihnen gekommen bin.“

„Ja, was den Wunsch nach Diskretion betrifft. Aber ich weiß immer noch nicht, was Ihnen fehlt.“

Ruhelos stand sie auf. „Warum sind Sie Arzt geworden?“, wich sie ihm aus.

Frustriert strich er sich das dunkle Haar zurück. „Als meine Mutter ermordet wurde, habe ich meinen Vater immer wieder gefragt, warum die Ärzte ihr nicht hatten helfen können. Wahrscheinlich stammt mein Wunsch, Arzt zu werden, aus dieser Zeit. Aber mein eigentliches Interesse ist die Leukämie-Forschung.“

„Warum Leukämie?“

„Einer meiner Kindheitsfreunde starb an Leukämie. Er war der Sohn unseres Stallmeisters, und obgleich mein Vater und mein Onkel keine finanziellen Ausgaben scheuten, starb Eddie mit acht. Deshalb habe ich mich auf Leukämie spezialisiert.“

„Bewundernswert.“

„Ich liebe meine Arbeit. Aber sie ist nicht besonders glamourös.“ Er grinste. „Zumindest war sie es bis heute nicht. Bis zum Besuch eines weltberühmten Filmstars.“

Sie lächelte flüchtig. „Danke. Aber ich bin ein maßlos verwöhntes Biest, das die Männer nur so vernascht. Wussten Sie das noch nicht?“

Jacob hörte Schmerz in ihrer Stimme. Er beugte sich vor und sah sie aufmerksam an. „Ist es schwer für Sie? Ständig unter Beobachtung zu stehen?“

„Das sollte nicht mehr der Fall sein. Schließlich hatte ich Jahre, mich daran zu gewöhnen.“

„Aber es schmerzt immer noch ein bisschen?“

Ihre großen Augen füllten sich mit Tränen. „Ein bisschen,...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.