Mayer / Werlitz | Goethes 'Faust' | Buch | 978-3-8353-6232-1 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 176 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

Mayer / Werlitz

Goethes 'Faust'

Die Göttliche Komödie der menschlichen Dummheit
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-8353-6232-1
Verlag: Wallstein Verlag GmbH

Die Göttliche Komödie der menschlichen Dummheit

Buch, Deutsch, 176 Seiten, Format (B × H): 120 mm x 200 mm

ISBN: 978-3-8353-6232-1
Verlag: Wallstein Verlag GmbH


Goethes »Faust« neu gelesen: Hier geht es um die Schmach der Dummheit und die Chance der Einfalt.

Goethes »Faust« weist neben dem bekannten Komplex von Wissen und Intelligenz, an der der Teufel erheblichen Anteil hat, eine dunkle Rückseite auf: Dass hier von Grenzen des Verstandes, von Dummheit als »Mangel an Urteilskraft« (Kant) die Rede ist, von Torheit und Absurdität (»viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit«, wie es die Lustige Person fordert), ist bislang eher wenig gesehen worden. Das Buch verbindet textnahe Lektüren mit einer kritischen Sichtung der Forschung. Und dabei zieht sich ein deutlich erkennbarer Faden durch das ganze Werk, der von Einbildung und Verbohrtheit erzählt. Goethes Drama erscheint in neuer Perspektive, als eine komplexe Analyse der Beschränktheit des menschlichen Verstandes. Die Universitätsvertreter (Famulus und Schüler) wie die Wutbürger in Auerbachs Keller, Gretchens Bruder oder der Kaiser im Zweiten Teil, sie alle bezahlen der Dummheit ihren Tribut. Selbst die Intelligenz des Teufels rettet ihn nicht – am Ende wird auch er geprellt, während sich der Narr als der Kluge zeigt. Die intellektuelle Schlichtheit und Einfalt Gretchens dagegen erweist sich gegenüber allen Verbrechen des Ehrgeizes, die Faust begeht, als überlegen – am Ende ist es sie, die die Begnadigung des Angeklagten bewirkt. Hier vollzieht sich eine Göttliche Komödie, in der das Vorspiel auf dem Theater zu einem Epilog im Himmel wird. Die Grenzen der Vernunft zeigen das Dilemma, aber auch die Möglichkeit einer Rettung des Menschen.

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Weitere Infos & Material


Mayer, Mathias
Mathias Mayer, geb. 1958, war bis 2024 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg und befindet sich jetzt im Ruhestand.
Veröffentlichungen u. a.: King Lear – Die Tragödie des Zuschauers. Ästhetik und Ethik der Empathie (2022); Platons Macht über die deutsche Literatur (2022); Eigentlichst, nachbarlichst, der Deinigste. Goethes absolute Freiheit des Superlativs (2018).

Werlitz, Julian
Julian Werlitz, geb. 1985, ist seit 2020 akademischer Rat am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Augsburg und Koordinator des Studiengangs »Ethik der Textkulturen«.
Veröffentlichungen u. a.: »Probiersteine«. Strukturen des Wettens und seiner literarischen Darstellung (2020); Nanotextualtität. Ästhetik und Ethik minimalistischer Formen (Mithg., 2017); Hofmannsthal-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung (Mithg., 2016).



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