E-Book, Deutsch, 317 Seiten
Mattern / Neuhaus Buddenbrooks-Handbuch
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-476-04650-5
Verlag: J.B. Metzler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
E-Book, Deutsch, 317 Seiten
ISBN: 978-3-476-04650-5
Verlag: J.B. Metzler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
'Buddenbrooks. Verfall einer Familie' (1901) legte den Grundstein für Thomas Manns außergewöhnliche Karriere als Schriftsteller und Repräsentant der deutschen Literatur und Kultur weltweit. Der Roman zählt nicht nur zu den nobelpreisgekrönten und meistgelesenen, sondern auch zu den meistinterpretierten Texten der deutschsprachigen Literatur. Das Handbuch bündelt die umfassende Forschung über den Roman und präsentiert neben der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte auch die zentralen Themen und Strukturen. Eingegangen wird nicht nur auf Familie, Ökonomie und Religion, sondern auch auf scheinbare Randthemen wie Essen und Trinken oder Elemente des Phantastischen. Zusätzlich eröffnet das Handbuch interpretatorische und literaturtheoretische Zugänge zum Text, von der Sozialgeschichte über Erinnerungs- und Gedächtnistheorien oder Weiblichkeits- und Männlichkeitskonstruktionen bis zur Wissenspoetologie.
Nicole Mattern ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Stefan Neuhaus ist Professor für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;5
2;Einleitung;6
3;I Grundlagen;10
3.1;1 Chronologie der Handlung undStammbaum der Familie Buddenbrook;11
3.1.1;Vorgeschichte;11
3.1.2;Erzählte Zeit (1835–1877);11
3.2;2 Selbstaussagen Thomas Manns;15
3.2.1;Vorbemerkung;15
3.2.2;Auf dem Weg zum Buddenbrooks-Autor;15
3.2.3;Rückblicke aus der Nahsicht;15
3.2.4;Rückblicke aus größerer Distanz;16
3.2.5;Aus der Lebensrückschau;16
3.2.6;Literatur;18
3.3;3 Das Buddenbrookhaus;19
3.3.1;Die Häuser der Familie Mann;19
3.3.2;Transformationen eines Hauses;19
3.3.3;Das Haus aus der Sicht des Romans;20
3.3.4;Literatur;22
3.4;4 Der Roman im Kontext von Lebenund Werk;23
3.4.1;Buddenbrooks und Thomas Manns literatur geschichtlicherStatus;23
3.4.2;Die Entstehungsbedingungen des Frühwerks;24
3.4.3;Drei Narrative;25
3.4.4;Buddenbrooks als integraler Bestandteil des Frühwerks;26
3.4.5;Buddenbrooks vs. Frühwerk;28
3.4.6;Buddenbrooks und das Gesamtwerk;30
3.4.7;Arbeitsdisziplin und Erzähltechnik;32
3.4.8;Literatur;34
3.5;5 Entstehung und Überlieferung;36
3.5.1;Die Orte der Entstehung und deren Zeugnisse;36
3.5.2;Roman oder Novelle?;36
3.5.3;Samuel Fischers Anregung und die Entstehungsdatendes Romans;37
3.5.4;Konzeptionsgeschichte;38
3.5.5;Druckgeschichte;39
3.5.6;Widmungen;40
3.5.7;Editionsgeschichte;41
3.5.8;Autorkorrekturen, orthographische Anpassungenund Umstellung der Schrifttype;42
3.5.9;Die Handschrift;43
3.5.10;Entstehungsvarianten;44
3.5.11;Literatur;45
3.6;6 Die Rezeption;47
3.6.1;6.1 Erstrezeption und Skandal;47
3.6.1.1;Lübecker Entschlüsselungen;48
3.6.1.2;Familiäre Spannungen;49
3.6.1.3;Literatur;50
3.6.2;6.2 Die Rezeption in der Literaturkritik;51
3.6.2.1;Literatur;55
3.6.3;6.3 Die Rezeption in der Literaturwissenschaft;56
3.6.3.1;Wegmarkierungen;56
3.6.3.2;Das christlich-germanische Schönheitsideal alsBollwerk gegen die Moderne;57
3.6.3.3;Polyperspektivität;57
3.6.3.4;Das Décadence-Problem;59
3.6.3.5;Ausweitungen der Forschungslandschaft;61
3.6.3.6;Literatur;64
3.6.4;6.4 Die Rezeption im Stummfilm;66
3.6.4.1;Die Entstehung der ersten Verfilmung;66
3.6.4.2;Thomas Manns Einstellung zum Film;66
3.6.4.3;Die Filmhandlung;67
3.6.4.4;Die Dramaturgie des Films;69
3.6.4.5;Stimmen der Filmkritik;70
3.6.4.6;Literatur;71
3.6.5;6.5 Die Rezeption im Tonfilm und inanderen Medien;71
3.6.5.1;Buddenbrooks intermedial;71
3.6.5.2;Filmische Adaptionen;72
3.6.5.3;Buddenbrooks (1959) unter der Regie vonAlfred Weidenmann;72
3.6.5.4;Buddenbrooks (1979) unter der Regie vonFranz Peter Wirth;74
3.6.5.5;Buddenbrooks (2008) unter der Regie vonHeinrich Breloer;75
3.6.5.6;Fazit;76
3.6.5.7;Literatur;77
3.6.6;6.6 Die Rezeption im Drama;78
3.6.6.1;Die theatralische Qualität des Romans;78
3.6.6.2;Inszenierungen;78
3.6.6.3;Die Dramatisierung von Tadeus Pfeifer 1976;79
3.6.6.4;Die Dramatisierung John von Düffels;79
3.6.6.5;Literatur;80
3.7;7 Literarhistorische Einordnung;82
3.7.1;Gattungszuschreibungen;82
3.7.2;Realismus und Moderne;83
3.7.3;Doppelte Lesbarkeit und ›Quellenmixtur‹;85
3.7.4;Literatur;86
3.8;8 Handlung;88
3.8.1;Literatur;90
3.9;9 Form und Erzählverfahren;92
3.9.1;Die Einteilung;92
3.9.2;»Koexistenz der Romantypen«;92
3.9.3;Erzählverfahren;93
3.9.4;Ironie, Wiederholungen und andere strukturbildendeMerkmale;94
3.9.5;Literatur;96
3.10;10 Figuren;97
3.10.1;Probleme der Ordnung;97
3.10.2;Thomas und seine Geschwister;99
3.10.3;Hanno und seine Ahnen;102
3.10.4;Ehe- und Liebespartner der Buddenbrooks;103
3.10.5;Tonys Männer;104
3.10.6;Claras Ehe, Hannos Freund;105
3.10.7;Erweiterte Familie;106
3.10.8;Die Rivalen;106
3.10.9;Bedienstete und Begleitfiguren;106
3.10.10;Ärzte, Pastöre und Gott;107
3.10.11;Weitere Nebenfiguren;108
3.10.12;Literatur;109
3.11;11 Symbole;111
3.11.1;»Kristallisationspunkte des Erzählens«;111
3.11.2;Begriffliche Eingrenzung;111
3.11.3;Das Haus als zentrales Symbol;111
3.11.4;Dingsymbole;113
3.11.5;Natursymbolik;114
3.11.6;Literatur;115
3.12;12 Leitmotive;116
3.12.1;Die Leitmotivtechnik Thomas Manns;116
3.12.2;Begriffsbestimmung;116
3.12.3;Vom »Leben und Weben der Leitmotive«;117
3.12.4;Einflüsse;118
3.12.5;Beispiele für den Einsatz von Motiven in Buddenbrooks;118
3.12.6;Literatur;121
4;II Themen und Strukturen;123
4.1;13 Familie;124
4.1.1;Wandel der Familiensysteme;124
4.1.2;Zur Auflösung des ›ganzen Hauses‹ und zumKonzept des Familienromans;124
4.1.3;Genealogische Beziehungen: das Geschlecht, dasHaus, der Name, »die ganze hochverehrteFamilie« (441) und ihre Geschichte;126
4.1.4;Zum Zeitgemäßen des Familienbegriffs imRoman;128
4.1.5;Übergänge zum aktuellen Diskurs über Familie;129
4.1.6;Kurzer Ausblick auf die Entwicklung desFamilienromans und die Aktualität von Buddenbrooks;130
4.1.7;Literatur;131
4.2;14 Paarbeziehungen;133
4.2.1;Liebesheirat und Konvenienzehe;133
4.2.2;Ehen in Buddenbrooks;134
4.2.3;Tonys Lieben und Lektüren;135
4.2.4;Die Liebschaft und Ehe von Thomas;136
4.2.5;Regeln und Rituale von Partnerschaften;138
4.2.6;Literatur;140
4.3;15 Ökonomie;141
4.3.1;Kaufmannsroman und Verfallsgeschichte;141
4.3.2;Der Verfall des Bürgertums und dasprotestantische Leistungsethos;141
4.3.3;Der finanzielle Verfall und das schwindende Vermögen;142
4.3.4;Wirtschafts- und Sozialgeschichte und das›ganze Haus‹;142
4.3.5;Ökonomie und Alterität;143
4.3.6;Ökonomie und Krankheit;145
4.3.7;Ökonomie und Familie;145
4.3.8;Poetische Reflexionen von Ökonomie und Ökonomik;146
4.3.9;Ökonomie und Geschlecht;147
4.3.10;Literatur;149
4.4;16 Bürgerlichkeit;152
4.4.1;Bürgertum und Künstlertum;152
4.4.2;Der Habitus der Buddenbrooks;153
4.4.3;Gefährdung des Bürgerlichen;154
4.4.4;Literatur;155
4.5;17 Dekadenz;156
4.5.1;Begriffsverwendungen;156
4.5.2;Vorbilder und Motive;156
4.5.3;Thomas und seine Geschwister;158
4.5.4;Hanno als sensibler und kranker Décadent;159
4.5.5;Literatur;160
4.6;18 Raum;161
4.6.1;Vermessungen;161
4.6.2;Zentrum – Peripherie;161
4.6.3;Norden – Süden, Osten – Westen;162
4.6.4;Andere Räume;164
4.6.5;Die Häuser;166
4.6.6;Raumsemantiken;167
4.6.7;Literatur;168
4.7;19 Essen und Trinken;171
4.7.1;Essens-Kulturen;171
4.7.2;Dramaturgie der großen Feste;171
4.7.3;Pars pro toto: Tony und ihre Männer;173
4.7.4;Literatur;174
4.8;20 Rituale;176
4.8.1;Begriffliche Eingrenzung;176
4.8.2;Familienessen;176
4.8.3;Feste;177
4.8.4;Tod und Erinnerung;179
4.8.5;Literatur;180
4.9;21 Bildung;181
4.9.1;Bildungserlebnisse;181
4.9.2;Der Romananfang;181
4.9.3;Was ist Bildung?;181
4.9.4;Bildung und Intertextualität;182
4.9.5;Die bürgerliche Bildung und ihre Institutionen;183
4.9.6;Lernprozesse und Inhalte von Bildung;184
4.9.7;Falsch gefasste Bildung;185
4.9.8;Literatur;186
4.10;22 Intertextualität;188
4.10.1;Verfahren des ›Abschreibens‹;188
4.10.2;Rezeptionslenkung;189
4.10.3;Literarische Quellenforschung in Buddenbrooks;190
4.10.4;Literatur;191
4.11;23 Kunst und Musik;193
4.11.1;Vorbemerkung;193
4.11.2;Biographischer Hintergrund;193
4.11.3;»Brauchbare Ölgemälde« – Bildende Kunst inBuddenbrooks;194
4.11.4;»Die Musik als Feindin« des Kaufmanns;195
4.11.5;Literatur;196
4.12;24 Philosophie;197
4.12.1;Vorbemerkung;197
4.12.2;Thomas Manns Philosophie als Autor;197
4.12.3;Inhaltlich-thematische Bezüge;198
4.12.4;Strukturell-formale Aspekte;199
4.12.5;Deutungsoptionen;200
4.12.6;Literatur;201
4.13;25 Religion;203
4.13.1;25.1 Christentum;203
4.13.1.1;Luthers Katechismus als Rahmung des Romans;203
4.13.1.2;Typisierung des Religiösen in der Figurenkonstellation;204
4.13.1.3;Architektur;204
4.13.1.4;Rezipiertes Text- und Liedgut in Auswahl;205
4.13.1.5;Verhältnis von Religion und Tod;207
4.13.1.6;Religion und Ökonomie in der bürgerlichenGesellschaft;208
4.13.1.7;Literatur;209
4.13.2;25.2 Judentum;210
4.13.2.1;Thomas Manns Werke und die antisemitischenDiskurse der Zeit;210
4.13.2.2;Der Börsendiskurs um 1900;210
4.13.2.3;Der Antagonist Hagenström;211
4.13.2.4;Moderne Geschäftspraktiken und antijüdischeZuschreibungen;211
4.13.2.5;Spekulative Termingeschäfte;212
4.13.2.6;Literatur;214
4.14;26 Krankheit und Medizin;216
4.14.1;Krankheitsbilder im Diskurs der Zeit und im WerkThomas Manns;216
4.14.2;Krankheitsbilder in Buddenbrooks;216
4.14.3;Ärzte als Figuren;218
4.14.4;Literatur;219
4.15;27 Phantastik;220
4.15.1;Ein phantastischer Roman?;220
4.15.2;Schauplatzkonzeptionen;220
4.15.3;Todesboten;222
4.15.4;Phantastik und Selbstreflexivität;224
4.15.5;Literatur;225
5;III Theoretische Zugänge;226
5.1;28 Sozialgeschichte;227
5.1.1;Vorüberlegungen;227
5.1.2;Buddenbrooks im Diskursraumzeitgenössischer Niedergangsthematik;227
5.1.3;Geschichte eines ›Verfalls‹;229
5.1.4;Schlaglichter auf die Modellierung fiktiversozialer Welten;231
5.1.5;Literatur;233
5.2;29 Diskursanalyse;234
5.2.1;Diskurs, Macht und Biomacht;234
5.2.2;Zur Inszenierung von Überwachung: Ende undAnfang des Romans;236
5.2.3;Die Verschränkung sozialer (familialer) und ökonomischerDiskurse;238
5.2.4;Der Roman als Diskursmodell;240
5.2.5;Fazit;242
5.2.6;Literatur;242
5.3;30 Erinnerungs- und Gedächtnistheorien;243
5.3.1;Verschiedene Gedächtnistypen;243
5.3.2;Das kommunikative Gedächtnis;243
5.3.3;Das kulturelle Gedächtnis;245
5.3.4;Zwischen Vergessen und Erinnern;245
5.3.5;Buddenbrooks als Erinnerungsliteratur;248
5.3.6;Literatur;249
5.4;31 Materialität(en) und Medialität(en);251
5.4.1;Materialität als Diskurs;251
5.4.2;Elemente einer ›Materialitätsarchäologie‹;251
5.4.3;Zum Medialitätsregime;253
5.4.4;Towards an Ontology of Materialism;254
5.4.5;Literatur;256
5.5;32 Dekonstruktion;258
5.5.1;Zum Verhältnis von Dekonstruktion und Thomas-Mann-Forschung;258
5.5.2;Was bedeutet Dekonstruktion für die Buddenbrooks-Lektüre?;259
5.5.3;Buddenbrooks als offener Text;260
5.5.4;Den Text organisierende Strukturen und derenDekonstruktion;261
5.5.5;Die Spur der Auslassungspunkte;262
5.5.6;Literatur;263
5.6;33 Emotionsforschung;265
5.6.1;Vorbemerkung;265
5.6.2;Emotionspoetik;265
5.6.3;Emotionskonzept;266
5.6.4;Emotionsdarstellung;267
5.6.5;Künstlertum;269
5.6.6;Humor und Ironie;269
5.6.7;Rezeption;270
5.6.8;Literatur;270
5.7;34 Gender Studies (MännlichkeitsundWeiblichkeitskonstruktionen);272
5.7.1;Diskursives Verhandeln von Männlichkeit undWeiblichkeit;272
5.7.2;Männlichkeit(en);272
5.7.3;Frauenfiguren;274
5.7.4;Weibliche Sexualität;275
5.7.5;Habitus und männliche Herrschaft;276
5.7.6;Maskerade und Performanz;277
5.7.7;Literatur;278
5.8;35 Alterität;280
5.8.1;Das Eigene und das Fremde;280
5.8.2;Zum theoretischen Zugang;280
5.8.3;Das jüdische Fremde: Die Hagenströms;282
5.8.4;Das Fremde als treibende Kraft;283
5.8.5;Bedeutung der Ironie;284
5.8.6;»Der Ekel vor dem, was man ist« – Entfremdungund Moderne;285
5.8.7;Literatur;286
5.9;36 Subjekt- und Identitätstheorien;288
5.9.1;Subjekt und Identität;288
5.9.2;Figurenidentität, Familie und soziales Gefüge imRoman;289
5.9.3;Der »Familiensinn« und die feindlichen Brüder;290
5.9.4;Identitätsstiftung durch Rezeption;292
5.9.5;Literatur;293
5.10;37 Wissenspoetologie;294
5.10.1;Poetologie des Wissens;294
5.10.2;Kreuzung von Wissensfeldern;295
5.10.3;Wissensordnungen;296
5.10.4;Prozesshaftigkeit von Wissen;297
5.10.5;Literatur;298
6;Anhang;299
6.1;Abkürzungs- und Siglenverzeichnis;300
6.2;Auswahlbibliographie;300
6.3;Autorinnen und Autoren;305
6.4;Personenregister;306
6.5;Sachregister;310




