Mas | Psycho Fae | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 420 Seiten

Reihe: Cruel Shifter

Mas Psycho Fae


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-98718-418-5
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 420 Seiten

Reihe: Cruel Shifter

ISBN: 978-3-98718-418-5
Verlag: VAJONA
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kämpfe in den tödlichen Gladiatorenspielen der Fae um dein Überleben. Ich verwandelte mich in einen Säbelzahntiger ... aber das war erst der Anfang. Jax, Cobra und Ascher sind jetzt meine Verbündeten. Wiedeieder einmal kämpfen wir um unser Leben. Und um unsere Zukunft. Aber nichts ist so, wie es scheint, und mit jedem Geheimnis, das wir aufdecken, kommt ein neues zum Vorschein. Unter der boshaften Herrschaft von Xerxes und der bösen Faekönigin ist es nicht sicher, ob wir überleben werden. Können wir zusammenarbeiten? Oder werden wir scheitern? Eines ist sicher: Ich bin dabei, mein Schicksal zu enthüllen.

Weitere Informationen auf unserer Webseite.
Mas Psycho Fae jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Ich ging den steilen Weg hinauf, der zum Stadthaus meiner Mutter führte.

Das Gebäude wurde am Rande eines zerklüfteten weißen Gletschers gebaut und bot einen Blick auf das tosende Meer.

Weit unten schlugen schäumende Wellen gegen das uralte Eis.

Im Shifter-Reich war es immer kalt, aber die Luft am Meer hatte einen salzigen Biss.

Das Salz brannte mir in den Augen, während ich die in den Gletscher gehauenen Stufen hinauf stampfte. Der gefährliche Pfad führte zu dem einzigen Zuhause, das ich je gekannt hatte.

Der Schmerz in meinen Augen war nahezu nostalgisch.

Ich schob mir die langen Zöpfe aus dem Gesicht. Meine goldenen Ketten klirrten, als sie von einer wütenden Brise gegen meine Wangen gepeitscht wurden.

Dieses Haus war einen zweistündigen Ritt von Portal drei entfernt, wo ich gerade mit einem neuen Alpha zusammenarbeiten sollte.

Sein Name war Cobra, und bis jetzt war alles gut gelaufen.

Er war ruhig und sagte wenig, schien aber ein kompetenter General zu sein.

Dazu kam, dass er der schönste Mann war, den ich je in meinem Leben gesehen hatte.

Smaragde und Diamanten waren überall auf seiner Haut eingebettet, und ich kämpfte ständig gegen den irrationalen Drang an, mit meiner Zunge darüber zu fahren.

Ich stieß einen lauten Seufzer in den eisigen Wind aus, als ich mich dem Haus näherte, und erinnerte mich daran, dass es nicht zielführend war, so besessen von einem Kollegen zu sein. Alles, was zählte, war der Schutz der Portale.

Ich wusste noch nicht einmal, ob er auf Männer stand.

Dennoch konnte ich die kleine Blase der Erregung nicht leugnen, die in meinem Bauch zerplatzte, wann immer ich an ihn dachte.

Ich hatte so viele Jahrzehnte lang trainiert und gekämpft, dass sich eine gewisse Langeweile eingestellt hatte.

Zumindest war es früher so.

Jetzt war mir nicht mehr langweilig. Hauptsächlich wegen Cobra, aber auch wegen dem, was im Haus meiner Mutter auf mich wartete.

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt hatte meine betagte Mutter ein kleines Baby namens Jess adoptiert. Über die Jahre hatte ich meine Mutter so oft besucht, wie ich konnte, doch jetzt kam ich tatsächlich in jeder freien Minute nach Hause.

Ich hatte eine kleine Schwester, um die ich mich kümmern musste.

Es spielte keine Rolle, dass Jess erst vierzehn Jahre alt wurde und ich etwa hundertzwölf war. Sie war mein Ein und Alles.

Alle Kinder des Reichs waren verpflichtet, von zwölf bis achtzehn Jahren ein Internat zu besuchen. Während des Schuljahres gab es immer wieder Ferien, aber die meisten Schüler blieben, weil es teuer war, Pferde zu schicken und für die Unterkunft zu bezahlen.

Jess kam immer nach Hause.

Dafür sorgte ich.

Nachdem ich so viele Jahre allein gewesen war, füllte es die Lücke in meinem Herzen, eine Schwester zu haben, um die ich mich kümmern konnte.

Als ich nun die letzte Stufe zu der dicken Holztür hinaufstieg, schwoll mein Herz an.

Seltene elektrisch-blaue Eisblumen bedeckten die Backsteinfassade unseres Hauses, ein Zeugnis der langen Karriere meiner Mutter als Floristin.

Ich versuchte, gelassen zu wirken, aber meine Wangen schmerzten bereits von dem breiten Grinsen.

Ich war zu Hause.

Ohne zu zögern stieß ich die Tür auf, senkte den Kopf und drehte mich zur Seite, um meinen zwei Meter großen, muskulösen Körper hindurchzuschieben.

Die Hitze des Kaminfeuers im Wohnzimmer traf mich wie eine Wand, sobald ich eintrat.

Nach mehreren Stunden in der Kälte fühlte sich die Wärme göttlich an.

Doch als ich mich in dem gemütlichen Wohnzimmer umsah, verblasste mein Lächeln. Mit heruntergeklappter Kinnlade starrte ich die Bewohner an.

Es war nicht leicht, mich zu schockieren.

Ich war ein erfahrener Alpha-General im blutigen Krieg gegen die Faekönigin. Immer wieder wurden anderen unsterblichen Alphas vor meinen Augen die Köpfe abgerissen und das Blut aus ihren Körpern gesaugt.

Ich hatte gesehen, wie Betas von Kreaturen ausgeweidet wurden, die so grausam waren, dass es die Vorstellungskraft der meisten Leute überstieg.

Aber in diesem Moment war ich sprachlos.

Ich starrte auf die abgenutzte Couch neben dem Feuer.

»Ähm, was beim Sonnengott ist hier los?«, fragte ich leise. Das hatte ich definitiv erwartet.

Meine in die Jahre gekommene Mutter stand von ihrem Sessel auf und humpelte zu mir herüber, um mich zu begrüßen.

Ich vergaß meinen Schock und betrachtete ihre schwache Gestalt.

Vorsichtig kniete ich nieder, um sie zu umarmen. Ihre dunkle Haut war schlaff und zeugte von ihrer über hundert Jahre langen Existenz auf eine Art und Weise, wie es meine niemals tun würde.

»Mein Junge«, flüsterte sie atemlos, während sie ihren zerbrechlichen Körper an meinen drückte und ich sie festhielt.

Meine Brust schmerzte.

Seit ich sie das letzte Mal gesehen hatte, hatte sie abgenommen und konnte sich selbst mit Hilfe ihres Gehstocks kaum noch fortbewegen.

»Ich liebe dich, Ma«, flüsterte ich gegen ihre langen Zöpfe. In diesem Zimmer hatte sie mir geduldig beigebracht, wie ich mein Haar flechten musste. Jetzt trug ich es immer lang, als eine Art Tribut an sie.

Es spielte keine Rolle, dass ich adoptiert war. In den Punkten, auf die es ankam, war sie meine Mutter, und zwar in jeder Hinsicht.

Ich wäre für sie gestorben – wenn ich das doch nur tun könnte.

Als meine einst große und tüchtige Mutter in meinen Armen zitterte, wäre ich beinahe zerbrochen.

An den meisten Tagen fühlte sich die Unsterblichkeit eher wie ein Fluch anstelle eines Segens an. Welchen Sinn hatte es, ewig zu leben, wenn man nicht mit den Menschen zusammen sein konnte, die man am meisten liebte?

»Jax!«, schrie Jess, dann krachte meine Schwester mit ihrem kleinen Körper wie ein Rammbock in meine Seite.

Ich fing sie mit einem Arm auf und schützte meine zerbrechliche Mutter vor ihren ausschlagenden Ellbogen.

Mit ihren vierzehn Jahren hatte Jess schlaksige Glieder und viel Temperament. Außerdem war sie extrem aufgeschlossen und neigte zu überschwänglichen Ausbrüchen.

Die hochnäsigen Shifter in der Stadt schüttelten die Köpfe über sie, nannten sie eine Unruhestifterin.

Die konnten sich verpissen.

Ich lächelte zu meiner Schwester hinunter und genoss ihre energiegeladene Präsenz.

Ihre dunkle Haut strahlte rosig und gesund, und ihr auffallend schwarzes Haar war von knallgrünen Strähnen durchzogen, die zu ihren smaragdgrünen Augen passten.

Mit ihren großen Augen würde es nicht mehr lange dauern, ehe sie sich in eine wunderschöne junge Frau verwandelte. Also würde es auch nicht mehr lange dauern, bis ich jeden Mann töten würde, der es wagte, sie anzufassen.

Mein Bauch krampfte sich vor Angst zusammen.

Das Shifter-Reich war ein grausamer Ort mit gewalttätigen Bürgern.

Ich fand es nicht gut, dass Jess in einer so rauen Welt aufwachsen musste. Sie hatte etwas Besseres verdient.

Anstatt mir Sorgen um die Frauen in meinem Leben zu machen, half ich meiner Mutter behutsam zurück in ihren Sessel.

Dann warf ich Jess in die Luft, als wäre sie noch ein Baby.

Jess schrie vor Vergnügen, während ich sie mit Leichtigkeit in die Höhe warf, und mein Herz schwoll vor Dankbarkeit für meine übernatürliche Stärke und gewaltige Größe an.

In solchen Momenten war ich froh, so unglaublich stark gebaut zu sein.

Dann verfielen wir in ein verspieltes Wrestling-Duell, bei dem ich sie problemlos zehnmal auf den Boden warf.

Jess stand immer wieder auf und stürzte sich auf mich, als hätte sie auch nur die geringste Chance.

Ein paar Minuten später lag sie schweißgebadet und keuchend auf dem Fellteppich. Ich selbst war nicht ins Schwitzen geraten, legte mich aber aus Solidarität zu ihr.

Dann erzählte sie mir den ganzen Klatsch und Tratsch, der in der Stadt umging. Irgendwann erfuhr ich sogar etwas über ein Eichhörnchen, das sie gebissen hatte … und sie hatte zurückgebissen?

Ehrlich gesagt dachte ich nicht zu viel darüber nach. Ich war einfach froh, wieder bei meiner Familie zu sein.

Ich war glücklich, weil sie glücklich war.

»Ich trage immer die Kette, die du mir geschenkt hast.« Jess zeigte mir das goldene Schmuckstück, das sie in den einzigen knallgrünen Zopf auf ihrem Kopf eingeflochten hatte.

Es war eine lange goldene Kette, an deren Ende eine Blume hing.

»Ebenso.« Ich hielt die gleiche Kette hoch, die ich durch einen meiner vielen Zöpfe gefädelt hatte, und wir grinsten einander an.

Jess fuhr mit ihrer Hand sanft über meinen Haarschmuck und winkte dann in Richtung der Couch.

Das hatte ich völlig vergessen.

Sie kaute nervös an ihren Fingernägeln. »Außerdem wollte ich dir davon erzählen. Ein Mann mit einem Umhang und gruseligen hellblauen Augen kam her, um mit Mom zu sprechen. Er hat sie überredet … du weißt schon.«

Wir hievten uns beide wieder auf die Beine.

»Nein, ich weiß es nicht, Jess«, sagte ich leise und warf ihr meinen Alphablick zu – den Blick, der sogar Betamänner vor mir erzittern ließ.

Jess schürzte die Lippen, wich meinem Blick jedoch nicht aus.

Sie öffnete und schloss den Mund, ohne dass Worte herauskamen.

Schließlich stellte ich die entscheidende Frage: »Warum sitzen da vier kleine Mädchen auf unserer Couch?«

Jess hielt sich eine Hand vor den Mund und kicherte.

»Wir sind keine Mädchen«, sagten zwei der Mädchen auf der Couch unisono. Sie waren Zwillinge, hatten das...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.