Maruyama | Overlord – Light Novel, Band 07 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 336 Seiten

Reihe: Overlord - Light Novel

Maruyama Overlord – Light Novel, Band 07

Eindringlinge in der Großen Gruft
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7593-1574-8
Verlag: TOKYOPOP GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Eindringlinge in der Großen Gruft

E-Book, Deutsch, Band 7, 336 Seiten

Reihe: Overlord - Light Novel

ISBN: 978-3-7593-1574-8
Verlag: TOKYOPOP GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Von Hoffnungen und Gier geblendet, steigen verschiedene Teams in die unbekannten Tiefen einer ganz speziellen unterirdischen Gruft hinab. Sie sind die Besten, die sich für solche Abenteuer überhaupt finden lassen. Doch sie haben keine Ahnung, dass sie in eine Falle geraten sind, denn der nächste Schritt von Ainz Ooal Gown ist der Angriff auf das Imperium. Werden die Eindringlinge in die Große Gruft von Nazarick - einem Ort, an dem Flucht unmöglich scheint und Albträume wahr werden - einen Weg finden, nach Hause zurückzukehren?

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Prolog

Im Herzen der Großen Gruft von Nazarick, in den verborgenen Tiefen der zehnten Ebene, brodelte der mit vierzig Flaggen geschmückte Thronsaal vor Aufregung. Alle Anwesenden standen in Reih und Glied, während sie sich als Zurschaustellung ihrer Loyalität schweigend vor dem Thron verneigten.

Einen Großteil machten Heteromorphe aus. Selbstverständlich waren auch die Ebenenwächter zugegen. Zusätzlich befanden sich andere von den Einundvierzig Erhabenen Wesen erschaffene NPCs und den Wächtern direkt unterstellte Lakaien hier. Mit weit über zweihundert Teilnehmern war das seit ihrer Ankunft in dieser Welt die erste Versammlung dieser Größenordnung.

In einer Sache jedoch unterschied sich diese von vorherigen, kleineren Zusammenkünften. Die Art der Anwesenden. Es handelte sich ausschließlich um mächtige Wesen – das Durchschnittslevel im Raum lag über 80.

Shalltear, die Wächterin der ersten drei Ebenen von Nazarick, umgab sich für gewöhnlich mit ihren Vampire Brides, heute hingegen hatte sie ihre mächtigsten untoten Untergebenen zusammengerufen. In ihrer Nähe stand Mare, einer der beiden Wächter der sechsten Ebene, der von zwei Drachen begleitet wurde, die ihren Posten bis zu diesem Tag nie verlassen hatten. Diese Drachen hatten fast Level 90 und waren allein durch superseltene Drops aus Lootboxen zu bekommen.

Selbst unter diesen sorgfältig ausgewählten Lakaien stach eine Gruppe heraus. Im Vergleich zu allen anderen waren diese Untoten mehr als nur ein wenig minderwertig. Es waren etwa einhundert an der Zahl, die Stärksten unter ihnen befanden sich gerade einmal auf Level 40.

Die normalen Bewohner standen dem Thron zugewandt in Reihen, während sich die aufgrund ihrer Minderwertigkeit deplatziert erscheinenden Untoten fast an vorderster Front gleich neben den Ebenenwächtern selbst befanden. Sie befanden sich erschreckend nah am Thron, was auf einen höheren Rang schließen ließ, als sie tatsächlich innehatten.

Diese bevorzugte Behandlung war unerhört, allerdings gab es einen guten Grund dafür. Ainz Ooal Gown, der Herrscher der Großen Gruft von Nazarick, hatte sie selbst erschaffen. Allein aus diesem Grund wäre es falsch gewesen, sie zu vernachlässigen.

Sämtliche Anwesenden waren Ainz’ Untertanen. Jeder von ihnen diente ergeben der Gilde Ainz Ooal Gown, gleichzeitig existierte eine festgelegte Rangfolge. Selbstverständlich standen von den Einundvierzig Erhabenen Wesen erschaffene NPCs an der Spitze. Unter ihnen bekleideten die Ebenenwächter die höchsten Ränge.

Danach folgten die automatisch spawnenden Monster und die vom Yggdrasil-Söldnersystem erschaffenen Lakaien. Der Status von Lakaien hing gewissermaßen von ihrer Stärke und ihren Aufgaben ab, doch der Großteil war einander ebenbürtig.

Wie also passten die von Ainz erschaffenen Untoten dazu?

Diese Frage bereitete Albedo, der Befehlshaberin der Wächter, Kopfzerbrechen. Sie fragte sich, ob man sie als den NPCs ebenbürtig betrachten sollte. Als sie Ainz deswegen fragte, lächelte er lediglich und sagte, dass die niederste Position ausreichend sei.

Seine Fähigkeit, Untote zu erschaffen, unterlag täglichen Einschränkungen, dafür kostete sie nichts. Die hochstufigen Lakaien der Wächter hingegen verdankten ihre Existenz Goldmünzen oder dem Yggdrasil-Söldnersystem, bei dem man richtiges Geld benutzte. Sollten seine Untoten sterben, stellte das im Gegensatz zu den hochstufigen Lakaien keinen Verlust dar. In deren Fall war das Geld verloren. Was Ainz anging, waren seine kostenlos erschaffenen Monster denen, die Geld kosteten, deutlich unterlegen, selbst wenn er als Rohstoff Leichen benötigte.

Allerdings teilten seine loyalen Untergebenen diese Ansicht nicht. Obwohl die Entscheidung ihres großzügigen Herrschers Albedo zu Tränen rührte, konnte sie sie nicht akzeptieren. Indem sie eine Ausnahme gemacht und die Lakaien weit vorne platziert hatte, hatte sie das Problem umgangen.

Vom höchsten Punkt des Saals aus überblickte Ainz die Reihen, über deren Anordnung sich Albedo den Kopf zerbrochen hatte, und sprach wie ein Orakel. Nein, auf alle Wesen unter seiner Herrschaft wirkten seine Worte wie die einer Gottheit.

»Als Erstes möchte ich Sebas und Solution für ihre Bemühungen, Informationen zu beschaffen, danken. Gute Arbeit.« Ainz nickte zufrieden, während sich die beiden tief verbeugten. Allerdings stand ihm der schwierige Teil noch bevor. Für einen Normalsterblichen war es regelrechte Schwerstarbeit, sich wie ein König zu verhalten; der Druck war geradezu überwältigend. Vor ihm standen massenhaft Untergebene, in ihren Augen sah er nichts als Liebe und Respekt.

Ainz’ nicht vorhandener Magen schmerzte, während sein ebenfalls nicht existierendes Herz nervös klopfte. Einen Augenblick später war beides verflogen. Sein tiefgreifender Wunsch zu flüchten wurde von der Eigenheit seines untoten Körpers, keine zu großen Gefühlsschwankungen zuzulassen, unterdrückt. Sobald er der Ansicht war, seiner Rolle als Herrscher gerecht werden zu können, machte sich Ainz daran, Befehle zu erteilen.

»Ihr beide, tretet vor.«

Die Angesprochenen erhoben sich. Sie bewegten sich dermaßen synchron, man hätte den Eindruck bekommen können, dass sie das Ganze vorher einstudiert hatten. Sie stiegen die Stufen zum Thron hinauf, blieben vor Albedo stehen, die neben Ainz stand.

Dort knieten sie nieder.

»Seht mich an. In Anerkennung eurer hervorragenden Arbeit möchte ich euch belohnen.« Ainz schaute Sebas Tian an. »Sebas, du hast mich um Tsuares Leben gebeten, allerdings habe ich sie unter meinen persönlichen Schutz gestellt, um eine persönliche Schuld zu begleichen – das hatte nichts mit deinem Dienst zu tun. Darum gewähre ich dir einen Wunsch. Also, sage mir, was du möchtest.«

Jemanden öffentlich zu loben, konnte andere dazu animieren, sich besonders zu bemühen, darum wurden Auszeichnungen für besondere Leistungen häufig vor der ganzen Firma verliehen. Durch Belohnungen motivierte Angestellte verbesserten die Effizienz der Organisation. Darum hatte Ainz auf seine Erfahrung als Arbeitnehmer zurückgegriffen und so viele seiner Untergebenen hier versammelt – um sie auf diese Weise anzuspornen.

Sein Plan barg allerdings auch eine nicht zu verachtende Gefahr – dass er sich vor einer großen Schar dieser Wesen als charismatischer Herrscher geben musste. Für einen Normalsterblichen war das alles andere als einfach. Doch als letzter Spieler in der Großen Gruft von Nazarick musste er diese Aufgabe bewältigen.

Ich muss mich ihrer Hingabe würdig erweisen.

Während sich Ainz zusammenriss, zitterte Sebas’ Schnauzbart.

»Mein Wunsch ist es, Euch voller Hingabe zu …«

Die sind unvorstellbar loyal. Darum stehe ich auch unter einem solchen Druck …

»Schön, aber ich belohne dich für gute Arbeit. Ein Herrscher sollte das tun. Und du solltest wissen, es gibt Gelegenheiten, in denen ein Mangel an Selbstsucht eines Untergebenen seinen Herrscher verärgern kann.«

»Mein Gebieter, ich bitte um Verzeihung! In dem Fall …« Sebas Tian dachte ein paar Sekunden lang nach, bevor er weitersprach. »Ich bitte Euch, seid so gütig und stellt Tsuare, meinem Mündel, Kleidung und andere Notwendigkeiten zur Verfügung.«

»Was Kleidung angeht, da könnte ich was aus meiner Privatsammlung opfern, aber …«

Da es während seiner Zeit in Yggdrasil kaum Gelegenheit gegeben hatte, seltene Items oder von Spielern erstellte Skins häufiger als einmal zu finden, hatte er praktisch jedes kosmetische Item eingesammelt, das auch nur vage interessant aussah. Und das galt nicht nur für Ainz. Seine Freunde hatten sich genauso verhalten. Vermutlich traf das auf jeden Spieler zu.

Ainz’ Gildenkamerad, der Mann, der Shalltear erschaffen hatte – Peroroncino –, bezeichnete es als die Gewohnheit, alles mitzunehmen, auch wenn man sich nicht sicher sei, ob man es überhaupt benutzen wird, so wie man es mit sexy Bildern macht. Nun, meistens vergisst man es und es gammelt in irgendeinem Ordner vor sich hin, aber …

Und genau das war passiert. Ainz hatte Ausrüstung für Männer wie auch für Frauen eingesammelt, doch der Großteil davon war eingelagert und nie benutzt worden. Das Zeug hing nutzlos in seinem Kleiderschrank. Es wäre sehr viel schlauer, eine Verwendung dafür zu finden.

Er überlegte, was er alles besaß. Kleidung in Yggdrasil neigte dazu, etwas kitschig zu wirken, dennoch vermutete er, dass sich etwas Passendes für Tsuare finden lassen sollte.

»Nein, das müsst Ihr nicht. Ihr wart bereits über alle Maßen gütig zu Tsuare. Ich denke, mehr wäre zu viel verlangt.«

»Ich verstehe … Nun gut. Aber was Kleidung angeht …«

Da Ainz nie in seinem Leben Frauenkleidung gekauft hatte, stellte das für ihn eine unlösbare Aufgabe dar. Was, wenn ihr das von mir Ausgesuchte nicht gefällt und sie deswegen denkt, ich hätte einen schlechten Geschmack? Das würde vermutlich seinem Ansehen unter der weiblichen Bevölkerung Nazaricks schaden.

»Hättet Ihr Einwände, wenn ich Narberal bitten würde, etwas einzukaufen? Der Herrscher der Großen Gruft von Nazarick sollte sich nicht mit dergleichen Dingen abgeben.«

Sebas Tian hatte Ainz’ Gedanken nicht gelesen, nichtsdestotrotz kam der Vorschlag zum perfekten Zeitpunkt.

»Narberal, das macht dir doch nichts aus, oder?«

Eine der NPCs vor der Treppe verneigte sich zur Antwort tief.

»Dann wäre das...



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