E-Book, Deutsch, Band 30, 400 Seiten
Reihe: Romana Weekend
Martin / Green / Cox Romana Weekend Band 30
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3327-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wild und schön wie Schottland
E-Book, Deutsch, Band 30, 400 Seiten
Reihe: Romana Weekend
ISBN: 978-3-7515-3327-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
WILD UND SCHÖN WIE SCHOTTLAND von LAURA MARTIN
'Du kommst mit mir nach Schottland.' Nur unter dieser Bedingung darf die aparte Fernsehmoderatorin Christy den Bestsellerautor Drew Michaels interviewen. Christy ist schockiert: Ein Wochenende allein mit ihrem Erzfeind in den Highlands?
SCHNEEGLÖCKCHEN FÜR DIE BRAUT von GRACE GREEN
Obwohl es Winter ist, nimmt Nairne Campbell einen Gast in ihrem kleinen Bed and Breakfast auf. Stephen Galbraith sah so verloren aus, als sie ihn auf dem Friedhof traf. Vorsichtig versucht sie, hinter sein Geheimnis zu kommen.
ZÄRTLICHE STUNDEN IM SCHLOSS DES MILLIARDÄRS von MAGGIE COX
In Liebe, dein SB: Der Brief, den Imogen in einem Buch entdeckt, berührt ihr Herz zutiefst. Unbedingt will sie den Verfasser finden - und landet auf dem schottischen Schloss des Milliardärs Seth Broden. Kann dieser kühle Mann wirklich der heiß verliebte SB sein?
Schreiben und Lesen gingen bei Maggie Cox schon immer Hand in Hand. Als Kind waren ihre liebsten Beschäftigungen Tagträumen und das Erfinden von Geschichten. Auch als Maggie erwachsen wurde, zu arbeiten begann, heiratete und eine Familie gründete blieben ihre erfundenen Heldinnen und Helden ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Was immer auch am Tag geschehen mochte - nachts kehrte Maggie in ihr Bett zurück und ließ ihre Figuren neue spannende und romantische Abenteuer erleben. Während ihrer langjährigen Karriere als Sekretärin drehte sich Maggies ganzes Leben um das Schreiben: Tagsüber verfasste sie nüchterne Geschäftsbriefe, abends füllte sie Seite um Seite in ihren Notizbüchern. Diese romantischen Geschichten blieben allerdings viele Jahre lang ihr Geheimnis - bis Maggie eines Tages ihren zweiten Mann kennenlernte, die große Liebe ihres Lebens! Er brachte Maggie dazu, ihre Geschichten bei verschiedenen Verlagen einzureichen. Und im Juli 2002 war sie endlich am Ziel ihrer Träume: Der berühmte Liebesromanverlag Mills & Boon veröffentlichte Maggies ersten Roman, der bei CORA unter dem Titel: Vertrau auf dein Herz erschien. Seitdem kann Maggie sich endlich ganz der Liebe widmen. Inzwischen sind bereits zahlreiche romantische Geschichten aus ihrer Feder erschienen, und ihre weltweite Fangemeinde wächst mit jedem neuen Buch.
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1. KAPITEL
„Christy?“
Sie konnte ihn auch im Halbdunkel gut erkennen. Auf einen Ellbogen gestützt, beobachtete er sie. Er war fassungslos. Wütend. „Du verschwindest einfach?“
Die glatten Hotelbetttücher bedeckten seinen kräftigen nackten Oberkörper nur unzureichend. Christy drehte sich kurz um. Ein feuchter Schimmer lag noch auf seiner Haut und erinnerte sie an die leidenschaftliche Umarmung, die sie in dieser warmen Sommernacht geteilt hatten. „Ich … dachte, du schläfst noch.“
Sie tastete weiter nach ihren verstreuten Kleidungsstücken. Die Bluse hatte sie schon gefunden, aber die genügte nicht – jedenfalls nicht, wenn sie aus diesem Luxushotel verschwinden wollte, ohne peinliches Aufsehen zu erregen.
„Du hast meine Frage nicht beantwortet.“ Seine Stimme klang unangenehm scharf, sodass es Christy kalt über den Rücken lief.
Wie kam sie überhaupt hierher? Warum hatte sie das alles geschehen lassen? Mit geschlossenen Augen streifte sie die Bluse über ihr volles blondes Haar und ging dabei hart mit sich ins Gericht.
„Komm wieder ins Bett, Christy. Es ist erst ein Uhr früh.“ Das klang wie ein Befehl. Drew Michaels war es offenbar gewohnt, dass man seinen Wünschen folgte.
Wenn es auch den Eindruck macht, dachte Christy, während sie weiter ihre Sachen zusammensuchte, ich bin keins von seinen Betthäschen. Ihre Augen hatten sich inzwischen an das schwache Licht gewöhnt, sodass sie den Kleiderhaufen neben dem Bett mühelos entdeckte.
„Wie konnte ich mich nur in eine so unmögliche Situation bringen?“, flüsterte sie vor sich hin. „Ich muss weg … weg von hier. Ich hätte niemals bleiben dürfen.“
Seit ihr Verlangen so wunderbar gestillt worden war, quälte sie nur ein einziger Gedanke: wie unendlich lächerlich sie sich gemacht hatte.
„Ich muss gehen.“ Ihre Stimme bebte, während sie noch einmal auf das Bett sah. „Ich hätte nicht mitkommen dürfen. Wir hätten nicht …“
Drew beugte sich vor und umfasste ihren Arm. Sein warmer Atem streifte ihre Schulter und ihren Nacken, was ihre Sehnsucht neu entfachte. „Warum so eilig, Christy?“
Diesmal klang seine Stimme warm und sanft, als wäre er selbst wieder dem Zauber verfallen, der sie noch kurz vorher umfangen hatte. Ihr Name floss geradezu von seinen Lippen, schmelzend verführerisch, um sie erneut in seinen Bann zu ziehen. Sie mit seinen Lippen und himmlischen Küssen willenlos zu machen. Wie konnten Küsse einen so weit bringen? Christy schloss die Augen und sank für einen Moment an Drews breite Brust.
„Sei nicht albern“, flüsterte er und küsste ihren Hals, während er gleichzeitig ihr Haar zurückstrich. „Du kannst mich jetzt nicht verlassen, das weißt du.“
Fast wäre Christy ihrer Schwäche erlegen. Eine einzige Berührung von ihm, und ihr Widerstand schmolz dahin. Sie spürte, wie sich das Verlangen tief in ihr regte, und wusste, dass ihr nur noch wenig Zeit blieb. Einige Minuten, vielleicht Sekunden, und es war um sie geschehen. Dann war es um ihren Stolz endgültig geschehen.
Mit einem Ruck machte sie sich los. Sie hatte sich immer geschworen, auf den einen richtigen Mann zu warten. Mit dreiundzwanzig noch unschuldig zu sein, mochte nicht der Norm entsprechen – jedenfalls nicht in der Welt, in der sie lebte. Doch damit war es jetzt vorbei. Sie hatte alles in einem einzigen unüberlegten Augenblick verschenkt.
Drew wollte sich damit offensichtlich nicht abfinden, das verriet ihr der eisige Blick seiner blauen Augen. Gerade erst hatten sie geleuchtet und vor Leidenschaft gesprüht, als er sie in seine Arme zog.
Was wollte sie sich eigentlich vormachen? Kein anderer Mann – ob einflussreicher Politiker, mächtiger Unternehmer oder berühmter Experte auf diesem oder jenem Gebiet – hatte Drew Michaels’ Aura, seine unvergleichliche Anziehungskraft besessen. Er brauchte eine Frau nur lange genug mit seinen blauen Augen anzusehen, ihren Namen zu flüstern und sie an die Hand zu nehmen. Christy war diesem Charme erlegen, wie alle anderen.
Auch jetzt lag ein Lächeln auf seinen Lippen, aber ein hartes, spöttisches, das nichts Gutes verhieß. „Du willst dich also wirklich davonstehlen?“ Drew lehnte sich zurück und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Einen so unwürdigen Abgang hatte ich nicht erwartet. Du lässt die überlegene Haltung vermissen, die wir alle an der gefeierten TV-Moderatorin bewundern. Was soll der Portier denken, wenn du mitten in der Nacht fluchtartig das Hotel verlässt?“
„Falls du dich um deinen Ruf sorgst …“
„Um meinen Ruf?“, unterbrach er sie. „Ich fürchte, an dem ist nichts mehr wiedergutzumachen. Außerdem bin ich in meinem Leben an einen Punkt gekommen, wo es mir gleichgültig ist, was die Leute von mir denken. Ehrlich, Christy, ich habe nur an deinen Ruf gedacht.“
Drew stand auf. Sein schlanker, dabei kräftiger nackter Körper schimmerte im Licht der verhängten Lampe und ließ alle Vorzüge – die dunkel behaarte Brust, die kräftigen Schenkel und den glatten Bauch – deutlich erkennen.
„Wirf einen Blick in den Spiegel, Christy. Gesteh dir ein, wie schön du aussiehst … erschöpft vom Liebesspiel, mit zerzaustem Haar. Tu es einfach.“ Drew umfasste mit beiden Händen ihre Taille und drehte Christy herum, sodass sie seiner Aufforderung folgen musste, während er dicht hinter ihr stehen blieb. „Sieh dich im Spiegel an.“
Christy erschrak fast vor dem Bild, das der Spiegel zurückwarf, denn es zeigte zwei aufregend unterschiedliche Personen. Drew groß, mit vollem schwarzem Haar, sie selbst etwas kleiner, schmaler, mit einem feinen zarten Gesicht in einer schimmernden Wolke goldblonden Haars.
Drew legte seine Hände auf ihren Bauch und strich die seidene Bluse glatt, bis sich ihre Brüste mit den schwellenden Knospen deutlich darunter abzeichneten. „Passen wir nicht wunderbar zusammen?“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Verrät dein Körper nicht sichtbar, was in dir vorgeht? Einmal genügt nicht, Christy. Lass uns von vorn mit dem Spiel beginnen. Lass mich deine Sehnsucht im Übermaß erfüllen …“
„Nein!“ Irgendwie, irgendwoher fand sie die Kraft zum Widerstand. Sie erwachte aus dem Reich der Träume und empfand nur noch die tiefe Enttäuschung darüber, dass das Ganze für Drew nur Befriedigung seines Sextriebs gewesen war.
„Nein“, wiederholte sie und löste sich aus seiner Umarmung. „Ich verschwinde, Drew … und zwar jetzt.“ Sie nahm all ihre Kraft zusammen, drehte sich noch einmal um und sah ihm in die Augen. Er sollte begreifen, dass sie es ernst meinte. „Kannst du nicht verstehen, wie ich mich fühle … als wäre ich mir selbst fremd geworden? Ich habe dir nachgegeben. Ich habe einem Mann, den ich so gut wie nicht kenne und auch nicht besonders mag, erlaubt, mit mir zu schlafen …“ Sie hatte immer aufgeregter gesprochen, und jetzt versagte ihr die Stimme. Indem sie die Wahrheit aussprach, begriff sie sich selbst nicht mehr.
„Wenn man dich so hört, könnte man meinen, du seist von mir gezwungen worden“, antwortete Drew beherrscht, aber mit hartem Unterton. „Dabei wissen wir doch beide, mit welcher glühenden, geradezu verzweifelten Leidenschaft du dich mir hingegeben hast, als sollten wir für immer eins werden.“
Seine grausame Offenheit raubte Christy für Sekunden den Atem. „Wie ich dich hasse!“, stieß sie mit blitzenden Augen hervor. „Ich muss wahnsinnig gewesen sein … oder betrunken … oder …“
„Du warst nichts von all dem, und das weißt du. Ein einziger Blick, und wir wussten beide, wie der Abend enden würde. Wir haben miteinander geschlafen, weil wir es beide wollten.“
„Erkläre mir nicht, wie ich mich zu verhalten habe. Das ist allein meine Sache. Ich sage und mache, was ich will!“ Ihre veilchenblauen Augen sprühten förmlich Feuer. „Mit mir kannst du nicht so umspringen wie mit den anderen Frauen, die du in dein Bett lockst. Ich habe für einige Stunden den Verstand verloren, aber glaub mir … er arbeitet wieder.“
„Tatsächlich?“ Drews Miene drückte deutlich seinen Zweifel aus, und plötzlich wurde Christy wieder beklommen ums Herz. „Ich glaube nicht, dass dein Publikum dich so kennt. Bist du noch die beherrschte, sich ständig selbst kontrollierende Christy King? Die ‚eiskalte Göttin‘ des Fernsehschirms? So hat ein Rezensent dich doch kürzlich genannt. Wie willst du dich verhalten, wenn wir uns morgen im Studio wieder begegnen? Wie wird die eiskalte Göttin, Miss Christy King, dann ihr Interview gestalten?“
Das waren seine letzten höhnischen Worte gewesen, und er hatte es ihr am nächsten Tag wahrhaftig schwer gemacht. Teuflisch schwer …
„Ich darf es wohl als besondere Auszeichnung empfinden, Mr. Michaels, dass Sie mir heute Abend dieses Interview geben? Es heißt, dass Sie selten dazu bereit sind.“ Christy rang sich ein charmantes Lächeln ab und wartete auf Drews Antwort.
Er ließ sich Zeit, als wüsste er nicht, dass Millionen von Zuschauern auf sein erstes Wort warteten. Wahrscheinlich sind starke Nerven seine Geheimwaffe, dachte Christy, die vor Herzklopfen kaum ruhig atmen konnte.
„Interviews sind eigentlich langweilig … eine ziemlich egoistische Art, die Zeit totzuschlagen“, antwortete er schließlich. Sein rechter Arm ruhte auf der Rückenlehne seines Sessels. „Um ehrlich zu...




