Buch, Deutsch, 702 Seiten
Reihe: Das Abendland. Neue Folge
Bearbeitung und Aneignung deutscher Literatur des 17. Jahrhunderts von 1770 bis 1830. Zugl. Habil.-Schr.
Buch, Deutsch, 702 Seiten
Reihe: Das Abendland. Neue Folge
ISBN: 978-3-465-03039-3
Verlag: Vittorio Klostermann
Die Studie behandelt die reproduktive und produktive Rezeption deutschsprachiger Barockdichtung von der Spätaufklärung bis zur Biedermeierzeit. Sie betritt damit weitgehend Neuland, denn bisherige Forschungen konzentrierten sich meist auf die romantische Aneignung älterer Dichtungen. Quellenmäßig breiter angelegt, versucht die vorliegende Arbeit, Kontinuitäten und Brüche in der Barockrezeption nachzuzeichnen, um in funktionsgeschichtlicher Perspektive generationsspezifische Rezeptionsinteressen freizulegen.
Das Material wird in drei Teilen systematisch dargestellt und exemplarisch interpretiert. Erstens zeigt die Untersuchung von Überlieferung, Verbreitung und editorischer Bearbeitung barocker Dichtungen, wie deren Fremdheit sukzessive an ästhetischem Reiz gewann. Zweitens werden Rezeptionsformen beschrieben, die zwischen Bearbeitung und Eigenschöpfung rangieren. Außerliterarische Faktoren wie etwa kulturkämpferische Motive sind dabei ebenso zu ermitteln wie ein zunehmendes ästhetisches Interesse an antiklassizistischen Tendenzen barocker Literatur. Der dritte Teil würdigt die kreative Rezeption barocker Dichtung: Studien zur Imitation barocker Personalstile, zur Adaption barocker Stilmuster und zur Poetisierung barocker Dichtergestalten verfolgen, wie sich im Rückgriff auf eine verschüttete nationalliterarische Tradition produktives Potential entfaltet.
Zielgruppe
Germanisten, Literaturwissenschaftler, Kunsthistoriker




