Mars | Bound by Flames | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: Funken und Asche

Mars Bound by Flames

Roman | Romantische Drachen-Fantasy
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-492-60951-7
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Romantische Drachen-Fantasy

E-Book, Deutsch, Band 1, 416 Seiten

Reihe: Funken und Asche

ISBN: 978-3-492-60951-7
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Prinzessin wird zur Drachenreiterin! Einen Drachen fliegt man nur zu zweit. Es ist eine Ehre - und ein Todesurteil, zumindest für den schwächeren der beiden Drachenreiter, dessen Lebenskraft von der Magie des Drachen verschlungen wird. Um einer Zwangsheirat zu entgehen, meldet sich Prinzessin Caja dennoch freiwillig, eine Drachenreiterin zu werden. Aber nur einer erklärt sich bereit, ihr Partner zu werden: der viel zu starke Reiter Sy mit seinem Drachen Eleni. Damit Caja überlebt, müssen sie ihre Kräfte ins Gleichgewicht bringen, und kommen sich dabei näher als gedacht. Doch Liebe ist unter Drachenreitern strengstens verboten ... Band 1: Bound by Flames Band 2: Freed by Fire

Liane Mars schreibt seit Jahren Fantasy- und Liebesromane mit viel Romantik, skurrilen Orten und zauberhaften Heldinnen. Sie liebt überraschende Wendungen und wechselt gerne von düsteren Geheimnissen zu Dialogen zum Schmunzeln - Wohlfühlbücher, die gleichzeitig fesseln und die Zeit vergessen lassen.
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»Dubhar«, hörte ich einen Wächter von den Zinnen unseres Schlosses so laut rufen, dass ich es bis in mein Turmzimmer vernehmen konnte und seine Warnung mich sogar aus dem Tiefschlaf riss. Gleich darauf läutete die Glocke auf dem höchsten Wehrturm Sturm, und ganz Avion erwachte mit einem Ruck.

Dubhar. Sie kamen wie immer mitten in der Nacht. Sobald sich die Menschheit zum Schlaf bettete und der rötlich schimmernde Blutmond am Firmament seine Bahnen zog, flogen sie in dichten, tödlichen Schwärmen los.

Wenn die Untiere die Hauptstadt meines Landes Altara angriffen, war das übel. In meiner Kindheit hatten sie das ein einziges Mal getan. Dreihundert Tote, darunter der König selbst. Mein Vater war über Nacht auf den Thron gesetzt worden. Ich erinnerte mich kaum an die damalige Attacke, da ich erst drei Jahre alt gewesen war, doch die Schreckgeschichten sorgten dafür, dass ich innerhalb eines Lidschlags aus meinem gemütlichen Bett sprang und mir hastig ein Kleid und die Stiefel anzog. Zeitgleich öffnete sich die Tür, und mein Leibwächter Leiad stürmte herein.

Im Gegensatz zu mir war er längst angezogen und schwer bewaffnet. An einem Gürtel um die Hüften trug er sein Schwert, und an zwei vor der Brust gekreuzten Lederschlaufen hatte er sich noch zusätzlich jede Menge Waffen gespannt. Dolche, Messer und Wurfsterne steckten darin. Über seine rechte Schulter hinweg entdeckte ich einen Pfeilköcher samt Bogen. Eindeutig. Leiad rechnete damit, heute Nacht um unser Leben kämpfen zu müssen. Anders als ich hatte er die Gefahr bereits vor der ersten Warnung des Wachtmagiers bemerkt.

Niemand wusste wirklich, was die Dubhar überhaupt waren oder woher sie stammten. Eines Tages hatte sich der Mond rot gefärbt, und sie hatten die Menschheit angegriffen.

Tödlich, präzise und alles vernichtend.

Das war vor einhundertfünfzig Jahren geschehen. Seitdem waren wir sie nicht mehr losgeworden. Im Gegenteil. Ihre Angriffe nahmen an Härte zu, und die Attacken folgten immer dichter aufeinander.

Anders als die übrigen Untiere wie die Drachen oder die Wyvern waren die Dubhar unsichtbar, sodass wir Menschen ihnen hilflos ausgeliefert waren. Wie sollten wir einen Gegner töten, wenn wir ihn nicht mal erkennen konnten?

Einzig düstere, knisternde Wolken voller Magie kündigten ihr Herannahen an. Doch kaum hatten unsere Magier diese Anzeichen entdeckt, war es eigentlich auch schon zu spät.

Endlich hatte ich die Stiefel angezogen und sah hoch. Leiad war kurz vor mir stehen geblieben und hatte dabei reichlich Dreckspuren auf meinem geliebten selbst geknüpften hellen Teppich hinterlassen. Eher achtlos kickte er einen leeren Tontopf zur Seite, ein Überbleibsel meiner gestrigen Pflanzaktion. Ich liebte Blumen, Kräuter oder Büsche, allerdings nahmen sie auch reichlich Platz in meinem Zimmer ein.

»Wir müssen runter in die Kellergewölbe«, erklärte mir Leiad und packte mich am Handgelenk, um mich Richtung Tür zu ziehen. Ich sträubte mich gegen diesen Griff.

»In die Gewölbe dürfen die Bediensteten nur in Begleitung der königlichen Familie. Wir müssen Eny holen.« Auf keinen Fall würde ich meine liebste Zofe und Freundin im Schloss zurücklassen, wenn die Dubhar hierher unterwegs waren.

In Leiads Blick flackerte etwas auf. Eny und er waren seit zwei Jahren heimlich ein Liebespaar, und natürlich sorgte er sich um seine Freundin, aber seine Pflicht, mich unverzüglich in Sicherheit zu bringen, stand ihrer Rettung im Weg.

»Wir haben keine Zeit, sie zu suchen. Im Trakt der Bediensteten herrscht völliges Chaos, da finden wir sie nie«, protestierte er, doch ich befreite mich aus seinem Griff und rannte an ihm vorbei, raus aus meinen luftigen Gemächern und auf den dunklen Gang. Früher hatte der gesamte Bereich zu den privaten Räumlichkeiten der königlichen Familie gehört. Als mein Vater gekrönt worden war, musste er in den Herrscherbereich umsiedeln. Ich war als Einzige nicht umgezogen, da ich mein Zimmer so sehr liebte.

Die von mir bemalten Wände. Meine vielen Blumen. Die selbst bestickten Vorhänge und vor allem der ausreichende Platz, um heimlich mit Leiad zu trainieren. Hoffentlich würde mein kleines Reich den Angriff der Dubhar heil überstehen.

Zu den Kellergewölben ging es nach links, doch den dazugehörigen Treppenabgang ignorierte ich. Stattdessen hielt ich auf die Räumlichkeiten der Bediensteten zu, Leiad dicht hinter mir.

Die ersten ängstlich greinenden Frauen hasteten mir entgegen. Zofen meiner Mutter. Gehilfinnen. Mägde. Sie alle versuchten, sich in den unteren Etagen in Sicherheit zu bringen, denn die fliegenden Dubhar vernichteten in der Regel zuallererst die Wehrtürme und die größeren Gebäude. Dazu gehörte bestimmt auch das Zentrum des Palastes. Wir mussten hier weg. Dringend.

Und was machte ich stattdessen? Ich rannte in die falsche Richtung und brüllte dabei: »Eny! Eny? Wo steckst du?«

Leiad hielt mich am Arm fest und versuchte, mich mit körperlicher Gewalt zur Umkehr zu bewegen. Da er mir jedoch nicht wehtun wollte, war das ein für ihn schwieriges Unterfangen.

»Eny ist da vorn«, half mir schließlich eine von Mamas Zofen weiter. Zu dritt riefen wir nach der Gesuchten, bis sich eine junge Frau verwirrt umdrehte. Als sie uns erkannte, quetschte sie sich winkend und fluchend durch die panische Menge zu uns. Sie trug ein schlichtes Nachtgewand, bestehend aus einem weißen Kleid, das ihr bis zu den Knien reichte. Ihre blonden offenen Haare flossen ihr in sanften Wellen bis zum Po, und in ihren blauen Augen stand nackte Todesangst.

»Was macht Ihr hier, Prinzessin?«, keuchte sie entsetzt. »Ihr müsst runter in die Katakomben. Die Dubhar greifen an!«

»Ich geh nicht ohne euch zwei«, erwiderte ich hitzig, schnappte sie an der Hand und zog sie hinter mir her. Leiad schirmte uns mit seinem breiten Rücken vor rempelnden Hektikern ab, bis wir zum rettenden Treppenabsatz gelangten. Diesmal war es jener, der uns in die Sicherheitsbereiche der Königsfamilie bringen würde. In einem Strom von Menschen eilten wir die Stufen hinunter.

Ein Krachen ertönte. Instinktiv duckten wir uns und sahen ängstlich zur hohen Decke hinauf. Dass die Kronleuchter schwankten und leise klirrten, war ein beängstigendes Detail. Zumal jetzt auch die Erde bebte.

Die Dubhar kamen nicht allein.

Meistens waren sie die Vorhut für eine ganze Armee tödlicher Untiere. Unter normalen Umständen hielten Bannrunen an den Schutzmauern die gigantischen Wyrm davon ab, sich darunter durchzuwühlen, doch sobald die Dubhar die ersten Sicherungen zerstört hatten, gab es kein Halten mehr.

Schlangenartige Wyrm. Drachenähnliche Drakon ohne Schwingen. Fliegende Wyvern. Sie alle kamen im Schutz der mordenden Dubhar, um in die Städte einzufallen, Vieh zu fressen, Menschen zu töten und ihre Zerstörungswut auszuleben. Ein einziger Angriff von allen vieren konnte ganze Hauptstädte in die Knie zwingen. So hektisch, wie die Glocke geschlagen wurde, waren bei dieser Attacke alle Untiere mit dabei.

»Wir müssen hier weg«, stellte Leiad besorgt fest. Diesmal packte er nicht nur mich, sondern auch Eny, um uns aus dem Gedränge zu einer kleineren Verbindungstür zu ziehen.

»Die führt nach draußen auf den Innenhof«, protestierte ich.

»Das weiß ich, aber wenn wir nicht zu den Katakomben durchkommen, nützt uns Eure gehobene Stellung rein gar nichts. Ihr hättet längst in den Schlafbereich der Königsfamilie umziehen müssen, dann hätte ich Euch viel besser evakuieren können. Sollten wir das hier überleben, werde ich diesen Fehler umgehend korrigieren.«

Leiad war vor Ärger über sich selbst ganz rot im Gesicht. Gleichzeitig ging er konzentriert unsere Möglichkeiten durch. »Wir versuchen es außenrum und beten, dass uns noch genügend Zeit bleibt«, bestimmte er.

Umgehend stieß ich die Tür auf und stolperte in den dahinterliegenden offenen Bogengang, der den Innenhof des Schlosses umspannte. Fackeln beleuchteten die Nacht. Auf den Wehrgängen liefen die Soldaten hektisch hin und her, riefen einander Befehle zu oder beteten. Ein Sirren war zu hören. Seltsam hoch und schrecklich laut. Direkt danach folgte ein Krachen.

»Die äußere Wehrmauer der Stadt ist gefallen«, brüllte ein Wachmann. »Sie sind...



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