Markus | Im Spiegel der Geschichte | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 304 Seiten

Markus Im Spiegel der Geschichte

Was berühmte Menschen erlebten
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-903441-02-6
Verlag: Amalthea Signum
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Was berühmte Menschen erlebten

E-Book, Deutsch, 304 Seiten

ISBN: 978-3-903441-02-6
Verlag: Amalthea Signum
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Affären, Schicksale, Glücksmomente ... ... sind es, bei denen die Menschheit den Atem anhält. Bestsellerautor Georg Markus hat für sein neues Buch in den Spiegel der Geschichte geblickt und zahlreiche spannende wie bewegende Entdeckungen gemacht. So erzählt er von einer bisher unbekannten Lovestory des reifen Franz Lehár, von Kaiserin Elisabeths geheimen Tagebüchern und von jenem Erzherzog, der aufbrach, um in Hollywood Karriere zu machen. Diese und zahlreiche andere Miniaturen aus Österreich und der Welt bieten ein charmantes, rundum gelungenes Lesevergnügen. Aus dem Inhalt: Habsburgs König der Ukraine Das Testament des Walzerkönigs Johann Strauss Hofmannsthals Verwandtschaft mit dem englischen Königshaus Als Charlie Chaplin nicht in die USA einreisen durfte Eine Baronin überlebt den Ringtheaterbrand Der chinesische Minister aus Wöllersdorf Anna Demels doppelte Hochzeit Der Frauenmörder von Paris Eine Begegnung mit Prinz Charles und viele andere Mit zahlreichen Abbildungen

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor großer Biografien, die in viele Sprachen übersetzt wurden, einen Namen machte. Seine Bücher führen monatelang die Bestsellerlisten an. Georg Markus ist Autor der »KURIER«-Kolumne »Geschichten mit Geschichte« und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
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Vorwort


Auf Dachböden, in Kellern und alten Truhen


Vorwort


A ls ich neulich in den Spiegel sah, dachte ich mir: Mein Gott, wie alt er doch geworden ist, der Spiegel.« Hat einmal ein witziger Mensch gesagt und damit ein Thema angeschnitten, das früher oder später jeden und jede von uns betrifft. Was immer wir im Spiegel der Geschichte betrachten, ist alt geworden, egal, ob es sich vor zehn, vor fünfzig oder hundert Jahren zugetragen hat. Andererseits ist sie auch ganz jung geblieben, die Geschichte. Und mitunter sehr lebendig – immer dann nämlich, wenn man Neues entdeckt, das Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte im Verborgenen geblieben ist.

Die bislang unentdeckten Schätze lagern auf Dachböden, in Kellern und alten Truhen und warten nur darauf, aufgespürt und gehoben zu werden. Erfreulicherweise gelingt das immer wieder, oft mithilfe meiner aufmerksamen und mir zugeneigten Leserinnen und Leser. Schon das erste Kapitel ist ein Beweis dafür. Ein Wiener überreichte mir ein Konvolut, das er von seiner Mutter geerbt hat. Das Besondere daran: Die darin befindlichen, nie zuvor veröffentlichten Briefe stammen aus sehr prominenter Hand. Sie wurden von keinem Geringeren als Franz Lehár geschrieben und stellen einen historisch einzigartigen Schatz dar: die private und zuweilen intime Post, die der Operettenkönig eineinhalb Jahre lang an eine sehr junge, sehr hübsche Frau geschickt hat. Blieb der Komponist in seiner Verehrung anfangs noch zurückhaltend, so zeigt er mit jedem neuen Schreiben die immer größer werdende Zuneigung bis hin zur Liebe inklusive Geheimtreffen in Bad Ischl. Doch die große Liebe des Komponisten findet ein tragisches Ende.

Kaiserlich-Königliches darf in einem Buch, das Österreich im Spiegel der Geschichte zeigt, nicht fehlen. Im Besonderen stechen zwei Erzherzöge heraus. Der eine – und das ist im Jahr 2022 ziemlich aktuell – war nahe daran, König der Ukraine zu werden. Der andere wollte in Hollywood Karriere machen.

Kein »echter« Habsburger, aber der Schwiegervater des Kronprinzen Rudolf war König Leopold II. von Belgien, einer der blutrünstigsten Monarchen auf Europas Thronen, der in seiner Habgier und seiner Skrupellosigkeit Millionen Menschen versklaven und hinrichten ließ. Seine Verbrechen wurden bislang viel zu wenig aufgearbeitet.

Dass Kaiserin Elisabeth sehr persönliche Gedichte und Tagebucheintragungen verfasst hat, ist Kennern der österreichischen Geschichte bekannt – es hat sie nur wegen ihrer Fülle und eher bescheidenen literarischen Qualität kaum jemand gelesen. Ich habe daher versucht, ihre Darlegungen radikal zu kürzen, den Fokus auf das Wesentliche zu richten und so ihre zuweilen revolutionären und gegen die eigene Familie gerichteten Gedanken erkennbar zu machen.

Weg von den kaiserlichen Hoheiten bewegen wir uns im Kapitel Historische Kriminalgeschichten. Da geht es um den Frauenmörder Landru, den legendären Mafioso Al Capone und die Geschichte des nie geklärten Todes der Millionärin Sunny von Bülow, deren Ehemann lange als Hauptverdächtiger galt. Und weil die Familiengeschichte derer von Bülow so außergewöhnlich ist, wird sie im Anschluss an den Kriminalfall auch gleich erzählt: von Richard Wagner bis Loriot.

Von Drei Baumeistern der Republik handelt das gleichnamige Kapitel, nämlich von Leopold Figl, dessen Tochter mir aus seinem dramatischen Leben erzählte, vom Staatsvertragskanzler Julius Raab und von Bruno Kreisky. Letzterer kann aus nächster Nähe erforscht werden, da sein Handelsminister Josef Staribacher während Kreiskys dreizehnjähriger Kanzlerschaft ein Tagebuch führte, in dem er seine Erlebnisse mit dem »Sonnenkönig« akribisch niederschrieb. Manchmal auch durchaus kritisch. Die Tagebücher befinden sich heute im Bruno Kreisky Archiv.

In der Kleinen österreichischen Welt spielen Dienstmänner mit, aber auch eine Baronin, die auf wundersame Weise die Vorstellung des Ringtheaters überlebte, in der durch einen Großbrand mehr als dreihundert Menschen ums Leben kamen.

Die am Rande des Wienerwalds gelegene Himmelstraße in Wien-Grinzing zählt zu den schönsten Verkehrswegen der Stadt, weshalb wohl in keiner anderen Straße so viel Prominenz zu Hause war wie in dieser: Zwei Bundespräsidenten, zwei Bürgermeister, Österreichs bedeutendste Schauspielerdynastie, mehrere weltberühmte Komponisten, ein nicht minder berühmter Dirigent, ein Nobelpreisträger, Architekten, Maler, Wissenschaftler …

Berühmt, wenn auch auf ganz andere Weise, wurde ein Wiener Polizist, dessen Geschichte im Kapitel Gemma, gemma, Vaterl! erzählt wird. Er regelte den Verkehr an der Ringstraße so virtuos, dass Fußgänger wie Autofahrer dem »Toscanini von Wien« Applaus spendeten. In der Kleinen österreichischen Welt geht es auch um einen Arzt, der in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt aufwuchs und später chinesischer Gesundheitsminister wurde, um die Grande Dame der Wiener Zuckerbäckerinnen, Anna Demel, und um einen Burgschauspieler, der sich über den Verlauf eines Boxkampfes dermaßen aufregte, dass er tot umfiel. In einem anderen Kapitel trifft das Schicksal einen Opernsänger, der so unglücklich über eine Treppe stürzte, dass auch er nicht überlebte.

In Die Rettung der Hofburg schildere ich, wie ein paar beherzte Wiener in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges die von flüchtenden SS-Männern geplante Sprengung der Hofburg verhinderten. Auch die Quellen zu dieser Geschichte zählen zu den eingangs erwähnten Schätzen, die auf Dachböden, in Kellern und alten Truhen darauf warten, gehoben zu werden. Es war wieder ein treuer Leser, der mir die Unterlagen und Dokumente zu diesem Kapitel zur Verfügung stellte.

In den fünfzig Jahren, seit ich Journalist bin, kam immer wieder die traurige Aufgabe auf mich zu, Nachrufe schreiben zu müssen. Ich habe einige davon ausgesucht, die zu verfassen mir besonders naheging, da ich die Verstorbenen persönlich gekannt habe oder gar mit ihnen befreundet war. Es sind Auszüge aus den Nekrologen auf Peter Alexander, Johannes Heesters, Fritz Eckhardt, Paul und Attila Hörbiger, Paula Wessely, Marcel Prawy, Hugo Portisch und Udo Jürgens.

Auf Udo Jürgens folgt logischerweise Musikalisches. Wenn wir am Beginn dieses Buches Persönliches über Franz Lehár erfahren, dann steht hier wohl auch dem Walzerkönig ein Kapitel zu: Es geht um das Erbe von Johann Strauss Sohn – nicht um das künstlerische, das ist ja hinlänglich bekannt –, sondern um das materielle. Auf den Seiten 222232 wird das private Testament des Walzerkönigs eröffnet, aus dem hervorgeht, wie er sein nicht unbeträchtliches Vermögen anlegte. Um es gleich vorwegzunehmen: vor allem in Immobilien.

Wussten Sie übrigens, dass Johann Strauss auch zwei Schwestern hatte? Sie sollten angeblich wie ihre berühmten Brüder die Strauss-Kapelle als Dirigentinnen übernehmen. Doch der Plan zerschlug sich.

Nach den vorwiegend österreichischen komme ich im Spiegel der Geschichte einmal mehr auf internationale Themen zu sprechen. Etwa, wie man Charlie Chaplin die Einreise nach Hollywood verwehrte, obwohl dort fast alle seine Filme gedreht wurden. Oder dass Marlon Brandos Sohn wegen Totschlags vor Gericht stand. Und wie es dazu kam, dass James Dean mit seinem Porsche in den Tod raste.

Im Kapitel Aus der Welt der Schriftsteller schildere ich das familiäre Drama Franz Grillparzers und zitiere aus einem Brief Arthur Schnitzlers an das zuständige Polizeikommissariat, in dem er sich über einen Hausbesorger beschwerte, der zu einer für ihn ungünstigen Stunde die Teppiche ausklopfte. Ja, auch große Leute haben kleine Sorgen.

Dass wir den Namen Hofmannsthal im Abschnitt Schriftsteller finden, wird nicht weiter verwundern, dass er aber auch im Kapitel über das britische Königshaus auftaucht, wird erstaunen. Und doch: Die Familie Hofmannsthal ist durch Einheirat mit dem Haus Windsor verwandt. Wie genau, das erfahren Sie ab Seite 272.

Ein weiterer Royal in diesem Buch ist Prinz Charles, den ich im Frühjahr 2017 in der Wiener Hofburg traf – obwohl ich eigentlich in Mistelbach hätte sein sollen.

Vieles von dem, das in diesem Buch steht, konnte ich nur herausfinden, weil ich so lange schon über historische Themen schreibe. Und so kam es, dass ich, ehe ich dieses Vorwort zu Ende gebracht hatte, noch einmal in den Spiegel sah. Und mir dabei dachte: Vielleicht ist es doch nicht der Spiegel, der alt geworden ist.

Georg Markus,

Wien, im August 2022

Danksagung

Mein Dank gilt in erster Linie meiner lieben Frau Daniela, die mir seit 23 Jahren zur Seite steht und eine wichtige Ratgeberin ist.

Weiters danke ich den folgenden Personen für Auskünfte und Anregungen: Walter Riegler, Nikolaus und Dorothea Quidenus, Roman Eccher, Christoph Schmetterer, Michael...


Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor großer Biografien, die in viele Sprachen übersetzt wurden, einen Namen machte. Seine Bücher führen monatelang die Bestsellerlisten an. Georg Markus ist Autor der »KURIER«-Kolumne »Geschichten mit Geschichte« und Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.



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