E-Book, Deutsch, Band 53, 512 Seiten
Reihe: Historical Exklusiv
Manning / Dickson Historical Exklusiv Band 53
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6074-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Geraubte Küsse - verbotenes Begehren
E-Book, Deutsch, Band 53, 512 Seiten
Reihe: Historical Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-6074-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
STOLZES HERZ AUF THORNWOOD HALL von MANNING, JACKIE
Thornwood Hall, ihr geliebtes Zuhause, soll verkauft werden? Das will die junge Witwe Becky mit allen Kräften verhindern. Ihre Entschlossenheit, den neuen Besitzer Nick zu verachten, wird jedoch auf die Probe gestellt als er ihr einen feurigen Kuss raubt. Becky ist hin- und hergerissen zwischen Vernunft und Verlangen. Denn wenn sie nicht aufpasst, hat ihr Nick bald nicht nur ihr Gut gestohlen ... sondern auch ihr Herz!
STÜRMISCHE EROBERUNG von DICKSON, HELEN
Die aparte Prudence Fairworthy ist anders als alle Frauen, die ihm je begegnet sind - so anders, dass Lord Lucas Fox einfach nicht widerstehen kann. Für gewöhnlich hat er bei den Damen leichtes Spiel - sie hingegen will nichts von ihm wissen. Schnell steht für Lucas fest, die oder keine! Also lässt er seinen Charme spielen - und entdeckt, wie schwierig es sein kann, eine Frau nach allen Regeln der Kunst zu erobern ...
Helen Dickson lebt seit ihrer Geburt in South Yorkshire, England, und ist seit über 30 Jahren glücklich verheiratet. Ihre Krankenschwesterausbildung unterbrach sie, um eine Familie zu gründen. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes begann Helen Liebesromane zu schreiben und hatte auch sehr schnell ihren ersten Erfolg. Sie bevorzugt zwar persönlich sehr die Zeit des Bürgerkrieges in England doch um ihren Lesern viel Abwechslung zu bieten, wählt sie auch andere geschichtliche Epochen für ihre Roman. Um für ihre historischen Liebesromane zu recherchieren, verbringt die Autorin viele Stunden in der Bibliothek. So lässt sie mit viel Fantasie und historischer Genauigkeit wunderschöne historische Liebesromane entstehen.
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PROLOG
London, England
Juli 1666
Es sieht aus, als wäre kein Leben mehr in ihm“, rief Barbara Villiers, Countess of Castlemaine, als sie dem königlichen Leibarzt zusah, wie er die schwarzen Blutegel von Kapitän Nicholas Sinclairs muskulöser Brust entfernte.
„Bei allem, was er durchgemacht hatte, sollte er auch tot sein“, antwortete King Charles und blickte dem Arzt über die Schulter, während dieser die Verletzungen des Verwundeten behandelte.
Ein gut aussehender Teufel, dachte Barbara insgeheim. Trotz des hohen Blutverlustes durch seine zahlreichen Wunden hatte sich sein gutes Aussehen nicht verändert. Sobald sich Sinclair von seinen Verwundungen erholt hätte, wäre er eine wahre Bereicherung für den königlichen Hof.
Wenn er überlebte.
Der König zog die dunklen Augenbrauen besorgt hoch. „England braucht ihn lebend, William. Ihr dürft ihn nicht sterben lassen.“
„Gewiss nicht, Majestät“, kam gedämpft die Antwort des königlichen Leibarztes.
Barbara lächelte. Sie wusste, selbst wenn der Arzt anderer Ansicht wäre, würde er es nicht wagen, diese in der Gegenwart des Monarchen von sich zu geben. Ihre Aufmerksamkeit wandte sich nun wieder King Charles zu, dem Mann, den sie seit nunmehr sechs Jahren auf das Intimste kannte. Warum hatte er darauf bestanden, dass Sinclair in ein Gemach des Palastes gebracht wurde, während die anderen verwundeten Offiziere in den Hospitälern behandelt wurden? Und warum hatte der König persönlich Krankenwache bei ihm gehalten? Noch nie hatte sie Seine Majestät so besorgt gesehen, außer wenn seine eigenen Kinder krank waren. Barbara fühlte sich unbeachtet und trat an die andere Seite des mit einem Baldachin versehenen Bettes, um neben dem König zu stehen. Dabei streifte ihr Busen seinen samtenen Ärmel. „Kommt, Majestät. Warum ruht Ihr nicht ein wenig aus in Eurem Schlafgemach? Ihr braucht ebenfalls Ruhe.“ Sie zwinkerte ihm zu und schenkte ihm ein einladendes Lächeln.
Charles wandte keinen Blick von dem Verwundeten. „Geht, meine Liebe. Ich möchte hier bei ihm bleiben.“
Barbara verbarg ihre Verärgerung. „Wenn Ihr es vorzieht, zu bleiben, so leiste ich Euch Gesellschaft“, antwortete sie mit einschmeichelnder Stimme.
Der König belohnte sie mit einem wohlwollenden Lächeln. Sie wechselte einen intimen Blick mit ihm, dann nahm sie neben dem Bett Platz. Der Verwundete stöhnte. Der König hielt den Atem an.
Barbara betrachtete den jungen Mann, der so viel königliche Aufmerksamkeit auf sich zog. Seine dichten schwarzen Augenbrauen und das schwarze Haar bildeten einen scharfen Kontrast zu den cremefarbenen Seidenkissen unter seinem Kopf. Glanz erstrahlte in ihren blauen Augen, als sie in sein sonnengebräuntes Gesicht blickte. Waren seine Augen braun oder blau? Der Gedanke durchfuhr sie, sie könnte das vielleicht niemals herausfinden.
„Ich glaube, er kommt zu sich“, rief der Arzt erleichtert.
Der König klatschte in die Hände. „Sinclair, könnt Ihr mich hören?“
Der Kranke öffnete die Augen, und Barbara sah, dass sie grau waren, grau wie die Themse an einem Januarmorgen. Und genauso kalt.
„Wo … wo bin ich?“ Seine Baritonstimme ließ ihr Innerstes vibrieren.
„Ihr befindet Euch bei Seiner Majestät, King Charles, in den königlichen Gemächern des Palastes von Whitehall.“ Der Arzt ließ einen lauten Seufzer vernehmen. „Ihr habt großes Glück gehabt, Captain.“
Nicholas Sinclair richtete sich auf, das seidene Laken glitt von seiner nackten Brust und bildete sanfte Falten um seine Taille. „Meine Männer! Wo sind meine Männer?“
Barbara schien der Atem zu stocken. Sie hatte seine breiten Schultern bemerkt, doch erst als er sich aufgerichtet hatte, sah sie seinen perfekt geformten Körper. Sie merkte, wie der König sie ansah, und senkte den Blick.
„Wir sprechen später über Eure Mannschaft“, sagte der König schließlich. „Jetzt müsst Ihr ruhen.“
„Nein. Ich … ich muss zu … meinen Männern.“ Sinclairs Gesicht verzerrte sich vor Schmerz, als er den Arzt mit unerwarteter Kraft beiseite stieß. Als seine bloßen Füße den Boden berührten, fiel der Blick seiner grauen Augen zum ersten Mal auf Barbara. Er verharrte, da er sich plötzlich seiner Nacktheit bewusst wurde, und griff nach dem Laken, das beinahe von seinem Schoß geglitten wäre.
Barbara lächelte darüber, denn ihr war klar, dass er sie als die Geliebte des Königs erkannt hatte. Er sah, wie sie ihn keck anstarrte, ohne peinlich berührt den Blick von ihm zu wenden.
Als Sinclair erkannte, dass Barbara sich von seinem nackten Zustand nicht beleidigt fühlte, zog er das Laken um sich und versuchte aufzustehen. Doch er schwankte, und als der Leibarzt ihn sanft gegen die Kissen drückte, leistete Sinclair keinen Widerstand.
„Ihr habt diesmal den Teufel betrogen, Sinclair“, sagte der König. „Ich würde es so bald nicht wieder versuchen.“
„Beim nächsten Mal könnte es sein, dass Ihr nicht so viel Glück habt“, ergänzte der Arzt.
Sinclair biss vor Schmerzen die Zähne zusammen. „Wo sind meine Männer?“, schrie er.
Bei Sinclairs unbotmäßigem Ton in des Königs Gegenwart erblasste der Arzt.
Doch der König ignorierte den Ausbruch, seine Züge wirkten ernst, als er den Mann betrachtete. „Nun gut, Sinclair“, sagte er endlich. „Ich fürchte, Ihr gebt keine Ruhe, bis Ihr es wisst.“
Sinclair zuckte zusammen, atmete tief durch und zögerte. „Sie sind tot, oder?“
Der König schloss die Augen und nickte. „Die meisten von ihnen.“ Als er die Augen öffnete, schimmerten Tränen darin. „Euer Schiff erhielt einen Volltreffer. Ihr selbst wart bewusstlos, und die wenigen Überlebenden brachten Euch in Sicherheit. Der Arzt meint, er könne Euer Bein retten.“
„Mein Bein!“ Sinclair presste seine verbundenen Finger zusammen. „Was schert mich mein Bein!“ Er hämmerte mit den Fäusten auf das Bett. „Ich wollte, ich wäre umgekommen, zusammen mit meiner Mannschaft.“ Er warf sich in den Kissen hin und her. „Zur Hölle verdammt! Verdammt! Verdammt! Verdammt!“
Der König holte tief Luft und ließ resigniert die Schultern hängen. Nach einem kurzen Augenblick wandte er den Blick dem Offizier zu. „Die Holländer haben uns blutig geschlagen, Sinclair. England braucht einen Helden, und Ihr seid dieser Mann. Als Ihr Euer Schiff der holländischen Flotte entgegenstelltet, habt Ihr dadurch die ‚Royal Charles‘ und somit den Stolz Englands gerettet. Denkt doch, welche Freude es den Holländern bereitet hätte, hätten sie meine königliche Jacht versenkt.“ Die schwarzen Augen des Königs leuchteten voll Stolz. „Ihr seid der Held, den England braucht, Sir Nicholas.“
Sinclairs Augen wurden groß, und seine schwarzen Augenbrauen hoben sich vor Überraschung. „Sir Nicholas …?“
„Ja. Ich habe Euch den Titel eines Baronets zusammen mit den dazugehörigen Ländereien zuerkannt.“ Barbara hielt ihre Überraschung zurück. Üblicherweise teilte der König ihr solche Dinge vorher mit, davon indes hörte sie eben zum ersten Mal. Eigenartiges ging vor sich, und ihre Neugier wuchs.
Sinclair schüttelte den Kopf. „Ein Schiff möchte ich, nicht ein Gut! Mein Leben ist die See. Ich bin kein Schafzüchter …“
„Natürlich seid Ihr das nicht“, sagte der König und unterdrückte ein Lächeln. „Indes, Thornwood Hall ist nun in Eurem Besitz und Eurer Verantwortung. Außerdem habe ich einen Hintergedanken dabei.“ Er schritt vor dem Bett auf und ab, dann wandte er sich Sinclair zu. „Vor der Restauration war Thornwood Hall das Geschenk für einen General Cromwells.“ Der König zögerte einen Augenblick. „Ein anständiger Mann, wenngleich seine politischen Ansichten fehlgeleitet waren. Als ich auf den Thron zurückkehrte, habe ich General Forester nicht von dem Land, das er ertragreich führte, entfernt, sondern ich schlug ihm einen Handel vor. Ich bot dem alten Mann besondere Steuervorteile. Er und seine Frau sollten den königlichen Besitz bewirtschaften, und die Steuern sollten sich nach den jährlichen Erträgen des Gutes richten. Bereitwillig waren sie damit einverstanden.“
„Was hat das alles mit mir zu tun?“, fragte Sinclair, der offensichtlich unter starken Schmerzen litt.
„Der General starb einige Jahre später. Seit damals hat Thornwood Hall kaum Profit abgeworfen. Ich möchte, dass Ihr herausfindet, warum das so ist. Außerdem handelt es sich um ein liebliches Anwesen. Ein idyllischer Ort zur Genesung.“
Barbara hätte nur zu gern gewusst, ob dem König ihr Interesse an Sinclair aufgefallen war, und sie wünschte deshalb den gut aussehenden Offizier weit weg vom Hof, während er sich von seinen Wunden erholte. Schon der bloße Gedanke bereitete ihr Vergnügen.
„Ich möchte mich auf See erholen, indem ich die Holländer bekämpfe, Majestät. Ich würde verrückt werden beim Schafehüten.“ Sinclairs Stimme klang schwächer, und Barbara merkte, dass er sich zu viel zugemutet hatte.
Das Gesicht des Königs wurde ernst. „Ich wünschte, England hätte das Geld, Euch ein Schiff zu geben, Sinclair. Doch die königlichen Kassen sind leer durch diesen verdammten Holländischen Krieg. Nicht bevor der Schatzmeister uns einen Kredit von unseren auswärtigen Verbündeten sichert …“
„Die Holländer werden so lange nicht warten.“ Sinclairs Gesicht verzerrte sich, als er versuchte, sich aufzurichten. „De Ruyter muss aufgehalten werden …“
Der König trat näher. „Ich...




