Mallery | Wer früher küsst, ist länger verliebt | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 26, 336 Seiten

Reihe: Fool's Gold

Mallery Wer früher küsst, ist länger verliebt


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-95576-663-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 26, 336 Seiten

Reihe: Fool's Gold

ISBN: 978-3-95576-663-4
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Vorsicht ist besser als Nachsicht! Nach diesem Motto hat Maya mit ihrem Freund Schluss gemacht - bevor Del Mitchell sie abservieren konnte. Klingt seltsam, erschien ihr damals aber logisch, um ihr Herz zu schützen. Denn wie könnte ein sexy Bad Boy wie Del ein Mann für immer sein? Bei ihrer Rückkehr nach Fool's Gold läuft sie ausgerechnet ihm in die Arme. Und es kommt noch dicker: Zusammen müssen sie am Werbefilm für ihre Heimatstadt arbeiten! Da muss Maya scharf aufpassen. Oder ist es Zeit, den Sprung ins Ungewisse zu wagen?
'Fool's Gold wohnt ein Zauber inne, dass es zu einem liebevollen Wohlfühlort macht.'
Fresh Fiction
'Susan Mallery ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen.'
Nr.1-New York Times-Bestsellerautorin Debbie Macomer
'Die beliebte und erfolgreiche Autorin Susan Mallery ist ein Garant für mitreißende Liebesgeschichten.'
Booklist



Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.

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2. Kapitel

Maya hatte gehofft, ein wenig Zeit mit ihrer Freundin zu verbringen würde reichen, um Del aus ihren Gedanken zu vertreiben. Aber sie hatte sich geirrt. In der Nacht hatte sie wach gelegen und an ihn gedacht. Und als sie endlich eingeschlafen war, hatte sie von ihm geträumt. Nicht von dem jetzigen sexy und verboten maskulinen Del, sondern von dem Zwanzigjährigen, der ihr das Herz gestohlen hatte.

Total gerädert wachte sie auf. Lustig, bis sie ihn gesehen hatte, war es ihr möglich gewesen, ihn zu vergessen. Aber jetzt, da er zurück war, hing sie in einem Vakuum zwischen Vergangenheit und Zukunft, in einer Art Zeit-Raum-Kontinuum, fest.

Oder ich kämpfe einfach mit einer unerledigten Geschichte, dachte sie, als sie unter die Dusche trat. Denn so gern sie auch glauben würde, dass das Universum sich um sie drehte, wusste sie, dass dem in Wahrheit nicht so war.

Dreißig Minuten später war sie einigermaßen vorzeigbar. Sie wusste, das Einzige, was sie diesen Tag überleben lassen würde, wären Unmengen an Kaffee. Also verließ sie ihr kleines gemietetes Haus, hielt nur kurz inne, um ihre neu gepflanzten Blumen zu wässern, und machte sich dann auf zum Brew-haha.

In den zehn Jahren, in denen sie fort gewesen war, war Fool’s Gold gewachsen. Da sie auf der Highschool als Stadtführerin gejobbt hatte, waren ihr die Geschichte und der Aufbau der Stadt vertraut. Sie glaubte sogar, dass der Festivalkalender, den sie damals auswendig gelernt hatte, immer noch irgendwo in ihrem Kopf existierte. Vermutlich neben dem vollständigen Text von Kelly Clarksons „Since U Been Gone“.

Der Gedanke brachte sie zum Lächeln, und das Lied leise vor sich hin summend, betrat sie das Brew-haha.

Das Café war schlicht in hellen Farben und mit ausreichend Sitzplätzen eingerichtet. Im vorderen Bereich gab es eine lange Theke, in der die verlockenden, kalorienreichen Backwaren ausgestellt waren. Und ganz vorn in der aus sechs Leuten bestehenden Schlange stand ein großer, breitschultriger Mann.

Maya erstarrte auf der Türschwelle. Was nun? Sie würde sich Del irgendwann stellen müssen. Dank Bürgermeisterin Marsha würden sie sogar zusammenarbeiten. Aber sie hatte nicht gedacht, es schon vor ihrem ersten Kaffee mit ihm zu tun zu bekommen.

Das ist die Kehrseite einer ansonsten bezaubernden kleinen Stadt, dachte sie und schob ihre Bedenken beiseite, um sich in der Schlange anzustellen.

Del gab seine Bestellung auf, und was immer er gesagt hatte, es brachte das Mädchen an der Kasse zum Lachen. Dann trat er zur Seite, um auf sein Getränk zu warten, und fing sofort an, sich mit der Barista zu unterhalten.

Ist er schon immer so aufgeschlossen gewesen? fragte Maya sich, während sie ihn beobachtete und dabei versuchte, so zu wirken, als interessiere er sie überhaupt nicht – was in ihrem noch müden Zustand nicht ganz leicht war.

Die Schlange rückte vor. Mehrere Kunden blieben stehen, um Del zu begrüßen und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Ohne Zweifel wollen sie sich auf den neuesten Stand bringen, dachte sie. Del war hier aufgewachsen. Er kannte viele Leute.

Ein Teil der Unterhaltung drang an ihr Ohr. Sie erhaschte Wortfetzen über Skysurfing und die Firma, die er verkauft hatte. Denn als Del die Stadt verlassen hatte, hatte er sich nicht nur in eine neue, hochriskante Sportart gestürzt, er hatte auch ein entsprechendes Surfboard dafür entwickelt, eine Firma gegründet und diese später für sehr viel Geld verkauft. Was beeindruckend war. Und ein kleines bisschen nervtötend.

Sie gönnte ihm durchaus, dass sein Leben so gut verlaufen war. Aber musste er so gut aussehen und erfolgreich sein? War eine entstellende Narbe denn zu viel verlangt? Etwas, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen?

Aber nein. Mit seinem Dreitagebart und dem lässigen Lächeln war er immer noch so attraktiv wie ein Filmstar. Und sie musste es schließlich wissen. Immerhin hatte sie viele Videos von ihm gesehen und war immer wieder aufs Neue beeindruckt gewesen. Die Kamera liebte ihn, und das bedeutete, die Zuschauer taten es auch.

Endlich war sie an der Reihe und bestellte den größten Latte macchiato, den es gab. Sie überlegte, noch einen Espresso hinzufügen zu lassen, dachte dann aber, dass sie vermutlich später noch mal zurückkehren würde. Es war besser, das Koffein über den Tag zu verteilen.

Sie trat beiseite, um auf ihr Getränk zu warten, während Del noch immer mit verschiedenen Leuten sprach. Sie erwartete, dass er die Unterhaltung beendete und ging. Doch stattdessen kam er auf sie zu.

„Guten Morgen“, sagte sie, als er bei ihr war. Ihre Müdigkeit schwand, als das alte Kribbeln in ihren Zehen einsetzte und sich in rasender Geschwindigkeit bis zu ihrem Kopf ausbreitete. Panik ersetzte die Beklommenheit.

Nein, nein, nein! Es durfte kein Kribbeln geben und kein Wiedererkennen oder sonst irgendetwas. Auf keinen Fall. Nicht bei ihr. Sie weigerte sich, sich von Delany Mitchell angezogen zu fühlen. Nicht nach zehn Jahren und Tausenden von Meilen. Die Meilen waren für sie nur eine Metapher, aber für ihn real. Sie waren fertig miteinander, hatten sich weiterentwickelt. Okay, genau genommen hatte sie ihn auf gemeine und kindische Art fallen lassen, aber trotzdem war die Beziehung so vorbei, dass sie schon beinahe ein Fossil war.

Erschöpfung, sagte sie sich verzweifelt. Das Kribbeln war nur das Ergebnis ihrer Erschöpfung. Und vielleicht vom Hunger. Als Nächstes würde sie vermutlich ohnmächtig werden, und dann wäre alles wieder gut.

„Guten Morgen“, begrüßte Del sie und machte einen Schritt auf sie zu. „Du hast mich bei meiner Mutter verpetzt.“

Die Worte waren so ein krasser Kontrast zu dem, was sie gerade gedacht hatte, dass sie Probleme hatte, ihre Bedeutung zu verstehen. Als der mentale Rauch sich legte, konnte sie wieder atmen.

„Du meinst, ich habe ihr erzählt, dass du wieder in der Stadt bist?“

„Ja. Du hättest mir ruhig fünfzehn Minuten Zeit lassen können, um es ihr selbst zu sagen.“

Sie lächelte. „Ich wusste nicht, dass das ein Geheimnis ist. Ich habe nur eine Freundin besucht und ihr erzählt, dass du wieder da bist. Sie war überrascht.“

„So kann man es auch ausdrücken. Sie hat mir eine schöne Standpauke gehalten.“

Die Barista reichte Maya ihren Latte macchiato. Maya nahm ihn und ging in Richtung Tür. „Wenn du erwartest, dass ich mich deshalb schuldig fühle … das wird nicht passieren. Wie konntest du deiner Mutter verschweigen, dass du nach Hause kommst? Ich bin hier nicht die Böse.“

Del ging neben ihr her. „Ich wollte, dass es eine schöne Überraschung wird.“

„Ach, so nennt man das heutzutage?“

Er hielt ihr die Tür auf. Als sie auf dem Bürgersteig standen, zeigte er nach links, und sie ging mit ihm. Weil … nun ja … warum nicht?

„Du meinst, ich hätte sie wissen lassen sollen, dass ich für den Rest des Sommers zu Hause bin?“

„Als Freundin deiner Mom sage ich, ja, du hättest sie über dein Kommen informieren müssen. Oder ihr zumindest mitteilen, dass du da bist. Und wenn du nicht wolltest, dass ich es ihr erzähle, hättest du mich das wissen lassen müssen. Wenn sie dich ausgeschimpft hat, ist das deine eigene Schuld. Ich werde mir das nicht in die Schuhe schieben lassen.“

Er überraschte sie, indem er lachte. „Du hattest schon immer eine eigene Meinung.“

Damals war es vorgetäuschter Mut gewesen. Zu gern würde sie glauben, dass sie heute ein wenig mehr Erfahrung oder Rückgrat hätte, um es nicht mehr vorspielen zu müssen.

Sie erreichten den See. Del wandte sich dem Weg zu, der zu den Ferienhütten auf der anderen Seite führte, und Maya folgte ihm. Der Tag war sonnig und versprach, warm zu werden. Der August war oft der heißeste Monat in Fool’s Gold. Oben in den Bergen setzte der Herbst früh ein, aber nicht in der Stadt selbst.

Am Ufer des Lake Ciara, direkt südlich vom Golden Bear Inn, stand eine Ansammlung von Sommerhäusern, die von kleinen Studios bis zu großen Hütten mit drei Schlafzimmern reichten. Jede Hütte hatte eine Veranda mit ausreichend Platz, um darauf zu sitzen und den See zu betrachten. Es gab einen Spielplatz für die Kinder, eine gemeinschaftliche Feuerstelle und einen Fußweg in die Stadt.

Del ging auf eine der kleineren Hütten zu. Auf der überraschend großen Veranda standen mehrere Sitzmöbel.

„Keine Suite in Ronan’s Lodge?“, fragte sie und nahm auf dem angebotenen Sessel Platz.

Er setzte sich neben sie. „Ich verbringe auf meinen Reisen genügend Zeit in Hotels. Das hier ist besser.“

„Aber hier gibt es keinen Zimmerservice.“

Stirnrunzelnd sah er sie an. „Glaubst du etwa, ich kann nicht kochen?“

Es ist zehn Jahre her, schoss es ihr durch den Kopf. „Ich schätze, ich weiß nicht viel über dich.“ Nicht mehr. Das sagte sie nicht, dachte es aber. Denn es hatte eine Zeit gegeben, da hatte sie alles an Del gekannt. Nicht nur seine Hoffnungen und Träume, sondern auch, wie er lachte und küsste und schmeckte.

Die erste Liebe war immer intensiv. Doch für sie war sie noch weit mehr gewesen. Mit Del hatte sie das erste Mal in ihrem Leben zu hoffen gewagt, dass sie nicht alles allein tun müsste. Dass sie vielleicht, nur vielleicht, glauben könnte, dass jemand für sie da wäre. Der auf sie achtgab. Dem sie wichtig war.

Ein paar kleine Jungs spielten am Wasser. Ihre Mütter schauten von einer Decke im Gras aus zu. Das Schreien und Lachen der Kinder klang zu ihnen herüber.

...


Mallery, Susan
New York Times-Bestsellerautorin Susan Mallery wird von den Kritikern als mitreißende Autorin gefeiert und unterhält mit ihren witzigen, emotionalen Romanen über Frauen und ihre Beziehungen Millionen von Leserinnen auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem unerschrockenen Zwerpudel in Seattle, wo das Wetter zwar nicht gut, der Kaffee dafür aber umso besser ist.



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