Mallery | Inselpfade zum Glück | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

Reihe: HarperCollins

Mallery Inselpfade zum Glück


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7499-5057-7
Verlag: HarperCollins
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

Reihe: HarperCollins

ISBN: 978-3-7499-5057-7
Verlag: HarperCollins
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Freundinnen helfen einander, Träume wahr zu machen

Sophie, Kristine und Heather sind eigentlich nur Cousinen, aber dafür Freundinnen fürs Leben.
Nachdem ihr Traum von der eigenen Firma buchstäblich in Flammen aufgegangen ist, kehrt Sophie zurück nach Blackberry Island. Ihre Cousine Kristine hilft ihr beim Neuanfang auf der Insel - und gesteht ihren geheimen Wunsch: eine Bäckerei zu eröffnen. Auch die jüngere Cousine Heather hat Träume, die manchmal so fern erscheinen wie das Festland, das man nur bei gutem Wetter erspäht. Denn was soll man tun, wenn die eigene Familie partout dagegen ist? Was auch geschieht, wenn drei Inselschwestern einander stützen, ist kein Ziel zu weit.

»Herrlicher Strandschmöker!« Neues für die Frau über »Meeresrauschen und Inselträume«

»Ein unterhaltsamer und humorvoller Blick auf eine junge Frau, die sich zu sehr für andere aufopfert.« Taschenbuch-Magazin über »Meeresrauschen und Inselträume«

»In diesem ergreifenden Kleinstadtzauber-Roman führt Mallery auf wunderschöne Weise vor, wie stark Frauenfreundschaft sein kann und wie wichtig es ist, seinen Träumen zu folgen.« Publishers Weekly



Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.

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1. KAPITEL

Acht Jahre nach ihrer Scheidung hatte Sophie Lane den Dreh mit dem Dating immer noch nicht raus. Vermutlich war das allein ihre Schuld – wenn sie sich ein wenig anstrengen würde, wie ihre Cousine Kristine immer sagte, würde sie jemanden finden.

Doch aus Sophies Sicht gab es mit dieser Herangehensweise ein paar Probleme. Zum einen hatte Kristine direkt nach Abschluss der Highschool ihre Jugendliebe geheiratet und war seit sechzehn Jahren glücklich mit ihrem Mann zusammen. Sie war also nicht unbedingt jemand, der Dating-Ratschläge verteilen sollte. Zum anderen fehlte Sophie die Zeit, um sich »anzustrengen«. Ihr gehörte eine Firma, und sie liebte die viele Arbeit, die nötig war, um sie erfolgreich zu führen. Um ehrlich zu sein, fand sie ihr Unternehmen wesentlich interessanter als jeden Mann, was womöglich einer der Gründe für ihr Dating-Problem war. Nun ja, das und das tatsächliche Ausgehen.

Sich zurechtmachen, um sich zum Essen zu treffen und einem Mann drei Stunden lang bei Erzählungen über sich selbst zuzuhören, war nicht die Art, wie sie einen freien Abend verbringen wollte, wenn sie sich nicht gerade um eine Krise in der Firma kümmern musste. Außerdem hatte sie die Regeln nie wirklich verstanden.

Sie war sich ziemlich sicher, dass es nach drei Dates Sex geben sollte, aber so lief das bei ihr nicht. Wenn sie einen Mann mochte und Sex mit ihm haben wollte, warum sollte sie dann warten? Sie hatte viel um die Ohren. Wenn sie beim ersten Date Interesse verspürte, warum sollte sie es nicht einfach tun? Den Kopf freikriegen, sozusagen, und danach fröhlich mit ihrem Leben weitermachen. Denn wenn sie es beim ersten Date nicht tun wollte, war sie beim dritten sicher auch nicht interessiert. Aber bis dahin hatte der Typ ihre Nerven vermutlich bis zum Zerreißen strapaziert.

Deshalb war sie inzwischen auch fest davon überzeugt, dass es ein großer Fehler gewesen war, einem zweiten Date mit Bradley Kaspersky zugestimmt zu haben. Nicht, dass seine sechzigminütige Erklärung an ihrem ersten Abend, wie das Zielen per Laserpeilung funktionierte, nicht faszinierend gewesen wäre … Unter normalen Umständen hätte sie die Sache beendet, nachdem die Rechnung – auf ihren Wunsch getrennt – bezahlt worden war. Sie hätte Bradley erklärt, dass er nichts für sie war, und es trotz des netten Abends kein zweites Date geben würde. Und nein, er sollte sich nicht die Mühe machen, sie anzurufen oder ihr Nachrichten zu schicken.

Genau das hätte sie getan, nur … Sie war einsam. CK war weg, und sie konnte es immer noch nicht richtig fassen. In ihr leeres Apartment zurückzukehren tat ihr körperlich weh. In den letzten Wochen war sie dazu übergegangen, auf dem Sofa in ihrem Büro zu schlafen, um den Erinnerungen aus dem Weg zu gehen. Aber zwischendurch musste sie zum Duschen nach Hause, und sobald sie durch die Tür trat, wollte sie jedes Mal in Tränen ausbrechen.

Aus all diesen Gründen hatte sie Bradley nicht abblitzen lassen. Und nun war sie hier, beim zweiten Dinner, und lauschte den praktischen Anwendungen der Laserpeilung. Oder waren es Peilungen? Egal, sie hing fest. Vielleicht sollte sie es einfach klaglos ertragen, dann nach Hause gehen und sich vom Schmerz überwältigen lassen. Denn CK hatte es verdient, betrauert zu werden. Vermutlich würde ihre Therapeutin ihr sagen, dass sie dieses Gefühl schon zu lang vor sich herschob. Vorausgesetzt, sie hätte eine Therapeutin. Was nicht der Fall war. Dabei hatten ihr mehrere Leute gesagt, dass sie eine bräuchte. Normalerweise kam dieser Rat von einer gefeuerten Angestellten, die ihn beim Verlassen des Gebäudes quer durch das offene Foyer der Firma brüllte, und lautete in etwa: »Du bist unmöglich. Du glaubst, du kannst alles. Tja, das kannst du aber nicht. Du bist kein Übermensch. Du glaubst nur, dass du besser bist als alle anderen. Du hast ein ernsthaftes Problem, Sophie, und solltest dir dringend Hilfe suchen.« Ungefähr in fünfzig Prozent aller Fälle fiel in diesem Satz dann auch das Wort »Zicke«.

»Sophie?«

»Hm?«

»Dein Handy klingelt.«

»Oh. Tut mir leid. Ich habe vergessen, es auf lautlos zu stellen.«

Sie warf einen Blick auf ihr Handy und bemerkte erst jetzt, dass es klingelnd und vibrierend neben dem Weinglas auf dem Tisch tanzte. Gerade wollte sie die Mailbox rangehen lassen, als sie die Nummer sah.

»Das ist meine Sicherheitsfirma«, erklärte sie. »Das muss ich annehmen.«

Sie schnappte sich Handy und Handtasche und ging in den vorderen Bereich des Restaurants.

»Sophie Lane«, sagte sie knapp. »Benötigen Sie meinen Authentifizierungscode?«

»Ja, Ma’am.«

Sie nannte den Code, dann fragte sie: »Was gibt es für ein Problem?«

»Wir haben die örtliche Feuerwache informiert, dass vor Ort mehrfach Feueralarm ausgelöst wurde. Unsere Sensoren zeigen, dass es brennt, Ms. Lane. Das ist kein Fehlalarm. CK Industries steht in Flammen.«

Zwanzig Minuten später, als sie ungeduldig an einer Ampel wartete, die einfach nicht auf Grün umspringen wollte, erinnerte Sophie sich daran, dass sie auf einem Date gewesen war, als der Anruf sie erreicht hatte. Sie schaltete die Freisprechanlage ein und sagte: »Bradley Kaspersky anrufen.«

»Bradley Kaspersky. Handy. Wähle«, bestätigte die automatische Stimme.

Sekunden später hörte sie ein Klingeln, dann: »Du bist einfach gegangen.«

»Bradley, es tut mir so leid. In meiner Firma brennt es. Ich bin gerade auf dem Weg dorthin, um mich vor Ort mit der Feuerwehr zu treffen.«

»Woher weiß ich, dass das stimmt und du mich nicht einfach sitzengelassen hast?«

»Weil … Ich weiß es nicht, Bradley. Wenn du das wirklich glaubst, wird das mit uns nicht funktionieren. Ich muss jetzt auflegen.«

Sie beendete den Anruf und versuchte, Angst und Grauen zu ignorieren, die in ihr aufstiegen. Wenn es wirklich brannte, könnte sie alles verlieren. Ihr Inventar, ihre Aufzeichnungen, ihre Fotos von CK, die auf ihrem Schreibtisch standen.

Vielleicht ist es nicht so schlimm, dachte sie. Vielleicht …

Beinahe wäre sie auf den Wagen vor ihr aufgefahren. In letzter Sekunde trat Sophie auf die Bremse und kam Millimeter vor seiner Stoßstange zum Stehen. Sie blickte auf und sah dunklen Rauch in den Himmel steigen. Nein – steigen war das falsche Wort. Er schoss in die Höhe und verkündete eine heimtückische Katastrophe.

An der Ecke bog sie ab, dann fuhr sie einmal links und dreimal rechts, bevor sie vor einer Barrikade anhalten musste, die von zwei Mitgliedern der Polizei von Santa Clarita bewacht wurde. Sie fuhr an den Straßenrand, sprang aus dem Wagen, schnappte sich ihren Firmenausweis und zeigte ihn den Officers.

»Das ist meine Firma«, sagte sie. »Ich bin die Besitzerin. Was ist passiert? War noch jemand im Gebäude? Mein Gott, der Reinigungstrupp. Sind alle rausgekommen?«

Die Polizisten winkten sie durch und zeigten auf einen der Feuerwehrmänner. Er sah eher nach Management als nach jemandem aus, der über eine Leiter aufs Dach klettert.

Für einen Moment konnte sie sich nicht bewegen, konnte nichts anderes tun, als das anzustarren, was einst ein großes Lagerhaus mit Büros gewesen war. Jetzt gab es da nur noch Feuer, Rauch und Hitze.

Geh, ermahnte sie sich. Sie musste sich bewegen.

Sie eilte auf den Mann zu und erklärte noch einmal, wer sie war.

Er nickte. »Nach allem, was wir bisher sagen können, haben die Reinigungsleute das Feuer bemerkt. Sie sind alle rausgekommen. Wir haben das Gebäude so gut es ging durchsucht und niemanden gefunden. Wissen Sie von irgendwelchen Angestellten, die heute lang arbeiten?«

Sophie versuchte, sich auf seine Worte zu konzentrieren, aber es gelang ihr nicht. Nie zuvor hatte sie einen echten Brand gesehen – immer nur im Fernsehen oder im Kino. Und diese zweidimensionalen Bilder hatten sie nicht auf die Realität vorbereitet. Die Hitze war unglaublich. Selbst aus dreißig Metern Entfernung wollte sie einen Schritt zurücktreten, um den steigenden Temperaturen zu entkommen.

Noch überraschender waren die Geräusche. Ein Feuer war wirklich lebendig. Es atmete und brüllte und schrie. Ihr Gebäude wehrte sich nach Kräften, war aber kein Gegner für das Monster, das es verschlang. Während sie zuschaute, röhrte das Feuer siegreich auf, als eine Wand in sich zusammenfiel.

»Ma’am, arbeitet jemand noch spät?«

Der Feuerwehrmann schrie ihr die Frage ins Gesicht, und endlich konnte Sophie ihre Aufmerksamkeit von den Flammen losreißen.

»Nein. Niemand arbeitet spät. Nur ich. Ich mag es nicht, wenn noch Leute im Gebäude sind und ich nicht da bin.« Die Reinigungskräfte waren eine Ausnahme. Denen vertraute sie. Außerdem war alles Wichtige weggeschlossen.

Der Mann sah sie mitfühlend an. »Es tut mir leid. Das Gebäude ist vollständig zerstört.«

Sie nickte, weil sie nicht sprechen konnte. Ihre Kehle brannte, und das nicht nur von dem Rauch und der Asche in der Luft, sondern auch von dem Bemühen, sämtliche Gefühle in sich zu behalten.

Alles, wofür sie gearbeitet hatte, alles, wovon sie geträumt hatte, was sie im Schweiße ihres Angesichts aufgebaut und wofür sie gekämpft hatte, war weg. Einfach weg. Ihre Mom hatte sie immer gewarnt: Wenn sie nicht aufpasste, hatte sie gesagt, würden die Menschen ihr das Herz brechen. Aber niemand hatte sie gewarnt, dass ein Gebäude das Gleiche tun konnte.

Sie drehte sich weg und ging auf...



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