E-Book, Deutsch, 1040 Seiten
Reihe: eBundle
Mallery Die Marcelli-Schwestern
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-95576-843-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 1040 Seiten
Reihe: eBundle
ISBN: 978-3-95576-843-0
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Willkommen auf dem Weingut der Marcellis. Hier feiert man guten Wein, gutes Essen - und die Liebe.
EINE MARCELLI GIBT NICHT NACH
Dieser Zach Stryker ist aber auch ein... ein... Katie fehlen die Worte. Was zum einen daran liegt, dass der Stararchitekt so umwerfend aussieht, dass ihr jedes Mal der Atem stockt. Zum anderen daran, dass er vor nichts zurückschreckt, um die Hochzeit zwischen seinem achtzehnjährigen Sohn und Katies jüngerer Schwester zu verhindern. Er will dafür sorgen, dass Katies Firma pleitegeht, wenn die Partyplanerin nicht tut, was er sagt. Doch da hat er die Rechnung ohne das berühmte Marcelli-Temperament gemacht. Nur weil im Wein ein wenig Korken schwimmt, schüttet man nicht gleich die ganze Flasche weg. Und wenn sich ein Mann störrisch zeigt, hat er es noch nicht mit Katie Marcelli aufgenommen!
EINE MARCELLI GEHT AUFS GANZE
Wein, Weiber und ... das Versprechen, mit dem nächsten Mann ins Bett zu gehen, der ihr über den Weg läuft. So endete Francescas Mädelsabend mit ihren Schwestern. Dumm nur, dass die sich am nächsten Morgen noch an alles erinnern und sie beim Wort nehmen. Gut hingegen, dass der nächste Mann, der Francesca über den Weg läuft, ausgerechnet Sam ist. Der Sex mit ihm ist alles andere als belanglos, und sie stürzen sich Hals über Kopf in eine heiße Affäre. Die Zeit ohne Verpflichtungen endet jedoch jäh, als mit einem Mal Sams Tochter aus erster Ehe vor seiner Tür steht und bei ihm wohnen will - und Francesca zeitgleich entdeckt, dass sie und Sam mehr verbindet, als sie geahnt hatten.
EINE MARCELLI WEIß WAS SIE WILL
Dieser alte Sturkopf! Brenna Marcelli ist fürchterlich wütend. Ihr Großvater lässt nicht zu, dass sie das Weingut der Familie übernimmt. Er legt ihr Steine in den Weg, wo er nur kann. Dabei wissen seit jeher alle, dass in ihren Adern kein Blut, sondern Wein fließt. Doch ihre Sturheit kann es mit seiner aufnehmen. Ob es allerdings wirklich klug ist, sich zu diesem Zweck mit Nic Giovanni zusammenzutun? Er ist Brennas Jugendliebe. Der Mann, der einmal geschworen hat, die Dynastie der Marcellis zu zerstören. Und in dessen Nähe Brenna keinen klaren Gedanken fassen kann. Nein, klug ist das sicher nicht. Aber es fühlt sich unglaublich gut an.
Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.
Autoren/Hrsg.
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2. KAPITEL
In dem Moment, als Francesca feststellte, dass das Parken am Restaurant teurer war als ein durchschnittliches Menü bei McDonald’s, wusste sie, dass sie nicht mehr in Kansas war. Sie lächelte den surferblonden Parkwächter strahlend an, der ihren zehn Jahre alten Pick-up angeekelt musterte, bevor er kopfschüttelnd die Schlüssel entgegennahm. Nur zu gut konnte sie sich vorstellen, was der Kerl getan hätte, wenn sie immer noch schwanger und, na ja, hässlich gewesen wäre. Ohne Zweifel hätte er sie an einen Tisch ganz hinten im Restaurant verbannt.
Francesca schob die Gedanken an den Parkwächter beiseite und konzentrierte sich stattdessen auf den schönen Abend. Die Sonne hing tief am Himmel und warf ihre goldenen Strahlen in den Innenhof, der zum Eingang des Restaurants führte. Sie, Francesca, würde mit einem sehr netten Mann zu Abend essen, der ihr unter Umständen dabei helfen würde, eine Vereinbarung zu erfüllen, die sie mit ihren Schwestern getroffen hatte.
Zwei Monate zuvor, nach zu viel Wein und viel zu vielen Keksen, hatte sie Katie und Brenna versprochen, sie würde es mit dem ersten normalen Singlemann treiben, den sie traf. Das wäre das Ende ihres selbst auferlegten dreijährigen Zölibats. Ihre Bereitschaft, sich auf etwas einzulassen, was so vollkommen untypisch für sie war, hatte mehr mit dem Mangel an Romantik und Spaß in ihrem Leben zu tun als mit der Herausforderung selbst. Sie wollte keine feste Beziehung. Das hatte sie hinter sich. Aber ein attraktiver Mann und eine warme Sommernacht … das war eine ganz andere Sache.
In den letzten dreiundsechzig Tagen war ihr nicht ein einziger geeigneter Kandidat begegnet – was einiges über den Status ihres gesellschaftlichen Lebens aussagte.
Dann war Sam aufgetaucht. Er hatte sie gerettet, hatte ihren Puls schneller schlagen lassen und sie zum Abendessen eingeladen. Sie musste nicht erst im Kaffeesatz lesen, um die Zeichen zu erkennen, vor allem wenn sie in Großbuchstaben und kursiv geschrieben waren.
„Was ist so lustig?“
Die weiche, nach rotem Wein und dunkler Schokolade klingende Stimme ließ sie zusammenzucken. Langsam drehte sie sich um und sah Sam neben einem glänzenden silberfarbenen Wagen stehen. Sie konnte die Marke nicht erkennen, aber ohne Zweifel war es ein sehr teures Auto.
„Wie machen Sie das nur?“, fragte sie. „Das ist schon das zweite Mal, dass Sie sich heimlich an mich herangeschlichen haben.“
Er ließ den Blick über ihr Gesicht gleiten … was ein zutiefst verstörendes Gefühl ihn ihr weckte. Er war über eins neunzig groß. Sie war eins neunundsiebzig und hatte hohe Absätze an, aber trotzdem musste sie ihren Kopf leicht in den Nacken legen, um ihm in die Augen schauen zu können.
„Mich anzuschleichen ist mein Beruf. Sie sehen übrigens bezaubernd aus.“
Überrascht schaute sie an dem schlichten schwarzen Kleid herunter, das sie zuvor schnell übergezogen hatte. Sie hatte es aus einem Impuls heraus von einem Typen erstanden, der auf dem Campus aus seinem Lieferwagen heraus Klamotten verkaufte. Da das Label herausgeschnitten war und es auch kein Preisschild gegeben hatte, vermutete sie, die Aktion war nicht ganz legal gewesen. Aber es hatte kaum etwas gekostet, und sie fühlte sich in dem Kleid einfach elegant und weltgewandt. Zwei Gefühle, die sie in dieser Nacht gut gebrauchen konnte.
Sie streckte die Arme aus, zog den Bauch ein und drehte sich einmal langsam um die eigene Achse. „Die Wunder der modernen Medizin.“
„War es ein Junge oder ein Mädchen?“, erkundigte er sich grinsend.
„Es war mehr ein Sack Bohnen unbestimmten Geschlechts.“
Sie kam vor ihm zum Stehen und warf sich die Haare über die Schulter – eine Geste, die sie bereits mit vierzehn Jahren perfektioniert, aber seit viel zu langer Zeit nicht mehr eingesetzt hatte.
Das machte Spaß. Vielleicht hatte sie sich in ihrem Zölibat zu voreilig bequem eingerichtet. Die Bewunderung in den Augen eines Mannes zu sehen hatte einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf das Selbstbewusstsein.
Sam nahm ihre Hand und legte sie sich in die Armbeuge.
„Wollen wir?“ Er deutete auf den offenen Innenhof des Restaurants.
„Warum nicht?“
Warum nicht? Nun, zum einen war da dieses merkwürdige Gefühl in ihrem Magen. Sam war so … geschmeidig. Die Männer in ihrem Bekanntenkreis kleideten sich nicht wie aus der GQ und benahmen sich auch nicht wie James Bond. Die Jungen auf der Universität waren mehr für Jeans und Taco Bell zu haben.
Na gut. Sie hatte gesagt, sie würde sich wieder in den Strom des Lebens stürzen, und der schnellste Weg dahin war ein Kopfsprung. Wenn ihr Plan danebenging, würde sie einfach zurück ans Ufer paddeln und ihren nassen Hintern aus dem Wasser hieven.
Bei diesem Bild musste sie lächeln.
Als sie das Restaurant betraten, krallte Francesca ihre Finger in den weichen Stoff von Sams Jackett und spürte andeutungsweise die darunter liegenden Muskeln. Oh ja, er war sehr maskulin. Sehr überhaupt nicht in ihr Leben passend. Sehr irgendetwas, das sie gerne näher erkunden würde.
Sie kamen an den Empfang, wo die Gästemanagerin Sam lächelnd begrüßte. „Guten Abend, Mr Reese. Darf ich Sie zu Ihrem Tisch führen?“
„Ein Mann mit einem eigenen Tisch“, murmelte Francesca. „Wow. Wenn man hier oft genug herkommt, erhält man dann auch andere Teile der Einrichtung?“
„Sicher. Letztes Jahr habe ich einen Stuhl und ein Sideboard bekommen.“
Sie lächelte. „Ich bin beeindruckt, dass Sie wissen, was ein Sideboard ist.“
„Ich bin ein sehr beeindruckender Typ.“
Sam legte seine Hand auf ihre und drückte sie sanft. Der leichte Druck, ganz zu schweigen von der Hitze seiner Berührung, ließ Francesca beinahe stolpern.
„Sie sind also sehr selbstbewusst“, merkte sie an, als sie ihren Tisch erreichten, der in einer lauschigen Nische stand. Einige große Topfpflanzen vermittelten eine gewisse Privatsphäre.
Sam ließ ihre Hand los und zog einen Stuhl für Francesca hervor. Als sie sich setzte, überlegte sie, wann das jemals jemand für sie getan hatte. Die Antwort war leicht.
Nie.
Sam ging um den Tisch herum und setzte sich ihr gegenüber. Die Gästemanagerin legte die Speisekarten auf den Tisch und ging.
„Immer.“
„Und was ist, wenn Sie sich nicht sicher sind? Täuschen Sie die Selbstsicherheit dann vor?“
Er beugte sich zu ihr. „Ich muss niemals etwas vortäuschen.“
„Man könnte meinen, diese ganze Prahlerei diene nur dazu, etwas zu verbergen.“
„Dann läge man falsch.“
Sie lachte. „Na gut. Ich merke schon, bei Ihnen muss ich auf der Hut sein. Ich bin froh, Psychologie studiert zu haben.“
„Das wird Ihnen nicht helfen.“
„Das sagen Sie nur, weil Sie kein Profi sind.“
„Und ob ich das bin.“
Der Kellner kam mit der Weinkarte. Sam wartete, bis er wieder gegangen war, bevor er die Karte zur Hand nahm. „Kennen Sie sich mit Wein aus?“
Francesca überlegte kurz. „Nicht so gut wie meine Schwester, aber ich werfe gern einen Blick in die Karte.“
Sam beobachtete, wie Francesca langsam durch die Karte blätterte. Ihre langen dunklen Haare wogten bei jeder Bewegung und fingen das gedämpfte Licht ein. Die tiefbraune Farbe erinnerte in nichts mehr an das Mausbraun von zuvor.
Francesca hatte die Brille, den Schwangerschaftsbauch und die wenig schmeichelhaften Klamotten abgelegt. Stattdessen trug sie nun ein schwarzes Kleid, das sich an ihre schlanken Kurven schmiegte und ihre langen, attraktiven Beine zeigte. Ihre Haut hatte einen hellen Olivton, der in diesem Licht beinahe leuchtend wirkte. Haselnussfarbene Augen – mit einem Stich ins Grüne – weiteten sich, als sie einen Eintrag las. Sie hatte einen Mund, der einen Mann in arge Schwierigkeiten bringen konnte, und Sam stellte fest, dass er gern herausfinden würde, was sie wohl anzubieten hätte.
Auf dem Weg zum Restaurant hatte er sich für die dumme Idee gescholten, diese Frau zum Dinner einzuladen. Anfangs hatte er ihr seine Hilfe angeboten, weil sie sie zu benötigen schien und er einfach nicht anders konnte.
Doch dann hatte er sie näher angeschaut und … Möglichkeiten in ihr gesehen.
Sie klappte die Karte zu und reichte sie ihm.
„Irgendetwas dabei, das Ihnen zusagt?“, fragte er.
„Ich überlasse Ihnen die Auswahl.“
„Ist das ein Test?“
„Vielleicht.“ Sie wandte sich der Speisekarte zu. „Können Sie etwas empfehlen?“
„Ja. Alles.“
„Wissen Sie schon, was Sie wollen?“
Er wartete, bis sie aufschaute, bevor er antwortete. „Ich weiß genau, was ich will.“
Die Worte erzielten die erhoffte Reaktion. Ihre Augen weiteten sich, und um ihren Mund, der zu sagen, schien: „Nimm mich, ich gehöre ganz dir“, zuckte es.
„Ein Punkt für Sie.“ Sie lächelte.
„Oh, zählen wir mit?“
„Ich denke, das werde ich wohl müssen.“
„Was bekommt der Sieger?“
„Was hätten Sie denn gerne?“ Sobald sie die Worte ausgesprochen hatte, hob sie abwehrend die Hand. „Tun Sie bitte so, als hätte ich das nicht gesagt.“
Er lachte leise. „Geht Ihnen das alles etwa zu schnell?“
„Ein wenig. Ich werde nicht fragen, ob es für Sie dasselbe ist. Ich schätze, ich weiß die Antwort schon.“
„Das war wenigstens ehrlich. Was würden Sie denn gerne essen?“
...



