Mallery / Campbell / Altom | Bianca Jubiläum Band 4 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 608 Seiten

Reihe: Bianca Jubiläum

Mallery / Campbell / Altom Bianca Jubiläum Band 4

Lass es für immer sein
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0211-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Lass es für immer sein

E-Book, Deutsch, Band 4, 608 Seiten

Reihe: Bianca Jubiläum

ISBN: 978-3-7515-0211-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



VERBOTENE SEHNSUCHT von LAURIE CAMPBELL
Ihre Zwillingsschwester Beth ist tot? Dann muss sie wohl Anne sein - seit dem gemeinsamen Unfall kann sie sich an nichts mehr erinnern. Immerhin ist Rafe da, um ihre Tränen zu trocknen. Nur warum fühlt sie sich zu ihm so hingezogen? Er war doch der Mann ihrer Schwester ...
JA HEISST FÜR IMMER von SUSAN MALLERY
Katies Herz schlägt immer noch für ihre Jugendliebe Jack Darby. Doch obwohl sie in Jacks Augen die alte Zärtlichkeit liest, spürt sie, dass er ihr den Verrat von damals nicht verziehen hat. Kann sie ihn davon überzeugen, dass diesmal 'Ja' auch 'für immer' heißt?
GESTRANDET IM GLÜCK von LAURA MARIE ALTOM
Gestrandet in Bent Road: Libbys Auto ist kaputt, ihr Konto leer und ihr Baby wird in einem Monat zur Welt kommen. Was sie jetzt braucht, ist einen Engel - und der erscheint in Gestalt des breitschultrigen Heath Stone. Er hilft ihr gern, aber eins will er nicht: sich verlieben ...



Die SPIEGEL-Bestsellerautorin Susan Mallery unterhält ein Millionenpublikum mit ihren herzerwärmenden Frauenromanen, die in 28 Sprachen übersetzt sind. Sie ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren in emotional herausfordernde, lebensnahe Situationen geraten lässt und ihre Leserinnen und Leser mit überraschenden Wendungen zum Lachen bringt. Mit ihrem Ehemann, zwei Katzen und einem kleinen Pudel lebt sie in Washington.

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1. KAPITEL

„Ich will ein Baby“, sagte Beth zu ihrer Schwester. „So bald wie möglich.“

„Schreib es auf“, befahl Anne. Sie drehte die Getränkekarte des Speisewagens um und schob sie über den Tisch. „Wenn du dich mit Rafe aussprechen willst, musst du genau wissen, worin das Problem besteht.“

Er liebt mich nicht!

Aber sie brachte es nicht fertig, die Worte laut auszusprechen.

„Er will kein Baby“, sagte Beth stattdessen. Was auf dasselbe hinauslief. „Ich weiß, wir waren uns einig, dass wir warten wollten, bis das Beratungszentrum läuft, aber das dauert länger, als ich erwartet habe.“

„Schreib es auf“, wiederholte ihre Zwillingsschwester, und Beth gehorchte. „Wann habt ihr das letzte Mal darüber geredet?“

„Am Freitag. Am Abend, bevor ich losgefahren bin, um mich mit dir zu treffen.“ Am Abend vor Annes und ihrem alljährlichen „Schwesternurlaub“ hatte sie ihrem Ehemann vorgeworfen, dass er sich mehr um die Straßenkinder von Tucson kümmerte als darum, eigene Kinder zu bekommen.

Und er hatte es nicht bestritten.

„Was ist passiert?“, fragte Anne, und Beth tippte sich mit dem Bleistift gegen den Mund.

„Nichts. Ich hatte gehofft, dass er wütend reagieren und behaupten würde, dass ich mich irre. Aber er sagte einfach nur, die Beratungsstelle sei noch nicht so weit und wir hätten viel Zeit.“

„Na ja, da hat er nicht unrecht“, meinte ihre Schwester. „Du bist sechsundzwanzig. Und Rafe ist … achtundzwanzig? Aber okay, das ist euer Hauptproblem. Was gibt es noch?“

„Reicht das etwa nicht?“, entgegnete Beth, als der Kellner kam, um ihre Bestellung fürs Frühstück aufzunehmen. Sie wünschte, sie könnte ihn wegschicken und das Gespräch fortsetzen, ohne von Omelett mit Pilzen und Vollkorntoast abgelenkt zu werden. Aber sie hatten sich darauf gefreut, mal wieder im Speisewagen essen zu können, und deshalb den Zug von Los Angeles nach Tucson genommen.

Zurück zu dem Mann, der sie nicht wollte. Jedenfalls nicht annähernd so sehr, wie sie ihn wollte.

„Ich kann noch immer nicht glauben, dass du deinen Ehering zu Hause gelassen hast“, sagte Anne und starrte auf den irischen Claddagh-Ring, der ein Herz zwischen zwei Händen zeigte. Sie hatte ihn Beth geliehen, als sie ihre Schwester ein paar Tage zuvor beim Weinen ertappt hatte. „Und du hast es mir nicht mal erzählt! Bethie, du musst wirklich mehr über deine Gefühle sprechen.“

Da mochte Anne recht haben, aber sie konnte nicht erwarten, dass ihre Schwester ihre Probleme löste. Sich um Menschen zu kümmern war Beth’ Stärke, Anne war für alles andere zuständig.

Außerdem hatte sie gehofft, dass eine Woche ohne Rafe ihr helfen würde, innerlich zur Ruhe zu kommen.

„Ich dachte nur, ich könnte so tun, als hätten wir nie geheiratet, und herausfinden, wie es sich anfühlt“, murmelte Beth.

„Aber es fühlt sich traurig an, nicht wahr?“

Genau das war ihr Problem. Den Ehering im Schmuckkasten zu lassen war albern gewesen, und obwohl sie jetzt den Ring ihrer Schwester trug, kam ihr der Finger noch immer nackt vor.

„Ihr beide müsst euch endlich aussprechen“, fuhr Anne fort. „Vergiss das mit dem neuen Look, das ist nicht das, was du brauchst. Nicht, dass du nicht großartig aussiehst …“

„Das sagst du nur, weil ich so aussehe wie du.“

Ihre Schwester lächelte. Jetzt, mit Beth’ neuer Frisur sahen sie sich so ähnlich wie schon seit Jahren nicht mehr. „Rotblond wirkt mit kurzen Locken einfach besser, das ist alles. Aber wie gesagt, reinen Tisch zu machen ist die beste Methode, eure Krise zu überwinden. Vorausgesetzt, du willst verheiratet bleiben.“

„Das ist ja das Schlimme!“ Sie wollte ihn noch immer als ihren Ehemann, und eine ganze Woche Urlaub hatte nichts an ihrer tiefen Sehnsucht nach Rafe Montoya geändert. „Welche Frau will einen Mann, der sie nicht braucht?“

Anne zögerte und nahm einen Schluck Kaffee, bevor sie ihrer Schwester einen skeptischen Blick zuwarf. „Beth, ich weiß, dir ist es wichtig, dich um Menschen zu kümmern. Aber gebraucht zu werden ist nicht dasselbe wie geliebt zu werden.“

„Genau darum geht es doch in der Ehe!“

„Du brauchst eine Pro-und-Kontra-Liste“, verkündete Anne. „Gründe, verheiratet zu bleiben, und Gründe, dich scheiden zu lassen. Komm schon, schreib sie auf.“

„Aber …“ Was, wenn es mehr Gründe für eine Scheidung gab? „Ich will noch nicht aufgeben.“

„Das kommt in die Pro-Spalte“, befahl Anne und nippte wieder an ihrem Kaffee. „Was gefällt dir noch an ihm?“

Es ging nicht darum, was sie an ihm mochte, sondern darum, warum sie ihn liebte.

Und warum er ihre Liebe nie erwidern würde.

„Komm schon“, drängte ihre Schwester. „Ist er intelligent, attraktiv, reich, charmant, gut im Bett …“

„Anne!“ Sie saßen mitten in einem Speisewagen, um sie herum saßen andere Leute, und ihre Schwester fragte, wie Rafe im Bett war!

„Pünktlich, höflich, sportlich …“

„Alles“, unterbrach Beth sie hastig und versuchte, nicht an Rafes athletischen Körper zu denken. Wenigstens wenn er mit ihr schlief, konnte Rafe Montoya seinen Gefühlen freien Lauf lassen. „Nun ja, außer reich. Er zahlt noch immer die Kredite zurück, mit denen er sein Studium finanziert hat, und mit der Beratungsstelle wird er nicht viel verdienen.“

„Das kommt in die Kontra-Spalte, zusammen mit dem Baby, das er noch nicht will, und der Zahnpastatube, die er nie zuschraubt“, meinte Anne. „Aber da er uns vom Bahnhof abholt, ist es gut, dass er ein pünktlicher Mensch ist.“

Geplant war, dass Rafe sie heute Vormittag um halb zehn in Tucson erwarten würde, damit Beth und er Anne ihr neues Haus zeigen konnten, bevor sie sie zum Flughafen brachten. Wie Beth ihn kannte, hatte er längst im Bahnhof angerufen und sich nach ihrer Ankunftszeit erkundigt.

„Vermutlich kommt er direkt von der Arbeit“, sagte Beth und zog einen Strich zwischen den beiden Spalten.

„Er arbeitet so früh?“

Für einen Mann, dessen Arbeitstag nicht selten um drei Uhr morgens begann, war es nie zu früh. Manchmal kam er erst zweiundsiebzig Stunden später nach Hause, wenn ein jugendliches Bandenmitglied jemanden brauchte, der für ihn die Kaution stellte, ihn vom Polizeirevier abholte oder ihm ein Dach über dem Kopf verschaffte.

„Vermutlich hat er die Nacht im Beratungszentrum verbracht“, erklärte Beth. „Ich meine, solange ich im Urlaub war, hatte er kaum einen Grund nach Hause zu kommen.“

Sie wünschte, sie hätte es nicht ausgesprochen. Es klang wie das Todesurteil für ihre Ehe.

„Manche Leute würden allein deshalb nach Hause kommen, um in einem richtigen Bett zu schlafen“, erwiderte Anne trocken.

Leute, die als Kind in einem richtigen Bett geschlafen hatten.

„Leute wie du und ich“, sagte Beth. „Aber du weißt ja, wie Rafe ist.“

Zur Bestätigung zog Anne die Augenbrauen hoch. Auf Beth’ und Rafes Verlobungsparty hatte sie ihre Schwester zur Seite genommen und sie gefragt, ob sie den Rest ihres Lebens wirklich mit „diesem Sankt Rafael der Straßenkinder“ verbringen wolle.

Diese Frage verfolgte Beth jetzt schon seit sechs Monaten.

„Ich weiß, wie Rafe ist“, meinte Anne und warf einen Blick auf die Uhr. „Wenn du sagst, er wird pünktlich sein, wird er pünktlich sein.“

„Du wirst deinen Rückflug kriegen“, versprach Beth und stellte belustigt fest, dass ihre Schwester schon von Urlaub auf Arbeit umgeschaltet hatte.

Denn Anne starrte noch immer auf das Zifferblatt.

Und zwar auf das von Beth’ Armbanduhr. Es war ihr Konfirmationsgeschenk und mit einer eingravierten Widmung versehen. Anne hatte sie sich am ersten Tag ihrer Reise ausgeliehen. Ihre eigene hatte sie zu Hause gelassen.

„Okay“, sagte Anne jetzt und sah mit einem entschuldigenden Lächeln auf. „Also werde ich bei Anbruch der Dunkelheit in Chicago sein. Aber hör zu, wenn du lieber mit Rafe allein sein möchtest, brauchst du mir euer Haus nicht zu zeigen. Ich kann es mir beim nächsten Besuch anschauen.“

„Nein, du musst es sehen!“, protestierte Beth. „Ich habe das Gästezimmer wie ein Büro eingerichtet, und wenn du das nächste Mal kommst, wirst du dich wie an deinem eigenen Schreibtisch fühlen.“

„Du hast dich damit abgefunden, dass deine Zwillingsschwester ein Workaholic ist, was? Aber du musst zugeben, in dieser Woche habe ich mich ganz gut gehalten.“

Wenn man davon absah, dass Anne zwei Mal am Tag in ihrer Firma angerufen hatte.

„Hast du“, bestätigte Beth. „Und wir haben sogar Zeit zum Shopping gefunden.“ Ihre Schwester hatte darauf bestanden, sie mit einem Outfit auszustatten, das zu ihrer neuen Erscheinung passte. Seit dem Besuch in San Diegos angesagtestem Frisiersalon sahen sie beide sich wieder so ähnlich wie zuletzt in der siebten Klasse.

„Das hat Spaß gemacht, nicht wahr? Der Kellner gerade, er musste sich auf die Zunge beißen, um nicht zu fragen. Das habe ich genau gesehen.“

Anne liebte es, wenn man sie fragte, wie es war, ein eineiiger Zwilling zu sein, und Beth hatte das Reden immer gern ihrer Schwester überlassen. „Du kannst es ihm erzählen, wenn er den Kaffee bringt“, bot sie Anne an und sah wieder auf ihre Liste. „Ich wünschte, wir hätten noch ein paar Urlaubstage.“

Manchmal sagte ein...



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