E-Book, Deutsch, Band 1781, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Major Rache kann so sinnlich sein ...
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-731-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1781, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-95446-731-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die schöne Summer ist zurück in Bonne Terre! Nie hat der faszinierende Milliardär Zach Torr vergessen, dass sie einst seine Liebe verriet. Jetzt ist für ihn der Moment der Rache gekommen. Denn nur Zach kann Summers Familie vor einem Skandal bewahren. Aber das hat seinen Preis: Summer muss ihm jedes Wochenende als seine Geliebte zu Willen sein! So lange, bis sein Hunger nach ihrem verführerischen Körper ein für alle Mal gestillt ist. Romantische Gefühle oder gar ein Happy End hat Zach nicht im Sinn, nur pure Lust. Doch die Enthüllung von Summers Geheimnis ändert alles ...
Ann Major wird nicht nur von ihren Leserinnen sehr geschätzt, sondern bekommt auch von anderen Romance-Autorinnen wie Nora Roberts und Sandra Brown tolle Kritiken. Aber ihr Erfolg ist hart erarbeitet, denn sie sagt von sich selbst, dass sie keine Autorin ist, der alles zufliegt. Sie braucht die täglichen kleinen Rituale - sie bekocht die Familie, spielt mit den Katzen, geht ihren Hobbys nach. Daraus schöpft sie dann die Kraft und die Inspiration, sich ihre wundervollen Geschichten auszudenken und sie in langen, harten Stunden am Computer niederzuschreiben. Ann wuchs in Texas auf und hat Englisch und Spanisch studiert. Auch Französich spricht sie fließend. Einige Jahre lehrte sie, doch als sie ihr erstes Kind bekam, blieb sie zu Hause. Damals begann sie zu schreiben, einfach so, ohne vorher einen Kurs über kreatives Schreiben besucht zu haben. 'Es war sehr einsam und extrem frustrierend", sagt sie über diese Zeit. 'Aber niemals kam mir in den Sinn, aufzugeben." Viele ihre 35 Romances haben es sogar auf die Bestsellerliste der New York Times geschafft. Mittlerweile weiß sie auch, wie wichtig die Unterstützung von anderen Autorinnen ist, und engagiert sich sehr in der Organisation Romance Writers of America. Ann Major hat noch einen zweiten Beruf: Sie ist eine anerkannte Pianistin und spielt seit 30 Jahren Klavier. Sie wohnt in Corpus Christi, Texas, und reist leidenschaftlich gern.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Acht Monate später
Bonne Terre, Louisiana
Zach Torr war zurück in der Stadt, und deshalb wüteten in Summer Wallace dunkle Erinnerungen.
Sie parkte den Mietwagen vor dem Haus ihrer Großmutter. Seufzend stieg sie aus und ließ sich viel Zeit, als sie ihr Gepäck auslud, denn ihr graute davor, sich wieder über Zach streiten zu müssen. Ihr Blick fiel auf die losen Seiten des Drehbuchs im Fußraum und die schmale weiße Bibel, die sie immer bei sich hatte. Hastig stopfte sie beides in ihren Aktenkoffer.
Als sie schließlich zum Haus ging, sah sie den schwarz-weißen Kater Silas im Schatten einer Trauerweide liegen.
„Du faules altes Ding.“
Eine sanfte Brise wehte durch den Garten und brachte den würzigen Geruch des Pinienwalds mit sich, der das Grundstück ihrer Großmutter säumte. Leider war Summer nicht in der Stimmung, die sattgrüne Schönheit des Spätsommers in ihrer Heimat zu genießen. Nein, sie setzte sich der drückenden Hitze nur aus, um mit ihrer Großmutter zu diskutieren. Ausgerechnet über Zach.
Als sie vor fünfzehn Jahren nach dem Tod ihrer Mutter davongelaufen war, hatte sie fest daran geglaubt, dass er für immer aus ihrem Leben verschwunden war.
Doch vor einer Woche hatte ihre Großmutter sie angerufen.
Es war schon spät gewesen, und Summer hatte eine anstrengende Textprobe für ein wichtiges neues Theaterstück hinter sich gehabt.
„Du errätst nicht, wer hier in Bonne Terre gerade für Furore sorgt und Land für ein neues Kasino kaufen will“, begann ihre Großmutter.
Dauernd rief sie spätabends an und ließ mit unschuldiger Stimme ihre kleinen Bomben platzen. Erschöpft sank Summer in ihren Lieblingssessel und wartete resigniert auf die heutige Explosion.
„Und was glaubst du, wer das alte Anwesen der Thibodeaux gekauft und deinen Bruder Tuck als Mädchen für alles angeheuert hat?“
Tuck hatten einen Job? Das war doch eine gute Nachricht. Seit er mehrmals mit Sheriff Arcenaux aneinandergeraten war, machte ihre Großmutter sich Sorgen um ihn. Aber irgendwie ahnte Summer, dass die Sache einen Haken hatte.
„Okay! Wer?“
„Zach Torr.“
Summer erstarrte. Ihr Bruder, der sich ständig Ärger einhandelte, durfte einfach nicht für Zach arbeiten, denn der konnte unmöglich daran interessiert sein, ihrer Familie einen Gefallen zu tun. Nicht nach all dem, was passiert war. Nicht seitdem ihre Namen für immer miteinander verbunden waren, in den Medien und daher in den Köpfen aller, die sie kannten.
Sie war zu berühmt geworden, und er zu reich. Deshalb war das tragische Ende ihrer jugendlichen Liebesbeziehung eine Geschichte, die in der Presse gern und oft aufgewärmt wurde. Jedes Mal verblüffte es sie, wie weh es ihr noch tat, obwohl sie als unschuldiges Opfer und er als Bösewicht dargestellt wurde.
Von Zeit zu Zeit las sie, wie hart und kalt er inzwischen war. Niemals würde sie vergessen, wie gnadenlos er sich an seiner Stiefmutter gerächt hatte.
Und nun gab es eine neue Verbindung zwischen Zach und Summers Familie. Das konnte nur in einer Katastrophe enden.
„Du bist nicht die Einzige aus Bonne Terre, die berühmt ist, weißt du.“
Summer hielt den Atem an.
„Zach ist inzwischen Milliardär.“
Das wusste Summer längst. Jeder wusste es.
„Trotzdem kommt er vorbei, wenn er in der Stadt ist, und spielt mit einer alten Lady Coeur … Oder er erzählt, wie Tuck sich in seinem neuen Job macht.“
Zach hatte sich die Zeit genommen, mit ihrer Großmutter Karten zu spielen? Und ihr persönlich zu berichten, ob Tuck seinen Swimmingpool ordentlich reinigte? Das klang nicht gut.
„Gram, es geht ihm nur um mich.“
„Vielleicht nicht. Zwischen euch beiden ist es doch seit fünfzehn Jahren aus.“
Ja, seit fünfzehn Jahren. Trotzdem ging es ihm allein um sie, davon war sie überzeugt.
Summer versuchte, ihrer Großmutter begreiflich zu machen, warum Tuck seinen Job kündigen musste. Aber die hatte längst die Geduld mit ihrem Enkel verloren, weil er seit der Highschool immer wieder Ärger gemacht hatte. Deshalb wollte sie auch keine Kritik an Zach hören, der für sie jetzt ein Held war. Stattdessen drehte sie den Spieß um und machte Summer ein schlechtes Gewissen.
„Du kommst nie nach Hause, und ich freue mich über Zachs Besuche. Er versteht sich richtig gut mit Tuck. Vorgestern sind Nick und er sogar mit ihm zum Fischen rausgefahren!“
„Ein Milliardär auf einem Krabbenkutter?“
„Ja, warum nicht? Er hat Nick ein nagelneues Boot gekauft, und seine Leute renovieren Nicks Hütte. Und du solltest Zach mal sehen. Er ist schlank und fit und sieht sogar noch besser aus als früher.“
Schlank und fit. Reich und gut aussehend. Sie hatte ihn auf Fotos in der Presse gesehen und wusste, wie attraktiv er war. Verdammt, warum war er kein nichtsnutziger Herumtreiber geworden, wie ihr Stiefvater es vorhergesagt hatte?
„Da fragt sich eine alte Lady wie ich, warum der Mann noch Single ist.“
„Gram! Zach und ich haben eine gemeinsame Geschichte. Eine unappetitliche, skandalöse Geschichte, die er bestimmt ebenso gern vergessen würde wie ich! Nicht, dass wir das könnten, solange dauernd Reporter auftauchen, die davon leben, dass sie den alten Schmutz prominenter Menschen aufwühlen. Warum kapierst du nicht, dass ich es mir nicht leisten kann, mit ihm in Verbindung gebracht zu werden?“
„Unsinn! Ihr beide seid nicht mehr die, die ihr mal wart. Ihr habt sagenhaften Erfolg gehabt. Deine Karriere würde die meisten Männer abschrecken, aber nicht Zach. Warum kannst du die Vergangenheit nicht endlich ruhen lassen?“
„Weil er mich hasst!“ Und das aus gutem Grund.
„Na ja, zu mir hat er jedenfalls kein Wort über den Skandal oder gegen dich gesagt. Du solltest ihn sehen, dann wärst du auch nicht mehr gegen ihn. Die Leute in der Stadt haben ihre Meinung alle geändert. Das heißt, alle bis auf Thurman …“
Thurman war Summers unmöglicher Stiefvater.
Ihre Großmutter hatte sich nicht umstimmen lassen. Deshalb war Summer in Bonne Terre. Um Tuck von Zach wegzuholen und dadurch Zach aus ihrer aller Leben zu entfernen. Sie wollte Zach nicht zur Rede stellen und wenn sie Tuck und ihre Großmutter zur Vernunft brachte, musste sie das auch nicht.
In Bonne Terre hatte sich nichts verändert. Das tat es nie. Summer brauchte nur hierher zu kommen, um sich an die Geheimnisse ihrer Jugend zu erinnern. Und daran, wer ihr damals das Herz gebrochen hatte.
Wenn sie unter den uralten Zypressen am Ufer des Bayou dem spätsommerlichen Konzert der Zikaden lauschte und die drückende Hitze ertrug, fühlten sich die Wunden ihrer Seele so frisch und schmerzhaft an wie vor fünfzehn Jahren.
Im Unterschied zu Tuck war Summer ein ehrgeiziger Teenager gewesen. Ein Mädchen, das Zach Torr nicht haben konnte und ihn deshalb vergessen wollte, um ihre Träume zu verwirklichen. Das war für alle das Beste gewesen.
Als Schauspielerin hatte sie hart gearbeitet, um es an den Broadway zu schaffen. Sie war unabhängig. Sogar berühmt. Und sie war glücklich. Sehr glücklich. So glücklich, dass sie es zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder wagte, nach Bonne Terre zurückzukehren.
Summer stieß das Fliegengitter auf und ließ es hinter sich zuknallen.
„Ich bin da!“
Oben ertönten laute Schritte. „Gram, sie ist hier!“
Tuck riss sich die Kopfhörer heraus, während er wie ein großes Kind auf dem Treppengeländer nach unten rutschte und geschmeidig wie eine Katze auf den Füßen landete.
„Komm her und nimm mich in die Arme, Fremder“, flüsterte Summer.
Das lange Haar fiel ihm in die Augen, als er verlegen lächelnd gehorchte.
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, du bist noch größer geworden“, rief sie lachend.
„Nein, du bist kleiner geworden.“
„Bin ich nicht!“, protestierte sie.
„Ohne dich ist es schrecklich still hier. Es gibt niemanden mehr, mit dem ich mich streiten kann.“
„Ich habe einen Beruf.“
„Muss schön sein“, murmelte er. „Meine berühmte Schwester.“
„Ich tue, was ich liebe, und das ist toll“, erwiderte sie viel zu begeistert. „Und jetzt bin ich hier, um dir etwas über Ehrgeiz beizubringen.“
„Ich habe einen Job! Hat Gram dir das etwa nicht erzählt?“
Bevor sie antworten konnte, betrat ihre Großmutter den Raum und drückte Summer an sich.
„Ich habe mich schon gefragt, wann mein Babygirl sich endlich mal wieder blicken lässt.“
„Nenn mich nicht so!“ Lächelnd dachte Summer daran, wie peinlich ihr der Kosename als Teenager gewesen war.
„Stell dein Gepäck ab und setz dich auf die Veranda. Du auch, Tuck. Ich bringe euch etwas, das du in deiner großen Stadt nicht bekommst, Babygirl. Ein Glas von meinem köstlichen Tee mit Minzgeschmack.“
Summer seufzte. „Gram, ich will nicht, dass du uns bedienst. Tuck, wir helfen ihr, hörst du?“
Tuck, der von Natur aus faul war, runzelte die Stirn, aber da er seine große Schwester vergötterte, widersprach er nicht. Er folgte den beiden Frauen in die Küche, wo er sich an die Wand lehnte und ihnen zusah.
„Trag wenigstens das Tablett nach draußen“, befahl Summer ihm.
Ihr Bruder nahm sich einen Schokoladenkeks. Dann läutete das Telefon, und er verschwand achselzuckend.
Summer...




