Mack / David Star Trek - New Frontier: Grenzenlos
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-86425-732-2
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 340 Seiten
Reihe: Star Trek - New Frontier
ISBN: 978-3-86425-732-2
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Peter David ist der 'New York Times'-Bestsellerautor von mehr als sechzig Büchern, einschließlich zahlreicher 'Star Trek'-Romane, wie 'Imzadi', 'A Rock and a Hard Place', 'Before Dishonor' und der ungemein erfolgreichen 'New Frontier'-Serie. Er ist außerdem der Autor der Filmromane von 'Spider-Man 1-3', 'The Hulk', 'Fantastic Four' und 'Iron Man' und hat Dutzende von anderen Büchern geschrieben, unter anderem seine gefeierten Fantasyromane 'Tigerheart', 'Sir Apropos of Nothing', 'The Woad to Wuin', 'Tong Lashes' und 'Darkness of Light'. David ist außerdem für seine Arbeit an Comicbüchern bekannt, besonders für seine preisgekrönte Arbeit an 'The Hulk' und hat so ungefähr für jeden anderen berühmten Comic-Superhelden geschrieben. Er lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in New York.
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ELIZABETH SHELBY
ES IST NICHT ALLES GOLD …
Loren L. Coleman
Elizabeth Shelbys beruflicher Werdegang führte sie von der führenden Borg-Spezialistin auf die Brücke des Raumschiffs Enterprise, vom ersten Offizier auf der Chekov und der Excalibur zum Captain der Exeter und der Trident. Aber jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt – »Es ist nicht alles Gold …« geht zurück in Shelbys Dienstzeit an Bord der U.S.S. Yosemite als Ingenieurin, die versucht, einen Weg auf die Kommandoebene zu finden. Die Geschichte spielt ungefähr neun Monate vor der STAR TREK – THE NEXT GENERATION-Folge »In den Händen der Borg«.
»Es ist nicht alles Gold, was glänzt.«
– William Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig,
2. Akt, Szene 6
Lieutenant Elizabeth Shelby stand in der Tür ihres Quartiers und warf die Belobigung durch den Raum. Das elektronische Padd segelte mit einer flachen Drehung durch die Luft, fiel mitten auf ihr Bett und sprang einmal hoch, bevor es irgendwo vor der festen Rolle aus rigelianischer Baumwolle landete, die sie als Kopfkissen benutzte.
Ihre Tür schloss sich leise zischend.
Shelbys aufgesetztes Lächeln verschwand, und sie ballte ihre Hände zu Fäusten. Für herausragende Dienste und ihren Einsatz … Starke Worte. Großartig, sogar. Also warum trafen sie sie jedes Mal so hart? Sie hatte noch fünfzehn Minuten, bevor ihr Team sich in Transporterraum eins versammelte. Daher beschloss sie, sich ihrem Feind zu stellen. Sie zupfte am Saum ihrer goldenen Tunika und glättete ihre Uniform. Dann atmete sie tief durch und trat zum Replikator.
Der Replikator war der Feind. Er war böse. Aus seinem Speicher kam Schokolade. Süßigkeiten.
Koffein.
Shelby beugte sich vor, lehnte ihre Stirn gegen die kühle Metallumrandung und erwog ihre Möglichkeiten. Immerhin war sie hier in der Lage, ihren Kurs selbst zu bestimmen. Meistens. »Doppelter Raktajino«, bestellte sie den starken klingonischen Kaffee. »Mit Schokolade und Pfefferminz.« Wenn sie noch mehr Laster mit einem einzigen Getränk befriedigte, würde die Sternenflotte es wahrscheinlich als illegal einstufen.
Ein Summen kündigte die Ankunft einer Thermaltasse an. Sie nahm sie und wärmte sich beide Hände am Metall. Ein Geruch von starkem Kaffee und Minzschokolade schlug ihr entgegen, doch sie widerstand dem Drang, zu schnell zu trinken. Raktajino wurde am besten brühend heiß serviert. Sie nippte vorsichtig, nachdem sie eine Dampfwolke weggepustet hatte. Himmlisch. Sie sollte sich in eine ruhige Ecke setzen, den Moment genießen und sich keine Sorgen um irgendetwas machen.
Doch wie ein Komet, der eine Sonne umkreist, wurde Shelby von dem Padd angezogen, das Captain Blackswan ihr gegeben hatte. Sie ließ sich aufs Bett fallen, klemmte den Becher zwischen einer Hand und der Seite ihres Beins fest und angelte nach dem Gerät. Ihre Eltern beobachteten sie von dem Foto auf ihrem Nachttisch und lächelten zuversichtlich. Shelby wich ihren holografischen Blicken aus. Stattdessen starrte sie wieder auf den markierten Text auf dem Padd. Gelbe Buchstaben leuchteten auf dem kleinen, dunklen Bildschirm auf. Alles, was sie sehen musste, stand in einer kurzen Mitteilung:
U.S.S. Yosemite, NCC-19002, Sternzeit 43095,1
half der U.S.S. Yosemite, alle Erwartungen zu übertreffen. Für herausragende Dienste und ihren Einsatz auf dem technischen Gebiet belobigt Captain Patricia Blackswan Lieutenant Shelby und schlägt sie zur schnellstmöglichen Beförderung vor.
Sie hätte hochscrollen können, um die Liste der Leistungen zu lesen, die Captain Blackswan so sorgfältig niedergeschrieben hatte. Oder sie hätte runterscrollen können, um weitere glühende Lobeshymnen zu lesen, die ihrer Personalakte hinzugefügt würden – damit ihr nächster Captain sie lesen und sich wundern konnte, wieso ein Sternenflottenoffizier mit solch überschwänglichen Beurteilungen innerhalb von acht Jahren auf sechs Schiffen gedient hatte. Aber genau das war der Punkt.
Keine Erwähnung ihrer Führungsqualitäten.
Keine Empfehlung für ein Kommando.
Shelby schnipste mit einem polierten Fingernagel gegen den Bildschirm und tippte auf das Symbol zum Ausschalten. Das Padd fuhr herunter. Ein schneller Blick zum Nachttisch. Ihre Eltern waren gekleidet in makellose schwarz-rote Paradeuniformen und beide trugen die Sterne eines Admirals. Auf diesem Bild hatte ihre Mutter gerade den Rang des Vice Admirals erhalten. Sie lächelten zustimmend. Wie immer.
Andererseits hatten sie auch bei ihrer kurzen Verlobung mit Mackenzie Calhoun zustimmend gelächelt, und man wusste ja, wie das ausgegangen war …
Eines der ersten Dinge, die Shelby bemerkte, nachdem man sie hinuntergebeamt hatte, war, dass die Natur nach der Zerstörung des wissenschaftlichen Außenpostens D5 nur einen kleinen Bereich zurückgefordert hatte. Es war mehr als ein Jahr her, seit die Föderation diesen Außenposten verloren hatte. Er sah für ihr Team fast genauso aus wie für die Mannschaft, die ihn ursprünglich untersucht hatte. Es sah so aus, als hätte eine riesige Hand jeden lebenden Körper, jedes Gebäude und jedes Artefakt von der Oberfläche des Planeten gerissen.
Sie waren fast in der Mitte der Vertiefung hinuntergebeamt, die drei Kilometer breit und beinahe rund war. Sie war etwa zweihundert Meter tief. Shelby würde Chief Jodd Pako anweisen, genaue Messungen zu machen. Der verwüstete Boden zeigte immer noch Riefen im Lehm, obwohl Wetter und Erosion die Linien langsam verwischten. Ein kleiner See – kaum mehr als ein Teich – befand sich unten in dem Bassin, und um das Brackwasser herum hatte sich kümmerliche Vegetation gebildet. Einige zähe Pflanzen hielten sich hartnäckig an den abfallenden Hängen, aber es würde Jahre dauern, bevor empfindlichere Vegetation, die Erdreich bevorzugte, sich wieder hier ansiedeln würde.
Ihr erster Scan des Gebiets ergab, dass es nach all dieser Zeit immer noch Spuren von Restenergie gab. Das war gut.
»Ausschwärmen und Messungen vornehmen«, befahl Shelby ihrem Außenteam. Die Handvoll Ingenieure und Wissenschaftsspezialisten bahnte sich mit gezückten Instrumenten einen Weg über Felsen und matschigen Lehm und nahm Proben. »Chief, besorgen sie mir die Basiswerte des gesamten Gebiets hier.«
»Alles klar«, sagte der Iotianer. Seine nasale Stimme klang abgelenkt, und er starrte auf seinen Trikorder. Nachträglich fügte er hinzu: »Lieutenant.«
Immer noch besser als »Süße«, beschloss Shelby. Der Iotianer bemühte sich sehr, doch ganz gleich wie sehr er sich anpasste und andere nachahmte, es würde noch eine Weile dauern, bis er das ungehobelte Sozialverhalten seiner Kultur abgelegt hatte.
Shelby tippte auf ihr persönliches Aufzeichnungsgerät. »Ingenieurlog, Nachtrag. Erste Beurteilung des wissenschaftlichen Außenpostens D5 zeigt keine offensichtlichen Anzeichen von bisher nicht erfassten Signaturen. Wir führen detaillierte Untersuchungen durch.«
Diese würden sie dann mit früheren Untersuchungen vergleichen und mit denen, die an einem romulanischen Außenposten, der einem ähnlichen Schicksal anheimgefallen war, durchgeführt worden waren. Dabei würden sie nach allem suchen, was ihnen möglicherweise entgangen war. Mit dem aufgefrischten Datenpool würde die Mannschaft der Yosemite dann die Daten von D5 mit den detaillierten Unterlagen vergleichen, die ihnen von der Sternenflotte für diese Operation zur Verfügung gestellt worden waren. Man hatte ihnen nicht gesagt, wonach sie suchen sollten oder was genau sie für die Sternenflotte nachweisen sollten. Das war für ihr Team ebenso frustrierend wie herausfordernd. Und da die Buschtrommeln von Schiff zu Schiff das Gerücht verbreiteten, dass die Sternenflotte nach jemandem mit fundierter Ingenieurerfahrung suchte, einem Kandidaten auf der Überholspur, waren ihre Leute fest davon überzeugt, dass es sich hier um eine Art Test handelte. Ein Kobayashi Maru für Ingenieure, sozusagen.
»Ich kann keine Spuren erkennen, die darauf hinweisen, dass hier etwas durch Waffenfeuer zerstört wurde«, fuhr Shelby mit ihrem offiziellen Logbucheintrag fort. »Scans zeigen keine bekannten Energiesignaturen, einschließlich...




