MacAlister | Silver Dragons - Ein brandheißes Date | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 01, 336 Seiten

Reihe: Silver-Dragons-Reihe

MacAlister Silver Dragons - Ein brandheißes Date


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8025-8449-7
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 01, 336 Seiten

Reihe: Silver-Dragons-Reihe

ISBN: 978-3-8025-8449-7
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



May Northcott ist eine Doppelgängerin, ein magisches Wesen, das sich unsichtbar machen und in der Welt der Schatten wandeln kann. Sie ist an den Dämon Magoth gebunden, der ihre Fähigkeiten dazu benutzt, um Diebstähle zu begehen und magische Gegenstände in seinen Besitz zu bringen. Bei einem ihrer Diebeszüge begegnet May dem gut aussehenden Gabriel Tauhou, dem Anführer der Silberdrachen. Dieser erkennt sofort, dass May seine Seelengefährtin ist. Doch obwohl sich auch May zu ihm hingezogen fühlt, sträubt sie sich zunächst gegen ihre Gefühle. Da erteilt ihr Magoth den Auftrag, ein wertvolles Artefakt aus Gabriels Hort zu stehlen ...



Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die amerikanische Bestsellerliste stürmen.

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1


»Guter Zwilling ruft bösen Zwilling. Das Wiesel kräht um Mitternacht. Alles klar?«

»Oh, um Himmels willen … ich habe zu tun! Hör auf, mir alberne verschlüsselte Nachrichten zu senden! Wenn du etwas zu sagen hast, sag es, ansonsten Funkstille! Kapiert?«

»Du verstehst überhaupt keinen Spaß mehr. Früher warst du für jeden Scherz zu haben, aber in der letzten Zeit hast du dich verändert. Liegt es an der Menopause, May?«

Cyrenes Frage erschreckte mich so sehr, dass ich im dunklen Flur innehielt und überrascht einen Blick in den Spiegel an der Wand gegenüber warf.

Kein Spiegelbild war zu sehen.

»Bekommst du noch deine Periode? Hast du nachts Hitzewallungen? Wächst dir ein Schnurrbart?«

»Gott steh mir bei«, murmelte ich und versuchte die vorlaute Stimme zu ignorieren, die mir fröhlich ins Ohr zwitscherte, während ich weiter durch den dunklen, verlassenen Raum schlich. Einen Moment lang dachte ich daran, den Miniatursender, über den Cyrene mit mir Kontakt hielt, einfach abzuschalten, aber die lebenslange Erfahrung mit meinem Zwilling sagte mir, dass der Gedanke einfach nur töricht war.

»Mann, du bist aber wirklich schlecht gelaunt heute«, stellte sie leicht mürrisch fest.

Ich blieb kurz stehen, um eine schöne mattgrüne Vase zu bewundern, die in einer Vitrine stand, bevor ich zur gegenüberliegenden Tür huschte. »Deine Bemerkung war ja auch mehr als daneben. Du bist schließlich die Ältere von uns, und im Zweifelsfall kommst du eher in die Menopause als ich.«

»So viel bin ich auch nicht älter. Gerade mal ein paar Jahre. Tausend, wenn’s hochkommt. Was machst du gerade?«

Ich versuche, nicht wahnsinnig zu werden, hätte ich am liebsten gesagt, aber ich hielt mich zurück. Solange Cyrene versuchte zu helfen, war sie zu ertragen, aber wenn sie verletzt, deprimiert oder unglücklich war, konnte das fatale Auswirkungen haben, die ich mir im Moment gar nicht erst ausmalen wollte. »Ich bin in der Bibliothek und nähere mich dem Büro. Dort könnte es im Übrigen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geben, also sollte von jetzt an Funkstille herrschen. Klar?«

»Du hast gesagt, ich könnte dir helfen.« Ich presste die Lippen zusammen, als ich ihre störrische Stimme vernahm.

»Du hilfst mir, indem du die Vorderseite des Hauses bewachst.« Ich schlich zur Tür und betrachtete sie eingehend. Soweit ich sehen konnte, war sie nicht mit Bannzaubern belegt. Ich hob die Hand und legte meine Finger leicht auf das Holz. Nichts löste meinen empfindlichen Gefahrensinn aus.

»Ich bin auf der anderen Straßenseite!«

Der Türknopf ließ sich leicht drehen und die Tür ging beinahe geräuschlos auf, was für die sorgsame Pflege des Hauspersonals sprach. »Da kannst du besser sehen.«

»In einem Baum!«

»Die Höhe ist nur von Vorteil. Hmm.« In dem kleinen Zimmer stand eine weitere hübsche, antike Glasvitrine. Sie war innen beleuchtet, und der gelbe Lichtschein fiel auf den dicken Teppich. Mehrere Kunstobjekte standen in dem Schrank, aber meine Aufmerksamkeit galt nur der schlanken Glasphiole, die als Einziges auf dem mittleren Regal stand.

»Was hmm? Ich glaube, ich fange mir Käfer ein. Im Baum sind sicher welche. Was nun? Hast du das Zeug gefunden?«

»Den Liquor Hepatis? Ja. Und jetzt sei still. Ich muss herausfinden, wie der Schrank gesichert ist.«

»Es ist so aufregend«, flüsterte Cyrene. »Ich war noch nie bei einem deiner Aufträge dabei. Es ist allerdings ein bisschen langweilig, nur zuzuschauen, und ich weiß auch gar nicht, ob es wirklich nötig ist. Du hast doch gesagt, der Magier ist irgendwo in England. Außerdem ist er doch nur ein Magier!«

Die Verachtung in ihrer Stimme war sogar über das Funkgerät deutlich zu vernehmen.

»Ich habe noch nie verstanden, was du gegen Magier hast. Sie sind Menschen wie du und ich«, murmelte ich, während ich die elektronische Alarmanlage begutachtete.

»Bah, sie tun immer so großartig mit ihrer Magie und den tiefen, dunklen Geheimnissen des Universums. Phh! Es geht doch nichts über einen netten, elementaren Zauber. Magier werden einfach überschätzt. Nun greif doch einfach hinein und nimm dir das Ding!«

»Überschätzt oder nicht, Magoth hat zwar gesagt, dass der Magier weg ist, aber seine Leute sind hier, und nicht einmal ein Magier würde so etwas Wertvolles wie ein Arkanum der Seele unbewacht zurücklassen«, antwortete ich. Ich schaltete den Alarm aus. Normalerweise verabscheuen Magier moderne Sicherheitsmaßnahmen und verlassen sich lieber auf ihre eigenen geheimen Ressourcen. Und der Eigentümer der Vitrine vor mir bildete da keine Ausnahme.

Ich lächelte über die Zauber, die zur Abschreckung von Eindringlingen ins Holz gewoben waren. Auf mich hatten sie jedoch keine Wirkung, und als ich das aluminiumbeschichtete Tuch über die winzige, hoch in einer Ecke des Zimmers angebrachte Kamera gehängt hatte – schließlich sollten ja keine Aufnahmen von mir für die Nachwelt erhalten bleiben –, öffnete ich den Schrank einfach und griff nach der Phiole.

Etwas blitzte für den Bruchteil einer Sekunde links von dem Liquor Hepatis auf. Meine Hand zuckte zurück, und ich kniff die Augen zusammen.

»Hast du daran gedacht, etwas über die Kamera zu hängen?«, ließ Cyrene sich plötzlich vernehmen. »Du willst ja schließlich nicht gesehen werden.«

»Ich bin kein Klingone, Cy«, sagte ich geistesabwesend und musterte das Bord, auf dem die Glasphiole stand. War das gerade nur eine Reflexion gewesen? Oder ein Lichtspiel der Glasprismen? Oder hatte der Magier etwas mit der Phiole gemacht, das über meine Erfahrungen hinausging?

»Nein, aber man kann dich sehen, wenn du etwas tust, was Konzentration erfordert. Jedenfalls behauptest du das – obwohl ich dich nicht sehen konnte, als du bei der Party in Marrakesch jongliert hast.«

»Die Diskussion darüber, ob ich als Partytrick einsetzbar bin, werden wir auf ein anderes Mal verschieben müssen«, murmelte ich und schüttelte den Kopf über meine albernen Gedanken. Der Eigentümer dieses Hauses mochte ja ein Magier sein, aber wenn er darauf vertraute, dass er die Fähigkeit besaß, seinen Liquor Hepatis zu sichern, so irrte er sich gewaltig. Erneut griff ich danach und erhaschte wieder einen Schimmer von etwas, das sich so gerade eben außerhalb meines Sichtfeldes befinden musste. »Agathos daimon!«

»Was?«

»Agathos daimon! Das bedeutet …«

»Du liebe Güte, das weiß ich doch. Du sagst es ja schließlich oft genug. Wobei ich nicht begreife, warum du nicht einfach fluchen kannst wie jeder andere normale Mensch. Was ist denn jetzt schon wieder los?«

Ich drehte den Kopf zur Seite und sah aus den Augenwinkeln eine kleine lavendelblaue Steindose, die hinter der Phiole stand. Als ich jedoch versuchte, sie zu fixieren, verschwand sie wieder.

»Hier ist noch etwas anderes. Etwas … Bedeutsames.«

»Wie bedeutsam? Kann ich jetzt vom Baum herunterkommen? Ich werde bei lebendigem Leib aufgefressen.«

»Nein. Du bleibst da, bis ich aus dem Haus heraus bin.« Ich ergriff die Phiole, steckte sie in die Innentasche meiner Lederweste. Dann warf ich noch einen Blick auf die Vitrine, aber es war nichts zu sehen. Erneut wandte ich den Kopf und tastete mit den Fingern blindlings über das Glasbord. Sie schlossen sich um ein kleines, kaltes Viereck, und in diesem Moment gingen alle Lichter im Zimmer an.

»Bei den Tränen des Agamemnon!«, kreischte Cyrene mir ins Ohr. »Da ist jemand. Ein Auto steht vor dem Haus, und in mehreren Zimmern ist gerade das Licht angegangen …«

»Danke für die Warnung«, flüsterte ich mit zusammengebissenen Zähnen. Draußen ertönten Stimmen. Verzweifelt blickte ich mich nach einer dunklen Ecke um, in der ich mich verstecken konnte, aber es war viel zu hell im Raum.

»Entschuldige! Ich habe gerade Käfer von meinem Arm gepflückt und nicht auf das Auto geachtet, das vor dem Haus gehalten hat. Was ist los? Warum sind alle Lichter an? Oh, nein – ich glaube, einer der Männer ist ein Magier. Er ist … ja, er ist ein Magier! Wahrscheinlich der Eigentümer! Mayling, du musst sofort da raus.«

Sie sagte mir nichts, was ich nicht schon wusste. Als ich sah, dass der Türknopf sich drehte, rammte ich schnell einen Stuhl darunter, damit die Tür sich nicht öffnen ließ.

»Mayling!«, schrie Cyrene in mein Ohr. Sie war so aufgeregt, dass sie mich unwillkürlich bei dem Spitznamen nannte, den sie mir gegeben hatte.

Ich rannte zum Fenster. Hoffentlich entkam ich in die Dunkelheit, bevor die Tür sich öffnete. Aber ich war gerade auf den Tisch neben dem Fenster gesprungen, als die Tür in tausend Teile zerbarst und sich in Asche verwandelte, die langsam zu Boden rieselte.

»Mayling!« Cyrene brüllte so laut, dass mir fast das Trommelfell platzte. Die Gestalt eines Mannes erschien im Türrahmen. Anscheinend hörte er meinen Zwilling, denn er hielt einen Moment lang inne.

»Mei Ling!«, schrie er dann und kam in den Raum gerannt. Er hielt meinen Spitznamen für meinen richtigen Namen, was nicht zum ersten Mal geschah. »Es ist die Meisterdiebin Mei Ling!«

Ich war instinktiv zum Schatten verblichen, als ich die Männerstimmen gehört hatte, aber im Raum war es zu hell, als dass ich unsichtbar bleiben konnte. Sobald der Mann zum Fenster blickte, würde er mich sehen. Ich hatte keine andere Wahl. Ich musste durch die Scheibe springen.

»Agathos daimon«, wiederholte ich leise, hielt schützend die Hände vors Gesicht und warf mich durch das...


MacAlister, Katie
Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die amerikanische Bestsellerliste stürmen.

Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die amerikanische Bestsellerliste stürmen.



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