Maas | Was ist deutsch? | Buch | 978-3-8252-8560-9 | www2.sack.de

Buch, Deutsch, 556 Seiten, Pb, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

Maas

Was ist deutsch?

Die Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse in Deutschland
2. überarbeitete Auflage 2014
ISBN: 978-3-8252-8560-9
Verlag: UTB

Die Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse in Deutschland

Buch, Deutsch, 556 Seiten, Pb, Format (B × H): 170 mm x 240 mm

ISBN: 978-3-8252-8560-9
Verlag: UTB


Was wir heute als Deutsch bezeichnen, ist Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung. Dabei haben sich viele Einflüsse im Deutschen niedergeschlagen: Worte aus anderen Sprachen haben ihre Spuren hinterlassen. Religiöse, soziale und politische Gruppen haben dem Deutschen ihren Stempel aufgedrückt. Eine solche Sprachvielfalt war auf „deutschem“ Boden immer schon gegeben. In ihr und mit ihren Ressourcen ist das Deutsche zu einer modernen Nationalsprache ausgebaut worden. Utz Maas zeigt diese Entwicklung ausgehend von den heutigen Verhältnissen bis zurück zur germanischen Frühzeit und veranschaulicht sie anhand von Quellen.

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Zielgruppe


Sprachwissenschaft


Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


VORWORT 13

BLOCK I GEGENWART–1945

1. Einleitung: zur Anlage des Buches und zur Gegenwartssprache als Ausgangspunkt 23

1.1. Einleitende Bemerkungen 23

1.2. Die literarische Imago 25

1.3. Ein Raster zur Bestimmung des Hochdeutschen 29

1.3.1. Lautstruktur 30

1.3.2. Morphologie 32

1.3.3. Syntax 34

1.3.4. Anredeformen (Grammatikalisierung pragmatischer Strukturen) 36

1.3.5. Lexikon 37

1.3.6. Orthographie 37

2. Deutsche Sprache in und außerhalb Deutschlands, Register, Migration 39

2.1. Der deutschsprachige Raum 39

2.2. Die politischen Grundlagen 42

2.3. Migrationsgesellschaft 43

2.4. Die amtliche Regelung der (deutschen) Sprache 53

3. Hochsprache vs. Dialekt (als Beispiel Niederdeutsch) 55

3.1. Dialektale Ausdifferenzierungen 55

3.2. Der niederdeutsche Dialekt 57

3.3. Dialekte: Sprache im Raum 63

3.4. Dialekte und Migrationsverhältnisse 64

4. Minderheiten und Nebensprachen 67

4.1. Sprachliche Minderheiten 67

4.1.1. Dänen 68

4.1.2. Friesen 69

4.1.3. Sorben 71

4.1.4. Sinti und Roma 72

4.2. Englisch 74

4.3. Neue Medien 76

5. Polyzentrisches Deutsch 81

5.1. Staatsgrenzen im deutschen Sprachraum 81

5.2. Sprache in der BRD vs. DDR – zwei Sprachen? 82

5.3. Der kulturelle Umbruch in den 1960er Jahren 86

BLOCK II 1945–1871

6. Der Nationalstaat: Die Neugründung des Deutschen Reichs und der Nationalsozialismus 91

6.1. Die Rekonstruktion eines deutschen Reichs 91

6.2. Die Zeit des Nationalsozialismus 95

Postskript 1: Rassismus 99

Postskript 2: Nationalsozialismus und Modernisierung 100

7. Die Nationalisierung der Sprache 102

7.1. Das nationale Programm 102

7.2. Die Normierung der gesprochenen Sprache 104

7.3. Die Nationalisierung der Orthographie 105

BLOCK III 1870–1750

8. Die Auflösung der Feudalgesellschaft – die Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts 113

8.1. Feudale vs. bürgerliche Verhältnisse 113

8.2. Die republikanischen Verhältnisse in Deutschland: die Franzosenzeit (Napoleon) und Restauration 116

8.3. Modernisierung der Schriftkultur im Osnabrücker Land 125

9. Die literarische Imago des Hochdeutschen: die Klassik (Goethe, Schiller) 128

9.1. Die literarische Imago des Hochdeutschen im 19. Jahrhundert 128

9.2. Gesprochene vs. geschriebene Sprache bei Goethe und Schiller 129

9.3. Metrisches 132

9.4. Bildungssprache 134

9.5. Anredeformen 136

9.6. Fazit zu den literarischen „Klassikern“ 138

10. Die Normierung der (Schrift-) Sprache im 18. Jahrhundert: „Was ist Hochdeutsch?“ 139

10.1. Die Alphabetisierung in Deutschland (18.–19. Jahrhundert) 139

10.2. Die hochsprachliche Imago (schriftlich vs. mündlich) als Bezugsgröße der Schriftkultur 140

10.3. Zur Nominal-Flexion 147

11. Romantik: Dialektliteratur 149

11.1. Romantische Bewegung vs. „Junges Deutschland“ 149

11.2. Niederdeutsche Dialektliteratur 152

11.3. Oberdeutsch: Alemannisch 153

11.4. Jiddisch 156

BLOCK IV 1750–1630

12. Sprachausbau (Latein vs. Deutsch) 169

12.1. Die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse 169

12.2. Die Sprachgesellschaften (Schottel) 170

12.3. Syntax 1 – ein literarisches Beispiel: Grimmelshausen 180

12.4. Syntax 2: Verwaltungssprache (juridische Texte) 184

12.5. Als Zwischen-Fazit: Latein vs. Deutsch als Kippbild in der Zeit des Barock 188

13. Mehrsprachigkeit in der Barock-Zeit (1750–1630) 190

13.1. Gesellschaftliche Verhältnisse 190

13.1.1. Die konfessionellen Gegensätze 190

13.1.2. Die ökonomischen Verhältnisse 193

13.2. Konfessionelle Flüchtlinge 195

13.3. Zigeuner 199

13.4. Französisch als Bildungssprache (neben Latein) 200

13.5 Anredeformen 202

14. Regionalsprachen: Niederdeutsch, Slavisch, Jiddisch 206

14.1. Binnendeutsche Mehrsprachigkeit in der Barockzeit 206

14.2. Niederdeutsch 207

14.3. Die autochthone Minderheit der Slaven 213

14.4. Jiddisch 219

14.5. Fazit aus Block IV 224

BLOCK V 1620–1520

15. Bildungsverhältnisse im 16. Jahrhundert 225

15.1. Die gesellschaftlichen Verhältnisse 225

15.2. Professionelle Schriftkultur und Laienpublikum 228

15.3. Deutsche Sprache vs. Varietäten des Deutschen 233

15.4. (Volks-) Bildung/Alphabetisierung 237

15.5. Die (protestantische) Katechismusschule 246

16. Buchdruck und Bibelübersetzungen 247

16.1. Buchdruck und Bibeldrucke 247

16.2. Die Reformation und die Rolle Martin Luthers 248

16.3. Die Sprache der Reformation I: Latein vs. Deutsch 250

16.4. Die Sprache der Reformation II: die hochdeutsche Bibelübersetzung 254

16.5. Die Sprache der Reformation III: Niederdeutsch als Schleuse zum Hochdeutschen 260

16.6. Die Grammatisierung der satzinternen Majuskeln 268

16.7. Fazit für die Zeit der Reformation 272

17. Latein 274

17.1. Sprachgeschichte des Lateinischen 274

17.2. Grundzüge der lateinischen Grammatik 277

17.2.1. Lautstruktur/Schriftsystem im Lateinischen 277

17.2.2. Morphologie: Wortbildung, Flexion 279

17.2.3. Syntax: Struktur des Satzes 289

17.3. Die humanistische Lateingrammatik 293

17.4. Die didaktische Entgleisung 301

17.5. Strukturelle Konsequenzen aus dem Sprachkontakt Latein/Deutsch 304

BLOCK VI 1520–1350

18. Die mittelalterliche Stadt 307

18.1. Der gesellschaftliche Horizont 307

18.2. Städte in der mittelalterlichen Gesellschaft: am Beispiel von Osnabrück 308

18.3. Städtische Formen der Konfliktaustragung und ihre sprachliche Seite 311

18.4. Bildungsverhältnisse und Schriftkultur in der Stadt 320

18.5. Juden in der mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Stadt 322

18.6. Niederdeutsch vs. Hochdeutsch im Spätmittelalter/ in der Frühen Neuzeit: Rekonstruktion der Lautverhältnisse 326

19. Die religiöse Basis des Sprachausbaus 330

19.1. Latein und Deutsch in der Seelsorge 330

19.2. Bibel und Bibelübersetzung 332

19.3. Literater Ausbau: Mystik, devotio moderna. 333

20. Schreib-/Lesesprachen im späten Mittelalter/ in der (frühen) Frühen Neuzeit 339

20.1. Niederdeutsch im Hanseraum (Reynke de Vos) 339

20.2. Der rheinische (Kölner) Raum (Stynchyn van der Krone) 342

20.3. Der ostoberdeutsche Raum (das gemain teutsch) 343

20.4. Unterhaltungsliteratur im alemannischen Sprachraum 346

20.5. Jüdische Unterhaltungsliteratur (Dukus Horant) 347

BLOCK VII 1350–1100

21. Rechtsverhältnisse im Hochmittelalter 349

21.1. Die gesellschaftlichen Verhältnisse 349

21.2. Urkunden 353

21.3. Rechtskodifizierung und Sachsenspiegel 358

21.4. Friesenrechte 366

21.5. Friesisch im nordseegermanischen Sprachverband (mit Hinweisen zum Englischen) 369

22. Die höfische Kultur: die mittelhochdeutsche Dichtersprache 373

22.1. Die politischen und Bildungsverhältnisse 373

22.2. Höfische Literatur 373

22.3. Die epische Dichtung: das Nibelungenlied 377

22.4. Die Lyrik 380

22.5. Laut und Schrift im Mittelhochdeutschen 382

22.5.1. Zum Vokalismus und seinen Schreibungen 382

22.5.2. Zum Konsonantismus und seinen Schreibungen: die s-Laute bzw. s-Graphien 388

22.6. Metrisches 389

22.7. Methodische Probleme der Philologie 392

22.8. Die grammatische Form des Mittelhochdeutschen 393

22.8.1. Das Verbalsystem 393

22.8.2. Zur Syntax 398

22.9. Höfische Dichtung und Sprachausbau – ein Fazit 399

BLOCK VIII 1000–750

23. Pragmatische Schriftlichkeit in der frühmittelalterlichen Gesellschaft 403

23.1. Die gesellschaftlichen Verhältnisse 403

23.2. Deutsch als gesellschaftliches Projekt im frühen Mittelalter 405

23.3. „Altdeutsch“ und Schriftkultur 407

23.4. Der hochdeutsche sprachliche Umbau 410

23.5. Deutsche Schreibpraxis als Hilfestellung bei der lateinischen 415

23.6. Rechtsquellen 417

23.7. Urkunden 418

23.8. Mehrsprachigkeit: Gesprächsführer 420

24. Literarische Formen 425

24.1. Schriftkultur und Christianisierung 425

24.2. Verschriftlichung von mündlich Tradiertem (Merseburger Zaubersprüche) 428

24.3. Die literarische Weiterführung germanischer Formen: Heliand (niederdeutsch) 432

24.4. Althochdeutsche Dichtung: Otfrid 436

24.5. Hybride Formen: Hildebrandslied 438

24.6. Personennamen 441

BLOCK IX VOR 750

25. Germanen/Völkerwanderung 445

25.1. Historisches: Sprachgeschichte vs. ethnische Geschichte 445

25.2. Römisches Reich (einschließlich Juden im Römischen Reich) 446

25.3. Zur Geschichte des Judentums 447

25.4. Die Germanische Völkerwanderung 448

25.5. Runen 452

25.6. Altenglisch 455

25.7. Gotisch 457

26. Früh-/Vorgeschichte (Alteuropa) 461

26.1. Die Völkerwanderung (Vorgermanisch) 461

26.2. Kelten 463

26.3. Slaven 464

26.4. Indo-Europäisch (Sprache der „Indogermanen“) 465

26.5. Alteuropa: Vor-Indoeuropäer 467

27. Etymologie: die formale Rekonstruktion und ihre Grenzen 470

27.1. Interne vs. externe Rekonstruktion 470

27.2. Der externe Vergleich (Familienbeziehungen zwischen Sprachen): die konsonantische Lautverschiebung 473

27.3. Der Vokalismus, insbesondere der Ablaut 478

27.4. Grammatikalisierung – grammatische Nutzung I: Ablaut 481

27.5. Grammatikalisierung – grammatische Nutzung II: Umlaut 484

27.6. Wortbildung, insbesondere Komposita 486

27.7. Grammatischer Sprach(um)bau und normative Grammatik 491

27.8. Die Fluchtlinie der Etymologie: die Rekonstruktion einer Sprache? 493

27.9. Die realistischen Fallstricke der formalen Rekonstruktion 497

FAZIT – VOM NUTZEN DER SPRACHGESCHICHTE 499

ANHANG 511

A.1. Erläuterung von Grundbegriffen der Sprachreflexion 511

A.2. Verzeichnis der Abkürzungen 527

A.3. Literaturhinweise 529

Als Nachtrag: Bemerkungen zur Fachgeschichte 539

A.4. Quellen der Abbildungen 541

A.5. Register (Wort- und Formen, Namen von Personen, Sachregister) 545


Prof. em. Dr. Utz Maas lehrt am Institut für Sprachwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz.



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