Lutz | Florida Killings: Brennende Rache | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 328 Seiten

Reihe: Fred-Carver

Lutz Florida Killings: Brennende Rache

Thriller - Ein Fred-Carver-Thriller 1 | »John Lutz ist ein Meister der Gänsehaut.« - Harlan Coben
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-280-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Thriller - Ein Fred-Carver-Thriller 1 | »John Lutz ist ein Meister der Gänsehaut.« - Harlan Coben

E-Book, Deutsch, Band 1, 328 Seiten

Reihe: Fred-Carver

ISBN: 978-3-98952-280-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das kalte Feuer des Hasses: Der packende Amerika-Thriller »Florida Killings: Brennende Rache« von John Lutz jetzt als eBook bei dotbooks. Ein Tag wie jeder andere: Fred Carver, Ex-Polizist und Privatermittler, seit eine verirrte Kugel sein Knie zertrümmert hat, trinkt gerade seinen Morgenkaffee, als er eine Nachricht erhält, die sein Leben auf immer verändern wird - ein irrer Killer hat drei Menschen mit einem Flammenwerfer getötet. Unter ihnen: Carvers achtjähriger Sohn. Hin- und hergerissen zwischen Trauer und Hass, Recht und Rache nimmt Carver die Spur des Psychopathen auf. Schon bald deuten alle Hinweise auf Paul Kave, den schizophrenen Sohn einer der reichsten Familien Floridas. Als Paul untertaucht, eröffnet Carver die Jagd. Er wird den Mörder seines Sohnes finden - und dafür ist er bereit bis zum Äußersten zu gehen ... »Einer der Meister des Kriminalromans.« Bestsellerautor Ridley Pearson Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der fesselnde Hardboiled-Krimi »Florida Killings: Brennende Rache« von Bestsellerautor John Lutz ist der abgründige erste Band seiner Reihe um den Privatermittler Fred Carver, der in der brutalen Hitze des Sunshine State ermittelt - preisgekrönte Spannung für alle Fans von Michael Connelly! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

John Lutz (1939-2021) war ein US-amerikanischer Autor von über 50 Thriller und Romanen. Er wurde für seine Kriminalromane mehrfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem Shamus Lifetime Achievement Award und dem Edgar-Allan-Poe-Award, dem wichtigsten Spannungspreis Amerikas. Mehrere seiner Werke wurden verfilmt. Die Website des Autors: www.johnlutzonline.com/ Der Autor bei Facebook: www.facebook.com/JohnLutzAuthor/ Bei dotbooks veröffentlichte der Autor die folgenden eBooks: Die Missouri-Murders-Reihe um den Privatdetektiv Alo Nudger: »Missouri Murders: Schwarze Nacht« »Missouri Murders: Kaltes Schweigen« »Missouri Murders: Tiefe Schatten« »Missouri Murders: Harte Strafe« »Missouri Murders: Fatale Schuld« Die Florida-Killings-Reihe um den Ex-Cop Fred Carver: »Florida Killings: Brennende Rache« »Florida Killings: Roter Tod« »Florida Killings: Kaltes Feuer« »Florida Killings: Sengender Verrat« »Florida Killings: Lodernder Zorn« Seine Frank-Quinn-Reihe um einen Ex-Cop auf der Spur von Serienkillern: »Opferschrei« »Blutschrei« »Zornesschrei« »Jagdschrei Außerdem veröffentlichte der Autor bei dotbooks den Psychothriller »Die Stalkerin«.
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Kapitel 1


Etwa um zehn Uhr vormittags wird es im Juli in Zentral-Florida zu heiß, um noch draußen sitzen zu können. Jetzt war es neun, ein strahlender Tag, und schon ziemlich brütend und feucht. Jeder Warmblüter, der nicht arbeiten mußte, suchte den Schatten.

Auf der Veranda von Carvers und Edwinas massivem, aus Ziegeln erbautem Strandhaus in Del Moray hatte man den Schirm, der in der Mitte des weißen Gartentischs aus Metall verankert war, schräg gestellt, um die Morgensonne abzuwehren, die langsam in ihrer zerstörerischen Agonie wie etwas Brennendes in den blaugrauen Himmel über dem Atlantik aufstieg. Die obere Hälfte von Edwinas Kopf blieb im Schatten des Schirms, und das sah aus, als trage sie eine Karnevalsmaske. Vielleicht hatte sie sich absichtlich so hingesetzt. Obwohl sie seit fast zehn Monaten hier zusammenwohnten, in einem Haus, das eigentlich Edwina gehörte, kannte Carver sie so gut wie gar nicht. Ein Teil von ihr gehörte einer Vergangenheit an, die sie für sich behielt. Er selbst hatte seine etwas baufällige Strandhütte aus Holz, zwanzig Meilen weiter oben an der Küste, behalten, weil Edwina ihn eines Tages vielleicht nicht nur von ihrer Vergangenheit, sondern auch von ihrer Zukunft fernhalten wollte. Was das betraf, war sie unberechenbar; möglicherweise liebte Carver sie gerade deshalb.

Sie trank Grapefruitsaft aus einem großen Glas, dann fragte sie: »Wie lange bleiben deine Ex und deine Kinder in Florida?«

Carver schaute auf den sonnenfleckigen Ozean und zuckte mit den Schultern. »Vielleicht eine Woche, vielleicht ein paar Tage länger. Sie geht mit Ann und Chipper nach Disney World, an den Strand und so weiter.«

»Also den üblichen Touristen-Scheiß«, stellte Edwina fest.

Carver nickte. Eine Möwe flog in engem Bogen über den Hang hinter dem Strand und kreischte, als hätte sie ihm dringend etwas zu sagen, dann drehte sie ab, das alles mit einem einzigen Flügelschlag.

»Glaubst du, Laura hat sich für Ferien in Florida entschieden, damit sie dich sehen kann?« fragte Edwina.

Es überraschte Carver, daß sie den Namen seiner ehemaligen Frau benützte; meistens war Laura bei ihr einfach »sie« oder »deine Ex«. »Ich nehme an, sie wollte die Kinder mitnehmen; außerdem ist ohnehin ein vom Gericht sanktionierter Besuch in Kürze fällig, also hat sie vermutlich gedacht, das eine mit dem anderen kombinieren zu können. Ich glaube nicht, daß sie irgendeinen bösen Plan damit verfolgt.«

»Die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe.«

»Klar. Ich glaube, man sollte da nichts hineinlesen.«

Edwina beugte ein wenig den Kopf und hob wieder das Glas. Das Licht der Sonne fing sich in ihren grüngetupften Augen und ließ sie aufleuchten, ehe sie wieder im Schatten verschwanden. Edwina trank einen Schluck, als brauchte sie das saure Zeug, bevor sie das ausdrücken konnte, was sie sagen wollte. »Ich glaube, sie ist immer noch an dir interessiert.«

Carver war vom Gegenteil überzeugt. »Du setzt eine Menge voraus – bei einer Frau, die du gar nicht kennst.«

»Ich kenne sie durch dich. Ich weiß genug von ihr durch deine Erzählungen.«

»Laura tut das wahrscheinlich vor allem, damit ich nicht im kommenden Monat an ihrer Schwelle stehe, in Saint Louis, und ihr Leben erschüttere.«

Edwina strich geistesabwesend mit dem Finger durch das Kondenswasser, das auf der glatten Tischplatte von ihrem Glas entstanden war, und zeichnete damit ein zittriges Muster. »Sie hat sich nicht einmal die Zeit genommen, dich anzurufen und dir zu sagen, daß sie in Florida sein wird.«

»Damit ich keine Ausrede habe, warum ich meine Besuchsrechte bei den Kindern nicht ausübe, wenn sie hier ist; in diesem Fall habe ich nicht die Möglichkeit, ihr abzusagen, weil es mir nicht paßt. Auf diese Weise diktiert sie Zeit und Ort des Zusammentreffens.«

Carver fühlte eine deutliche Vorfreude beim Gedanken, Ann und Chipper wiederzusehen. Es war Herbst gewesen, als er sie zuletzt in Saint Louis besucht hatte, wo Laura mit dem Mann zusammenlebte, den sie angeblich heiraten wollte, sobald ihre Scheidung mit Charles Montaigne, ihrem zweiten Mann, ausgesprochen war. Die sechsjährige Ann hatte zugenommen und war ein süßes, rundliches Kind geworden, während der achtjährige Chipper so schnell in die Höhe geschossen war, daß er jetzt schon fast schlaksig wirkte. Sollte Laura doch mit ihnen nach Disney World, Sea World und Circus World gehen, und in all die anderen vorgefertigten Welten von Florida. Carver selbst sehnte sich danach, mit seinen Kindern lange Strandspaziergänge zu unternehmen, ihr Großwerden ein bißchen zu bremsen und mit ihnen über die wirkliche Welt zu reden, in der sie nun einmal leben mußten.

»Wann triffst du sie?« fragte Edwina.

»Ich habe eigentlich gar nicht vor, mich mit ihr zu treffen; ich treffe mich mit Ann und Chipper. Aber natürlich wird Laura da sein. Morgen abend im Howard Johnson’s am Orange Blossom Trail. Kommst du mit?»

»Würde das nicht komisch aussehen?«

»Für mich nicht. Und es wäre fein, wenn du meine Kinder kennenlernst.«

»Aber vielleicht wäre es Laura unangenehm?«

»Na und?«

Es war Carver natürlich keineswegs egal; dennoch konnte er sich davon überzeugen, daß es ihn überhaupt nicht berührte. Seine Ehe war eine Treibsand-Tragödie mit sicherem Ausgang gewesen, und daran war in erster Linie er selbst schuld. Er wollte Laura auf keinen Fall wieder haben, und sie ihn wohl auch nicht. Abgesehen davon hatte er keine Zweifel daran, wer die Schuld an der Scheidung trug. Er haßte Laura nicht, lehnte sie nicht einmal unterschwellig ab. Und er wollte ihr keinen Ärger machen. Sie war für ihn einfach eine Frau, die er zur falschen Zeit in ein falsches Leben gezwungen hatte. In sein Leben. Nach der Scheidung hatte sie wieder geheiratet, einen Psychologen namens Charles Montaigne. Carver hatte keine Einwände dagegen erhoben, daß er die Kinder legal adoptierte, und nur auf den minimalen Besuchsrechten bestanden; er wollte, daß Chipper und Ann Teil einer richtigen Familie waren, auch wenn er selbst nicht dazu gehörte. In Carvers Augen war Chipper – jetzt offiziell der junge Fred Montaigne – immer noch Fred Carver junior.

Und wenn Carver in den letzten paar Tagen Laura als die etwas verachtete und ein wenig gehässige Exgattin abtat, war ihm zugleich bewußt, daß das eine Art versichernde Bestätigung seiner Liebe zu Edwina war.

Aber Edwina fühlte sich keineswegs sicher.

»Außerdem kann ich ohnehin nicht mitgehen«, sagte sie. »Ich muß heute abend ein paar Interessenten einen Besitz an der Küste vorstellen.« Sie handelte mit Immobilien in und rings um Del Moray und nahm ihre Arbeit ernst. Ja, sie nahm sie geradezu verteufelt ernst.

Carver wußte nicht, ob er ihr glauben sollte.

Edwina riß den Kopf herum, als auf der gekiesten Auffahrt zum Haus das Knirschen von Autoreifen zu hören war. Eine Wagentür wurde zugeschlagen, und Carver schaute auf das vordere Tor; dabei spielte er geistesabwesend mit seiner Kaffeetasse.

Er würde das Gefühl der Tasse, die warme, geschwungene Oberfläche des Porzellans und den scharfen Druck seines Knöchels in der Nähe des Bodens der Tasse gegen den Henkel nie mehr vergessen, nicht bis ans Ende seines Lebens. Ein bleibender Augenblick. Denn sobald die große Gestalt von Alfonso Desoto hinter den Palmen auftauchte und sich durch das Tor schob, ahnte Carver im Unterbewußtsein, daß etwas ganz und gar nicht in Ordnung war.

Er erkannte es an den Falten der Erschöpfung im gut geschnittenen Latino-Gesicht von Desoto, an dem Mangel an Energie beim Gehen, den nach unten gesackten Schultern. Das Sakko von Desotos leichtem Sommeranzug war aufgeknöpft und flatterte in der leichten Brise vom Ozean. Desoto achtete auf ordentliche Kleidung und knöpfte automatisch sein Sakko zu, wenn er aufstand oder aus dem Auto stieg. So automatisch, wie er seinen Hosenlatz nach dem Pinkeln zuknöpfte. Nicht so an diesem Vormittag. Und daß er hier auftauchte, statt im Polizei-Hauptquartier im städtischen Gerichtsgebäude von Orlando zu sein, wo er Lieutenant bei der Mordkommission war, wirkte allein schon bedrohlich genug. Carver hatte erst vor zwei Tagen mit Desoto gesprochen und wußte, daß Desoto Tagesdienst hatte. Also hätte er an seinem Schreibtisch sitzen oder unterwegs bei einem wichtigen Fall sein müssen.

Es sei denn, daß ihn etwas noch Wichtigeres und Persönliches hierhergeführt hatte.

Als er auf den Tisch zukam, zeigte Desoto sein weißes, strahlendes Lächeln, aber es wirkte mechanisch. Er war das Idol einer ethnischen Minderheit bei Vormittagsveranstaltungen, mit breiten, ausgeprägten Schultern, einer schmalen Taille und dem scharf geschnittenen und etwas vogelartigen Profil, das seine aztekischen Vorfahren verriet, wenn man ihn genau genug anschaute, um zu erkennen, daß er kein Kubaner war, wie viele dachten. Desotos Vater war Mexikaner gewesen, seine Mutter Amerikanerin italienischen Ursprungs. Der Griff in den Gen-Pool hatte einen Mann zustandegebracht, der, wäre er Schauspieler gewesen, von jedem Produzenten die Rolle des romantischen Stierkämpfers bekommen hätte.

Ohne mit Carver zu sprechen, verbeugte er sich elegant und küßte dann Edwina auf die Wange. Wo immer Desoto auftauchte, wandte er sich als erstes an die Frauen. Er flüsterte Edwina etwas ins Ohr. Sie lehnte sich zurück in ihrem Gartenstuhl, bis ihr ganzes Gesicht vom Schatten des Schirms bedeckt war. Dann stand sie auf und ging ins Haus. Sie trug einen knappen blauen Badeanzug, und sie ging unglaublich elegant und sinnlich, aber Desoto starrte ihr dennoch nicht nach. Stattdessen drehte er sich um, schaute mit traurigen braunen Augen auf Carver und sagte: »Wieder mal ein Tag,...



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