London | Sag ja, Darling | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

London Sag ja, Darling


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2973-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-2973-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Um den Besitzer einer luxuriösen Ferienanlage am Pazifik zu überzeugen, dass auf seinem Gelände eine Boutique für Bademoden fehlt, wird die attraktive Leigh Van Dolph zu den Verhandlungen geschickt. Kaum dort angekommen, fällt ihr ein überaus erotischer Mann ins Auge, der sofort einen heißen Flirt mit ihr beginnt. Einem Abenteuer durchaus nicht abgeneigt, erlebt Leigh in Jareks Armen traumhafte Stunden der Lust. Während die geschäftlichen Gespräche äußerst erfolgreich verlaufen, wird die Beziehung zu Jarek immer komplizierter. Plötzlich erwachen tiefe Gefühle, die Leigh völlig verunsichern - eine feste Bindung schien für sie bis jetzt ausgeschlossen zu sein!

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2. KAPITEL

Jarek hielt Leigh Van Dolphs Geschäftskarte in das sanfte Morgenlicht, das in den Ausstellungsraum fiel. Während er auf dem Bettrand saß und Leigh musterte, die noch schlief, strich er mit dem Daumen selbstvergessen über das geprägte Firmenlogo des „Bella Shops“.

So ungern er es sich auch eingestand, er begehrte sie. Wenn sie ein Liebespaar wären, hätte er sie leidenschaftlich genommen, als er aufgewacht war. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass er wieder Leidenschaft empfinden würde. Er war sicher gewesen, sein Verlangen und seine Hoffnungen seien zusammen mit seiner Frau gestorben. Doch seit er den verführerischen Duft der Frau in seinem Bett wahrgenommen hatte, befand sein Körper sich in einem Zustand ständiger Erregung, und sein Herz schlug heftiger.

Leigh hatte seine Sinne zu neuem Leben erweckt, aber Jarek war nicht sicher, ob diese Überraschung ihn freute. Sein plötzliches Verlangen überwältigte ihn fast. Er wollte ihren süßen Mund küssen, und mit den Fingern durch ihre kurzen Locken fahren. Sie waren so kurz, dass ihre perfekt geformten kleinen Ohren zu sehen waren, und er hätte sich fast über sie gebeugt und ein Ohrläppchen geküsst.

Mit zitternder Hand fuhr er sich stattdessen durch sein Haar, entsetzt von der Heftigkeit, mit der er sich nach ihr sehnte.

Ihr Körper versprach die Erfüllung aller erotischen Fantasien. Sie war nicht zu dünn, ihre Brüste waren voll und fest, das war trotz des eher praktischen als verführerischen BHs gut zu erkennen. Das schwarze Laken, das ihr bis zu den Hüften hinuntergerutscht war und ihre schmale Taille entblößte, hatte sich um ein schlankes Bein gewickelt und enthüllte einen zierlichen Fuß. Einen Arm hatte sie im das Kissen gelegt, als umarme sie einen Liebhaber.

Ein scharfer Schmerz durchfuhr Jarek, und er erschrak über seine Reaktion. Hatte sie einen Liebhaber? Die Frage quälte ihn, und als Leigh sich bewegte, ging sein Atem schneller.

Es kam ihm vor, als er habe er sich noch nie so sehr danach gesehnt, eine Frau zu berühren und mit ihr zu schlafen.

Nur mit äußerster Willenskraft gelang es ihm sich zu beruhigen. Warum gerade diese Frau? Warum ausgerechnet jetzt, nach so vielen Jahren? Warum saß er hier wie ein vernarrter Teenager und beobachtete sie beim Schlafen, als könne er sich nicht von ihrem Anblick losreißen?

Vor ein paar Stunden hatte sie ihn mit weit aufgerissenen Augen angesehen, als sie entdeckt hatte, dass er neben ihr lag. Welche Farbe hatten sie gehabt? Waren sie blau gewesen wie der Ozean, schwarz wie die glänzenden Federn eines Raben, grün wie ein Smaragd oder grau wie Gewitterwolken?

Jarek stockte der Atem, als Leigh sich streckte und sich auf den Bauch drehte. Das Laken rutschte ganz herunter und entblößte nun auch ihren weißen Baumwollslip, der die vollkommenen Rundungen ihres Pos bedeckte.

Ihr Anblick, so zart, so anmutig, so weiblich, brachte ihn in Versuchung, mit der Hand unter den Baumwollstoff zu schlüpfen und …

Hastig sprang Jarek auf, eilte hinaus und schloss die Tür hinter sich. Im Flur lehnte er sich an die Wand und atmete ein paar Mal tief durch. Er holte ein Bitte-nicht-stören-Schild aus einem der Wagen der Zimmermädchen und hängte es an die schwere Tür des Ausstellungsraums.

Um sechs Uhr morgens war es um diese Jahreszeit im „Amoteh“ noch ruhig. Nur wenige Gäste nutzten die niedrigen Preise der Vorsaison, und diese wenigen würden nachher in die Stadt gehen, sich in den Geschäften umschauen und an der Küste entlangspazieren. Tadellos in einen maßgeschneiderten Anzug gekleidet, würde Mikhail bald aus seinem Zimmer kommen und seine Angestellten auf diverse Unterlassungen aufmerksam machen.

Mikhail war entschlossen, die seit drei Jahren bestehende Hotelanlage zu einem Erfolg zu machen. Es war sein Traum, und er arbeitete seit langer Zeit an seiner Erfüllung. Nichts würde ihn von seinem Ziel abbringen. Nicht nur sein wohlverdienter Ruf als einer der besten Geschäftsmänner hing davon ab, sondern auch der Lebensunterhalt seiner Angestellten.

Aber der Erfolg hatte Mikhails Ehe zerstört. Seine Frau hatte sich nach einem Leben in New York und dem Broadway gesehnt, nach Acapulco und Cannes. Auf keinen Fall hatte sie ihr Leben in einer „spießigen Kleinstadt verschwenden“. Mikhail hatte die Scheidung und die Abtreibung seines Babys stumm hingenommen, aber seine Familie wusste, wie tief ihn beides getroffen hatte. Und es war unwahrscheinlich, dass er noch einmal heiraten würde. So konzentrierte er sich nur noch darauf, seine Hotelanlage zu internationalem Ruhm zu bringen. Seine Arbeit war jetzt sein ganzes Leben.

Mikhail war ziemlich strikt, wenn es ums Geschäft ging, und Miss Leigh Van Dolph, die einen Vertrag mit ihm abschließen wollte, war offenbar genauso hartnäckig wie er. Jarek lächelte. Es wäre interessant, zu sehen, wer zuerst nachgeben würde. Leigh war eine Kämpfernatur, sie gab nicht auf. Das hatte er gestern Nacht gemerkt, als sie nicht vor ihm geflohen, sondern geblieben war. Ihrer Familie zuliebe, um die sie sich offenbar sorgte, wollte sie unbedingt durchhalten. Er konnte das gut nachempfinden. Wäre er an ihrer Stelle, wäre er genauso entschlossen.

Seine Eltern hatten ihm erzählt, dass Mikhail sich vor einer Weile ärgerlich über eine unzuverlässige Handelsvertreterin ausgelassen hatte, die nicht zu einem Termin erschienen war. Nichts machte seinen Bruder wütender als Zeitverschwendung, und ihre verspäteten Erklärungen hatten ihn nicht überzeugt. Wenn Leigh diese Handelsvertreterin war, dann hatte sie kaum eine Chance, Mikhail umzustimmen oder ihn überhaupt zu Gesicht zu bekommen.

Sie war in einem Wohnwagen aufgewachsen, und jetzt war sie eine ehrgeizige Handelsvertreterin und versuchte, Mikhail, einen knallharten Geschäftsmann, zu beeindrucken – ein wirklich gewaltiges Vorhaben.

Er blickte auf das Meer hinaus, das heute sehr unruhig war. Der Tag würde Regen bringen. Doch es lag noch mehr in der Luft. Er wollte, nein, er musste wissen, warum Leigh Van Dolph so eine starke Wirkung auf ihn hatte, warum er sich mit jeder Faser seines Körpers danach sehnte, mit ihr zu schlafen.

Jarek lächelte, als ihm ein Gedanke kam. Es wurde Zeit, einen brüderlichen Gefallen einzufordern.

Mikhail saß an seinem Schreibtisch und klopfte mit seinem teuren Füllfederhalter auf einen Schreibblock. Das geräumige holzgetäfelte Büro entsprach diesem energiegeladenen Manager. Jedes einzelne Möbelstück stammte natürlich von Jurek. Beide Brüder waren über einsfünfundachtzig groß und kräftig gebaut. Aber Mikhails dunkelbraunes Haar war im Gegensatz zu Jareks schulterlanger Mähne kurz geschnitten. Es war eines der deutlichsten Zeichen dafür, wie unterschiedlich die Brüder trotz vieler Gemeinsamkeiten waren.

Jarek ließ sich in dem bequemen Sessel vor dem breiten Schreibtisch nieder und platzierte seine Stiefel auf einen Aktenberg.

Mikhail warf einen finsteren Blick auf die Stiefel und seinen Bruder. Mit der Strenge eines älteren Bruders dem jüngeren gegenüber hob er Jareks Füße hoch und schob eine Zeitschrift unter seine Stiefel.

„Sie hat unsere Verabredung nicht eingehalten, Jarek. Ich kann keine Geschäfte mit unzuverlässigen Leuten machen. Sie hat nicht mal angerufen oder versucht, sich zu rechtfertigen. Erst als sie einen neuen Termin haben wollte, hat sie sich wieder gemeldet. So kann ich keine Geschäfte machen. Ich kann nicht jedem nach Belieben zur Verfügung stehen, und ich will es auch nicht. Und jetzt erzählst du mir, dass sie im Ausstellungsraum in einem Stepanov-Bett geschlafen hat. Sie kann von Glück reden, dass ich sie nicht mit einem Tritt hinausbefördere oder die Polizei hole.“

„Sie ist verantwortlich für ihre ganze Familie, Mikhail. Sie tut es nicht für sich selbst.“

Auf Mikhails Stirnrunzeln folgte plötzlich ein Lächeln. „Sie gefällt dir, was? Schau mal an. Du bist so lange allen Frauen aus dem Weg gegangen, aber diese hier interessiert dich. Warum?“

Jarek gab sich völlig ungerührt. „Freu dich nicht zu früh. Ich bitte dich nur, dich mit ihr zu treffen, mehr nicht. Und zwar heute Abend bei Mom und Dad.“

„Weiß sie, dass du mein Bruder bist?“

Als Jarek den Kopf schüttelte, wurde Mikhails Lächeln breiter. „Das Spiel hat also schon begonnen, und du weißt nur noch nicht, ob du mitspielen willst oder nicht.“

Jarek stand auf und streckte sich. Doch seine Gelassenheit war nicht echt. Mikhails allzu zutreffende Beurteilung der Lage gefiel ihm ganz und gar nicht. Heute war er zum ersten Mal seit Jahren neben einer Frau aufgewacht. Mehr noch, obwohl er sie überhaupt nicht kannte, hatte sie sein Verlangen geweckt. Er wusste nicht, warum Leigh ihn so faszinierte, aber sie tat es.

„Kümmre dich um deinen eigenen Kram, Mikhail“, sagte er leichthin, aber innerlich schwankte er zwischen Unruhe und Erwartung.

Leigh saß auf dem frisch gemachten Bett, fertig angezogen, aber unsicher, was sie jetzt tun sollte. Sie hielt die Aktentasche in der Hand, in die sie ihre zerrissene Strumpfhose gestopft hatte, und starrte auf ihre nackten Beine und die schwarzen Pumps. Die Tür war wieder verschlossen, und sie hatte sich mehr recht als schlecht zurechtgemacht. Ihr Haar ließ sich ohne Spray allerdings nicht bändigen. Es war gestern von der Meerbrise zerzaust worden und ringelte sich jetzt in widerspenstigen Locken, was sie sehr unprofessionell wirken ließ.

Und nach allem, was sie über Mikhail Stepanov gehört hatte, war er sehr kühl und professionell. Nun, sie zog sachliche, kühle Männer all jenen vor, die sich...



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