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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2709, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

Linden Fürsten-Roman 2709

Aber ein Fürst wollte ich nie sein
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7517-6637-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Aber ein Fürst wollte ich nie sein

E-Book, Deutsch, Band 2709, 64 Seiten

Reihe: Fürsten-Roman

ISBN: 978-3-7517-6637-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Richard Fürst von Falkenstein hat seinen Erben verloren. Jetzt gibt es nur noch zwei weit entfernte Verwandte, die den Titel des Fürsten einmal tragen können. Während Henry Ashburn sich schon als nächsten Herrn auf Falkenstein sieht, fällt Christian von Steinfels aus allen Wolken, als der Fürst ihn einlädt, ein Wochenende auf dem Schloss zu verbringen.
Neugierig reist er mit seiner Freundin Constanze Courbet an und freut sich auf ein spannendes Wochenende bei dem hochadeligen Verwandten.
Aber schon bald merkt Christian, dass man ihm und Constanze auf Schloss Falkenstein nicht nur wohlwollend begegnet. Ein Netz aus Intrigen spinnt sich um das junge Paar, denn die Frage nach dem richtigen Erben macht aus Henry Ashburn einen gefährlichen Neider ...

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Aber ein Fürst wollte ich nie sein

Als Christians Leben sich von Grund auf veränderte

Von Martina Linden

Richard Fürst von Falkenstein hat seinen Erben verloren. Jetzt gibt es nur noch zwei weit entfernte Verwandte, die den Titel des Fürsten einmal tragen können. Während Henry Ashburn sich schon als nächsten Herrn auf Falkenstein sieht, fällt Christian von Steinfels aus allen Wolken, als der Fürst ihn einlädt, ein Wochenende auf dem Schloss zu verbringen.

Neugierig reist er mit seiner Freundin Constanze Courbet an und freut sich auf ein spannendes Wochenende bei dem hochadeligen Verwandten.

Aber schon bald merkt Christian, dass man ihm und Constanze auf Schloss Falkenstein nicht nur wohlwollend begegnet. Ein Netz aus Intrigen spinnt sich um das junge Paar, denn die Frage nach dem richtigen Erben macht aus Henry Ashburn einen gefährlichen Neider ...

Constanze Courbet blickte sich zufrieden in ihrem Appartement um. Sie hatte die kleine Dachgeschosswohnung erst vor drei Wochen bezogen. Jedes Möbelstück hatte sie mit Liebe und viel Geschmack ausgesucht.

Über der weißen Ledercouch hing ein großes Bild, das toskanische Landschaft zeigte. Christian von Steinfelden hatte es ihr zum Einzug geschenkt. Es sollte sie an den traumhaften Urlaub erinnern, den sie im letzten Jahr dort verbracht hatten. Wenn Constanze die Augen schloss, glaubte sie noch jetzt den Duft des blühenden Lavendels wahrzunehmen.

Wohin werden wir wohl dieses Jahr fahren, dachte sie lächelnd. Sie wollten für mindestens drei Wochen verreisen, Arbeit, Familie und Freunde hinter sich lassen und nur füreinander da sein.

Verträumt betrat die junge Frau ihr Schlafzimmer und griff nach dem Foto, das auf ihrem Nachttisch stand. Es zeigte einen Mann Mitte zwanzig, dessen Züge eine entfernte Ähnlichkeit mit Brad Pitt hatten. Seine dunklen Haare wirkten stets etwas wirr, so oft er sie auch kämmte. Wenn Constanze in seine blauen Augen sah, fiel es ihr schwer, sich nicht in ihnen zu verlieren.

»Ich liebe dich, Christian«, sagte sie und hauchte einen Kuss auf das Foto, bevor sie es auf den Nachttisch zurückstellte.

Es wurde allerhöchste Zeit, nach dem Essen zu schauen. Sie hatte Christian für diesen Abend eingeladen und sich für ihn ein ganz besonderes Menü ausgedacht. Es sollte gefüllte Pfannkuchen mit einem Hauch von Trüffeln geben, eine Auberginenpastete und zum Abschluss Vanilleeis mit Beeren. Mit einem Lied auf den Lippen ging sie in die Küche und band sich eine Schürze um.

Bereits fünfzehn Minuten später klingelte es an der Tür. Constanze blieb gerade noch Zeit, die Warmhalteplatte mit den beiden Pfannkuchen zuzudecken und ihre Schürze abzubinden, als es auch schon zum zweiten Mal läutete.

Rasch drückte sie auf den Knopf der Gegensprechanlage, warf einen letzten Blick in den Spiegel und öffnete die Wohnungstür.

»Pünktlich wie immer«, meinte sie zu Christian von Steinfelden, der gerade die letzten Stufen der Treppe hinaufstieg. Er hielt einen Strauß roter Rosen in der Hand.

»Wie schön, dich zu sehen, meine Liebe.« Er küsste sie auf beide Wangen, bevor er ihr die Rosen reichte. »Danke für die Einladung.«

»Fragt sich, ob du das auch noch nach dem Essen denkst, Christian«, scherzte sie strahlend. »Die Rosen sind wunderschön.«

»Riecht das lecker«, stellte Christian fest, als er in die Küche kam. Er wollte den Backofen öffnen, in dem die Auberginenpaste noch ein wenig Farbe annahm.

»Finger weg!«, befahl Constanze. Sie hatte eine Vase aus dem Schrank genommen und sie mit Wasser gefüllt. »Wenn du dich nützlich machen willst, stell bitte die Rosen auf den Couchtisch.« Sie drückte ihm die Vase in die Hand.

Christian ging ins Wohnzimmer hinüber. Aus der Anlage klang die kleine Nachtmusik von Mozart, ein Stück, das er besonders liebte. Vorsichtig stellte er die Vase ab, bevor er sich dem Esstisch nahe der Balkontür zuwandte. Constanze hatte ihn liebevoll mit weißem Porzellan, schimmernden Gläsern, dem Silberbesteck ihrer verstorbenen Großmutter und Kerzen gedeckt. Über den Tisch verstreut lagen getrocknete Blüten.

»Bitte zünd schon die Kerzen an und schenk den Wein ein!«, rief sie aus der Küche. »Ich komme gleich mit dem ersten Gang.«

Das Essen war ausgezeichnet und Christian voll des Lobes.

»Ich hatte keine Ahnung, wie gut du kochen kannst, Liebling«, sagte er, als sie beim Dessert angelangt waren. Zufrieden probierte er von der Eiscreme, die Constanze selbst zubereitet hatte. »Schmeckt ausgezeichnet.« Er nahm ihre Hand. »Ich kann unsere Verlobung kaum noch erwarten.«

»Wegen meiner Kochkünste?« In ihren braunen Augen tanzten kleine Lichter, als sie ihn herausfordernd ansah.

»Jede Minute, die wir nicht zusammen verbringen können, scheint mir verloren«, meinte er ernst. »Dabei verbringen wir schon sehr viel Zeit miteinander. Nicht viele Leute, die so ineinander verliebt sind wie wir, haben das Glück in derselben Firma zu arbeiten.«

»Für viele dürfte das auch besser so sein«, erwiderte Constanze.

Christian war als Mediendesigner in der Software-Firma ihres Vaters angestellt, in der sie selbst als Grafikerin arbeitete. Sie hatten sich im März des vergangenen Jahres an seinem ersten Arbeitstag kennengelernt, als sie mit ihren vollen Tabletts in der Kantine fast zusammengestoßen wären.

Nach dem Essen räumten die jungen Leute gemeinsam ab und gingen auf den Balkon hinaus. Stuttgart lag in Licht gebettet unter ihnen, ein Anblick, an dem sich Constanze kaum sattsehen konnte. Manchmal, wenn sie in der Nacht aufwachte, zog es sie regelrecht auf den Balkon hinaus.

Ihr Freund schenkte Wein ein. Aus dem Wohnzimmer klang Musik. Sie stießen miteinander an. Ihre Augen trafen sich.

»Ich liebe dich«, sagte er rau und streifte mit den Lippen ihr Gesicht.

Constanze stellte ihr Glas ab und schlang die Arme um ihn. Leidenschaftlich küssten sie sich.

»Meine Mutter hat mich heute Nachmittag angerufen«, sagte Christian von Steinfelden nach einer Weile. »Ich soll dich von ihr grüßen.«

»Danke, ganz liebe Grüße zurück«, antwortete Constanze.

Patricia von Steinfelden-Willbrecht lebte mit ihrem zweiten Mann Lars in München. Christian und sie hielten nur lose Kontakt miteinander, obwohl sie einander sehr zugetan waren.

»Ich werde es ihr bei Gelegenheit ausrichten«, versprach Christian.

Constanze bemerkte den Schatten, der sich über sein Gesicht legte.

»Gab es für den Anruf einen bestimmten Grund?«, fragte sie besorgt und schmiegte sich an ihn.

Er nickte. »Hast du die Sonntagszeitung gelesen?«

»Nur flüchtig«, sagte sie. »Wie du weißt, hatte ich es heute Morgen eilig, weil ich meiner Mutter versprochen hatte, sie zu einer kranken Freundin zu begleiten.«

»Ich habe die Zeitung erst nach dem Anruf meiner Mutter gelesen«, gestand Christian. »Es steht auf der zweiten Seite. Alexander Prinz von Falkenstein ist bei einem Bergunfall in Apulien ums Leben gekommen. Er hat dort Urlaub mit seiner Verlobten gemacht.«

»Ein Freund von dir?«, fragte die junge Frau betroffen und nahm unwillkürlich seine Hand.

Er schüttelte den Kopf. »Alexander und ich kannten uns nicht«, antwortete er. »Wir waren über unsere Urgroßväter miteinander verwandt. Ich glaube nicht, dass er überhaupt etwas von meiner Existenz ahnte.« Christian lehnte sich mit dem Rücken an die Balkonbrüstung. »Es ist schon seltsam. Obwohl ich ihn nicht kannte, jedes Mal, wenn ich an ihn denke, fühle ich so etwas wie Trauer.«

»Das kann ich schon verstehen«, meinte seine Freundin. »Leben seine Eltern noch?«

»Seine Mutter starb, als er acht Jahre alt war. Sein Vater, Prinz Elmar, ist vor einigen Jahren bei einem Autorennen ums Leben gekommen. Es gibt nur noch seinen Großvater, Richard Fürst von Falkenstein. Er muss so um die fünfundsiebzig sein. Elmar war sein einziges Kind. Der Stammsitz der Falkensteins liegt in Schleswig-Holstein, nahe der Stadt Schleswig. Ein paar Kilometer weiter in Strandnähe befindet sich auch das Luxushotel, das die Falkensteins seit mehreren Generationen betreiben.«

»Hast du zu dem alten Herrn Verbindung?«

»Nein. Ich nehme an, auch er weiß nicht, dass es mich gibt.«

»Es muss schrecklich für ihn sein, jetzt völlig allein auf der Welt zu stehen.«

»Er wird Freunde haben, zudem einiges an Personal und ...«

»Das kann ihm nicht den einzigen Enkel ersetzen«, fiel Constanze Christian ins Wort. »Du solltest ihm wenigstens eine Kondolenzkarte schicken.«

»Obwohl er mich nicht kennt?«

»Ja, er soll wissen, dass es da jemanden gibt, der an ihn denkt und dem der Tod seines Enkels nahegeht, auch wenn er ihn nicht kannte.«

Christian nickte. »Ja, ich glaube, das sollte ich tun«, meinte er und nahm sie in die Arme. »Du bist ein Schatz, Constanze, weißt du das?«

»Daran habe ich nie gezweifelt«, erklärte sie...



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