Lewis | Ein Königreich für einen Kuss! | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1715, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Lewis Ein Königreich für einen Kuss!


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-157-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1715, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-157-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Lass dich nicht von seinem Charme und seinen Reichtum täuschen', mahnt sich Stella immer wieder. König Vasco lädt sie auf sein romantisches Schloss ein, verführt sie dort stürmisch und einfühlsam zugleich. Doch Vasco braucht einen Thronerben, und Stella befürchtet, dass das der einzige Grund ist, aus dem er sie begehrt. Selbst wenn sie glücklich in seinen Armen liegt, plagen sie Zweifel: Ist der reiche König wirklich in unendlichem Verlangen zu ihr entbrannt? Oder will er sie nur an seiner Seite, weil sie zufällig die Mutter seines Sohnes ist?



Jennifer Lewis gehört zu den Menschen, die schon in frühester Kindheit Geschichten erfunden haben. Sie ist eine Tagträumerin und musste als Kind einigen Spott über sich ergehen lassen. Doch sie ist immer noch überzeugt davon, dass es eine konstruktive Tätigkeit ist, in die Luft zu starren und sich Wolkenschlösser auszumalen. Die Entdeckung, dass sie ihre Gedankengespinste auch auf Papier bringen konnte, beschreibt sie als Offenbarung. Es brauchte zwar ein bisschen Übung, aber nachdem sie eine Finalistin des Golden Heart Contest, einem Nachwuchspreis der Romance Writers of America, wurde, konnte sie 2006 ihr erstes Buch veröffentlichen. Seither wird sie nicht müde, neue Geschichten zu erträumen, um sie mit ihren Lesern zu teilen. Jennifer wurde in Manhattan geboren, wuchs aber in London auf und lernte Europa auf ausgedehnten Reisen in ihren Jugendjahren kennen. Zum Studium ging sie zurück in die USA, wo sie ihren Bachelor in Sprachwissenschaften an der Brown University machte. Danach ging sie nach New York und arbeitete in einem Museum für Fernsehen. Während sie Ausstellungen über Elvis Presley oder Monty Python organisierte, machte sie ihren Master-Abschluss in Kunst. Jennifer Lewis lebt auch heute noch in New York, mit ihrem Ehemann und zwei Kindern, die genauso gerne Lüftschlosser bauen wie sie.

Lewis Ein Königreich für einen Kuss! jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL


„Ihr Sohn ist auch mein Sohn.“ Suchend blickte der Fremde an Stella Greco vorbei in den Flur.

Am liebsten hätte sie ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. Zuerst dachte sie, jemand habe sich einen Scherz mit ihr erlaubt. Ihre Freundin Meg hatte manchmal etwas seltsame Einfälle. Doch in diesem Fall hatte Meg bestimmt nicht ihre Hände im Spiel. Dazu wirkte der Mann zu ernst. Als er den Blick seiner schiefergrauen Augen auf sie richtete, zuckte Stella unwillkürlich zusammen. Was für ein imposanter Typ! Er war sehr groß, hatte die bronzefarbene Haut und das schwarzbraune Haar eines Südländers und stand so unerschütterlich wie ein Fels in der Tür.

Doch dann erinnerte sich Stella wieder daran, was er gesagt hatte. „Was meinen Sie damit? Ihr Sohn? Wie kommen Sie darauf?“ Kampfbereit stemmte sie die Fäuste in die Seiten. „Wer sind Sie überhaupt?“

„Mein Name ist Vasco de la Cruz Arellano y Montoya. Aber wenn ich mich im Ausland aufhalte, nenne ich mich bloß Vasco Montoya.“ Er lächelte kurz. „Darf ich reinkommen?“

„Nein. Ich kenne Sie nicht, und es ist nicht meine Art, fremde Männer in mein Haus zu lassen.“ Furcht packte sie. Ihr Sohn hatte keinen richtigen Vater. Also hatte dieser Mann hier auch nichts zu suchen. Sie sollte ihm einfach die Tür vor der Nase zuschlagen, bevor Nicky auf die Idee kam, durch den Flur zu krabbeln. Unwillkürlich warf sie einen kurzen Blick nach hinten. „Ich habe wirklich keine Zeit.“

„Noch einen Moment.“ Vasco Montoya trat einen Schritt vor, gerade als sie die Tür schließen wollte. „Bitte.“ Seine Stimme klang weich. „Vielleicht sollten wir irgendwo hingehen, wo wir in Ruhe miteinander sprechen können.“

„Nein, ich denke gar nicht daran.“ Sie konnte Nicky nicht allein lassen, und ganz sicher würde sie sich nicht gemeinsam mit ihm und diesem Mann in der Öffentlichkeit zeigen. Hoffentlich blieb das Kind bloß in seinem Zimmer.

Stella fühlte sich hin- und hergerissen. Einerseits wollte sie nichts lieber, als den Mann loszuwerden. Andererseits war sie zu höflich, um ihm einfach die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Ist es wirklich nur Höflichkeit? schoss es ihr plötzlich durch den Kopf. Der Mann hatte etwas an sich, das sie zögern ließ. „Bitte, gehen Sie.“

„Ihr Sohn …“ Er beugte sich leicht vor, sodass sie den Duft seines herben Rasierwassers wahrnahm. „Mein Sohn … ist der Thronerbe von Montmajor.“ Er sah sie hochmütig von oben herab an, als erwarte er, dass sie vor Ehrfurcht in die Knie gehen würde.

Aber Stella war nicht beeindruckt. „Das ist mir vollkommen egal. Dies ist mein Haus, und wenn Sie nicht endlich gehen, zeige ich Sie wegen Hausfriedensbruchs bei der Polizei an.“ Um ihre Angst zu bezwingen, war ihre Stimme immer lauter geworden. „Und nun verschwinden Sie!“

„Er ist blond …“, sagte er leise und blickte über Stellas Schulter ins Haus.

Hastig wandte sie sich um. Entsetzt sah sie, wie Nicky eifrig auf sie zukrabbelte. „Ah … gu…“, brabbelte er strahlend.

„Was hat er gesagt?“ Interessiert blickte Vasco Montoya Stella an.

„Nichts. Er macht nur Geräusche. In dem Alter können Babys noch nicht sprechen.“ Sie runzelte genervt die Stirn. „Außerdem geht Sie das gar nichts an.“

„Oh, doch …“ Er konnte den Blick nicht von Nicky lösen.

„Und wieso das?“

„Weil er mein Sohn ist.“

Alles in ihr sträubte sich gegen diese Behauptung, aber irgendwie war sie zu verwirrt, um darauf etwas zu erwidern. „Was macht Sie da so sicher?“

Er beugte sich vor. „Seine Augen. Er hat meine Augen.“

Nicky starrte den geheimnisvollen Fremden aus großen schiefergrauen Augen an, die er, wie Stella sich immer einzureden versucht hatte, von ihrer Großmutter geerbt hatte. Denn Stella selbst hatte haselnussbraune Augen.

Plötzlich krabbelte Nicky in Windeseile an seiner Mutter vorbei, streckte seine kleine Hand aus und griff nach Vascos Zeigefinger. Vasco lächelte gerührt. „Freue mich, deine Bekanntschaft zu machen.“

Schnell hob Stella Nicky hoch und drückte ihn fest an die Brust. „Ga … ga … la …“, meinte der Kleine fröhlich. Stella wusste nicht, wie sie reagieren sollte. „Das ist … das ist ein eklatanter Einbruch in meine Privatsphäre … und auch in Ihre Privatsphäre“, stieß sie schließlich empört hervor. Und dennoch keimte in ihr der furchtbare Verdacht, dass der Fremde recht haben könnte. Dass er wirklich Nickys Vater war. Sie senkte die Stimme: „Die Samenbank hat mir versichert, dass nicht nur die Identität des Spenders, sondern auch meine absolut geheim bleiben würden.“

Vasco musterte sie mit seinen – mit Nickys – grauen Augen. „Früher, als ich jung und unerfahren war, habe ich manches getan, was ich heute bereue.“

Sowie Nicky volljährig wäre, hätte er das Recht, seinen Vater kennenzulernen, das wusste Stella. Der Vater jedoch besaß dieses Recht nicht, das war eine vertragliche Abmachung, auf die Stella sich verlassen hatte. Sie hatte diesen Weg gewählt, damit ihr später niemand in ihre Erziehung hineinreden konnte – auch der leibliche Vater nicht. Falls dieser Vasco tatsächlich der Spender war. Wieso war er sich dessen so sicher? „Wie sind Sie denn an meine Adresse gekommen?“

„Das war nicht so schwer. Wenn man weiß, wer für Geld empfänglich ist …“ Er hatte einen leichten Akzent, der seine Stimme weicher machte.

„Und daraufhin hat man Ihnen die Namen der Frauen gegeben, die Ihre Samenspende gekauft haben?“

Er nickte.

„Vielleicht hat man absichtlich falsche Angaben gemacht.“

„Unmöglich. Ich habe die Unterlagen gesehen.“

Das konnte gelogen sein. Warum, um Himmels willen, wollte er unbedingt Nicky haben? Das Kind wand sich in ihren Armen, aber sie ließ es nicht los. „Vielleicht ist es gar nicht Ihr Kind. Ich habe verschiedene Spender ausprobiert.“ Was nun ihrerseits gelogen war, denn es hatte schon beim ersten Versuch geklappt.

„So? Ich habe aber auch Ihre Unterlagen eingesehen.“

Sie wurde knallrot. „Das ist ungeheuerlich! Ich sollte diese Leute verklagen.“

„Tun Sie das. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dies“, zärtlich blickte er den kleinen Jungen an, „mein Sohn ist.“

Oh, nein! Stella stiegen die Tränen in die Augen. Eine Stunde zuvor war noch alles normal gewesen, und plötzlich befand sie sich in einem Albtraum! „Aber Sie haben doch sicher jede Menge Kinder gezeugt. Warum muss es gerade Nicky sein?“, stieß sie schließlich verzweifelt hervor.

„Weil es keine anderen gibt.“ Wieder sah er sich kurz um. „Bitte, lassen Sie mich reinkommen. Das ist wirklich kein Thema, das man in aller Öffentlichkeit besprechen sollte.“

„Nein, das kann ich nicht. Ich kenne Sie nicht, und Sie haben selbst zugegeben, dass Sie aufgrund von Informationen hier sind, die Sie sich illegal beschafft haben.“ Sie straffte sich und hielt Nicky fest, der dem Fremden die Arme entgegenstreckte.

„Das bedaure ich auch sehr, und ich möchte es wiedergutmachen.“

Dem Blick seiner grauen Augen konnte sie sich nicht entziehen, und sie spürte, dass sie weich wurde. Umso schlimmer. Wie kam dieser Mann dazu, mit ihren Gefühlen zu spielen? Bei seinem Aussehen war er es wahrscheinlich gewohnt, dass die Frauen bei ihm Schlange standen. Dennoch schaffte sie es einfach nicht, die Tür zu schließen.

„Wie heißt er denn?“

Obgleich er die Frage leise hervorgebracht hatte, zuckte Stella zusammen. Alles in ihr sträubte sich dagegen, ihm Nickys Namen zu nennen. Aber wenn das Kind nun wirklich aus seinem Samen entstanden war? Wenn dieser Vasco wirklich Nickys Vater war … Ihr Herz krampfte sich zusammen. Hatte sie das Recht, ihn wegzuschicken? „Können Sie sich ausweisen?“ Zwar war ihr bewusst, dass ein Mann wie er sich ohne größere Probleme einen falschen Pass besorgen konnte, aber sie brauchte Zeit, um ihre Gedanken zu ordnen.

Er stutzte, griff dann in die Hosentasche, förderte ein kleines ledernes Etui zutage und nahm eine Karte heraus, einen kalifornischen Führerschein.

„Ich dachte, Sie kämen aus Mont… Wie hieß das noch gleich?“

„Montmajor. Aber ich habe lange in den Staaten gelebt.“

Auf dem Bild sieht er jünger aus, nicht so lebenserfahren, dachte sie. Und er heißt tatsächlich Vasco Montoya. Aber so einen Führerschein konnte man heutzutage an jeder Ecke kaufen, er allein war also kein Beweis. Den Namen des Samenspenders hatte sie nicht erfahren. Insofern war nach wie vor nicht klar, ob dieser Vasco Nickys Vater war.

„Bei welcher Samenbank waren Sie denn?“ Vielleicht bluffte er nur.

Er nahm ihr den Führerschein aus den zitternden Fingern und schob ihn wieder in das Etui. „Westlake Cryobank.“

Sie seufzte leise. Da war sie auch gewesen, und das hatte sie niemandem erzählt, nicht einmal ihrer besten Freundin. Denn sie hatte die Art und Weise, wie ihr Kind gezeugt worden war, möglichst schnell vergessen wollen.

„Ich weiß, dass Sie mich nicht kennen“, fing er wieder an. „Daher habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, als mich Ihnen persönlich vorzustellen. Es tut mir sehr leid, dass das alles für Sie ziemlich schockierend sein muss, und ich wünschte, ich könnte Ihnen die Situation erleichtern.“ Freundlich lächelte er sie an. „Sie wissen jetzt, wie ich heiße. Mein...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.