E-Book, Deutsch, Band 0443, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Lennox / Pembroke / Thomas Julia Extra Band 443
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-0912-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0443, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-0912-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
IM BANN DES WÜSTENSCHEICHS von MARINELLI, CAROL
Aufregend exotisch und verboten sinnlich! Doch nach einer Liebesnacht mit Prinz Alim al-Lehan ist Gabi verzweifelt. Denn die Stunden in seiner Suite haben ungeahnte Folgen. Ein Wiedersehen mit Alim darf es niemals geben! Auf den jungen Sultan wartet schon eine andere ...
DER BLONDE WIRBELWIND UND DER MILLIARDÄR von LENNOX, MARION
Als Penny Hindmarsh-Firth wie ein Wirbelwind in sein Leben platzt, läuten bei Milliardär Matt Fraser die Alarmglocken. Schließlich ist das Kapitel Frauen für ihn endgültig abgehakt. Aber wie lange kann er Pennys aufregend rotem Kussmund widerstehen?
HEIßER KUSS, KALTES HERZ von THOMAS, RACHAEL
Es ist die Story ihres Lebens! Als Journalistin Emma über den geheimnisvollen Nikolai Cunningham schreiben will, sprühen zwischen ihr und dem Banker heiße Funken. Eine süße Winternacht gibt sie sich ihm bedingungslos hin - doch anschließend ist Nikolai plötzlich kalt wie Eis ...
UND PLÖTZLICH IST ES ECHTE LIEBE! von PEMBROKE, SOPHIE
Selfmade-Millionär Dan Black liebt seine Freiheit und schöne Frauen! Kein Wunder, dass er der hinreißenden Laurel gerne aus der Klemme hilft und für sie den Lover spielt! Doch plötzlich überwältigen ihn echte Gefühle. Hat er sich etwa in die aparte Hochzeitsplanerin verliebt?
Seit Sophie Pembroke während ihres Studiums der englischen Literatur an der Lancaster University ihren ersten Roman von Mills & Boon las, liebte sie Liebesromane und träumte davon, Schriftstellerin zu werden. Und ihr Traum wurde wahr! Heute schreibt sie hauptberuflich Liebesromane. Sophie, die in Abu Dhabi geboren wurde, wuchs in Wales auf und lebt mittlerweile in einem kleinen Städtchen in Hertfordshire zusammen mit ihrem Mann, einem Wissenschaftler, ihrer unglaublich fantasievollen und kreativen Tochter und ihrem bezaubernden kleinen Sohn. In Sophies Welt ist das Glück von Dauer, und es ist immer genügend Zeit für eine Tasse Tee und das Schreiben einer weiteren Seite ...
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Gabi Deramo war noch nie Brautjungfer gewesen, geschweige denn Braut.
Obwohl Hochzeiten ihr Leben waren und fast all ihre Gedanken und Träume beherrschten.
Und zwar schon immer.
Bereits als kleines Mädchen hatte sie mit ihren Puppen am liebsten Hochzeit gespielt. Einmal hatte sie zum großen Ärger ihrer Mutter sogar zwei Packungen Zucker und eine Packung Mehl über das Arrangement gestreut, um den Effekt einer Winterhochzeit zu erreichen.
„Du hast nichts als Flausen im Kopf!“, hatte Carmela geschimpft.
Was Gabi ihr nie erzählt hatte, war, dass sie bei jeder Puppenhochzeit ihre eigene Mutter in der Rolle der Braut sah. Die Rolle des Bräutigams war natürlich stets an ihren unbekannten Vater vergeben. Zu gern hätte Gabi auf magische Weise rückgängig gemacht, dass er die schwangere Carmela damals einfach verlassen hatte!
Als Assistentin einer Hochzeitsplanerin war Gabi Spezialistin für alles, was mit Romantik zu tun hatte! Doch sie selbst war bisher noch nicht einmal geküsst worden …
Sie träumte sogar nachts von Hochzeiten.
Und von Alim.
In diesem Augenblick drehte sie nachdenklich eine Strähne ihres langen schwarzen Haars, während sie über ihr Tablet gebeugt darüber nachgrübelte, wie sie es schaffen sollte, eine sehr überstürzte, aber exklusive Winterhochzeit in Rom zu organisieren.
Mona, die künftige Braut, kam gerade in dem dritten, nicht von Gabi empfohlenen Hochzeitskleid aus der Umkleidekabine.
Es stand Mona überhaupt nicht. Die antike Spitze verlieh ihrer olivbraunen Haut eine fahle Blässe, und der schwere Stoff brachte ihre zarte Figur kaum zur Geltung.
„Was sagen Sie dazu?“, fragte Mona, während sie sich von hinten im Spiegel betrachtete.
Gabi wusste aus Erfahrung, wie man mit Bräuten umgehen musste, die etwas völlig Unpassendes trugen. „Was sagen Sie, Mona?“
„Ich weiß nicht.“ Mona seufzte. „Es gefällt mir ganz gut.“
„Dann ist es nicht das richtige Kleid für Sie. Sie müssen es lieben.“
Mona hatte Gabis Vorschlag entgegen dem Rat der Boutiquebesitzerin verworfen – ein weißes, schmal geschnittenes Kleid mit dezenter Stickerei.
Gabis Vorschläge wurden ziemlich oft ignoriert.
Sie selbst war eher üppig gebaut, weshalb das formlose schwarze Kostüm, auf dem ihre Chefin Bernadetta bestand, bei ihr ganz besonders unvorteilhaft aussah – was künftige Bräute zu dem Fehlschluss veranlasste, dass Gabi keine Ahnung von Mode hatte.
Sie irrten sich gewaltig!
Gabi konnte zwar nicht bestimmen, was sie selbst trug, aber sie konnte auf hundert Meter Entfernung das richtige Hochzeitskleid für eine Braut erkennen.
Und sie mussten sich heute entscheiden!
Eine Aufgabe, die Gabi zufiel, da Bernadetta heute frei hatte.
Mal wieder.
Je größer das Budget, je schwieriger die Aufgabe, desto wahrscheinlicher war es, dass der Auftrag an Gabi hängenblieb.
Es war gerade die Flaute zwischen Weihnachten und Neujahr. Der Brautmodenladen hatte heute eigentlich geschlossen, aber Gabi kannte Rosa schon sehr lange, sodass die Besitzerin ihr zuliebe geöffnet hatte.
Rosa würde sie zwar nicht gerade rauswerfen, aber sie hatten um vier einen Termin mit Marianna, der Eventmanagerin im „Grande Lucia“.
„Warum probierst du nicht das Kleid an, das Gabi dir vorgeschlagen hat?“, fragte Fleur, die Mutter des Bräutigams. Was ein bisschen seltsam war.
Normalerweise wurden Bräute von ihrer Mutter, Schwester oder einer Freundin begleitet, aber anscheinend war Fleur diejenige, die hier das Sagen hatte.
Fleur war Engländerin, sodass Gabi und Mona aus Höflichkeit nicht Italienisch sprachen.
Ja, es versprach ein langer und anstrengender Tag zu werden. Und morgen würden sie mit den Brautjungfern zurückkehren!
Widerwillig, sehr widerwillig gab Mona nach und verschwand mit Gabis Favorit in der Kabine.
Als Rosa das Spitzenkleid zurückhängte, fiel Gabi ein Abendkleid ins Auge. Sie hob es am Bügel hoch. Es war silbergrau, elegant, schlicht … und es war eindeutig für eine Frau mit üppigen Kurven gemacht worden! Und der Schnitt war so raffiniert! Rosa war wirklich eine begnadete Schneiderin.
„Es würde dir gut stehen“, sagte Rosa.
„Das bezweifle ich.“ Gabi seufzte sehnsüchtig. „Aber es ist wunderschön.“
„Der Auftrag wurde storniert. Zieh es doch mal an. Du siehst bestimmt toll darin aus.“
Gabi schüttelte den Kopf. „Nicht in meiner Arbeitszeit. Und selbst wenn es mir passt, wann sollte ich es je tragen?“
Ihre Frage blieb unbeantwortet, denn in diesem Augenblick verließ Mona strahlend die Umkleidekabine.
Das Kleid war einfach perfekt für sie. Es betonte ihre schlanke Figur und ihre dunkle Haut.
„Hätte sie doch nur gleich auf Sie gehört“, murmelte Fleur. „Jetzt kommen wir zu spät zum Hotel.“
„Wir liegen noch gut in der Zeit“, versicherte Gabi ihr nach einem raschen Blick auf die Liste.
Sie stiegen wieder in den Wagen und fuhren durch Roms Straßen zum „Grande Lucia“, doch Mona klagte schon wieder.
„Ich war vor einiger Zeit bei einer Hochzeit im ‚Grande Lucia‘, und es war so …“, sie rang nach dem passenden Wort, „… verstaubt.“
Gabi schüttelte den Kopf. „Inzwischen ist das anders. Das Hotel hat eine neue Geschäftsleitung, und Alim ist …“ Jetzt war Gabi diejenige, die ins Stocken kam. „Alim hat das Hotel umfassend renovieren lassen. Es ist inzwischen ein Prachtstück.“
Wie peinlich! Sie errötete schon, wenn sie nur seinen Namen nannte.
Gabi sah Alim nur ab und zu, dachte jedoch oft an ihn. Immer wenn sie im „Grande Lucia“ eine Hochzeit organisierte und Alim zufällig dort war, hoffte sie insgeheim, ihm zu begegnen.
So wie heute.
„Warten Sie ab, bis Sie das ‚Grande Lucia‘ gesehen haben“, fuhr sie fort. „Und vergessen Sie nicht, dass es nicht einfach ist, dort einen Termin zu bekommen, schon gar nicht so kurzfristig.“
„Fleur scheint da keine Bedenken zu haben“, entgegnete Mona spitz. Gabi entging nicht der kritische Blick, den die künftige Braut der Mutter des Bräutigams zuwarf. Soweit Gabi mitbekommen hatte, hatte Fleur sich bereit erklärt, die Hochzeit zu finanzieren. Aber nur, wenn sie im „Grande Lucia“ stattfand.
„Wir kriegen schon einen Termin, keine Sorge“, sagte Fleur gelassen.
Gabi war sich da nicht so sicher. Marianna, die für die Terminvergabe zuständige Mitarbeiterin des Hotels, war nämlich ziemlich unflexibel, und die Hochzeit sollte schon in gut zwei Wochen stattfinden!
Sie kamen gut voran, da auf den Straßen vergleichsweise wenig los war. Das Weihnachtsgeschäft war vorbei, sogar das Kolosseum hatte geschlossen. Gabi unterdrückte ein Gähnen. Sie wünschte, sie könnte selbst eine Weile ein Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht stören!“ aufhängen. Eigentlich hatte sie gehofft, die Feiertage nutzen zu können, um sich zu überlegen, wie sie sich als Hochzeitsplanerin selbstständig machen konnte, doch stattdessen musste sie mal wieder arbeiten. Sie war todmüde.
Zu müde jedenfalls, um ihren Traum von der Selbstständigkeit in die Tat umzusetzen.
Sie hatte mit achtzehn Jahren bei Matrimoni di Bernadetta angefangen, um sich das nötige Rüstzeug als Hochzeitsplanerin anzueignen, aber jetzt, sechs Jahre später, war sie immer noch keinen Schritt weiter.
Das lag vor allem an Bernadetta. Sie ließ Gabi kaum eine ruhige Minute.
Trotzdem liebte Gabi ihren Job.
Sie blickte hoch, als das schöne alte Gebäude des „Grande Lucia“ in Sichtweite kam. Kurz darauf bremsten sie vor dem Haupteingang.
Sofort öffnete Ronaldo, der Portier, die Tür ihrer Limousine. „Willkommen zurück!“, sagte er, doch es war nicht Gabi, die er willkommen hieß, sondern Fleur. Anscheinend kannte er sie von früheren Aufenthalten. Sie musste ein ganz besonderer Gast sein, so zuvorkommend wie er sie behandelte.
Als Gabi ausstieg, beschleunigte sich ihr Herzschlag. Würde sie heute vielleicht Alim begegnen?
Er war ihr gegenüber immer sehr höflich, wenn auch etwas distanziert. Sie nahm das jedoch nicht persönlich. Alim war bei jedem so. Sie fand ihn absolut faszinierend und geheimnisvoll.
Er bewohnte ein ganzes Stockwerk im „Grande Lucia“, wenn er in Rom war. Dank der gut florierenden Gerüchteküche im Hotel wusste Gabi, dass er sich gern mit schönen Frauen umgab und mit so vielen von ihnen schlief wie nur möglich – obwohl er ihnen nie mehr als eine Nacht gewährte. Ohne Frühstück, wohlgemerkt.
Gabis Freundin Sophie, die als Zimmermädchen im Hotel arbeitete, hatte ihr erzählt, wie kalt und herzlos seine abgelegten Geliebten das fanden.
Doch Gabi fand diesen Mann alles andere als kalt und herzlos. Wenn er sie ansah, fühlte sie sich nämlich immer irgendwie … besonders.
Sophie zufolge gab es für Alims One-Night-Stands jedoch ein Trostpflaster: Angeblich belohnte er sie für die kurze Zeit in seinen Armen mit einem Diamanten.
Irgendwie krass. Aber Alim ließ sich eben nicht mit normalen Maßstäben messen.
Leider passte Gabi überhaupt nicht in sein Beuteschema, er stand nämlich auf schlanke blonde Supermodeltypen mit jeder Menge Erfahrung im Bett. Mit Novizinnen gab er sich anscheinend nicht ab.
Doch Gabi fand es nicht schlimm, dass Alim für sie absolut unerreichbar war. So...




