E-Book, Deutsch, Band 0328, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
Lennox / Banks / Major Collection Baccara Band 328
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-595-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0328, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
ISBN: 978-3-95446-595-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
VOM FEIND VERFÜHRT von MAJOR, ANN
'Und was bieten Sie mir dafür?' Quinns anzügliche Frage lässt Kira erschauern. Sie will dem Tycoon die Scheinehe mit ihrer Schwester ausreden - und nun will er stattdessen sie verführen! Dieser Mann ist wirklich skrupellos. Aber unwiderstehlich sexy ...
ZWISCHEN FREUNDSCHAFT UND VERLANGEN von BANKS, LEANNE
Callie will niemanden sehen. Bis Brock ins Leben der jungen Witwe tritt. Tag für Tag heitert er sie auf - und mit jedem Tag wächst auch ihr Verlangen nach seinem warmen, muskulösen Körper. Darf sie für den Freund ihres verstorbenen Mannes so empfinden?
HEIßE KÜSSE, STRENG GEHEIM! von LENNOX, KARA
Plötzlich blond, stylish und sexy: Um einen Bankbetrug aufzuklären, muss die Buchhalterin Lucy Miller ihre Identität wechseln. Zur Tarnung gibt sie sich als Freundin des attraktiven Geheimagenten 'Casanova' aus. Doch dessen Küsse schmecken alarmierend echt ...
Kara Lennox hat mit großem Erfolg mehr als 50 Liebesromanen für Harlequin/Silhouette und andere Verlage geschrieben. Vor ihrer Karriere als Liebesromanautorin verfasste sie freiberuflich Hunderte Zeitschriftenartikel, Broschüren, Pressemitteilungen und Werbetexte. Sogar Drehbücher hat sie geschrieben, die das Interesse von Produzenten in Hollywood, New York und Europa weckten. Wegen ihrer bahnbrechenden, sehr eigenen und ausgefallenen Themen werden Karas Bücher häufig hervorgehoben. Sie hat über Straußenfarmen, Maya Archäologie, Gehirntumore, Kindesaussetzungen, Kopfgeldjäger, Betrüger und Hexerei geschrieben. Ihre Romane wurden für zahlreiche Auszeichnungen nominiert. Gewonnen hat sie den Kritikerpreis der Romantic Times. Kara ist Mitglied der Romance Writers of America und der Romance Writers von Dallas. Sie leitet häufig Schreibworkshops und tritt als Rednerin auf Konferenzen im ganzen Land auf. Wenn sie nicht gerade an einem neuen Buch arbeitet, genießt sie es, zu reisen oder querfeldein mit dem Rad zu fahren.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Gute Taten bestraft der liebe Gott sofort.
Kira fragte sich, wann sie das endlich kapieren würde.
Bei ihrem Glück vermutlich nie.
Sie saß im Büro des Ölmilliardärs Quinn Sullivan und war viel zu nervös, um sich auf die Zeitschrift in ihren Händen zu konzentrieren. Wahrscheinlich hatte er sowieso keine Zeit für sie, schließlich gehörte sie zu der Familie, die er aus reiner Rachsucht vernichten wollte.
Dieser furchtbare, arrogante Mann.
Falls er ihr aber doch eine Audienz gewährte – wie in aller Welt sollte sie ihn nur von seinem Vorhaben abbringen, das Familienunternehmen Murray Oil zu zerstören und ihre Schwester Jaycee zu einer Heirat zu zwingen?
Kira ballte die Hände zu Fäusten, öffnete sie wieder und setzte sich dann darauf. Hohe Absätze klackten über den Marmorboden, und sie blickte erschrocken auf.
„Miss Murray, es tut mir so leid“, sagte die Sekretärin. „Ich hatte mich geirrt. Mr Sullivan ist doch noch im Haus. Er erwartet sie.“
„Im Ernst?“, krächzte Kira. Jetzt gleich?
Die Sekretärin schenkte ihr ein strahlendes Lächeln. Kiras Mund wurde trocken. Sie begann sogar, etwas zu zittern, und sprang so hastig auf, dass die Zeitschrift auf den Boden fiel.
Insgeheim hatte sie gehofft, dass Quinn sich einfach weigern würde, sie zu empfangen. Ziemlich kindisch, wenn man bedachte, dass sie nur gekommen war, um ihm gehörig die Meinung zu sagen.
Einmal war sie ihm bereits über den Weg gelaufen – kurz nachdem er seine Absicht geäußert hatte, eine Murray-Tochter zu heiraten, um die Übernahme von Murray Oil weniger feindlich aussehen zu lassen. Ihr Vater hatte ihm daraufhin Jaycee ans Herz gelegt, vermutlich weil sie die Fügsamere seiner Töchter war. Und tatsächlich hatte Jaycee wie immer dem Wunsch ihres Vaters entsprochen. Kurz darauf war Quinn zum Dinner auf der Ranch eingeladen worden, um das Geschäft zu besiegeln.
Er kam zu spät. Ein so wohlhabender und arroganter Mann wie er lebte eben nach seinem eigenen Zeitplan.
Kira selbst war pünktlich erschienen, allerdings nicht passend gekleidet – was ihr einen unfreundlichen Kommentar von ihrer Mutter einbrachte.
„Jeans und ein zerrissenes Hemd? Das scheint mir kaum angebracht für ein Essen mit dem Mann, der so wichtig ist für das Wohl unserer Familie.“
Doch Kira hatte einfach keine Zeit mehr gehabt, sich umzuziehen. In dem Restaurant ihrer besten Freundin, in dem sie arbeitete, bis sie wieder eine Stelle als Kuratorin fand, war die Hölle los gewesen. Da Kiras Erklärungen bei ihrer Mutter aber ohnehin immer auf taube Ohren stießen, hatte sie beschlossen, die Jagdhunde ihres Vaters spazieren zu führen.
Die Tiere liefen nach draußen. Von der gerade untergehenden Sonne geblendet, sah sie nicht, wie der silberne Aston Martin um die Kurve schoss. Der Fahrer bremste scharf und verfehlte sie nur um wenige Zentimeter. Kira, die über die Hunde stolperte, landete in einer Pfütze.
Wild kläffend stürmten die Tiere zurück ins Haus und ließen sie mit Quinn allein. Sie rappelte sich hoch. Kaltes, schmutziges Wasser tropfte von ihrem Kinn.
Quinn stieg aus seinem teuren Wagen, kam in seinen edlen italienischen Slippern verärgert auf sie zu und betrachtete sie von Kopf bis Fuß. Dann zog er sie ungeachtet ihres verschmierten Gesichts, ihrer klappernden Zähne und der schmutzigen Kleider fest an sich.
„Sind Sie in Ordnung?“
Er war groß und hatte blaue Augen, deren Blick sie zu verbrennen schien. Seine Hände umklammerten ihre Oberarme wie Schraubstöcke. Trotz seiner offensichtlichen Verärgerung fühlte sie sich in seinen Armen wohl – viel zu wohl.
„Verdammt, ich habe Sie doch nicht angefahren, oder? Sagen Sie doch was!“
„Wie denn, wenn Sie mich so anschreien?“
Er lockerte den Griff etwas. „Dann geht es Ihnen also gut?“
Er trug ausgeblichene Jeans und ein weißes Hemd mit aufgerollten Ärmeln. Über einen Arm hatte er ein Kaschmir-Jackett gelegt.
Sie bemerkte sein rabenschwarzes Haar und die hohen Wangenknochen. Ihn umgab eine gefährliche Sinnlichkeit, die sie angenehm erschauern ließ.
Kira atmete stoßweise. Der Schreck über ihren Sturz saß ihr immer noch in den Gliedern. Und die Tatsache, dass der Feind so ein attraktiver Mann war, machte sie auch nicht gerade ruhiger.
„Ich fragte, ob Sie in Ordnung sind!“
„Das war ich, bis Sie mich gepackt haben.“ Ihre Stimme zitterte seltsam. „Sie tun mir weh!“ Das war gelogen, damit er sie endlich losließ.
Argwöhnisch kniff er die Augen zusammen. „Tut mir leid“, sagte er jetzt wieder mit barscher Stimme. „Wer zum Teufel sind Sie überhaupt?“
„Niemand Wichtiges“, murmelte sie.
Er hob die dunklen Augenbrauen. „Moment … ich habe Ihr Foto schon einmal gesehen … Sie sind die ältere Schwester. Die Kellnerin.“
„Nur vorübergehend … bis ich wieder eine Stelle als Kuratorin bekomme.“
„Stimmt ja. Sie wurden gefeuert.“
„Sie haben also Vaters Version gehört. Die Wahrheit ist, dass der Museumsdirektor meine professionelle Meinung grundsätzlich nicht so wichtig fand, wie ich es mir gewünscht hätte, aber entlassen wurde ich wegen finanzieller Einsparungen.“
„Ihre Schwester spricht immer in höchsten Tönen von Ihnen.“
„Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie die Einzige in unserer Familie ist, die das tut.“
Er legte sein Jackett um ihre Schultern. „Ich wollte Sie kennenlernen.“ Als sie zu ihm aufsah, fuhr er fort: „Sie zittern. Das Wenigste, was ich tun kann, ist, Ihnen meine Jacke anzubieten und Sie zum Haus zurückzufahren.“
Ihr Herz schlug viel zu schnell. Auf keinen Fall durfte sie auch nur eine weitere Sekunde in der Nähe dieses faszinierenden Mannes verbringen. Sie schüttelte den Kopf. „Ich bin voller Matsch.“
„Glauben Sie, das macht mir etwas aus? Ich hätte Sie beinahe überfahren.“
„Haben Sie aber nicht. Also vergessen wir’s einfach.“
„Auf keinen Fall. Und jetzt ziehen Sie schon meine Jacke an, bevor Sie sich noch den Tod holen.“
Sie zog sein Jackett fest um ihre Schultern und machte auf dem Absatz kehrt. Es ist überhaupt nichts passiert, sagte sie sich immer wieder, als sie hastig durch den Wald zurück zum Haus lief.
Dort angekommen stellte sie überrascht fest, dass er vor der Tür auf sie wartete, die kläffenden Hunde an der Leine. Erneut schob sie ihre schmutzige Kleidung als Entschuldigung vor, um nach Hause zu gehen und das Abendessen ausfallen zu lassen. Das Abendessen, bei dem ihr Vater offiziell die Verlobung von Quinn und ihrer Schwester bekannt geben wollte.
Ja, Quinn Sullivan wollte sich an den Menschen rächen, die sie am meisten auf der Welt liebte, aber das war nicht der Grund, warum sie auf keinen Fall mit ihm an einem Tisch sitzen konnte. Wie hätte sie das Essen durchstehen sollen, wenn ein einziger Blick von ihm reichte, um ihren ganzen Körper zum Beben zu bringen?
Sie hob die Zeitschrift auf, die zu Boden gefallen war, legte sie sorgfältig auf den Tisch – und atmete tief durch. Was ihre Nerven leider auch nicht beruhigte.
Im Gegenteil. Ihr Herz begann wild zu hämmern, als Quinn Sullivans Sekretärin sich umwandte und „Folgen Sie mir“ sagte.
Kira schluckte schwer. Sie hatte überhaupt keine Ahnung, wie sie einem so mächtigen und gefährlich aufregenden Mann gegenübertreten sollte.
Sie musste sich beeilen, um hinter der schlanken, blonden Sekretärin nicht zurückzubleiben, deren alberne zehn Zentimeter hohe Pfennigabsätze laut auf dem polierten Marmorboden klackten. Zwang er dieses arme Mädchen dazu, so geschmacklose, verstümmelnde Schuhe zu tragen?
Nach ihrem ersten Zusammentreffen hatte sie sich über ihn informiert. Er schien zu glauben, dass Kiras Vater kräftig profitiert hatte, als sein eigener Vater aus der gemeinsamen Firma ausgestiegen war. Und nicht nur das: Er schob ihrem Vater auch die Schuld am Selbstmord seines Vaters in die Schuhe – falls es überhaupt ein Selbstmord gewesen war.
Quinn hatte nach dem Tod seines Vaters in Armut gelebt und alles daran gesetzt, reich und erfolgreich zu werden. Immer stand er im Rampenlicht, niemals besuchte er eine Party ohne eine umwerfende Frau am Arm.
Durch ihre Recherchen war sie zu der Überzeugung gelangt, dass es in Quinns Schlafzimmer eine Art Drehtür geben musste. Offenbar reichten ihm ein paar Nächte mit ein und derselben Frau völlig aus. Gerade wenn eine seiner Geliebten das Gefühl bekommen konnte, ihm etwas zu bedeuten, ließ er sie fallen, um sich mit einer anderen Blondine zu treffen, die noch schöner war als ihre Vorgängerin.
Soweit Kira wusste, ging es in seinem Leben nur darum, zu gewinnen, und nicht etwa um tiefere Gefühle. Er besaß Häuser, Autos, Jachten, Kunstwerke – und blonde Schönheiten. Somit brauchte sich niemand Illusionen darüber zu machen, wie die Ehe mit Jaycee laufen würde. Er hatte sicher nicht vor, den treu sorgenden Ehemann für Kiras zauberhafte blonde Schwester zu geben.
Selbstverständlich hatte Kira zuerst ihren Vater angefleht, ihre kleine Schwester nicht für seine beruflichen Zwecke zu benutzen, doch der war unerbittlich geblieben. Sie kannte die Einzelheiten der Übernahme von Murray Oil nicht, aber ihr Vater war der Ansicht, dass Quinn einen brillanten Vorstandsvorsitzenden abgeben würde. Und dass er, wenn Jaycee ihn nicht heiratete, weitaus unzumutbarere Forderungen stellen würde. Ganz abgesehen davon, dass die Mitarbeiter einen Außenstehenden ablehnen würden. Auch wenn Quinns Vater...




