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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 13, 416 Seiten

Reihe: Die Royals-Saga

Lee Royal Temptation

Roman
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-641-32761-3
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 13, 416 Seiten

Reihe: Die Royals-Saga

ISBN: 978-3-641-32761-3
Verlag: Blanvalet
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das große Finale: Skandalöser, verführerischer und aufregender denn je – Endlich Neues von den »Royals«!

Lola, die Schwester der neuen britischen Königin Clara, hat einen Auftrag: Sie soll Anders Stone im Auge behalten. Doch das gestaltet sich gar nicht mal so einfach: Der skandalhungrige Formel-1-Rennfahrer will nicht zu seiner royalen Verwandtschaft gehören und sorgt deshalb gern für Ärger. Umso mehr nervt es ihn, dass ihm eine Babysitterin auf den Hals gehetzt wurde. Lola folgt Anders auf Schritt und Tritt, seit sie in ihren sexy High Heels zum ersten Mal seine Rennstrecke betreten hat. Und leider bekommt er die temperamentvolle Schöne nicht mehr aus dem Kopf …

Perfekt zum Binge Reading! Lies auch die anderen zwölf Bände rund um die royale Familie!

»Royal Temptation« ist Teil der großen »Royals«-Saga, kann aber auch eigenständig als Stand-Alone gelesen werden.

Geneva Lee ist eine hoffnungslose Romantikerin und liebt Geschichten mit starken, gefährlichen Helden.Mit der »Royals«-Saga, der Liebesgeschichte zwischen dem englischen Kronprinzen Alexander und der bürgerlichen Clara, eroberte sie die internationalen Bestsellerlisten. Weitere erfolgreiche Publikationen folgten. Auch mit mit der »Rivals«-Reihe trifft die Autorin einmal mehr mitten ins Herz ihrer Leser*innen, und mit ihrer neuen Reihe, den »Sexy Rich Vampires«, begibt sich die SPIEGEL-Bestsellerautorin zum ersten Mal in die Welt der Fantastik – ohne dabei aber den großen Gefühlen, der Leidenschaft und dem Luxus untreu zu werden.

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1


Schon seit meinem allerersten Rennen wollen die Leute von mir wissen, warum ich fahre. Jedem Fahrer wird diese Frage irgendwann gestellt, und immer erwarten die Leute irgendeine philosophische Antwort. Ich würde vor meiner Vergangenheit davonlaufen, oder ich wollte auf meine Zukunft zurasen, oder irgendeinen anderen Unsinn. Die Wahrheit war weit weniger tiefsinnig.

In meiner Kindheit und Jugend gab es nicht viel anderes zu tun. Ein einziges Mal hinter dem Steuer hatte gereicht – eine Dosis pures, ungefiltertes Adrenalin –, und ich war süchtig. Nichts ging über das Brummen des Motors, wenn ich den Gang wechselte. Für die Fans oder den Ruhm interessierte ich mich nicht. Ich versuchte nicht, irgendetwas zu beweisen. Auf der Rennstrecke gab es nur mich, das Auto und meine eigene Endlichkeit. Das Einzige, was meiner Meinung nach annähernd an dieses Gefühl rankam, war Sex. Ich konnte noch nie sagen, was besser war. So war es zumindest früher.

»Du nimmst die Kurve zu weit. Nimm sie enger, Hoheit!«, schrie Wilkes in meine Kopfhörer.

Das hieß übersetzt: Ich musste schneller sein.

»Verpiss dich!« Ich schaltete einen Gang hoch und gab Vollgas, als ich in Copse einfuhr. Von meinem neuen Spitznamen war ich alles andere als begeistert, doch ich konnte die Jungs sicher nicht davon überzeugen, mich nicht mehr so zu nennen. Allerdings war ich derjenige, der am Steuer saß. Wilkes wollte es schnell. Das konnte er haben. Ich fuhr blind in Copse ein. Diese Kurve zu nehmen, war schon immer eine Glaubensfrage. Ich musste an mich und an mein Auto glauben. Ich zögerte nicht. Die Räder schmiegten sich an die Straße, als ich das Lenkrad einschlug und in den siebten Gang herunterschaltete, bevor ich den gewohnten Schub spürte. Dann legte ich den achten ein, während ich die erste Linkskurve nahm. Bereits zu Beginn meiner Laufbahn als Rennfahrer wurde mir gesagt, man müsse entweder lebensmüde oder dumm sein, um keine Angst vor dieser Strecke zu haben. Ich hatte keine Ahnung, zu welcher Sorte ich zählte, aber momentan stellte ich mich lieber dieser Strecke, als mich mit dem zu beschäftigen, was mich hinter Silverstones Toren erwartete. Reporter – wenn man diese Mistkerle überhaupt so nennen konnte. Frauen – das war weit weniger schlimm. Und ein Sicherheitskommando.

Wenigstens auf der Rennstrecke war ich frei. Da draußen hingegen verwandelte sich mein Leben in eine Zirkusnummer.

Und das alles nur, weil vor etwa sechsundzwanzig Jahren irgendein Schwachkopf, den ich nie kennengelernt hatte, meine Mutter flachgelegt hat. Dieser Schwachkopf war jetzt tot, seine ganzen schmutzigen Geheimnisse waren ans Licht gekommen, und ich wurde zum größten Skandal von allen. Ich war der uneheliche Sohn eines toten Königs und hatte auf einmal einen älteren Halbbruder, der aus unerfindlichen Gründen entschlossen war, mich zu einem Teil seiner Familie zu machen.

»Jetzt krieg deinen Hintern hoch und fahr!«, bellte Wilkes über Funk.

Ich konzentrierte mich wieder, beschleunigte in der letzten Kurve und nahm erst den Fuß vom Pedal, als ich wieder geradeaus fuhr. Das Team rannte in Richtung des künstlichen Rasens, als ich den Renault zum Stillstand brachte.

»Ich will es gar nicht wissen«, sagte ich geknickt zu meinem Teamchef.

Wilkes nannte mir meine Rundenzeit trotzdem: »Eine Minute und zweiunddreißig beschissene Sekunden.«

Er stapfte davon und überließ es dem Rest der Mannschaft, sich um mich zu kümmern. Ein weiterer unkonzentrierter Tag auf der Rennstrecke, ich hatte meine Rundenzeit wieder sinnlos verpfuscht. An diesem Punkt konnte man es nicht mehr nur als Training ansehen. Jede Runde zählte, wenn es darum ging, Sponsoren zu gewinnen, die dieses mehrere Millionen Dollar schwere Team am Laufen hielten. Noch mehr solcher Tage, und die einzigen Unternehmen, die mich noch sponsern würden, wären Altenheime. Wilkes rannte auf die Rennstrecke, sein Headset in der Hand, und schrie so laut, dass er rot anlief.

Oh Mann, das konnte nichts Gutes bedeuten! Wenn das so weiterging, würden wahrscheinlich nicht mal mehr die Altenheime als Sponsor infrage kommen.

Da realisierte ich, dass er nicht mich anschrie. Ich zog mei nen Helm ab, drückte mich vom Sitz hoch und versuchte einen Blick auf das zu erhaschen, was meinen Teamchef so zur Weißglut brachte. Doch die Crew, die sich um das Auto versammelt hatte, versperrte mir die Sicht. Ich kletterte aus dem Renault und sah, was – oder eher wer – ihn so aufregte.

Ein Blick auf die Brünette genügte, und ich konnte es Wilkes nicht verübeln, dass er die Kontrolle verlor. Sie war nicht bloß eine Ablenkung; sie sah aus, als wäre sie einem heißen Traum entsprungen. Der Wind peitschte ihr die glänzenden dunklen Haare um das Gesicht. Eine übergroße schwarze Sonnenbrille verhinderte, dass ich sie mir genauer anschauen konnte. Aber das spielte kaum eine Rolle. Ihr Körper verlangte meine ganze Aufmerksamkeit. Enge Jeans schmiegten sich an ihre Hüfte, und sie trug ein Paar Stilettos, die so hoch waren, dass es beinah gefährlich aussah. Wenn sie auf solchen Schuhen die Rennstrecke betrat, musste sie nicht nur selbstbewusst sein, sondern auch draufgängerisch. Der schwarze Blazer, der über ihrer Taille zugeknöpft war, war tief ausgeschnitten und offenbarte genug Dekolleté, dass mir die Eier wehtaten. Innerhalb von einer halben Minute hatte ich mir all die unanständigen Dinge ausgemalt, die ich mit ihr anstellen wollte.

Ein Crewmitglied mit einem Reifen im Arm eilte vorbei, doch ich packte seine Schulter, um ihn aufzuhalten. »Was zum Teufel ist hier los?«

»Sie ist einfach aufgetaucht und hier reinspaziert, als würde der Laden ihr gehören«, sagte er mir. Dann musterte er die geheimnisvolle Frau anerkennend. »Also ich hätte nichts dagegen.«

»Ich genauso wenig«, murmelte ich und schob ihn Richtung Auto. Er durfte hingucken, aber nicht anfassen. Wer immer sie war, sie gehörte mir. Dafür würde ich sorgen.

»Anders!«, brüllte Wilkes.

Ich fuhr mit einer Hand durch meine vom Helm platt gedrückten Haare, während ich zu ihm hinüberjoggte. In der schwülen Hitze des Tages klebten sie auf meiner Haut, und ich wischte mir den Schweiß von der Stirn. Ich setzte mein charmantestes Lächeln auf und verlangsamte, als ich die beiden erreichte. Die Frau drehte sich um, schob ihre Sonnenbrille hoch, und ich stutzte. Ihr Gesicht konnte ich gleich zuordnen, denn sie hatte große Ähnlichkeit mit jemandem, den ich kannte. Folglich war sie keine Fremde. Sie war von meiner neu gefundenen Familie geschickt worden, um mein Image aufzupolieren.

Charlotte Bishop.

In dem fünfminütigen Telefonat, das wir geführt hatten, hatte sie mir vier Minuten und neunundfünfzig Sekunden lang Befehle erteilt. Ich wusste, dass sie herrisch war. Doch ich hatte keine Ahnung, dass sie so hinreißend war.

»Mr. Stone«, rief sie herüber, »ich nehme an, Sie haben unseren Termin vergessen.«

Unseren Termin? Diesen Teil ihrer nicht enden wollenden Liste von Anweisungen darüber, wie ich mich als unehelicher Sohn des verstorbenen Königs von England zu verhalten hatte, musste ich verpasst haben.

»Wir haben telefoniert«, fuhr sie fort, als ich nichts erwiderte. »Na ja, ich habe gesprochen, und Sie haben einfach aufgelegt.« Bei der Erinnerung an unser erstes Gespräch rümpfte sie genervt die Nase.

Trotzdem konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. »Wenn ich gewusst hätte, wie du aussiehst, Süße, wäre ich ein Gentleman gewesen.«

Wilkes schien sich das überhaupt nicht vorstellen zu können, denn er stieß ein bellendes Lachen aus. Sie drehte den Kopf und starrte ihn an.

»Ignorier ihn«, riet ich ihr. »So wie ich.«

»Und deswegen war deine Rundenzeit drei Sekunden schlechter. Drei!« Er hielt drei Finger in die Höhe, als ob die visuelle Stütze meinem Verständnis helfen würde. Empört schüttelte er den Kopf und drehte sich wieder zu ihr. Aber dieses Mal schien er ihr nicht mehr den Kopf abreißen zu wollen. Verdammt, er hörte sich fast schüchtern an: »Miss Bishop, betreten Sie niemals eine Rennstrecke, auf der sich ein Auto befindet.«

Sie schenkte ihm ein zuckersüßes Lächeln, das nicht zu ihrer restlichen Ausstrahlung passte. »Verstanden. Danke, Richard. Und nennen Sie mich Lola.«

Ich verschluckte mich fast, als sie seinen Vornamen sagte. Seit Jahren hatte Wilkes niemand mehr Richard genannt. Vermutlich hatte nicht mal seine eigene Mutter seinen Vornamen benutzt. Aber noch überraschender war die schüchterne Art, mit der mein Grizzlybär von einem Teamchef den Kopf hängen ließ und zurückgrinste.

»Ist schon gut. Ich möchte nur nicht, dass Sie sich verletzen.« Dann blickte er mich über seine Schulter hinweg an, und seine Miene verfinsterte sich. »Wir müssen die Messwerte durchgehen. Wenn du die zusätzliche Zeit nicht einsparst, wirst du Sponsoren verlieren.«

»Verdammt! Denkst du, das weiß ich nicht?«, fragte ich zähneknirschend. Das Letzte, was ich jetzt brauchen konnte, war, dass Miss Bishop von meinen Problemen am Steuer erfuhr. Ich war ziemlich sicher, dass sie diese Information direkt an meine Familie weiterleiten würde. Das Einzige, was noch schlimmer war, als von meinem älteren Halbbruder eine – wie sich herausgestellt hatte, scharfe – Aufpasserin vor die Nase gesetzt zu bekommen, war, mir von ihm eine Standpauke anhören zu müssen. Obwohl ich Alexander kaum kannte, hatte ihn das bisher nicht davon abgehalten, sich bei jeder Gelegenheit im Namen meiner neuen Familie in...


Lee, Geneva
Geneva Lee ist eine hoffnungslose Romantikerin und liebt Geschichten mit starken, gefährlichen Helden.Mit der »Royals«-Saga, der Liebesgeschichte zwischen dem englischen Kronprinzen Alexander und der bürgerlichen Clara, eroberte sie die internationalen Bestsellerlisten. Weitere erfolgreiche Publikationen folgten. Auch mit mit der »Rivals«-Reihe trifft die Autorin einmal mehr mitten ins Herz ihrer Leser*innen, und mit ihrer neuen Reihe, den »Sexy Rich Vampires«, begibt sich die SPIEGEL-Bestsellerautorin zum ersten Mal in die Welt der Fantastik – ohne dabei aber den großen Gefühlen, der Leidenschaft und dem Luxus untreu zu werden.



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