E-Book, Deutsch, 290 Seiten
Lee L a r i s s a
3. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7583-5816-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Liebe ist stärker
E-Book, Deutsch, 290 Seiten
ISBN: 978-3-7583-5816-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Berthold Kerper, ein Frauenheld, der schon viele Frauen enttäuscht zurückließ, hat sich geschworen, nie eine Ehe einzugehen. Als er jedoch auf einer Veranstaltung Larissa Germann, die Tochter eines reichen Papierfabrikanten kennenlernt, schwinden alle seine Vorsätze. Zum ersten Mal in seinem Leben erwacht in ihm die große Liebe, die von Larissa erwidert wird. Larissa ist mit Martin Reichert, einen Bankdirektor verlobt, der auf sie krankhaft versessen ist und sie nicht freigibt. Er droht ihr, Berthold Kerper und ihren Vater liquidieren zu lassen, wenn sie sich nicht von Kerper trennt. Larissa und Berthold ahnen nicht, dass er der Kopf eines Drogensyndikats ist. Als er auffliegt, taucht er unter und wird von Interpol gesucht. Aus den Untergrund heraus, macht er seine Drohung wahr. Larissa ist verzweifelt und hegt den Gedanken sich ihm auszuliefern. Berthold und sein Freund Felix Wagner nehmen den Kampf auf.
Jeder Mensch wird einmal in seinem Leben mit Ereignissen konfrontiert. Ist das Ereignis positiv, dann wird es unser weiteres Leben mit Ausgeglichenheit und Zuversicht begleiten. Folgt jedoch ein negatives Ereignis, zum Beispiel durch einen Schicksalsschlag oder große Enttäuschung, dann folgt Verzweiflung und es kann bis zum Ende eines Lebens anhalten Gegen einen Schicksalsschlag oder große Enttäuschung m u s s man gegenankämpfen und m u s s als Sieger hervorgehen, weil man sonst für den Rest des Lebens unglücklich sein wird. Hierzu gibt es verschiedene Wege, wie zum Beispiel: Mitgefühl und Verständnis eines lieben Menschen, starkes Gottvertrauen, oder, wie ich es tat, den Absturz mit einem Roman zu verarbeiten. Danach fühlte ich mich irgendwie berufen, weiter zu schreiben und das noch in meinen fortgeschrittenem Alter. Das Leben um uns herum erzählt die besten Geschichten, die ich in einem Roman erzählen will. Ich lege großen Wert auf realistische Erzählungen und lehne jede Übertreibung ab. In allen meinen Romanen nimmt die Liebe einen sehr großen Raum ein. Leser, die nur Spannung pur wünschen, sollten meine Romane besser nicht lesen. Ein Roman sollte realistisch und an der Wirklichkeit angelehnt sein. Aber ein Roman ohne Spannung wäre langweilig, - wie unser Leben ohne Spannung. Ein Roman ohne starke, tiefe Gefühle, wären nur nichtssagende Buchstaben. Über mich möchte ich nichts sagen und ich denke, dass es das Recht jedes Menschen ist, sich hinter einem Pseudonym verstecken zu dürfen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Die Gartenpartie
Ich saß an meinem Schachtisch und bewegte die Figuren wie in Trance. Die erste Begegnung mit Larissa hatte bei mir Gefühle geweckt, die ich bisher so noch nicht kannte. Und heute würde ich sie bei ihrer Gartenpartie wiedersehen und auch das Wetter war für so ein Fest wie geschaffen. Ich wurde durch das Läuten an der Haustür leicht aufgeschreckt und ging zur Tür, um meinem Freund die Tür zu öffnen. Er stürzte auch gleich voller Tatendrang herein, klopfte mir dabei kräftig auf die Schulter und sagte begeistert: „Mensch Berthold, ich kann es gar nicht mehr erwarten. Ich finde es ganz toll, dass auch ihre Freundin dabei ist.“ „Ob sie wirklich so hübsch ist, wie sie sagte, - dass wissen wir nicht. Aber Larissa ist ein verdammt hübsches und intelligentes Weib.“ „Und eine Figur hat die! Mit der würde ich gerne einmal schlafen.“ „Ich fürchte, ich könnte mich in sie verlieben. An dem Tag an dem wir sie kennengelernt hatten, übte sie auf mich einen unausstehlichen Reiz aus.“ „Bert, - die gehört mir!“ „Das wird sich noch herausstellen. Wir haben sie beide kennengelernt und für wen sie mehr Sympathie hegt, - das wissen wir beide nicht.“ „Mag sein, - aber ich will sie! Und ich fühle, dass sie mich mag. Doch was soll es, wir haben noch etwas Zeit und können vorher ein Bier trinken.“ Ich holte aus dem Kühlschrank zwei gut gekühlte Pils heraus und schenkte uns ein. Ich reichte ihm das Glas, stieß mit ihm an und sagte: „Auf unsere beiden neuen Frauen.“ „Ich stoße auf Larissa an!“ „Sie scheint aus einem reichen Hause zu stammen.“ „Ja, sie ist das einzige Kind des Papierfabrikanten Friedrich Germann. Seine Frau ist vor drei Jahren gestorben. Sie wohnt bei ihrem Vater in Pillnitz in einer wunderschönen weißen Villa mit herrlicher großer Parkanlage.“ „Wieso bist du so gut informiert?“ „Ich hatte sie am nächsten Tag zu einer Wanderung eingeladen, ihr einiges herausgelockt und sie dann nach Hause gebracht. „Davon wusste ich nichts.“ „Musst du auch nicht. Ich sagte ja, Larissa gehört mir und baggere sie ja nicht an.“ Das war deutlich. Wir unterhielten uns noch eine Weile und machten uns dann auf den Weg. Da Felix einen dicken BMW fuhr, ich nur einen VW Bus, - nahmen wir seinen Wagen. Wir fuhren durch Dresden, setzten über die Elbe und am Ende von Pillnitz erreichten wir die weiße Villa. Wir stellten unser Fahrzeug ab und gingen durch das weit geöffnete eiserne Eingangstor. Der Park der Villa war mit den großen Lindenbäumen eine beeindruckende Parkanlage mit gewiss über 7000 qm großen Fläche. Um die Tanzfläche waren Stehtische aufgestellt, welche schon stark in Beschlag genommen waren und es herrschte bereits eine ausgelassene Stimmung. Die Band begrüßte uns mit gefühlsvollen Melodien. Felix unterbrach meine Betrachtung, indem er mich fragte: „Bert, was meinst du, wie viele Gäste Larissa eingeladen hat?“ „Schwer zu sagen. Schätze so um fünfzig. Doch warum hat sie uns überhaupt eingeladen? Schließlich waren wir mit ihr nur einen Tag zusammen.“ „Ich zweimal.“ „Aber bei unserem ersten Treffen hatte sie ja schon die Einladung ausgesprochen.“ „Stimmt. Sie hatte wohl ein Auge auf mich geworfen.“ Darauf wollte ich nicht antworten. Wir gingen den Weg weiter, welcher mit Rosenbäumen flankiert war. Aus einer Gruppe lösten sich zwei Frauen und ich erkannte Larissa und ihre Begleiterin welche sicherlich ihre Freundin war. Mein Gott war Larissa hübsch. Sie trug ein hellblaues seidenes Kleid, das lose herunterfiel und mit einer gleichfarbigen Kordel zusammengehalten wurde. Sie bewegte sich so geschmeidig wie eine Katze und ihre stark weibliche Figur löste in mir Begierde aus. Ihre Augen strahlten. Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Ihre Haare hatte sie mit einer gleichfarbigen blauen Schleife zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. In mir erwachte der Trieb und die Liebe zu ihr. Oh Gott, ist die niedlich. Unzähligen Frauen hatte ich schon das Herz gebrochen, doch hier wurde ich von dieser Frau buchstäblich eingenommen und ich war nur noch beseelt sie zu gewinnen. Sie reichte mir ihre Hand. „Ich freue mich, dass du meiner Einladung gefolgt bist.“ „Wir hatten ganz vergessen zu fragen, was der Anlass deiner Party ist?“ „Ich werde heute 30.“ „Oh Gott!“ „Warum so erschreckt?“ „Wir haben nicht einmal Blumen mitgebracht, was wir sowieso hätten machen müssen.“ Sie sah mir in meine Augen. „Das ist unwichtig.“ Sie schwieg kurz und fuhr fast flüsternd fort „ihr seid gekommen.“ „Larissa, – ich wünsche dir zu deinem Geburtstag alles Gute und würde mich freuen, wenn wir uns öfter sehen könnten.“ „Dazu gehören zwei“, antwortete sie mit einem Schmunzeln. „Doch vielen Dank für deine guten Wünsche. Aber kriege ich von dir nicht einmal einen Kuss?“ Ich beugte mich zu ihr, sah in ihre frechen kleinen blauen Augen, fühlte ihre körperliche Wärme, spürte ihren Atem und konnte nicht widerstehen ihr einen Kuss auf ihre reizenden Lippen zu geben. Und sie küsste zurück! Sie lächelte mir schelmisch zu, begrüßte dann Felix und stellte ihre Freundin Yvonne vor. Auch Yvonne war eine bildhübsche Frau, etwas größer als Larissa, schmales, aber mit einem sehr ausdrucksvollen Gesicht, ihre dunklen Augen strahlten Zuversicht und Ruhe aus, die braunen lockigen Haare schmeichelten ihrem Gesicht, ihre Figur wohl sehr schlank aber mit Rundungen ausgestattet, die in jedem Mann Gefühle auslösen mussten. Ich schaute zu Felix herüber. Seine Wut konnte er nur noch schwer verbergen und ich wäre nicht verwundert gewesen, wenn er sich gleich wieder verabschiedet würde. Wir gingen gemeinsam zu einem etwas größeren Stehtisch, an welchem drei Herren älteren Alters standen und uns von unten bis oben bemusterten. Der Herr in der Mitte, weißhaarig, etwas korpulent, aber mir nicht unsympathisch, - musste ihr Vater sein, denn er betrachtete mich wie ein strenger Lehrer seinen Schüler, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Wir stellten uns vor. Ich hatte richtig vermutet, der gestrenge Herr war ihr Vater, die anderen beiden seine früheren Schulfreunde. „Sie sind also beide von meiner Tochter eingeladen worden!?“, empfing er uns mit den Worten. Er sah mich mißtrauisch an. „Ja“, antworte ich. „Wir haben sehr gerne die Einladung angenommen, doch war uns nicht bekannt, dass Ihre Tochter heute Geburtstag hat.“ „Das ist für sie typisch. Aber noch ist es nicht zu spät, sich aus ihren Fängen zu entziehen“, erwiderte er zweideutig „Wie soll ich das verstehen?“ „Sie werden von ihr nicht mehr lassen können. Wenn Sie sie wieder fallen lässt, dann werden Sie schlaflose Nächte verbringen. Ich als ihr Dad spreche da aus Erfahrung.“ „Ich kann auf mich aufpassen.“ „Das glaube ich Ihnen schon, aber Sie kennen meine Larissa noch nicht.“ „Dad, das geht dich gar nichts an!“ konterte sie verärgert und ihre Augen blitzten zornig. Ich war über diesen Disput so überrascht, dass ich keine Worte mehr fand. Larissa war so verärgert, dass sie sich herumdrehte und in Richtung eines freien Tisches ging. Ich zuckte nichtssagend mit den Schultern und wir folgten ihr. Hatte sie es mit meinen Vorgängern so stark getrieben? Diese Larissa durchfuhr es mich, ist eine außergewöhnliche erotische Frau und ich bin mir sicher, dass sie bei jeden Mann ein Verlangen auslösen musste. Am Tisch wurde uns Champagner gereicht. Larissa hatte immer noch diesen zornigen Blick in ihren Augen und es fiel ihr sichtlich schwer, diesen im Zaun zu halten. Um wieder ins normale Fahrwasser überzugehen, versuchte ich es mit den Worten: „Dein Vater, Larissa, will ja nur seine einzige Tochter vor Unheil bewahren.“ „Genau so sehe ich es auch“, bemerkte Yvonne. „Ich wünschte, ich hätte noch einen solchen Vater.“ „Es ist hier ja ein ganz tolles Buffet aufgetischt worden“, versuchte auch Felix das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. „Habt ihr Hunger?“, fragte uns Larissa „Sehr!“, entgegnete ich. Wir marschierten zum Buffet und langten kräftig zu. Als Larissa mit Yvonne zur Seite ging und sie miteinander tuschelten, kam Felix zu mir und zischte mich an: „Ich habe dir gesagt, dass mir Larissa gehört!“ „Aber sie hat doch mich in Beschlag genommen. Soll ich sie dir jetzt abtreten und zu Yvonne gehen?“ „Nein verdammt, - ich habe schon gesehen, dass sie dich mag. Trotzdem wir gute Freunde sind, werde ich alles einsetzen sie dir wieder wegzunehmen. Und dann ist noch nicht einmal...




