Leclaire | Schicksalsnacht in New York | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1696, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Leclaire Schicksalsnacht in New York


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-065-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1696, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-065-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Er?! Noch ehe Emma dem attraktiven Chase Larson vorgestellt wird, schlägt ihr Herz schneller. Von allen Männern der Welt hätte sie ihn auf dem Geschäftsempfang am wenigsten erwartet. Doch fraglos: Der Millionär ist der aufregende Fremde, der sie so leidenschaftlich, so sinnlich verwöhnte - bei ihrem One-Night-Stand in New York, den sie ein für alle Mal vergessen muss! Denn einer wie Chase wird ihr nur das Herz brechen, davon ist Emma fest überzeugt. Und dennoch hat das Schicksal andere Pläne und hält für sei beide ein süßes Geheimnis bereit ...



Day Leclaire lebt auf der Insel Hatteras Island vor der Küste North Carolinas. Zwar toben alljährlich heftige Stürme über die Insel, sodass für Stunden die Stromzufuhr unterbrochen ist, aber das ansonsten sehr milde Klima, der Fischreichtum und der wundervolle Seeblick entschädigen sie dafür mehr als genug. Day interessiert sich seit frühster Jugend für das Schreiben. 'Wir waren zu Hause vier Kinder, und zwischen uns drei Mädchen war der Altersunterschied nicht groß. An einem stürmischen Wintertag kamen wir früher als gewöhnlich von der Schule nach Hause, und unsere Mutter suchte verzweifelt nach etwas, womit sie uns beschäftigen konnte. Brettspiele fanden wir langweilig, und ich kannte alle Bücher in- und auswendig. Da meinte Mutter, wir müssten unsere eigenen Bücher schreiben. Ich nahm ihren Ratschlag ernst, setzte mich hin und verfasste meinen ersten historischen Roman. Es war eine Aschenbrödel-Geschichte, die im Wilden Westen spielte. Wenn ich mich recht erinnere, hatten die beiden bösen Stiefschwestern große Ähnlichkeit mit meinen Schwestern." Bei dieser einen Geschichte blieb es nicht. Doch obwohl Day schon seit der Highschool Schriftstellerin werden wollte, entschloss sie sich für ein Anthropologiestudium. Ihre Begeisterung für dieses Fach dauerte an, bis sie zum ersten Mal bei einer studentischen Exkursion zelten musste. Sie hasste es! Also gab sie dieses Studium auf und wollte etwas anderes machen ... Und bevor sie dazu kam, traf sie ihren zukünftigen Mann Frank. Fünf Monate später waren sie verheiratet. Zusammen eröffneten sie eine Viedothek in Berkeley, Kalifornien, dann sanierten sie Häuser in Seattle, und schließlich kauften sie ein Gemüsegeschäft. Day gibt offen zu: 'Frank ist der geborene Verkäufer und Geschäftsmann - ich bin gar nicht gut darin. Geschäftsinhaberin zu sein heißt, immer nett zu den Kunden zu sein. Aber gerade das fällt mir schwer, denn zum einen bin ich sehr introvertiert. Zum anderen fühle ich mich am wohlsten, wenn ich ein Buch vor der Nase habe. Als ich schwanger war, gestand ich Frank, dass ich lieber etwas anderes machen würde. Er war unglaublich verständnisvoll und fragte, was ich mir vorstellte. Ich sagte: Ich möchte Liebesromane schreiben. Und am nächsten Tag fuhren wir nach Seattle und kauften einen Computer." Doch der erste Versuch - drei Kapitel, die sie Harlequin, dem erfolgreichen Romance-Verlag, zuschickte - misslang. Man lehnte mit der Begründung ab, dass die Handlung zu melodramatisch und die Charaktere ...

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1. KAPITEL

Er hätte nie damit gerechnet, sie wiederzusehen.

Chase stand im Schatten des Säulenganges vor dem Bankettsaal des Vista del Mar Beach- und Tennis-Clubs. Der Saal war von prächtig gekleideten Gästen bevölkert, die nicht minder prunkvollen Schmuck zur Schau trugen. Und inmitten dieser funkelnden Pracht stand Emma, die Frau, die Chase eine unglaubliche Nacht lang verführt, geliebt und dann verloren hatte.

Im Hintergrund waren Musik, Stimmengewirr sowie verhaltenes Lachen zu hören. Anlass dieser Cocktailparty war der bevorstehende Verkauf von Worth Industries an Rafe Cameron, der nicht nur Chases Stiefbruder, sondern auch sein bester Freund war. Doch obwohl alle fröhlich wirkten und sich glänzend amüsierten, war etwas von der unterschwelligen Anspannung zu spüren, die diesen Deal von Anfang an begleitet hatte. Chase als Finanzberater seines Bruders war maßgeblich an den Verkaufshandlungen beteiligt gewesen und wusste, dass der heutige Abend den Beginn einer harten Zeit einläutete.

Er beobachtete Emma, während er an einem Whiskey nippte, der sanft seiner Kehle schmeichelte. Er fühlte sich fast so an wie Emmas Haut – die Emma an diesem Abend übrigens großzügig zur Schau stellte. Das perlgraue Abendkleid, das einer griechischen Göttin gut gestanden hätte, betonte reizende Kurven, die Chase nur zu gern wieder enthüllt hätte. Eine Schulter war entblößt, über die andere waren zarte Seidenbahnen drapiert, die über Emmas Brust reichten. In Hüfthöhe waren sie zu einem raffinierten Knoten zusammengefasst, dessen filigrane Enden Emmas Knie umschmeichelten. Dazu trug sie Riemchensandaletten, und das hellblonde Haar hatte sie zu einem eleganten Haarknoten frisiert.

Nachdenklich betrachtete Chase sie. Was mochte der Grund für ihre Anwesenheit sein? Entweder gehörte sie wie die meisten anderen Gäste zu einer der beiden am Verkauf beteiligten Firmen – oder sie war in Begleitung eines Mannes da, dessen Name auf der Gästeliste stand.

Vielleicht sollte er hinübergehen und es herausfinden. Bei der Gelegenheit konnte er sie auch gleich fragen, warum sie ihn damals so sang- und klanglos verlassen hatte. Er hatte ganz New York City nach der geheimnisvollen Emma ohne Nachnamen abgesucht. Vergebens. Bevor Chase seinen Plan allerdings in die Tat umsetzen konnte, gesellte sich Ronald Worth – der gegenwärtige Inhaber von Worth Industries – zu Emma und legte ihr besitzergreifend eine Hand auf die nackte Schulter.

Chase versteifte sich. Das war doch nicht möglich. Sie war doch nicht etwa das Betthäschen von Rafes Erzfeind? Teilte sie etwa das Bett mit diesem über sechzigjährigen Kerl? Wie um Chases Befürchtungen zu bestätigen, küsste Emma Ron zärtlich auf die Wange, nachdem er ihr etwas zugeflüstert hatte.

„Vergiss es“, sagte Rafe plötzlich, und Chase drehte sich zu seinem Bruder um, der sich unbemerkt von hinten genähert hatte.

„Was?“

„Wen. Die Prinzessin. Ich habe gesehen, wie du sie anstarrst. Vergiss sie bloß wieder. Sie ist ein männerverschlingender Vamp.“

Chase schwieg, damit sein Stiefbruder ihm die Verärgerung nicht anmerkte. „Kennst du sie denn?“, fragte er schließlich.

„Emma Worth, besser auch bekannt als Ausgeburt der Hölle.“

Erleichtert hob Chase eine Augenbraue. Das bedeutete also, dass sie nicht Ronald Worths Geliebte, sondern seine Tochter war. „Dann spielt also Worth die Rolle des Teufels?“

Rafes Lächeln entbehrte jeglichen Humors. „Was soll ich dazu sagen? Die Rolle ist ihm einfach auf den Leib geschrieben.“

„Und seine Tochter? Was weißt du über sie?“ Und um nicht zu sehr persönlich interessiert zu wirken, fügte er hinzu: „Ist sie für den Deal von Bedeutung?“

„Das will ich ihr nicht geraten haben, sonst bekommt sie es mit mir zu tun“, erklärte Rafe ungnädig. „Allerdings glaube ich nicht, dass sie uns in die Quere kommt. Sie ist ziemlich oberflächlich und vergnügungssüchtig – reines Dekorationsmaterial.“

„Ein Party-Girl?“

Rafe zögerte. „Nicht ganz so extrem, würde ich sagen. Zumindest taucht sie nicht ständig in der Regenbogenpresse auf. Sie feiert wohl lieber privat.“

Erneut wandte Chase sich um, um Emma eingehend zu betrachten, während er sich die Neuigkeiten durch den Kopf gehen ließ. Ein Party-Girl, das die Öffentlichkeit mied. Das passte zu seinen Erfahrungen. Allerdings hatte er noch keine Rückschlüsse gezogen, als er mit ihr zusammen gewesen war. Eigentlich war sie ihm auch gar nicht oberflächlich vorgekommen. Doch wenn man bedachte, dass sie lediglich eine Nacht miteinander verbracht hatten, konnte er nicht behaupten, viel über sie zu wissen.

Dank Rafe hatte er jetzt wenigstens eine Erklärung für ihr plötzliches Verschwinden. Für Emma schienen One-Night-Stands so normal wie für andere Frauen ein Einkauf im Supermarkt zu sein. Doch ließ Chase sich nicht gern zum Narren halten – das hatte er auf die harte Tour gelernt.

Im Alter von zehn Jahren war er nach New York gezogen, um bei seinem Vater zu leben. Damals war er nur Barrons Bastard genannt worden – denn seine Eltern hatten nie geheiratet. Sein Vater war ein berühmter knallharter Geschäftsmann, seine Mutter eine sanftmütige Kalifornierin gewesen. Auf der Privatschule, auf die er abgeschoben worden war, hatte er gelernt, seine Gefühle nicht zu zeigen. Das half ihm heute als erfolgreicher Anlageberater.

Er versuchte Emma einzuschätzen. Tatsächlich wirkte sie wie ein Glamourgirl – einerseits herausfordernd sinnlich, andererseits unnahbar und kalt wie eine Schneekönigin. Und gerade das machte sie unwiderstehlich. Chase begehrte sie mit jeder Faser seines Körpers und wusste, dass er diese Frau wieder ins Bett bekommen musste – noch in dieser Nacht.

„Wie geht es dir, Daddy?“, fragte Emma leise und schob den Arm unter den ihres Vaters. „Die Party ist doch nicht zu viel für dich, oder?“

„Mach dir keine Sorgen, meine Kleine. Mir geht es gut“, versicherte Ronald Worth ihr lächelnd. „Es ist schließlich nur eine leichte Herzerkrankung, das weißt du doch.“

„Ach, wirklich?“, erwiderte sie herausfordernd. „Offensichtlich ist es aber schlimm genug, um dich davon zu überzeugen, Worth Industries an Rafe Cameron zu verkaufen.“

Er verzog das Gesicht. „Das ist nur einer der Gründe für meine Entscheidung. Ich habe dir ja gesagt, wenn du ins Geschäft einsteigen würdest …“

„… was ich nicht tun werde, wie ich dir bereits gesagt habe.“

„Siehst du. Ich könnte noch ein oder zwei Jahrzehnte so weitermachen. Und schau mich nicht so an“, bat er sie. „Ich bin erst Mitte sechzig – in der Blüte meines Lebens.“

Emma verkniff sich ein Lächeln. „Ich habe doch gar nichts gesagt.“

„Das brauchst du auch gar nicht.“

Sie seufzte und drückte sacht seinen Arm. „Bist du sicher, dass du das Richtige tust? Auch wenn ich das Unternehmen nicht leiten will, hättest du es nicht gleich verkaufen müssen. Du könntest doch mehr delegieren. Jemanden einstellen, der einen Teil deiner täglichen Aufgaben übernimmt.“

„Das wäre möglich gewesen“, erwiderte Ronald. „Ich habe mich allerdings für den Verkauf entschieden.“

„Aber warum ausgerechnet an Rafe Cameron? Meiner Meinung nach ist er ein ziemlich arroganter Typ.“

Ihr Vater blickte zu Rafe. „Wenn man ein ganzer Kerl ist, dann darf man auch arrogant sein“, meinte er wehmütig. „Als ich in seinem Alter war, bin ich genauso gewesen.“

„Dad …“

„Schluss jetzt, Emma. Das Geschäft ist nahezu besiegelt.“ Sein strenger Gesichtsausdruck wurde plötzlich wieder milder. „Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie entzückend du heute Abend aussiehst?“

Einen kurzen Moment lehnte sie den Kopf an seine Schulter. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“

Er fasste unter ihr Kinn, damit sie ihn ansah. „Du hast von deiner Mutter glücklicherweise nur die guten Seiten geerbt – besonders ihre Schönheit.“

Emma war verwirrt, weil er ihre Mutter erwähnte. Wenn sie ihren Vater doch nur dazu bewegen könnte, sich auch mit ihrem Bruder zu versöhnen, der die Familienranch leitete. Doch es war jetzt schon über zehn Jahre her, dass Vater und Sohn sich überworfen hatten. „Dad …“

Anscheinend ahnte er, was Emma ansprechen wollte, denn er schüttelte den Kopf. „Vergiss es, Prinzessin. Auf gar keinen Fall.“ Er küsste sie auf die Nasenspitze. „Das Geschäft ruft. Ich muss mich sehen lassen, Babys küssen und ihnen die Lollis klauen. Kommst du ohne mich klar? Wenn du früher fahren möchtest, dann nimm den Wagen. Schick ihn dann aber wieder hierher zurück für mich.“

„Mach dir um mich keine Sorgen, Dad. Ich komme schon nach Hause.“ Lächelnd deutete sie auf die Chefassistentin ihres Vaters. „Da kommt auch schon Kathleen. Ich frage sie, ob sie mich mitnimmt.“ Sie wusste, dass ihr Vater in Gedanken bereits beim Geschäftlichen war.

„Okay. Mach das. Ich habe ein paar Fragen an William.“

Schnurstracks ging er auf Rafe Camerons Finanzvorstand zu, und kopfschüttelnd sah Emma ihrem Vater nach, bis sie von Kathleen Richards mit einer herzlichen Umarmung begrüßt wurde.

„Hallo, Emma. Meine Güte, du siehst großartig aus!“ Das war typisch...



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