E-Book, Deutsch, 256 Seiten
Lechner DAS PROJEKTERFOLG-HANDBUCH
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7481-6282-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie man mit neuer Baukultur erfolgreich bauen würde - Band 1 Basis
E-Book, Deutsch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-7481-6282-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Stefan Lechner war mit 14 Jahren bereits zum ersten Mal auf Baustellen im Einsatz und hat durch Zufall bereits im Alter von nur 17 Jahren die Bauleitung von einem Ringstrassen-Grossprojekt (Ringstrassengalerien in Wien) erfolgreich durchgefuehrt. Nach diesem Motivationsschub ging es erfolgreich weiter, Fach-Matura und Abschluss der Ausbildung zum Bautechniker, Studium des Bauingenieurwesens und der Bauwirtschaft im Wien und München, Abteilungsleiter und Projektmanager in einem grossen, renommierten Wiener Architektur- und Generalplanungsbuero, abgelegte Baumeisterpruefung, Firmengruendung, unzaehlige Ausbildungen und Zertifizierungen, u.a. z.B. OENORM Certified Person, TUEV, PMI, NLP u.v.m. In den letzten 25 Jahren hat Stefan Lechner ueber 500 Projekte in verschiedenen Positionen begleitet, davon viele Projekte mit Preise und Auszeichnungen. Seit dem Aufbau seiner erfolgreichen Firma hat der Baumanager mit seinem Corporate Real Estate Change Consulting und modernen Tools unzaehligen Unternehmern und Projekten dabei geholfen, ihr Projekt erfolgreich zu meistern und bei Bedarf auch komplett zu transformieren. Sein Ziel und seine Vision ist es als Bauexperte innovative und kompetente Ideen zu entwickeln und diese als Consultant für eine neue und erfolgsversprechende Baukultur und Lebens(raum)qualitaet, für eine Evolution von uns allen anzuwenden.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
INTRO mit 12 Faktoren für erfolgreiche Projekte
und den größten Problemfeldern der Bauwirtschaft
Die moderne Bautechnik und deren Materialien, Haustechnik, Bedienung, etc. werden immer komplexer; Haftungen auch für den Eigentümer und Nutzer immer risikoreicher. War früher z.B. eine Änderung der Firmenadresse nur mit einem relativ einfachen Umzug mit einem relativ geringen Risiko in relativ ähnliche Häuser aus einfachen Materialien und mit einem geringen Technikgrad verbunden, so stehen heute Unternehmer vor viel größeren Herausforderungen? Industrie 4.0 und damit auch Consulting 4.0 und Planen & Bauen 4.0, Design Thinking, "Digitalisierung", New World of Work, Open Office, Neue Baukultur, BIM, Smart Homes, GreenTech, FutureStandardsNow, uvm. - all das sind Schlagworte des Wissens- und Informationszeitalter, welche mittlerweile in sämtliche Unternehmensbereiche hineinspielen und damit auch alle Änderungsprozesse, auch die baulichen, intensiv beeinflussen.
Dazu findet man in vielen Bauprojekten zwischenmenschliche Konflikte, die immer mehr bis zu Mobbing und Burn-Out führen. Machtverhältnisse werden missbraucht und Projekte nicht auf Augenhöhe abgewickelt. Durch mangelnde Kommunikation (trotz moderner Technik) entstehen Fehler, Mängel und Unfälle. Kommunikationsschwierigkeiten bringen ganze Teams und damit ganze Projekte zum Scheitern. Das Zusammenwirken von Menschen ist und bleibt nicht vorhersehbar und ist die große Unbekannte in unseren Berechnungen und Prognosen.
Planen & Bauen 4.0 braucht also neue Lösungen und teilweise eine völlig neue Herangehensweise – dieses Werk soll Ihnen die nötigen Inputs dafür geben und ihr Know-how erweitern.
Sie alle kennen die üblichen Krisen & Konflikte im Haifischbecken der Baubranche, Sie alle kennen die alltäglichen kleinen & großen Bauskandale mit Kostenexplosionen, Bauzeitüberschreitungen, Insolvenzen. Verluste wohin das Auge reicht. Das sind ernstzunehmende Probleme! Zusätzlich setzt uns heute die Digitalisierung unter Druck…
In einem aktuellen volatilen, unsicheren, komplexen und ambivalenten Umfeld wird es sicher nicht ohne ihr Zutun besser werden! Klarheit & Fokus ist gefragt um mit 100% Verantwortung exzellente Ergebnisse zu erreichen. Sie müssen also (anders) Handeln! Gewusst wie…
Denn wie schon Einstein sagte:
Die Definition des Wahnsinns ist, immer dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten!
Wie viel Geld verschwendet wird (wir reden hier natürlich von ihrem hart erarbeiteten Geld!), weil Projektbeteiligte nicht wissen, was sie tun, und Entscheider (und das sind dann wohl wieder Sie) schlechte Entscheidungen treffen, ist schwer zu sagen. Eine Liste gescheiterter Vorhaben wäre sehr lang. Von fehlgeschlagenen Großprojekten wie dem Wiener AKH oder dem Krankenhaus Nord in Wien (sowie natürlich der Elbphilharmonie, dem Berliner Flughafen BER etc.) hat jeder schon gehört. Doch die zahllosen weniger prominenten Misserfolge um die Ecke dürften um ein Vielfaches größere Werte vernichten.
Traditionelle Methoden funktionieren immer weniger, weil diese auf standardisierten Prozessen und Tools beruhen, die viel zu viel Bürokratie verursachen, aber den Blick auf das Wesentliche versperren. Man kann heute fast schon den Eindruck gewinnen, Projekt- und Baumanager erfüllen in erster Linie eine verwaltende Rolle ohne großen Mehrwert und sind meilenweit von ihrer eigentlichen Arbeit entfernt. Baustellen gehören geführt, nicht nur verwaltet! Für ihre Organisation gehören Vorteile realisiert, und nicht nur Berge an Unterlagen produziert.
Wenn der Sturm der Veränderung bläst, dann bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen
Die Managementberatung McKinsey fand bei einer branchenübergreifenden Untersuchung von 5.000 Projekten heraus, dass 45 Prozent der Vorhaben ihr Budget überschritten haben, 17 Prozent davon waren so gnadenlose Fehlschläge, dass sie das Überleben des Unternehmens gefährdeten!
12 Faktoren für erfolgreiche Projekte
Solch ein Scheitern lässt sich natürlich vermeiden – und das bereits im Vorfeld. Bei jedem Projekt gelten die gleichen Erfolgsfaktoren, egal welche Branche, welches Unternehmen oder welcher Sektor. Wenn sich die Verantwortlichen auf diese Faktoren konzentrieren und die Techniken anwenden, die dahinterstehen, ist der Projekterfolg nahezu garantiert. Prof. Antonio Nieto-Rodriguez, Board-Mitglied im Project Management Institute, hat ein vor kurzem im Harvard Business Manager veröffentlichtes System entwickelt („The Project Revolution“) welches deutlich einfacher als herkömmliche Ansätze ist und mich beim Lesen mit voller Zustimmung begeistert hat. Diese 12 Faktoren möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten und gleich zu Beginn dieses Werkes stellen:
Die 12 Faktoren dieses Systems sind:
- Zuständigkeiten festlegen
- Business Case (Businessplan) entwickeln
- Projektumfang bestimmen
- Termine setzen
- Budget planen
- Qualität sichern
- Risiken reduzieren
- Personal auswählen
- Stakeholder identifizieren
- Kommunikationsplan aufstellen
- Dienstleister koordinieren
- Organisation verändern
Sich nur in einigen dieser Bereiche hervorzutun oder zu verbessern reicht nicht. Sie müssen an allen zwölf Punkten gleichzeitig arbeiten, wenn Sie wirklich Erfolg haben wollen! Anhand dieser zwölf Faktoren lässt ich auch gut strategisch bewerten, wie gut ein Projekt zu Beginn definiert wurde und mit welcher Wahrscheinlichkeit es ein Erfolg wird.
Nach mittlerweile fast 30 Jahren praktischer Arbeit und paralleler wissenschaftlicher Recherchen zu diesem Thema, lässt sich ein „Geheimnis erfolgreicher Projekte“, das aus einfachen Erfolgs-Faktoren besteht, tatsächlich herauskristallisieren. Sie müssen sich als Verantwortlicher also nur auf diese wichtigsten Faktoren konzentrieren und die Techniken anwenden, die dahinterstehen – dann ist der Projekterfolg fast schon garantiert.
Vorab sei verraten, dass eine kooperative Projekt- und Baukultur, also das Fördern von partnerschaftlichen Formen der Zusammenarbeit, wohl der Schlüsselfaktor für Ihren wirtschaftlichen Projekterfolg ist. Unter partnerschaftlicher Projektkultur werden all jene sozialen Regeln und Beziehungen verstanden, die eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, der am Bauprozess Beteiligten erst ermöglichen. Doch zunächst einmal zu den „Hardfacts“, den harten Faktoren ihres Erfolges.
Veränderungen werden – auch in dem oben erwähnten neuen Umfeld – vor allem im Rahmen von Projekten als universelle Arbeitsmethode umgesetzt. Projektarbeit ist auf den Menschen ausgerichtet und kann nicht von Robotern, KI oder anderen technischen Neuerungen übernommen werden – es werden immer Menschen für Menschen planen & bauen, neue Technologien werden uns dabei lediglich unterstützen.
Auch Sie sind mit ihrem Projekt zu einem Projektmanager geworden – ob Sie wollen oder nicht - und müssen damit das Risiko des Scheiterns bewältigen, dabei fehlen vielen aus der Branche die nötigen Fachkenntnisse in der Disziplin des effektiven Projektmanagements. Dies soll jedoch nicht dazu führen, dass Sie Schwierigkeiten haben ihr Projekt erfolgreich abzuschließen und mit ihren Investitionen die gewünschte Rendite zu erzielen.
Die größten Problemfelder der Bauwirtschaft
Im Rahmen von Studien und Pilotprojekten kristallisieren sich auf allen Baustellen immer wieder die gleichen drei großen Problemfelder heraus
- Termindruck:
Das Termindruck auf unseren Baustellen herrscht ist allen klar – nichts Neues! Interessant ist aber, dass dieser von den Bauunternehmen einerseits und den Auftraggebern und deren Vertretern andererseits sehr verschieden wahrgenommen wird. Hier prallen Welten mit verschiedenen Weltbildern aufeinander. Einerseits der Baubetrieb – hier werkt eine personal- und damit kostenintensive Mannschaft im permanenten Hochbetrieb. Stehzeiten, aber auch eine reduzierte Effizienz der Arbeits-Prozesse kosten der Baufirma schnell sehr viel Geld. Daher ist hier alles auf Schnelligkeit getrimmt, der Bau muss so schnell als möglich hochgezogen werden, alles andere bringt Verluste. Dazu benötigt es schnelle Entscheidungen – aus der anderen Welt der Entscheider und Auftraggeber. Diese sitzen mit der gesamten Projekt-Organisation und der damit verbundenen Hierarchien in ihren Büros - halten Meetings ab, schreiben Protokolle, berechnen theoretische Varianten, überprüfen Kosten – alles sicher notwendig, aber meistens unproduktiv und wenig effizient, vor allem bei öffentlichen Auftraggebern, denen noch dazu ständig der Rechnungshof im Genick sitzt. Und damit gibt es völlig andere theoretische Ausgangspunkte im Vergleich zur gelebten Baupraxis da draußen. Wenn nun eine Baufirma aus ihrer schnellen Welt „schnelle Entscheidungen“ einfordert und auch benötigt, so verbindet ein Auftraggeber in seiner langsameren Büro-Welt (um nicht zu sagen Elfenbeinturm) damit vermutlich einen deutlich...




