Lawrence / Stevens / Waters | Romana Exklusiv Band 332 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 332, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

Lawrence / Stevens / Waters Romana Exklusiv Band 332

Mittelmeerträume
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0315-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mittelmeerträume

E-Book, Deutsch, Band 332, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

ISBN: 978-3-7515-0315-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



VERLIEBT IN EINEN STOLZEN GRIECHEN von KIM LAWRENCE
Ist der kleine Nicky tatsächlich sein Sohn? Schockiert muss der griechische Multimillionär Angolos Constantine erkennen, dass Georgies Kind ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Hat er seine Ex etwa zu Unrecht für eine Betrügerin gehalten und aus seinem Leben verbannt?
LIEBESTRAUM IN ANDALUSIEN von DANIELLE STEVENS
Audrey ist nach Andalusien gereist, um den Vater ihrer kleinen Ziehtochter Luna zu finden. Doch auf dem prachtvollen Familiensitz trifft sie nur dessen Bruder Ramòn an. In einer glutvollen Nacht erfüllt Ramòn all ihre sinnlichen Wünsche - aber am Morgen weist er sie kalt zurück ...
BRAUTSCHAU AUF ITALIENISCH von JANE WATERS
Nie hat der Seidenfabrikant Alessandro die anmutige Modestudentin Alice vergessen können. Nach ihrer ersten, verheißungsvollen Liebesnacht verschwand sie jedoch spurlos. Als er sie nun in Mailand wiedersieht, will er sie zurückgewinnen und lädt sie in seine Villa am Comer See ein. Doch nach einem traumhaften Wochenende ergreift Alice erneut die Flucht!



Kim Lawrence, deren Vorfahren aus England und Irland stammen, ist in Nordwales groß geworden. Nach der Hochzeit kehrten sie und ihr Mann in ihre Heimat zurück, wo sie auch ihre beiden Söhne zur Welt brachte. Auf der kleinen Insel Anlesey, lebt Kim nun mit ihren Lieben auf einer kleinen Farm, die schon seit drei Generationen in Familienbesitz ist. Auf dem Eiland spricht man größtenteils walisisch - eine Herausforderung für Kim doch mit der Zeit lernte sie, diese schwierige Sprache fließend zu sprechen. Und auch mit der Einsamkeit auf dem idyllischen Fleckchen weiß Kim mittlerweile umzugehen: Packt sie die Sehnsucht nach der Großstadt, fährt sie mit der Fähre einfach ins nahe gelegene Dublin. Wenn sie nicht schreibt, verbringt Kim viel Zeit in ihrem Garten oder kocht. Auch joggen geht sie gern - am liebsten am Strand mit ihrem Terrier Sprout.

Lawrence / Stevens / Waters Romana Exklusiv Band 332 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

„Natürlich wusste ich, dass es niemals von Bestand sein würde.“

Die Worte ließen Georgie erstarren, denn ohne Vorwarnung wurde sie in die Zeit vor vier Jahren zurückkatapultiert.

Für die meisten Menschen war es der Sommer mit einer unglaublichen Hitzewelle gewesen, als das sonst so kühle, nasse Großbritannien über Wochen hinweg unter tropischen Temperaturen gelitten hatte. Für Georgie war es der Sommer, der ihr Leben veränderte.

Sie war gerade mal einundzwanzig, eine typische Studentin, die ihre Semesterferien genoss, ehe das letzte Studienjahr begann. Ihre einzigen Pläne waren, die Lehrerinnenlaufbahn einzuschlagen und für ein Auto zu sparen.

Doch knapp drei Monate später stand sie mit einem Mann vor dem Traualtar, den sie seit kaum vier Wochen kannte.

Und ja, ihre Großmutter hatte ihr gesagt, dass es niemals von Bestand sein würde, was allerdings keine große Leistung war. Es gab nämlich buchstäblich niemanden, der die Hochzeit für eine gute Idee hielt.

Georgie konnten die düsteren Vorhersagen damals jedoch nichts anhaben. Sie schwebte förmlich auf Wolken und lächelte während der ganzen Zeremonie glücklich. Wenn überhaupt, so hatte die allgemeine Ablehnung lediglich ihre eigene Entschlossenheit gestärkt und alles noch viel romantischer wirken lassen.

Ihre Lippen verzogen sich zu einer bitteren Grimasse, während sie an die idyllische Zukunft dachte, die sie an jenem Tag vor sich gesehen hatte.

„Mummy …!“

Georgie schob die unwillkommenen Erinnerungen beiseite und wandte sich dem kleinen Jungen zu, der ihr mit seinem Händchen einen Schatz entgegenhielt, den sie bewundern sollte.

Nicht alles in ihrer verhängnisvollen Ehe war negativ gewesen. Sie hatte Nicky, ihr Baby. Nicht, dass er noch länger als Baby bezeichnet werden kann, dachte sie amüsiert, während sie in angemessen begeisterte Ausrufe verfiel.

Als Nicky sich wieder seinem Spiel widmete – er war ein außerordentlich zufriedenes und sonniges Kind –, schlug Georgie die Sandalen, die sie getragen hatte, laut gegen den schmiedeeisernen Tisch auf der Veranda.

Was allerdings nicht den gewünschten Effekt erzielte. Die beiden Frauen im Innern des Hauses waren derart in ihre Unterhaltung vertieft, dass sie Georgies Anwesenheit gar nicht bemerkten.

„Waren sie lange zusammen?“ Georgie erkannte den Yorkshire-Akzent von Ruth Simmons, einer pensionierten Schuldirektorin, die das Cottage neben ihnen für den Sommer gemietet hatte.

„Sechs Monate.“

Die Art, wie ihre Großmutter das sagte, ließ es nach einer Gefängnisstrafe klingen.

„Glauben Sie, dass es eine Chance zur Versöhnung gibt?“, fragte die andere Frau vorsichtig. „Vielleicht wenn sie sich mehr Zeit gegeben hätten … sich ein wenig stärker bemüht hätten …?“

„Sich stärker bemüht hätten … welchen Sinn hätte das haben sollen?“

Georgie lehnte den Kopf gegen den Türrahmen und strich mit dem Daumen über die abblätternde Farbe.

Sie war nur äußerst selten einer Meinung mit ihrer Großmutter, aber in diesem Fall stimmte sie ihr voll zu. Sie hätte sich ihr halbes Leben darum bemühen können, das zu sein, was Angolos wollte, und hätte es doch nie geschafft.

Allerdings war nicht sie diejenige gewesen, die die Konsequenzen gezogen hatte. Angolos hatte ihrer Ehe den Todesstoß versetzt – mit brutaler Endgültigkeit. Aber schließlich machte er nie halbe Sachen, und er war auch nicht sentimental.

„Sie hätten es bis zum Tag des Jüngsten Gerichts weiter versuchen können“, fuhr ihre Großmutter Ann unbeirrt fort, „und das Ergebnis wäre immer noch dasselbe gewesen.“

„Aber sechs Monate … die arme Georgie …“

„Bei den beiden war es nur eine Frage der Zeit, wann es zu Ende gehen würde. Wann er sich langweilen würde, wann sie endlich erkennen würde, dass sie aus verschiedenen Welten kamen. Es war besser so. Er hat die ganze Zeit nur mit ihr gespielt.“

Damals hatte es sich ziemlich echt angefühlt, aber vielleicht hatte Gran recht. Hast du nur gespielt, Angolos? Manchmal wünschte Georgie, sie könnte noch einmal für fünf Minuten mit ihm in einem Raum sein und ihn nach dem Warum fragen. Warum hatte er das getan?

„Seine erste Frau hat ihn ziemlich an der Nase herumgeführt … Sie war schön, temperamentvoll, heißblütig … und offensichtlich hätte sie eine erfolgreiche Karriere als Pianistin einschlagen können, wenn sie darauf genauso viel Energie verwendet hätte wie auf die ganzen Partys, auf denen sie tanzte. Meiner Ansicht nach war er nach der Scheidung auf der Suche nach einer Frau, die ihm ein ruhiges Leben ermöglichte … unglücklicherweise wählte er ausgerechnet Georgie aus. Nach einer Weile musste der Reiz des Neuen ja verfliegen, und dann langweilte er sich mit ihrem stillen und fügsamen Wesen.“

Es war nicht gerade sehr schmeichelhaft, sich selbst als Trantüte beschrieben zu hören. Dummerweise konnte Georgie dieser Analyse jedoch nicht widersprechen. Sie war tatsächlich sehr darum bemüht gewesen zu gefallen, und es war unheimlich schwierig, sich zu entspannen, wenn man jemanden verehrte – und sie hatte Angolos verehrt.

„Ich glaube, Sie tun Georgie Unrecht“, protestierte Ruth. „Sie ist eine sehr aufgeweckte und intelligente junge Frau.“

Georgie lehnte ihre Schultern gegen die Wand und lächelte. Vielen Dank, Ruth.

„Natürlich ist sie das, aber … warten Sie, ich zeige Ihnen etwas.“

Georgie hörte ein Rascheln und wusste sofort, was ihre Großmutter tat.

„Das war in der letzten Sonntagsbeilage. Das ist Angolos Constantine.“

Georgie kannte das Foto – sie hatte das Magazin schon gesehen, bevor ihre Großmutter es unter den Sofakissen versteckte. Auf mehreren Seiten wurde über eine glanzvolle Filmpremiere berichtet. Und der Aufmacher war ein Foto, das zeigte, wie Angolos über den roten Teppich schritt. An seiner Seite war Sonia, seine glamouröse Exfrau. Waren sie wieder zusammen …? Dann viel Glück, dachte Georgie böse. Sie hatten einander verdient.

„Oh, là, là …!“, hörte sie die ältere Frau schwärmen. „Er ist wirklich sehr … oh ja, sehr …! Aber man sagt, dass sich Gegensätze anziehen …“, fügte sie schwach hinzu.

Netter Versuch, Ruth, dachte Georgie.

„Es war immer eine absurde Idee“, widersprach Ann Kemp. „Sie hätte niemals in seine Welt hineingepasst, und sie hatten überhaupt nichts gemeinsam, wenn man mal absieht von …“, jetzt senkte ihre Großmutter die Stimme zu einem dramatischen Flüstern, „… Sex! Oder Liebe, wie meine Enkelin es gern genannt hat. Ich persönlich denke, es liegt an all diesen schnulzigen Liebesromanen, die sie als Teenager gelesen hat.“

„Ich selbst lese auch ganz gern einen guten Liebesroman“, wandte die andere Frau ein.

„Ja, aber Sie sind kein dummes, naives Mädchen, das auf den Ritter in schimmernder Rüstung wartet.“

„Ein Mädchen nicht, nein, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

Georgie hörte die trockene Bemerkung nicht.

Mit abwesendem Gesichtsausdruck rieb sie sich über die nackten Oberarme, denn trotz der Hitze hatte sie plötzlich eine Gänsehaut bekommen. Wieder tauchte sie in die Vergangenheit ein. Am Ende hatte sie alle Würde verloren und Angolos geradezu angefleht, es sich noch einmal zu überlegen. Er konnte nicht wirklich wollen, dass sie ging. Sie waren glücklich – sie bekamen ein Baby. „Sag mir, was los ist“, hatte sie ihn bestürmt.

Angolos erwiderte nichts. Er schaute sie einfach nur an, mit Augen so hart wie Stahl.

Seltsam, wie eine Entscheidung den Verlauf eines ganzen Lebens verändern konnte.

Wenn sie dem Betteln ihres Stiefbruders nicht nachgegeben hätte und nicht mit ihm zum Strand gefahren wäre, wenn sie sich stattdessen in die Hängematte gekuschelt und das letzte Kapitel ihres Buchs gelesen hätte, dann wäre sie Angolos niemals begegnet. Doch es war müßig, solche Überlegungen anzustellen.

Sie musste mit der Realität leben, und in aller Bescheidenheit dachte Georgie, dass sie gar nicht so schlecht abschnitt. Sie war erfolgreich im Beruf, wohnte in einem gemieteten Apartment und hatte einen wunderbaren Sohn.

Die Tatsache, dass es keinen Mann in ihrem Leben gab, war bewusst so gewählt. Es war nicht etwa so, dass sie es für ausgeschlossen hielt, jemanden kennenzulernen. Sie konnte es sich nur einfach nicht vorstellen.

Manchmal fragte sie sich, welcher Mensch sie heute wäre, wenn sie Angolos Constantine niemals kennengelernt hätte. Wäre sie immer noch so naiv und vertrauensvoll wie in jenem Sommer?

Doch auch das war müßig, denn sie hatte ihn nun mal kennengelernt, und sie konnte sich noch heute an jedes kleinste Detail ihrer ersten Begegnung erinnern.

Sie hatte auf einer Decke gesessen, ein Auge auf dem Taschenbuch, das sie las, das andere auf ihrem Stiefbruder, der mit ein paar anderen Jungs etwas weiter unten am Strand spielte. Angolos’ Schuhe waren das Erste, was sie wahrgenommen hatte – glänzendes, handgearbeitetes Leder, und dann die maßgeschneiderten Beine seiner dunklen, teuren, geschmackvollen und für den Strand völlig unpassenden Hose.

Sie wollte einfach nur sehen, wer in einem solchen Aufzug an den Strand ging! Georgie hob also die...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.